französische Fremdenlegion

Dieses Thema im Forum "Westeuropa" wurde erstellt von Onkel Sam, 18. November 2004.

  1. shinobi

    shinobi Neues Mitglied

    Wie ich neulich mal gelesen hab war der Herr Ernst Jünger auch Legionär gewesen. Ich hab das Bild leider ncht mehr aber es sah schon schick aus.
     
  2. Chuckie85

    Chuckie85 Neues Mitglied

    Stimmt, allerdings hat er es dort ja nicht lange ausgehalten... :S
     
  3. Hotte143114

    Hotte143114 Aktives Mitglied

    Gestern am 1,1,2011 gab es eine Doku auf ARTE über die Legion in Französisch Guyana, dieser Film ist noch einige Tage auf Arte zu sehen...

    360° - Geo Reportage - videos.arte.tv
     
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  4. Hotte143114

    Hotte143114 Aktives Mitglied

  5. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

  6. Hotte143114

    Hotte143114 Aktives Mitglied


    Das mag ja stimmen, nur in der Legion war er nie, auch wenn er damit protzt :motz:
     
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  7. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Wie bist du da so sicher? Hauptsächlich protzt er ja damit, dass er dessertiert wäre. Ob es nun stimmt, kann ich nicht überprüfen.
     
  8. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Habe eben den verlinkten Artikel gelesen. Ab wann war man den bei der Legion und bis zu welchen Zeitpunkt der Ausbildung (Auswahlverfahren?) wurde man nicht verfolgt wenn man Fersengeld gab.

    Apvar
     
  9. Hotte143114

    Hotte143114 Aktives Mitglied


    Neues vom Märchenonkel Lüpertz:

    Markus Lüpertz floh aus Fremdenlegion

    Hamburg/Düsseldorf (dpa) - Flucht vor dem Algerien-Krieg Mitte des 20. Jahrhunderts: Der Künstler Markus Lüpertz ist als junger Mann aus der französischen Fremdenlegion weggelaufen.

    «Nach drei Tagen war ich dann endlich zurück in Deutschland, völlig abgerissen und hungrig», sagte der 69-jährige Maler und Bildhauer in einem Interview des «ZEITmagazins». Unter die Soldaten war Lüpertz als 17-Jähriger geraten - unbeabsichtigt. Eigentlich wollte der Künstler in Marseille auf einem Schiff anheuern. «Es gab jedoch kein Schiff, so kam ich zur Legion.»

    Dort habe er ein dreiviertel Jahr rennen, beten und singen müssen, unter Stacheldraht durchkriechen und mit dem Gewehr auf Sandsäcke einstechen müssen. Als er in den Krieg nach Algerien geschickt werden sollte, riss er aus. Die Flucht habe ihn vor dem Kriegsalltag bewahrt. «Und mir wurde klar, ich bin kein Abenteurer, sondern ich bin ein Künstler», sagte Lüpertz dem Blatt. Er war fast 20 Jahre Direktor der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart.

    Im Algerienkrieg hat das nordafrikanische Land in den Jahren 1954 bis 1962 um seine Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich gekämpft.

    Quelle: http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichte ... id=3003061

    Der reimt sich doch einen zusammen. Unsere Indochina-Veteranen würden auch sagen: "Der rasiert einen vom Tonkin."

    Wenn er tatsächlich als 17-Jähriger in der Legion gewesen sein will, dann wäre das im Jahre 1958/59 gewesen (geboren wurde er 1941). In seiner Biographie findet sich zudem folgender Hinweis:Zitat:
    Lüpertz studierte von 1956 bis 1961 an der Werkkunstschule Krefeld [...]

    Quelle: Markus Lüpertz ? Wikipedia


    In der Legion fand zu der von Lüpertz angegebenen Zeit keinerlei Ausbildung in Frankreich statt sondern ausschliesslich in Algerien
     
  10. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Wenn sich schon einer als Genie bezeichnet...........

    Ich kann mich noch erinnern, als ein franz. Zerstörer ein deutsches Handelsschiff in internationalen Gewässern anhielt und durchsuchte, auf dem sich ein desertierter Legionär aufhielt. Diplomatische Verwicklungen bis dorthinaus, aber keinen Jota haben sie nachgegeben, die Franzosen.
    Bei uns (franz. Zone) war die Legion lange ein großes Thema, ich kenne aus dem Handgelenk mindestens 5 die dabei waren.

    Es ist lachhaft, was das "Genie" da verbreitet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2011
  11. Hotte143114

    Hotte143114 Aktives Mitglied

    Ich hatte letztens hier ein grünes Sternchen bekommen, der oder die Sternchengeber/in ? erwähnte im Kommentar etwas von einem toten Geparden und er/sie möchte gerne das Foto. Nur weiß ich nicht wer der Bewerter war, deshalb jetzt hier für alle.

    Es war so: Meine Kompanie war während mehrerer Monate, das war 1969, in einem kleinen Dorf im Tschad stationiert, da es ja Bürgerkriegsgebiet war gabs natürlich um unser Camp Nachtwachen, eines nachts dann eine kurze Schiesserei, was war geschehen? Der Wachhabende hörte im dunklen (und wenn ich sage dunkel dann meine ich das auch so, dort gab es null Beleuchtung, also Rabenschwarze Nacht) ein Geräusch, STOP PASSWORT nix, das Geräusch kommt näher... BUMM BUMM, Nachschau... es war dieser Gepard der wohl unseren Grill gerochen hatte :D
     
  12. Hotte143114

    Hotte143114 Aktives Mitglied

    Ich hatte letztens hier ein grünes Sternchen bekommen, der oder die Sternchengeber/in ? erwähnte im Kommentar etwas von einem toten Geparden und er/sie möchte gerne das Foto. Nur weiß ich nicht wer der Bewerter war, deshalb jetzt hier für alle.

    Es war so: Meine Kompanie war während mehrerer Monate, das war 1969, in einem kleinen Dorf im Tschad stationiert, da es ja Bürgerkriegsgebiet war gabs natürlich um unser Camp Nachtwachen, eines nachts dann eine kurze Schiesserei, was war geschehen? Der Wachhabende hörte im dunklen (und wenn ich sage dunkel dann meine ich das auch so, dort gab es null Beleuchtung, also Rabenschwarze Nacht) ein Geräusch, STOP PASSWORT nix, das Geräusch kommt näher... BUMM BUMM, Nachschau... es war dieser Gepard der wohl unseren Grill gerochen hatte :D
     

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  13. JohnSteed

    JohnSteed Neues Mitglied

    Vielleicht sollte man trotz allem im Einzelfall prüfen wieviel Nazi in einem SS-Mann steckte. Man unterscheidet durchaus zwischen Waffen-SS und "schwarzer SS", die u.A. die KZs bewachte.
    Hinzukommt, dass in die Waffen-SS ab 1943 ganz "normal" eingezogen wurde.
    Für die Psychologie eines Soldaten, der irgendwann begreift für die falsche Sache gekämpft zu haben, gibt es vielleicht keine bessere Rehabilitation, als eben dann für die richtige Seite zu kämpfen. Zumindest würde ich das als Motivation in den Raum stellen. Die Fremdenlegion ist keine Söldnertruppe, sondern im Prinzip ein besonderer Teil der französischen Armee. "Legio nostra Patria" wie es heisst, besagt nur, dass der kleinste gemeinsame Nenner aller Legionäre die Legion ist, darüberhinaus war es sicher nicht verboten, wenn der eine oder andere gegenüber Frankreich langsam einen wachsenden Patriotimus entwickelte.
    Als Europapatriot kann ich so eine Haltung durchaus nachvollziehen.
     
  14. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Das hat man früher immer so behauptet. Tatsache ist jedoch, dass die Übergänge fliessend waren. Es wurden Mitglieder und ganze Einheiten der allgemeinen SS (Totenkopf) zur Waffen-SS geschickt und wieder zurück, und Waffen-SS-Einheiten waren intensiv an der Vernichtungspolitik im Osten beteiligt und begangen auch Gräuel im Westen (Ouradur z.B.).

    Es wurde "auch" gezogen, aber nicht nur.

    Die Wiederherstellung der französischen Kolonialmacht bezeichnest Du als "richtige" Seite? Informiere dich mal über die französischen Methoden dabei, z.B. über das Massaker von Haiphong, gleich zu Beginn des Indochinakrieges.

    Soldaten die einer fremden Macht für Geld dienen nennt man nun üblicherweise Söldner. Die mag das Ganze nun in schönere Formen verpackt haben als die wilden Haufen die in den 60.er Jahren in Afrika ihr Unwesen trieben und ihre Dienste den lokalen neuen Staaten (bzw. deren Schutzmächten) anboten und sie waren wesentlich disziplinierter, aber sie waren im Grunde auch Söldner. Wer zur Legion ging tat es aus Abenteuerlust, zur Flucht aus dem vorigen Leben oder vor der Justiz, oder weil er nichts anderes konnte und seine eigene Armee nicht mehr existierte (z.B. Weissrussen, spanische Republikaner und Waffen-SS Leute). Aber wohl kaum aus Patriotismus für Frankreich
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. September 2011
  15. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Eben deshalb ist eine Differenzierung zwischen

    - der verbrecherischen Organisation
    - Taten und Tätern
    - Herkunft der Mannschaften

    notwendig. Genau das steht oben.

    Hier sind speziell in den Kerndivisionen der Waffen-SS zehntausende versetzt (so zB tausende aus dem überzähligen Luftwaffen-Bodenpersonal) oder (zT 17-jährig) gezogen worden. Pauschalierungen werden jedenfalls der Sache nicht gerecht, wenngleich sie sich auch infolge der Schuldabwälzungsmythen der Wehrmacht festgesetzt haben. Bei Bedarf kann man das anhand einzelnen Divisionen aufreissen.

    Die Rücksetzungen von den Frontbereichen der Waffen-SS zB in den KZ-Bereich oder Junkerschulen etc. sind zahlenmäßig vernachlässigbar. Die Waffen-SS-Divisionen brannten zT mehrfach total aus. Rücksetzungen betrafen überwiegend nicht kriegsverwendungsfähige Genesene.
     
  16. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Ich will auch da keine Pauschalverurteilung. Ich wollte nur dem früher so üblichen Argument vorbeugen, dass die Waffen-SS ja eine "ganz normale" Truppe gewesen sei.

    Wenige, aber es gab sie. Ich habe nämlich öfters das Argument gehört, das wären zwei völlig getrennte Welten gewesen ohne Verbindung zwischen den beiden. Das stimmt definitiv nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. September 2011

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