Kalkriese als Ort der Varusschlacht zweifelhaft

Hatten wir diese Links schon?

Roms Legionen: Wo blieben die Frauen und Sklaven? – Verblüffende Funde auf dem Varusschlachtfeld - WELT

Und sehr lesenswert die offizielle Pressemitteilung von den Fachleuten der Uni Osnabrück beziehungsweise des Museums in Bramsche-Kalkriese:

Pressemappe Abschluss Forschungsprojekt

Pressemitteilung als Auszug schrieb:
... Artefakte zeigen enge Verbindungen zu römischen Militärplätzen wie Haltern oder Oberaden, weisen zugleich auf römische Rekrutierungsgebiete am Niederrhein und deuten eventuell sogar auf eine vormalige Stationierung einer Einheit in Spanien. Besitzerinschriften nennen einzelne Soldaten; Hinweise auf die legio I Augusta und möglicherweise auch auf die legio VIII Augusta könnten auf bislang kaum bekannte Truppenbewegungen der frühen Kaiserzeit verweisen. Ein zweifelsfreier Beleg, dass es sich bei den Spuren in Kalkriese um die Varusschlacht handelt, fehlt aus archäologischer Sicht weiterhin. Auch Hinweise auf Frauen und Kinder, die laut Schriftquellen den Tross der Varuslegionen begleiteten, bleiben aus. Zudem zeigt sich, dass frühere Fundkonzentrationen oft weniger historische Vorgänge als vielmehr die Intensität archäologischer Untersuchungen widerspiegeln. Landwirtschaftliche Eingriffe, Bodenbewegungen und ungleichmäßige Prospektionen und Grabungen haben die Fundverteilung im Laufe der Jahrzehnte wesentlich beeinflusst. Aus diesem Grund plädiert die Forscherin für eine Neubewertung der bisherigen Untersuchungsmethoden und für stärkere geologische und landwirtschaftliche Begleitforschungen, um die komplexe Kulturlandschaft von Kalkriese überhaupt adäquat interpretieren zu können. ...

Hervorhebung durch mich.
 
Ein durch Holzkohle und -asche markierter Weg, der irgendwann ins Schlachtfeld führt, muss doch aufzufinden sein.
Wie denn, nach 2000 Jahren, sagt uns doch bitte wie das funktionieren soll!!!

Dazu kommt noch der Verbrennungszustand des Holzes. Soviel wird da nicht übrig geblieben sein, relativ feine Holzasche wird schnell weggeschwemmt/verteilt. Es bleiben nur "größere" Stücke angebrannten Holzes liegen.
 
Ich weiß nicht, wie du dir das vorstellst.
Ehrenamtliche Sondengänger großflächig auf die Suche nach Eisenbestandteilen der Wagen. Im Fundfall Bestätigung an Hand Holzkohleresten.
Wie denn, nach 2000 Jahren, sagt uns doch bitte wie das funktionieren soll!!!

Dazu kommt noch der Verbrennungszustand des Holzes. Soviel wird da nicht übrig geblieben sein, relativ feine Holzasche wird schnell weggeschwemmt/verteilt. Es bleiben nur "größere" Stücke angebrannten Holzes liegen.
Dafür aber ver-oder angekohltes Holz in großer Menge.
 
Ehrenamtliche Sondengänger großflächig auf die Suche nach Eisenbestandteilen der Wagen. Im Fundfall Bestätigung an Hand Holzkohleresten.

Dafür aber ver-oder angekohltes Holz in großer Menge.
Das wird sich kaum machen lassen. Das ist unteranderem auch eine Frage der "legalität"

Ich denke nicht, das es da eine durchgehende Brandspur von Trossfahrzeugen geben wird.
 
Angekohltes Holz bleibt liegen und verrottet auch nach zweitausend Jahren nicht. Und die Germanen fanden nicht alle Nägel der Holzteile. Eisennägel sind sehr leicht detektierbar.
Warum haben wir dann nicht die Schlachtfelder des Germanicus? Der ist doch bekanntlich mit sehr wenig Gepäck zurück nach Xanten und Mainz gekommen.

Oder sind die Schlachtfelder des Germanicus das römische Gegenstück zu Bielefeld¹ ?

¹ pardon, finde ich gerade nicht.
 
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