Kelten gegen griechische Phalanx

Dieses Thema im Forum "Die Kelten" wurde erstellt von PostmodernAtheist, 30. April 2021.

  1. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Die Geschichte mit dem Joch kenn ich nur von den kaudinischen Pässen, und da gings gegen die Samniten, ein italisches Volk.

    An die Theorie, dass die Entwicklung von einer Phalanx zur flexibleren, va auf das Pilum setzenden Kampfweise mit den Auseinandersetzungen mit den cisalpinischen Kelten zusammen hängt, glaub ich mich dunkel erinnern zu können; müsst ich nochmal nachprüfen. Aber auch das kann mangels guter Quellen im besten Fall Spekulation sein.

    Und ich sprach nicht von Zufall, sonder davon, dass wir die aussschlaggebenden Faktoren schlicht nicht mehr bestimmen können. ;)

    Rein frisur-technisch haben die Kelten auf jeden Fall gewonnen, wenn auch sonst nicht so richtig; ist eigentlich wie bei der Auseinandersetzungen Punks vs Polizei... ;)
     
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  2. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Wiki spekuliert, dass die Übernahme des Pilums in die römischen Legionen auf die Samnitenkriege zurückzuführen sei. Das würde ja mit der "Jochgeschichte" korrespondieren. Ob das zutrifft, weiß ich nicht.

    Offtopic: Wann hatte denn die Polizei mal ihr Allia gegen Punks? :D:p
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2021
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  3. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Hannover 1995? Nach den damaligen Presseberichten kommts hin... ;)
     
  4. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Im Endeffekt hat sich aber auf den Chaostagen - nicht nur '95 - die Polizei durchgesetzt.

    Gegen eine Einführung des Pilums bei den Römern wegen der Erfahrung mit den Kelten nach der Schlacht bei Allia würde auch sprechen, dass Caesar im Gallischen Krieg (1, 25, 2-4) beschreibt, wie wenig die keltischen Helvetier einem geordneten Angriff mit Pila entgegenzusetzen hatten:
    "(2) Das Fußvolk schleuderte die Wurfgeschosse von der Anhöhe herab und durchbrach mit leichter Mühe den Schlachthaufen der Feinde. Sobald dieser gesprengt war, machte man einen Angriff mit gezogenem Schwert. (3) Die Helvetier waren bei dem Kampf sehr im Nachteil, weil die schweren Wurfgeschosse der Römer meist mehrere Schilde auf einmal durchbohrten und aneinander hefteten. Hatte sich nun einmal das Eisen gebogen, so konnte man weder die Waffe herausziehen noch bequem kämpfen, weil der linke Arm, der den Schild trug, gehindert war. (4) Viele warfen deshalb, nachdem sie den Arm lange hin- und hergezerrt ihren Schild weg und fochten mit entblößtem Körper."
     
  5. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Die Tiguriner (ein "Gau" der Helvetier) besiegten 107 v. Chr. ein römisches Heer unter dem Konsul Lucius Cassius Longinus, der im Kampf fiel, und zwangen die Überlebenden durch das Joch. Caesar nahm für sich in Anspruch, durch seinen Sieg über die Tiguriner diese Schmach gerächt zu haben.
     
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  6. Die Schlacht muss es gewesen sein.
     
  7. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Danke für den Hinweis aufdie Tiguriner, die Episode war mir nicht bekannt.

    Ist mE kein Argument. Da liegen ein paar Jahrhunderte und ein Hochgebirge zwischen. Mehr dazu vielleicht die Tage. Auf jeden Fall gilt: Die frühe Entwicklung der römischen Armee bleibt mangels glaubwürdigen Quellen ziemlich im Dunkeln.

    Verflixt, unsere Presse ist auch nicht glaubwürdiger als Livius. :rolleyes:
     
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