dekumatland
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huiuiui - spielt sich da einer im lächerlichen selbstgebastelten St. Georg Kostüm auf?Langsam langt´s mir. Das ist nichts als Scheinheiligkeit.
Werden die Tugendesel stößig?
Es ist nun 100 Jahre her, dass dieser Jesuit in aufgeheizter Atmosphäre die zitierten Worte prägte - "hundert Jahre, das ist eine lange Zeit": auch ein Zitat, übrigens ein sehr passendes, es fügt den Geschichtsbezug ein. Am Geschichtsbezug, oh hehrer lauterer St.Georg @Kreationist solltest du noch ein paar Stunden nachsitzen, denn dir gelingt nicht einmal, ein paar berühmte Naturwissenschaftler in die richtige zeitliche Reihenfolge zu bringen:
...abgesehen vom zeitlichen Wirrwarr: die vermeintliche Kausalität ("eben weil sie (...) rational erforschbar") ist keine, sondern bloße rhetorische Pose. Dass sich - pars pro toto - Planck nicht vor den Kreationismuskarren spannen lässt, zeigt schon ein Wikipedia-Artikel:Nicht zu vergessen, dass die modernen Naturwissenschaften maßgeblich von Christen (mit)gegründet wurden. Eben weil sie an einen Schöpfer glaubten, glaubten sie auch dass die Schöpfung rational erforschbar und beschreibbar ist:
So konnte ich jetzt zum Schluss sogar doch noch auf etwas Geschichtliches zurück kommen.
- Isaac Newton gilt als Vater der klassischen Physik, war maßgeblich an der heutigen wissenschaftlichen Methode beteiligt und gilt als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler der Geschichte und er glaubte an Gott.
- Johannes Kepler gilt als Vater der mathematischen Astronomie und er glaubte an Gott.
- Galileo Galilei gilt als Vater der modernen Astronomie und er glaubte an Gott.
- Max Planck gilt als Begründer der Quantenmechanik und er war gläubig.
- Gregor Mendel gilt als Vater der Genetik und er war gläubiger Mönch.
- Louis Pasteur gilt als Vater der Mikrobiologie er glaubte an Gott.
- Francis Bacon war Philosoph, Wegbereiter der wissenschaftlichen Methode und er glaubte an Gott.
Religion und Naturwissenschaft (...) Planck bejahte die geglaubte Wirklichkeit Gottes. Daneben stand seine Kritik an einer Pseudo-Metaphysik, die aus der Quantentheorie unzulässige Gottesbeweise abzuleiten versuchte. Außerdem kritisierte Planck die Absolutsetzung von „religiösen Symbolen“ durch die Kirchen, also mythologische Aussagen.
Max Planck – Wikipedia
Dieser Einwand auf meinen Kommentar ist kompletter Blödsinn!Soso, allerei Unwahrheiten über den Kreationismus ohne geschichtlichen Kontext verbreiten ist also geduldet, wenn diese dann aber berichtigt werden, beruft man sich auf einmal auf die Richtlinien? - Doppelmoral.
Fakten: 2007, also vor langer Zeit, hatte der Moderator @El Quijote darauf hingewiesen, dass die Diskussion in diesem Faden sich historisch orientieren und nicht weiter in weltanschauliches abdriften solle (sinngemäß) - ganze 19 Jahre später dann aus dem Nichts heraus dein @Kreationist Auftritt... und gleich hier, in deinem ersten Beitrag im Geschichtsforum, zeigt sich die Verlogenheit deiner Proselytenmacherei! Du hättest unschwer einsetzen können mit einer Darstellung des geschichtlichen Werdegangs deiner "Religion" (Kreationismus), wann und von wem in welchem geistigen/kulturgeschichtlichen Umfeld entstanden, welche Entwicklungen usw usf - nichts dergleichen kam von dir! Stattdessen ein Auftritt, den @El Quijote exakt auf den Punkt gebracht hat.
...klar, das schmeckt dir nicht - tja, dumm gelaufen, denn so kommt es halt, wenn man nichts anderes als "mimimi" in lächerlicher St. Georg Pose rabulistisch aufgemotzt heraustrompetet.
...nein, das ist dir nicht nicht wirklich gelungen. Und es geht dir auch nicht um informieren über historische Entwicklungen etc.So konnte ich jetzt zum Schluss sogar doch noch auf etwas Geschichtliches zurück kommen.
Nebenbei noch:
schauen wir uns diese durchsichtige Nebelkerze an:"Wissenschaft" ist eine Methode und diese kann sowohl von Evolutionstheoretikern, als auch von Kreationisten angewendet werden.
- spaßeshalber vorausgesetzt, der Satz könne inhaltlich ernst genommen werden, dann kann man ihn ergänzen (Ersetzungsproben), d.h. die "Methode Wissenschaft" kann auch von weiteren Gruppen, z.B. von Nazis, von Ökofundamentalisten, von Historikern, von Keltologen, von Medizinern und und und angewendet werden. Der Erkenntniswert dieses als Satzes, der nur eine rhetorische Pose ist, beschränkt sich darauf, dass "Wissenschaft" (vermutlich im Sinn von wissenschaftliche Methoden) angewendet werden kann... banale Beliebigkeit also.
- der plumpe rhetorische Trick: eine Praesupposition. Diese, die Reduktion auf Evolution und Kreation, soll beide auf denselben Level der Wissenschaftlichkeit heben.
- inwiefern plump? "`Wissenschaft` ist eine Methode" ist nur eine Behauptung wie jede andere andere auch, etwa "Religion ist eine Droge", und diese Behauptungen zeichnen sich lediglich durch radikale Verkürzung (Reduktion) auf Schlagworte aus. Die Absicht wiederum, Kreationismus unter Wissenschaft zu subsumieren. Tatsächlich gibt es nicht "die eine, allen gemeinsame wissenschaftliche Methode", sondern es gibt deren viele: Keltologen, Virenforscher, Astrophysiker verwenden nicht die identische Methode, Wissenschaftler sind sie dennoch und arbeiten wissenschaftlich.
...wenn mich Kreationismus interessieren und ich mich darüber informieren wollte, ich würde den selbsternannten Kreationismus-Profi @Kreationist weder nach seinen bisherigen Auftritten hier noch via seiner Links konsultieren.
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*) mag sein, dass das nachfolgende Zitat nicht sehr freundlich war, aber ich bin überzeugt, dass es nicht weggelöscht wird, denn erstens passt es prima auf die selbsternannte Opferrolle unseres kreationistischen Proselytenmachers, zweitens ist es prominentester Herkunft. Der zitierte gläubige und partiell "kreationistische" Jesuit ist Leo Naphta.