Lager der Römer in Thüringen

Dieses Thema im Forum "Das Römische Reich" wurde erstellt von Arthur00He, 10. Mai 2014.

  1. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Meinst Du die Ebstorfer Weltkarte?
    Meta-Image Reader
    upload_2018-12-31_17-1-10.png
    Da ist Nienburg nur deswegen am "Rand", weil die Mäuse einen Teil der Karte weggefressen haben.
     
    dekumatland gefällt das.
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Da die Karte - wie Rad- bzw. TO-Karten allgemein, nicht genordet sondern »orientiert« (!) sind, handelt es sich auch beim linkerhand liegenden Halle trotzdem nicht um den »nördlichsten« (!) Ort.
     
  3. Hermundure

    Hermundure Aktives Mitglied

    Viel spannender ist, dass der Harzfeldzug 235/36 n. Chr. in eine Zeit fällt als die Germanen "industriell" Eisen verarbeiteten. Bei der Wüstung Marsleben (Nähe Quedlinburg) fand man vor einigen Jahren eine der größten Rennofenbatterien jener Epoche. Sie datiert in das 3./4. Jh. n. Chr.

    Juli: Eisenverhüttung im großen Stil am Nordrand des Harzes - Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

    Marsleben – Wikipedia

    Auffällig sind auch die vielen Aureifunde (Severer bis Postumus) und großen Denarhorte jener Zeit aus dem Harzvorland. Es ist schwerlich vorstellbar, dass den Römern das entgangen sein sollte. Eisen war ein gefragter Rohstoff. Auch Haarhauser Keramik fand man in der einstigen Siedlung, was auf gute Kontakte nach Thüringen schließen lässt.
     
  4. Divico

    Divico Aktives Mitglied

    In Düna wurden bereits seit etwa 100 v. Chr. Iberger Eisenerze verhüttet.

    Für den Beginn der Buntmetallverhüttung wird der terminus ante quem 275 n. Chr. genannt, womit wir nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich recht nah an der Harzhornschlacht liegen.
    Das ist eine mögliche Interpretation des Befundes.
     

Diese Seite empfehlen