Neue archäologische Entdeckungen

Auf wesentlich kleinerer Flamme ist mir das auch einmal passiert. Vor 10 Jahren habe ich in der Wiener Nationalbibliothek den Nachlass eines Schriftstellers durchgeforstet, da fand ich doch per Zufall in einem Buchdeckel, fein aufgeschnitten, einen Brief. Hab ich selbstverständlich gleich dem Personal mitgeteilt, vorher aber noch heimlich kopiert. Der Brief war auch nur ca. 100 Jahre alt.
 
So sensationell erscheint mir das nicht. In historischen Innenstädten mit Jahrhunderte alten Gebäuden würde es mich nicht wundern, wenn so manches Haus auf einem Keller steht, dessen Bausubstanz auch schon an die 800 Jahre alt ist.
 
Helmarshausen ist in mehrfacher Hinsicht bedeutend:

  • Im Kloster Helmarshausen wurde im 12. Jahrhundert das berühmte Evangeliar Heinrichs des Löwen geschrieben und illuminiert.
  • Oberhalb des Ortes liegt die architektonisch und historisch interessante Krukenburg, die von einem zurückgekehrten Kreuzfahrer oder Pilger nach dem Vorbild der Grabeskirche gebaut wurde.
  • Der Ort liegt topographisch äußerst günstig: Die Diemel ist hier treidel- und schiffbar, liegt günstig zur Weser, und der Ort hat Anschluss an wichtige Verkehrswege in Nord-Süd- (z.B. Richtung Paderborn) und West-Ost-Richtung.
  • Das Gebiet ist archäologisch wenig erforscht. Es gibt Wallanalagen auch aus der späten Eisenzeit, es gibt keine dokumentierte römische Funde, es ist eine Grenzregion zwischen Marsern, Chatten und Cheruskern.



 
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