Push und Pull Faktoren von Schlachtfeldern

Dieses Thema im Forum "Kriegsschauplätze" wurde erstellt von Xander, 17. Juni 2011.

  1. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Aufhänger des Themas war nicht (nur) die heutige Betrachtung von Schlachtorten, sondern auch die der damaligen Zeit.

    Zu Brissontins Beispiel. Wie war der Umgang mit dem Schlachtort bei Freiburg im 18. und 19. Jahrhundert?

    Gruß
    Andreas
     
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  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Gute Frage. Aus dem 18.Jh. kenne ich nur kaum Denkmale generell. Eine interessante Ausnahme, wenn auch nicht an einem Schlachtort, ist wohl dieses Denkmal bei Schloss Rheinsberg: File:Rheinsberg-Obelisk-24-01-2008-139.JPG ? Wikimedia Commons Dieses Denkmal war den "unbesungenen Helden" des 7-jährigen Krieges gewidmet. *

    Zur Rolle des Schlachtfeldes vor den Toren von Freiburg im 18.Jh. steht ja sehr interessantes im Wikipediaartikel dazu:

    * Stiftung Preußische Schlösser und Gärten | SPSG | Rheinsberg – Garten und Park
     
  3. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Ich glaube, eine solche Mahnfunktion von Friedhøfen/Schlachtfeldern gab es bis zum 1.WK gar nicht. Ich denke eher, dass ein Krieg/eine Schlacht als eine Art "Naturkatastrophe" angesehen wurde, deren Folgen es einfach schnellstmøglich zu beseitigen galt.
    Erst mit den Millionen von Toten und der Industriealisierung des Mordens und Zerstørens im 1.WK konnte man nicht mehr "umgehen". Und vielleicht nicht einmal da: "Nie wieder Krieg" hørte man verstærkt erst nach dem 2.WK.

    Gruss, muheijo
     
  4. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Hallo,

    die "Nie wieder Krieg" Töne waren schon nach dem 1.Weltkrieg weit verbreitet! Aber der Mensch vergisst halt schnell.

    Ich war anfang der 80er bei der Bundeswehr; wenn mir da jemand gesagt hätte, das "unsere Freiheit" mal am Hindukusch verteidigt wird ... :(

    Gruß
    Andreas
     
  5. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    eine Mahnfunktion von Schlachtdenkmälern des 19. Jh. würde mich erstaunen, allerdings glaube ich, dass sie weniger an "eine Art Naturkatastrophe" gemahnen wollten als vielmehr "bedeutende historische Ereignisse" an deren realem Ort erinnern bis beweihräuchern wollten (etliche dieser Denkmäler habe durchaus einen nationalpathetischen Charakter)
     
  6. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Nun gut, 1966 konnte man lesen und hören, dass Berlin am Mekong verteidigt würde.

    Um nochmals auf Kolin zurückzukommen.
    Die dortigen Denkmäler, (Obelisken aus rotem Sandstein?) strotzen nur so von Regimentsnamen und den Namen von höheren Offizieren. Ich würde dies einmal als Reaktion auf Königgrätz sehen (ist ja nicht weit weg, und der Gegner war derselbe).
    Andererseits wette ich, dass die in den betroffenen Regimentern und insbesondere bei den Nachkommen der genannten Offiziere gesammelt haben, je höher die Summe, desto größer der Name auf dem Obelisken.
     
  7. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    ...hætte ich noch am selben Tag meine nachtrægliche Verweigerung eingereicht.
    Es entspricht meiner Meinung nach nicht dem Geløbnis, das ich seinerzeit (Ende der 80er) geleistet hatte.
    Aber das ist ein ganz anderes Thema, womøglich noch tagespolitisch. Also: :still:

    Gruss, muheijo
     
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