Im Grunde ist es hier natürlich so, dass Jordanes das Werk des Ptolemaios rezipiert und Wando dies in seinem Kommentar zur Getica kenntnisreich bemerkt. Weniger gebildete hätten hier vermutlich Claudius Claudianus als Quelle angenommen. Gautier Dalché hielt es deshalb auch für angebracht auf die von Wando bemerkten Archetypen nochmals gesondert hinzuweisen, weil dessen Sammlung unter anderem auch die Historien des Orosius, sowie die Cosmographie des Pseudo-Aethicus und das Itinerar des Antoninus enthielt, welche dem Ganzen eine "geographische Note" verliehen. Diese zuletzt genannten drei Werke weisen inhaltlich jedoch eine ganz unterschiedliche Qualität auf, denn die Aethici Cosmographia geht ursprünglich zwar möglicherweise auf den bei Cassiodor in dessen Institutiones 25 genannten Oratoren Julius Honorius zurück, doch ihr überlieferter Inhalt ist häufig sehr unzuverlässig und hält einem Vergleich mit den ebenfalls in der Sammlung des Wando enthaltenen Werken des Ptolemaios und dem Itinerar des Antoninus Pius in keiner Weise stand.
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