Mittelalterlager
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Vielleicht wäre es interessant hier zunächst einmal in etwa den monatlich benötigten Geldbedarf ( Preise um 1913) abzuschätzen.
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Da stellt sich zudem die Frage, ob man die Papiere innerhalb der RF überhaupt benötigte, zumindest wenn man hier eher gut situiert war?Ich bin auf der Suche nach einem Fachmann, einer Fachfrau zum Thema REISEN IN FRANKREICH VOR DEM ERSTEN WELTKRIEG. Was brauchte man für Unterlagen: Reisepass, oder ähnliches? Musste man sich in einem Hotel oder bei einer Behörde ausweisen? Gab es seitens der Behörden Kontrollen, z.B. an der Grenze?
wo schießen hier Spekulationen ins Kraut??Mir geht es mehr um die Spekulationen, die da ins Kraut schießen.
als hauptsächliche Frage heraus. Diese fand sachliche, nicht spekulative Antworten. Zur Erinnerung: die beiden Möglichkeiten, sich ein paar Jahre unauffällig, also ohne Behörden auf sich aufmerksam zu machen, in Frankreich aufhalten zu können, waren einerseits "a la Künstler" (und solche gab es etliche in den seinerzeit (1880-1914) "angesagten" Regionen, andererseits finanziell aufwändiger als mondäner Bade/Kurgast (siehe #14 & #16)Kann jemand in dieser Zeit über Jahre hinweg in Frankreich leben, von einem Ort, von Hotel zu Hotel zum anderen ziehen, ohne dass dies auffällt, ohne dass Behörden auf ihn aufmerksam werden
und eine größere Geldsumme mitgenommen haben, die dann für einige Zeit (drei Jahre) sein Auskommen gesichert hat.
Das weist in Richtung Bädertourismus a la Upperclass. Mit den nötigen Mitteln war es kein Problem, ein solches Leben zeitweilig zu führen (#14 #16). Und es war für den genannten Zeitraum auch kein Problem, sich detailliert über Reisemöglichkeiten und -konditionen zu informieren: da lagen schon etliche Bände einer höchst relevanten tourismushistorischen Quelle (sic!) vor:Er muss, so in einem Zeitungsbericht über das Verfahren gegen ihn in der Normandie, auf großem Fuß gelebt haben
Ob und welche Reisedokumente man im gefragten Zeitraum benötigte, welche Reisewege am bequemsten waren etc., darüber gab der Baedeker ausführlich Auskunft - für uns heute eine schöne Quelle zum Upperclass-Tourismus der belle Epoche.Für Frankreich gab es deutschsprachige Ausgaben weiterhin lediglich für den ersten Städteband des Hauses Baedeker, Paris, dessen 1. Auflage von 1855 (D 329) stammte und der bis 1914 in vierzehn Auflagen vorlag. Ab 1865 wurde er auch auf Englisch (E 95) und Französisch (F 144), beide jeweils in 18. Auflage 1913 bzw. 1914, recht erfolgreich verlegt. Zu in Paris veranstalteten Weltausstellungen wurden den Paris-Bänden in den Jahren 1867, 1889 und 1900 mit Plänen versehene Anhänge lose oder eingebunden beigegeben.
- Paris, übriges Frankreich und die Riviera
Erst 1889 folgte ein Band für die auch unter deutschen Touristen immer beliebter gewordene Riviera (D 349, fünf Auflagen bis 1913). Dagegen wurden die übrigen Landesteile detailliert ab 1884 zunächst nur in französischsprachigen Ausgaben vorgestellt. Für Nord-, Central- und Südfrankreich erschienen vor dem Ersten Weltkrieg schließlich die vier Ausgaben Nord-Est (F 178a), Nord-Ouest (F 183), Sud-Est de la France (F 188) und Sud-Ouest (F 193). Für Nord- und Südfrankreich liegen auch englische Ausgaben in sechs Auflagen vor: 1889 wurde mit Northern France (E 115) begonnen, und der ab 1891 auf dem Markt befindliche Band Southern France (E 120) erfuhr von 1895 bis 1898 nochmals eine Aufteilung in einen östlichen und westlichen Band (South-Eastern- (E 121) und South-Western-France (E 123)).
schön nachzulesen hier:Ob und welche Reisedokumente man im gefragten Zeitraum benötigte, welche Reisewege am bequemsten waren etc., darüber gab der Baedeker ausführlich Auskunft - für uns heute eine schöne Quelle zum Upperclass-Tourismus der belle Epoche.
Heutzutage ist für die Menschen Bayern weit weg von Frankreich. In der fraglichen Zeit grenzte Bayern jedoch an das Elsass und Lothringen.Mein Fall ist der: Ein Deutscher - er lebt im Königreich Bayern - flüchtet aufgrund von schweren Straftaten, er taucht unter. Das war im Jahr 1910. In Deutschland wird er steckbrieflich gesucht. Nach seinen eigenen Angaben hält er sich in den nächsten drei Jahren in Frankreich auf - sonst schweigt er über diese Zeit -, wo er im Februar 1913 in der Normandie aufgegriffen wird.
* lach*Das ist eine fiktive Gestalt für einen Roman?
Es stellt sich noch die Frage, ob und wie man allenfalls die Veröffentlichung seines Namens bzw. Pseudonyms samt Beruf und Heimatort auf den damals in ganz Europa üblichen und als Zeitung publizierten Fremdenlisten/-blättern der Kurorte verhindern konnte.Diese möglichen Routen kann man auch mit Kurbädern spicken, d.h. er wäre als Bädertourist auch nicht aufgefallen.
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