Revolution 1918/19

Dieses Thema im Forum "Die Weimarer Republik" wurde erstellt von Gast, 26. November 2007.

  1. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    1916 wurde Liebknecht aus der SPD ausgeschlossen, richtig. Kurz darauf proklamierten sie die Gründung der USPD und einer USPD-Reichstagsfraktion. Daraufhin wurde die Ebert-SPD in MSPD umbenannt. Richtig müsste also auch bei den Ereignissen 1918 mit Ebert statt SPD MSPD stehen.
     
  2. Arthur00He

    Arthur00He Neues Mitglied

    Ich habe zwar kein Geschichte studiert, bin nur Geschichtsinteressiert, will mich trotzdem mal probieren:


    Im Zeitraum,der zw. der Abdankung des letzten dt. Kaisers und der endgültigen Festigung der ersten dt. Republik mit den Juniwahlen 1920 lag, wurden die entscheidenden Weichen für die Weimarer Republik bis hin zu seinem Untergeng gestellt. Am Anfang dieses Zeitraumes ergaben sich zahlreich Möglichkeiten zw. zwei Extremen:
    - Zerfall der erst vor ca. 50 Jahren geeinten Dt.
    - eine Revolutionierung Dt. und Einnahme einer Rolle als Zentrale des Weltkommunismus.
    Das diese Extreme nicht eintraten und das Dt. im wesentilchen als Ganzes erhalten blieb, ist u.a. ein Verdienst der Freiwilligenabteilung. Aber ebend dieser freiwilligen Abtlg. wurden auch zu einem Verhängnis für die Ordnung die sie hatten schaffen helfen - also der Weimarer Republik. Am Ende der Republik waren deren Männer und Kräfte, die sie aus der Taufe gehoben hatten,wenigstens z.T. auch deren Henker. Die Enwicklung, die 10 Jahre offenkundig wird hat ihr Wurzeln in den Jahren 1918 - 1920.

    Anfang November 1918 bricht in Dt. die staatliche Ordnung zusammen. Es bilden sich überall A + S -Räte, die allerdings in ihrer Zusammensetzung und Ausrichtung nicht einheitlich waren. Die A+S- Räte des Westheeres hatten im Gegensatz zu denen des Ostheeres und innerhalb Dt. von der eigentlichen Revolution fast nichts mitbekommen. Sie konnten die Rev. also nicht zum Durchbruch verhelfen. Diese Uneinheitlichkeit war eine echte Gefahr für die Einheit Dt.

    Es konstuiert sich der "Rat der Volksbeauftragten" unter Ebert (MSPD) und Haase (USPD) am 10. Nov. 1918. Die Stellung des "Rates der Volksbeauftragten" war von Anfang an aufs Äußerste gefährdet und die A+S-Räte wollten die Macht übernehmen. Der "Rat der Volksbeauftragen" mußte sich also nach geeigneten Machtmittel umsehen und hier kam nur die Oberste Heeresleitung (OHL) in Frage.
    Noch am Abend des 10. Nov. telefoniert Ebert mit der OHL und bittet um Unterstützun. Er bekommt die Zusage, daß die OHL Ebert unterstützt, wenn Ebert sich gegen die Einmischung durch die Soldatenräte schützt. Er ist zu jeglichem Kompromiß bereit, wenn die OHL nur auf seine Seite ziehen kann.
    Dies ist die erste pol. Handlung des neuen Dt. Das Bündnis der OHL mit der Ebert-Regierung.
    Das bekenntnis der OHL kann natürlich nicht als Bekenntnis zur Demokratie gewertet werden, vielmehr ging es ihr darum, eine feste Reichsgewalt wieder aufzubauen.

    Im Weiteren zerfällt das alte Heer, die gebildeten demokratischen Volkswehren können auch nicht bestehen und beide müssen abgewickelt werden. Die OHL hatte jetzt das Problem erst einmal neue Streikkräfte schaffen zu müssen und hier kamen nur Freikorps in Frage.
    Die Mehrzahl dieser entstehenden freiwilligen Verbände dienten der Rep. weniger aus Loyolität zur Reichregierung, sondern vielmehr als Haß gegen die als Feinde empfundenen Spartakisten.

    Ich bitte um Meinungen, Ergänzungen. Was haltet Ihr von diesen Sätzen.


    Arthur
     

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