Sah ein Knab' ein Röslein steh'n, Röslein in Laurins Garten

z. B. kann der Faden an ein entfernt angebrachtes Glöckchen dem Wachposten leise signalisieren, dass sich jemand an den Rosenhag heranmacht. Der Angreifende ist damit bereits entdeckt worden, ohne dass er es selbst bemerkt hat. Noch glaubt er mit einem nächtlichen Angriff schlauer zu sein, so unbemerkt und leichter die Barriere zu durchdringen, was dann doch sein Tod ist.
Das ist doch reine Spekulation ohne jeden schriftlichen Beleg oder archäologischen Nachweis für solche Glöckchen.
Diaconus geht auf solche Details nicht ein. Bevor die Langobarden Italien eroberten, waren sie mit den Hunnen und Awaren längere Zeit verbündet und übernahmen deren Kampfweise.
Anders ausgedrückt: Auch das ist Spekulation.

Hätten die Langobarden die Kampfweise der Steppenvölker übernommen, hätten sie nicht einfach auf Bogenschützen, sondern vor allem auf eine Reiterarmee (auch mit berittenen Bogenschützen) gesetzt. Stattdessen ist der Bogen als Waffe für ärmere Leute belegt, die kein Pferd hatten und zu Fuß in den Krieg mussten. Bei den langobardischen Reitern hingegen handelte es sich um schwere Nahkampf-Kavallerie, eher vergleichbar der der Goten und Byzantiner.
Das ergibt eine Menge Scharfschützen und einen hohen Blutzoll bei den Nahkämpfern.
Da wäre die Frage, ob tatsächlich gezielt oder nicht eher in Salven geschossen wurde.
 
@Das ist doch reine Spekulation ohne jeden schriftlichen Beleg oder archäologischen Nachweis für solche Glöckchen.
@Ravenik du kannst diesen Satz getrost noch um die Brombeerfortifikation ergänzen.

...aber wenn ich so darüber nachdenke... die mit Fäden, Glöckchen (Lombardei...Campanile...Paganini...La Campanella ...Nachtigall, ick hör dir trapsen...), gärtnerischem Geschick ausgestatteten langobardischen Unterschichtprofischarfschützen (Brombeerbatallione), die ihre Brombeerkurtinen mit ausspringenden Brombeerbastionen zum bestreichen konzipierten, sicherlich ins Brombeergehölz auch Sicherheit bietende Brombeerbunker*) einschnitten, wo sie zugleich süß-nahrhafte Verköstigung pflücken konnten - - @Ravenik willst du deine kritischen Bedenken angesichts der Masse an wegweisenden germanisch-langobardischen Stabreimen ernsthaft aufrecht erhalten? ;):D:D:D
difficile est saturam non scribere

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*) statt auf Beton umzuschwenken, hätte man sich der langobardischen Brombeerbunker entsinnen sollen, als man die Atlantikküste fortifizierte!
 
Hätten die Langobarden die Kampfweise der Steppenvölker übernommen, hätten sie nicht einfach auf Bogenschützen, sondern vor allem auf eine Reiterarmee (auch mit berittenen Bogenschützen) gesetzt.
Das ist nicht so einfach.
Man braucht (passende) Pferde, und die müssen ausgebildet werden.
Ebenso die Reiter.
Die Aufstellung von Infanterie/Bodenschätzen ist mit erheblich weniger Zeit und Ressourcen verbunden.
 
Das ist doch reine Spekulation ohne jeden schriftlichen Beleg oder archäologischen Nachweis für solche Glöckchen.
Derartige Überlegungen können bei komplexeren Thematiken und Problematiken zu technischen und wissenschaftlichen Fortschritten führen. Andernfalls ist man ausschließlich auf die Leistung (z.B. archäologischer) Zufälle angewiesen.
Hätten die Langobarden die Kampfweise der Steppenvölker übernommen, hätten sie nicht einfach auf Bogenschützen, sondern vor allem auf eine Reiterarmee (auch mit berittenen Bogenschützen) gesetzt. Stattdessen ist der Bogen als Waffe für ärmere Leute belegt, die kein Pferd hatten und zu Fuß in den Krieg mussten.
Nach Loslösung von den Awaren und Einzug in Italien haben sie diese an den neuen Bedingungen angepasst. Ein Reflexbogen ist meistens günstiger und effektiver als ein Schwert, insbesondere wenn man von den einst berüchtigten langobardischen Festungen und Klausen (betreffend südlicher Alpenraum) auf herannahende Infanterie herab kicken kann.
Bei den langobardischen Reitern hingegen handelte es sich um schwere Nahkampf-Kavallerie, eher vergleichbar der der Goten und Byzantiner.
Kommt drauf an, was man darunter versteht. Bei den Franken-Karolingern ist das auch gesichert. Bei den Langobarden kann mit einer leichten und schweren Kavallerie gerechnet werden, je nach Region und Zeitstellung.
 
@Ravenik du kannst diesen Satz getrost noch um die Brombeerfortifikation ergänzen.

...aber wenn ich so darüber nachdenke... die mit Fäden, Glöckchen (Lombardei...Campanile...Paganini...La Campanella ...Nachtigall, ick hör dir trapsen...), gärtnerischem Geschick ausgestatteten langobardischen Unterschichtprofischarfschützen (Brombeerbatallione), die ihre Brombeerkurtinen mit ausspringenden Brombeerbastionen zum bestreichen konzipierten, sicherlich ins Brombeergehölz auch Sicherheit bietende Brombeerbunker*) einschnitten, wo sie zugleich süß-nahrhafte Verköstigung pflücken konnten - - @Ravenik willst du deine kritischen Bedenken angesichts der Masse an wegweisenden germanisch-langobardischen Stabreimen ernsthaft aufrecht erhalten? ;):D:D:D
difficile est saturam non scribere

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*) statt auf Beton umzuschwenken, hätte man sich der langobardischen Brombeerbunker entsinnen sollen, als man die Atlantikküste fortifizierte!
Dieses Beispiel erinnert mich irgendwie an die naive Lösung des militärhistorischen Rosengarten-Problems, indem man dieses in der spätromantischen Phase auf poetische Weise ins Rosengarten-Gebirge projizierte und verbannte. Der ganze Thread hier (der übrigens in die Abteilung Mediävistik/Altgermanistik gehörte) ist wiederholter Ausdruck dieser Naivität, wenn einige (leider sind es aber viele) Zeitgenossen bei komplexeren Problematiken nahezu den Verstand verlieren (zumindest haben wir es hier bereits mit einem neurotischen Befund zu tun) und zur Häresie-Mottenkiste greifen. All das, weil die Altgermanisten und Mediävisten diese Problematik in den letzten über 150 Jahren versäumt haben zu lösen oder nicht konnten. Dabei wäre es auch in diesem Falle kein großes Kunststück gewesen, wenn man die alten Texte nicht nur systematisch editiert, sondern endlich einmal sorgfältiger historisch-topographisch analysiert hätte.
 
(zumindest haben wir es hier bereits mit einem neurotischen Befund zu tun)
mit dieser exquisiten Diagnose aus berufenem Mund habe ich keinerlei Probleme, denn ich bin so furchtbar neurotisch, dass ich Wohlgefallen an Festungsplänen finde - also bitte her mit den Plänen der langobardischen Brombeerfestungen samt Detailkarten der Scharfschützenstellungen.
 
Zu den langobardischen Festungen (Castra) gibt es vermutlich fast nur italienische Literatur und kaum Pläne. In Italien ist diese Forschungsrichtung - im Gegensatz zu Deutschland - relativ "unterbelichtet".
 
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