Scharfschützen im Ersten Weltkrieg?

Aber halt mir 4 Jahren Verspätung.
darf man fragen, was dich die letzten vier Jahre gehindert hat, hier aufzuklären?
Interessant wäre es zu wissen ob es noch weitere Ausbildungsstätten gab.
mit anderen Worten: du würdest gerne mehr wissen, als Tante Wiki im erwähnten Artikel preisgibt - wo könnte man mehr erfahren? Die vielen überlieferten Kriegstagebücher zu filzen, dürfte zu 98% unergiebig sein (nehme ich an).
 
Die Biographie des Rauf und Trunkenboldes ist echt lesenswert:)
(Biographie ist ein großes Wort für ein kurzes Artikelchen) und darin findet sich:
Juni 1915 wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, nachdem er durch einen Granatensplitter am Kopf verletzt wurde. Danach erhielt er eine offizielle Scharfschützenausbildung.
also spätestens 1915 soll es, wiewohl ohne Quellennachweis, eine entsprechende Ausbildung gegeben haben.
 
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darf man fragen, was dich die letzten vier Jahre gehindert hat, hier aufzuklären?
2:
mit anderen Worten: du würdest gerne mehr wissen, als Tante Wiki im erwähnten Artikel preisgibt - wo könnte man mehr erfahren? Die vielen überlieferten Kriegstagebücher zu filzen, dürfte zu 98% unergiebig sein (nehme ich an).

1 Ich bin jetzt erst auf dieses Forum gestoßen weil ich mich selber noch nicht allzu lange mit dem Thema beschäftige.;)
2. Technisch bin ich leider nicht allzu versiert. :oops:Aber die jungen Menschen kennen sich da viel besser aus. Ich denke, dass die Archive doch mittlerweile digital abrufbar sind?! Und da die KI die Wörter von einem digitalen Bild erkennt, müsste doch nun eine Recherche deutlich leichter gehen.
Oder sehe ich das falsch?
 
Und da die KI die Wörter von einem digitalen Bild erkennt
ich weiß nichts von digitalen Bildern und was KI mit solchen treibt - - aber bissel lesen kann ich, und wiederhole mich deshalb:
also spätestens 1915 soll es, wiewohl ohne Quellennachweis, eine entsprechende Ausbildung gegeben haben.
wie man dem Artikel über den Rauf- und Trunkenbold entnehmen kann. Leider belegt der Artikel die Mitteilung, dass der Trunkenbold nach Juni 1915 eine "offizielle Scharfschützenausbildung" erhalten habe, nicht mit irgendeiner Quelle (und man fragt sich, wozu dieser nach seinen erbrachten Leistungen diese benötigt hätte) - - seltsam
 
nicht mit irgendeiner Quelle (und man fragt sich, wozu dieser nach seinen erbrachten Leistungen diese benötigt hätte) - - seltsam

Es wurden für den Artikel sogar sechs Quellen angegeben (siehe Anhang)
 

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nichts kann geiler sein, als 1914-18 auf Borkum stationiert den Krieg als beschussfreie Idylle abzuwarten, zwischendurch bissel Sand schippen und Beton mischen, dazu keine Angst vor irgendwelchen Snipern (wo sollen die hocken? im Watt?)
:cool::D:D:D

Du hast echt eine witzige und kreative Phantasie (ist ehrlich und nett gemeint):)
Aber glaub mir einfach, dass der Einsatz noch geiler war, als den den Du so blumig beschrieben hast.;)
Da sind Sachen passiert, die gibt es nur in schlechten Filmen und man würde sie mir nicht glauben.:eek:
 
Es wurden für den Artikel sogar sechs Quellen angegeben (siehe Anhang)
die besagen aber nichts über die zusätzliche Ausbildung des Trunkenbolds, nachdem dieser sich seine Meriten schon verdient hatte (ich beziehe mich auf den Artikel über Mühlberger)
die einzige Quelle zu Döbeln, die der Scharfschütze-Artikel in Fußnote 71 anführt, ist:
Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914–1918. Teil VI: Infanterie. Band 1: Infanterie-Regimenter. Verlag Militaria, Wien 2007
 
Weltkriegs-Veteranen wie Ernst Jünger, Paul Ettighofer u. a. schreiben in ihren Memoiren auch von Scharfschützen. Soweit es sich aus solchen Erzählungen rekonstruieren lässt, gab es anscheinend aber im 1. Weltkrieg noch keine Scharfschützen-Einheiten, keine zentralisierte Scharfschützenausbildung und auch nicht so etwas wie ein allgemeines Handbuch mit bestimmten Regeln.

Eher war es so, dass Bataillons- und Kompanie-Führer sich Soldaten aussuchten, meist solche mit jagdlicher Erfahrung, die gute Schützen waren und die dann gegnerische Scharfschützen gezielt bekämpften
Mein Urgroßonkel war 1918 in der Königlich Sächsischen Maschinengewehr-Scharfschützen-Abteilung 76.
Er hat 1916 ein paar Wochen Ausbildung in Lockstedt (Schleswig-Holstein) absolviert. Soweit ich weiß, hatte das aber nichts mit dem Scharfschützending zu tun, sondern war eine Reserve-Offiziersausbildung.

Ich hab mir irgendwann mal zwei Quellenangaben zum Thema gespeichert:
> Oberst a. D. Hans Kling & Major a. D. Hans Rudolf v. Stein: "''Maschinengewehr-Formationen 1914/18''", Zeitschrift für Heereskunde - 1967 (in fünf Teilen).
> ohne Verfasser: "''Maschinen-Gewehr-Scharfschützen-Abteilungen (GG. SS. Abt.) und ein Anhang mit den wichtigsten Verfügungen''", Hannover 1939, Eulemannsche Buchdruckerei, 16 Seiten
 
Mein Urgroßonkel war 1918 in der Königlich Sächsischen Maschinengewehr-Scharfschützen-Abteilung 76.
Er hat 1916 ein paar Wochen Ausbildung in Lockstedt (Schleswig-Holstein) absolviert. Soweit ich weiß, hatte das aber nichts mit dem Scharfschützending zu tun, sondern war eine Reserve-Offiziersausbildung.

Ich hab mir irgendwann mal zwei Quellenangaben zum Thema gespeichert:
> Oberst a. D. Hans Kling & Major a. D. Hans Rudolf v. Stein: "''Maschinengewehr-Formationen 1914/18''", Zeitschrift für Heereskunde - 1967 (in fünf Teilen).
> ohne Verfasser: "''Maschinen-Gewehr-Scharfschützen-Abteilungen (GG. SS. Abt.) und ein Anhang mit den wichtigsten Verfügungen''", Hannover 1939, Eulemannsche Buchdruckerei, 16 Seiten

Bei deinem Beitrag musste ich daran denken, dass Ettighofer in dem gleichen Schmöker, den ich oben erwähnte, eine Schützen-Ausbildung in Elsenborn erwähnt. Dort wurde wohl auch viel geschossen, aber es ging dabei nicht um eine Ausbildung als Sniper. Im Grunde war das wohl ähnlich wie bei dem Lehrgang, den dein Vorfahre absolvierte.
Ettighofer war Einjährig Freiwilliger.

Einjährig-Freiwillige waren Wehrpflichtige mit Abitur oder Realschulabschluss , die bei freiwilliger Meldung den Wehrdienst in einem Truppenteil ihrer Wahl ableisten konnten und die Möglichkeit hatten, Reserveoffizier zu werden.
 
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