rena8
Aktives Mitglied
Dazu braucht man viel angesammeltes Wissen.
Z.B. mußte man erstmal drauf kommen, dass dein Nick "Taurus" sehr viel leichter zu halten war, wenn man den Bullen kastrierte, "verochste", wie das der werte @Repo mal genannt hat.
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Dazu braucht man viel angesammeltes Wissen.
Echtes Nomadentum ist relativ jung, vielleicht bronzezeitlich. Dazu bedurfte es erst einmal in den Haustierstand überführte Herden, denen man quasi folgte. Selbst in der Steppe gab es primär Ackerbau, der dann oft zugunsten einer mobilen Lebensweise aufgegeben wurde. Manche Tierarten (z.B. Schweine oder Geflügel) taugen für diese Wirtschaftsform, fast ständig auf Achse, allerdings nicht.
Und wer sagt Dir, dass sich nicht Jäger sich neue Jagdgründe gesucht haben, weil der bisherigen Jagdgrund quasi leergejagt war? Was ist das anderes als Nomadismus?![]()
Und wer sagt Dir, dass sich nicht Jäger sich neue Jagdgründe gesucht haben, weil der bisherigen Jagdgrund quasi leergejagt war? Was ist das anderes als Nomadismus?![]()
Das ist etwas anderes, lies bitte bei den Anfangsbeiträgen dieses Threads nach.
http://www.geschichtsforum.de/425135-post12.html
Das sehe ich aber genauso. Also können wir es eigentlich nicht anders sehen...Das sehe ich etwas anders:
sowohl Ackerbau als auch Viehzucht wird eine lange "Anlaufphase" gebraucht haben, bis man sie soweit entwickelt hatte, davon eine gesicherte Existenz zu haben.
Ich frage mich, welche Botschaft in dieser Aussage steckt. :grübel:Allerhand Dokus hast du immerhin gesehen. :winke:
Die Jagd ist eine anstrengende Angelegenheit. Man erbeutete die Tiere nicht "einfach so". An Fleisch zu kommen war schwierig. Die Zucht stellt hier einen sichereren Weg dar und ist überdies in der Lage, eine größere Menge Menschen zu ernähren. Der überwiegende Teil der domestizierten Tiere wurde wohl auch nicht geschlachtet.Dass dieses Potential nicht zur Entfaltung kam, liegt meiner Meinung nach daran, dass die Wildbeuter vor der neolitischen Revolution einfach keinen Bedarf an Tierzucht hatten. Es ist nämlich viel leichter, vorbeilaufendes Fleisch zu nehmen, statt sich in mühevoller Arbeit um die Aufzucht von Fleisch zu kümmern. Wenn aber das Leben als Wildbeuter nicht mehr möglich ist, z.B. weil das zu viele Menschen auf einmal wollen und der Platz nicht für alle ausreicht, dann kommen automatisch neue Möglichkeiten zum Einsatz. Tierzucht als Alternative müsste einem da fast von selbst in den Schoß fallen. Genauso wie die intensivere Nutzung pflanzlicher Nahrungsressourcen. Für beide Übergänge musste man sich keine großen Gedanken machen oder Kreativitätswettkämpfe veranstalten. Ein bisschen Druck von außen, mit vorhandenen Ressourcen sparsamer umzugehen, und schwupps, hat man eine "Revolution" eingeleitet.
Ungünstig für Ackerbau heißt nicht ungünstig für Wildbeuter. Im Norden Sibiriens kann man schlecht Ackerbau betreiben. Aber die Tundra ernährt riesige Rentierherden.
Ich stimme mit dir überein, hinsichtlich der langen Lern- und Erprobungsphase. Ergänzend möchte ich darauf hinweisen, dass unser Begriff Pflanzen- und Tierzucht vom Ergebnis in der Rückschau zwar korrekt ist, die damals lebenden Menschen haben sich aber nicht grübelnd ans Feuer gesetzt oder einen Arbeitskreis gebildet, wie sie denn ihr Saatgut verbessern oder umgänglichere Rinder züchten können. :winke: Dass ergab sich durch die Auswahl der Tiere für den Nachwuchs des nächsten Jahres.....sowohl Ackerbau als auch Viehzucht wird eine lange "Anlaufphase" gebraucht haben, bis man sie soweit entwickelt hatte, davon eine gesicherte Existenz zu haben.
M.M. nach gab es eine mehrtausendjährige Lern- und Erprobungsphase, in welcher sich ein allmählicher Übergang vollzog. In dieser Phase wurden die Wildpflanzen erstmal soweit gezüchtet, das sie nennenswerte Erträge abwarfen. Man kann doch die damalige Situation nicht mit heutiger Züchtung vergleichen, wo es nur ein paar Jahrzehnte dauert, neue Sorten oder Rassen zu züchten.![]()
Auch entstand die Sesshaftigkeit wohl nicht wegen der schwindenden Ressourcen. Der Anbau von Pflanzen spielte neben der Domestizierung von Tieren wohl die größte Rolle.
Vielleicht wurde ja so manche Gesellschaft erst durch den Anbau von Nutzpflanzen sesshaft und machte dann die Entwicklung zu den Züchtern durch?
Eben! Eine Auswahl der durch zufällige Mutationen entstandenen Pflanzen/Tiere nach ihrem "Gebrauchswert" ist etwas anderes als eine gezielte Zucht unter Zuhilfenahme genetischer Gesetze. Ich hätte nicht "Zucht" sondern "Auswahl" sagen müssen. Deswegen nehme ich ja die langen Zeiträume eines Übergangs vom Jäger/Sammler zum seßhaften und allein von Ackerbau und Viehhaltung lebenden "Bauern" an.Ich stimme mit dir überein, hinsichtlich der langen Lern- und Erprobungsphase. Ergänzend möchte ich darauf hinweisen, dass unser Begriff Pflanzen- und Tierzucht vom Ergebnis in der Rückschau zwar korrekt ist, die damals lebenden Menschen haben sich aber nicht grübelnd ans Feuer gesetzt oder einen Arbeitskreis gebildet, wie sie denn ihr Saatgut verbessern oder umgänglichere Rinder züchten können. :winke: Dass ergab sich durch die Auswahl der Tiere für den Nachwuchs des nächsten Jahres.
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