Sonnenrad-Formen

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von Lothenon, 9. Mai 2006.

  1. Sindri

    Sindri Neues Mitglied

    Also diese Form von Swastika ist bei diversen Nazi.Institutionen zu sehen...

    Es gibt aus der Vorzeit eine Zeitschrift von der H-P. Blavatsky die heißt glaub ich Isis da war auch ein HK drauf, allerdings weiß ich nicht mehr, ob rund oder eckig. Ihr persönliches Siegel ist mit einer Eckigen SW. dekoriert...

    Natürlich ist das HK auch in der alten germanischen Kultur verankert. Meiner Auffassung nach aber nicht so Omnipräsent, wie immer gerne angegeben, sondern nur in Einzelfällen isoliert vorkommend und zumeist immer in einen Dekor eingebunden. Flechtbänder und Pilzzellen, oder als eine Teil eines Musters auf einer Gürtelgarnitur, Borte etc.

    Diese isolierte Teil wie im Eingangspost findet man so dann zumeist wirklich mehr auf Nazisymbolen...
    so gibt es ein altes Plakat, mit der Aufschrift: " Du bist nichts, ohne dein Volk und deine Sippe." Mit vermeintlicher "Irminsul" und sich dahinter drehender runder Swastika.
    Es gab Fahnen für SS "Julwachten" wo im Hintergrund dann eine rote Fahne mit schwarzer SW. auf weißem Grund hing und davor eine Altar mit "Julleuchter" und SS- Wachen.
    Die Zeitschrift "Deutscher Glaube" von Jakob Wilhem Hauer trug dasselbe Zeichen.
    Dann den Frontkjemper Orden? für norwegsche SS Freiwillige. da scheint es mehrer Versionen zu geben und eine zeigt eben einen "frühmittelalterlichen" Kämpfer mit Rundschild, dessen Bemalung ein rundes HK ist.
    Dann gibts noch die SS Leistungsrune und das Bandenkampfabzeichen vormals Partisanenkampfabzeichen.
    Ein Plakat für die SS Tage 1943 im Augus, wo ein SS soldat mit Stahlhelm aber Rundschild mit rundem HK drauf in einem Wikingerschiff steht.
    Dieses Plakat hat dann auch die Blackmetallzeitschrift Filosofem benutzt, die vorher Aske hieß und von "Varg" Vikernes (Burzum) vertrieben wurde... (reines Nazipamphlet) Auf seiner CD Daudi Baldr ist dann der "König" mit einem Mantel bekleidet, die mehrere r.HK´s als Zierde aufweisen...

    Füe eine Übersicht an isolierten Hks in der germanische Kunst müsste ich aber erstmal meine Bücher etwas wälzen... aus dem Stehgreif fallen mir da auch nur eckige auf dem Standboden von Urnen ein, oder eckige aud tauschierten Spathen, die allerdings als zentrales Symbol in einem gesamt Muster sind.

    Ich habe zu fast jedem der genannten Gegenstände ein Bild, allerdings mag ich das hier nicht verlinken, da es sich zum größten Teil um Nazipropagandaseiten handelt... mit den Entsprechenden Suchbegriffn und der Googlebildersuche kann man die aber sehr schnell selber finden. :winke:
     
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  2. poisonrose

    poisonrose Neues Mitglied

    Hab mir das schon öfters überlegt, denn das Hakenkreuz sieht für mich aus wie zwei Sigrunen die übereinander gelegt sind.
     
  3. Sindri

    Sindri Neues Mitglied

    Geometrische Formen enstehen ja immer irgendwie aus anderen einfachen Formen...
    Bestes Beispiel für so ein Design ist die sog. "Schwarze Sonne" in der Wewelsburg in Paderborn, die nach heutigem Wissen zwar an merowingische Zierscheiben angelehnt ist, aber in dieser Form nur dort existiert und extra für den Umbau/Ausbau durch Himmler von jemandem designed worden ist. Sie besteht auch aus mehreren S-Runen die wiederrum mehrere Hakenkreize bilden.

    Bei der Durchsicht divrser Fundbücher und Ausstellungskataloge, habe ich gestern allerdings keine weitere Runde Form entdeckt, dafür aber Massen an Eckigen Hks aus diversen Zeiten und Kulturen...
    Bei den Römer ist das HK z.B. auch häufig anzutreffen, ob einzeln oder im Maänder.
    Bei den Germanen mal innerhalb Dekors auf Schnallen oder Speeren, oder auch auf Keramik.
    In Detmold im Museum gibt es einen Kulturhistorischen Teil, in dem eine nordam. Indianerbekleidung mit Perlenstickerei zu sehen ist, die auch HK´s zeigt.
    Im RGM in Köln im Untergeschoss der Mosaikfußboden.. übersäht mit HKs.
    In Indien? gibt es eine Buddhastatue, die auf der Fußsohle glaube so un die 32 HK´s zeigt.
    Aus dem 13. Jhd. gibt es broschierte Brettchenborte eines Bischoffs, die mehrere cm breit ist und einen HK Maänder zeigt.
    In der Lettischen Kultur ist das HK von jeher ein großes Glückssymbol, dort kommt man um diesen Dekor fast gar nicht herrum. Aus dem FMA gibt es Umhängetücher, die mit bronzeringen verziert sind, die auch wieder HK Variationen zeigen und so auch diverse weitere Trachtbestandteile wie Gürtel etc. die bis heute das HK aufweisen.

    Alles in allem, ist das Sichten von HKs in diversen Kulturen nichts besonderes durch die Jahrhunderte und auch noch heute, da es eben ein Glückssymbol ist oder ewigen Kreislauf etc. symbolisiert, allerdings macht einen das aufgrund der Ereignisse rund um den Nationalsozialismus nciht frei von einer kritischen Betrachtung oder einem unbekümmerten Umgang.
    Vor allem wenn man sich mit darstellender Geschichte beschäftigt, oder dem Neoheidentum zugetan ist.
    Auf der einen Seite macht ein HK (je nachdem was für eins und welcher Kontext) noch lange keinen Nazi, aber ein naiver Umgang mit dieser Symbolik kann sehr schnell zu Mißverständnissen führen, darüber sollte sich jeder klar sein.
     
  4. awo425

    awo425 Gast

    Komet Swastika

    Die Swastika ist einfach nur eine Abbildung eines Kometen und nichts weiter! Sie hat weder was mit der Sonne zu tun, noch sonstirgendwelche Bedeutung! Ich möchte mal wissen wer diesen Schwachsinn mit einem Sonnenzeichen erfunden hat?
     
  5. hyokkose

    hyokkose Gast


    Ein Komet hat noch viel weniger Ähnlichkeit mit der Svastika als die Sonne. Ich möchte mal wissen, wer diesen Megaschwachsinn mit dem Kometen erfunden hat.
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Für die Hopi symbolisiert die Swastika weder eine Sonne noch einen Kometen. Es sind die vier Himmelrichtungen in die sie laufen mussten, um die Enden der Welt zu erreichen, um sich nach ihrer Rückkehr am Mittelpunkt der Welt, im gelobten Land der Hopi wiederzufinden. Je nach Laufrichtung des jeweiligen Unterstammes ist die Swastika links- oder rechtsdrehend.
     
  7. Mashenka

    Mashenka Aktives Mitglied

    Insignien müssen nicht mal unbedingt etwas darstellen; das Wesentliche ist die Kennzeichnung der Mitglieder der eigenen Gruppe, um sich abzugrenzen; also per se ein Anzeichen, dass die Mitglieder ansonsten sich nicht von den Anderen unterscheiden.

    Was dann die Mitglieder der Gruppe in das Zeichen so alles hineindenken, hat mehr mit ihren Wunschvorstellungen zu tun, als mit der Aussagekraft des Zeichens selbst.

    Wie schon oben von Anderen bereits erwähnt, kommt man auf die Form des Hakenkreuzes, bzw. des angeblich geheimnisvollen Thule-Emblems sehr schnell, wenn man ein Rad mit Sprossen, einen Stern, oder ein Kreuz zeichnet und nach Variationen sucht.

    Die Erklärungen des Symbols sind dementsprechend vielfältig; radialsymmetrische Formen, d.h. rund angeordnete, sich wiederholende Formen eignen sich hervorragend für Interpretationen.

    Auch für die Zahl Vier gibt es die unterschiedlichsten Ansichten, welche Dinge mit dieser Anzahl am wichtigsten seien. Zum einen bieten sich die vier Himmelsrichtungen an, wie oben von El Quijote eingebracht. Zum anderen die vier Extremitäten des Menschen (in diesem Fall die unteren Haken der Profildarstellung entsprechend; vgl. auch die Triskele der Sizilianer). Zuvorderst müssen aber die vier Arme des Kreuzes stehen, eine der primitivsten graphischen Formen, am häufigsten mit dem einzigen Hintergedanken entstanden: zu markieren.

    Außerdem ist das Hakenkreuz ein eigentlich zwingendes Ergebnis beim Kreieren von Mäandern. Werden sich wiederholende, ineinander gewickelte Linienformen gezeichnet, kommt man sehr schnell auf diese graphische Struktur. Kein Wunder also, dass die Form in vielen Kulturen dargestellt wurde; so eben auch bei den Römern.

    Deshalb gefiel den Italienern das Insigne ganz besonders; sie mussten keine historiographische Akrobatik veranstalten, um damit auf ihre geschichtsträchtige Vergangenheit hinzuweisen. Bemerkenswert z.B., mit was für Eifer die Ara Pacis Augustae ausgebuddelt und wieder aufgestellt wurde. Das Denkmal gilt heute als herausragendes Beispiel antiker Arabesken, doch der Grund für die Finanzierung des Wiederaufbaus muss wohl der Mäander gewesen sein, wohlgemerkt: rechtsgedreht, d.h. den Windungen des Buchstaben »S« entsprechend, wie es sich Hitler gewünscht hatte.
     

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