Kassandra
Mitglied
@Tib. Gabinius
@askan
Dann möchte ich auch mal noch was dazu sagen. Es gab nicht nur unbedingt früher das Matriarchat, sondern auch heute gibt es noch Kulturen, welche im Matriarchat leben.
Auch in der Vergangenheit gab es Matriarchate, auch wenn es öfter nur temporäre Erscheinungen waren.
Also nix für ungut.
@askan
Dann möchte ich auch mal noch was dazu sagen. Es gab nicht nur unbedingt früher das Matriarchat, sondern auch heute gibt es noch Kulturen, welche im Matriarchat leben.
wikipedia schrieb:Die Garo leben im Nordosten Indiens. Repressives Matriarchat, in dem Männer entführt und einer Zwangsheirat zugeführt werden dürfen.
Die Juchitán leben in Mexiko. Stark repressives Matriarchat, in dem Männer nur niedere Arbeiten in Landwirtschaft, Fischerei oder Handwerk machen, während Frauen Handel treiben und Geldgeschäfte machen. Männer dürfen auch nicht in Häusern schlafen. Durch diese Repressionen hat sich ein drittes Geschlecht von so genannten Muchas herausgebildet, in das sich Männer flüchten, um Anteil an den Privilegien der Frauen zu haben.
Die Minangkabau leben auf Sumatra. Sanftes Matriarchat, das stark auf Ausgleich achtet.
Die Tharu leben in Süd-Nepal. Sanftes Matriarchat, das unter starker Benachteiligung der Zentralregierung leidet. Sie sind vom Aussterben bedroht.
Die Warao leben in Venezuela. Sanftes Matriarchat, das dieser Volksgruppe unter den Indigenas eine Sonderstellung einräumt. Beim täglichen Essen wird der Mann zuletzt bedient - und nicht selten bekommt er auch nichts. Männer sind dazu verpflichtet weibliche Angehörige, auch die angeheirateten zu unterstützen. Alte alleinstehende Männer ohne weibliche Nachkommen werden nicht unterstützt.
Auch in der Vergangenheit gab es Matriarchate, auch wenn es öfter nur temporäre Erscheinungen waren.
@Tib. Gabinius: Hatte dich nicht überlesen, mir ging es nur um die Frage, wie Frauen im Christentum gelebt hat, bzw. dass es früher Kulturen gab, die das Matriarchat gelebt haben, wenn auch nicht für lange Zeit.wikipedia schrieb:Der römische Historiker Gaius Cornelius Tacitus erwähnt in seinem Werk Germania den Volksstamm der Sitonen, die nördlich der Schweden leben und diesen in allem gleichen, außer, dass sie von einer Frau beherrscht werden und zur Knechtschaft degeneriert seien. Ob es sich bei den Sitonen um ein Matriarchat gehandelt hat, ist jedoch aus heutiger Sicht nicht feststellbar. Königinnen gab es als Ausnahmeerscheinungen auch in ansonsten streng patriarchalen Kulturen, und die Herrschaft einer Königin allein sagt nur wenig über die genderbezogene Sozialstruktur der betreffenden Gesellschaft aus.
Auch von anderen antiken Schriftstellern und Historikern wurden Amazonenvölker beschrieben, wobei diese Kriegerinnenvölker nicht mit den in diesem Artikel beschriebenen matrilinearen und matrilokalen Ackerbaugesellschaften gleichzusetzen sind, da es sich bei ihnen - sofern sie überhaupt in der beschriebenen Form existiert haben - aus heutiger wissenschaftlicher Sicht um historische Ausnahmeerscheinungen handelte.
Das große, friedliche "Ur-Matriarchat", das in feministisch-esoterischen Schriften gerne bemüht wird, hat nach heutigem Stand der Forschung nicht existiert. Auch Völker mit Frauenherrschaft konnten bisher nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden. Frauenzentrierte, insgesamt herrschaftsfreie Kulturen hingegen, wie sie hier beschrieben wurden, kommen noch heute weltweit vor. Einige, wie die Minangkabau auf Sumatra haben sich den modernen Gegebenenheiten gut angepasst, ohne ihre grundlegenden sozialen Strukturen zu verlieren. Viele andere jedoch stehen auf der Liste der bedrohten Völker.
Also nix für ungut.