Untersuchungsergebnisse zu Straßenstationen Südrätiens

Nein. In Neumarkt gibt es eine römische Nekropole und massive römische Gebäudereste, die als römische Straßenstation betrachtet werden.

Du lehnst Dich da sehr weit aus dem Fenster, und man wird Dir mangelnde Quellenkenntnis vorwerfen, gepaart mit unangemessener Arroganz.
Nein, das ist eine einfache Villa rustica auf Position 23 m.p. Auf Castelfeder stand hingegen auf richtiger Position ein Militärlager. Das wäre dann Geschichtsfälschung auf Kosten der Steuerzahler: Militärlager gegen eine Villa vertauschen.
 
Castelfeder ist spätantik. Und in Castelfeder gab es in diesem Sinne kein "Militärlager".

Deine Äußerung gegenüber @Sepiola:
Oje, da sieht man, dass Du von Datenanalytik wenig Ahnung hast.
ist, weil sie nicht nur arrogant und sachlich falsch ist, dann mit wohlwollenden Worten nur noch als "strunzdumm" zu bezeichnen.

Trollig geht es weiter:
Damit Du das auch einigermaßen verstehst
- meinst Du dass solche arrogante Argumentation irgendeine wohlwollende wissenschaftliche Rezension bewirken wird?

Wenn Du behauptest, dass Iuvavum östlich vom Lech liegt (ja, tut es), der auf der T.P. zwischen Augsburg und Salzburg eingezeichnete Fluss aber die Etsch ist (die im weiteren Verlauf auch auf der T.P. in den Po mündet)? Du hattest @Sepiolas milden Spott noch nicht einmal bemerkt.

Nein, Pons Drusi ist eine Station der VCA Richtung Reschen, also wird sie am Wahrscheinlichsten im Bereich Sigmundskron stationiert gewesen sein.
Dazu gibt es einfache Antworten, die man einfach und gut begründet auf wikipedia nachlesen kann, wenn man Theodor Mommsen nicht nachlesen will:

"In Betracht zu ziehen ist daher auch die Theorie von Theodor Mommsen, der zufolge Pons Drusi bloß eine Übergangsstelle und ein Straßenpunkt in Kardaun am Anfang der Eisackschlucht bzw. am Beginn des mittelalterlichen Kunterswegs war. Für diese These spricht, dass die dortige Brücke über den Eisack (bis 1866 Brücke am Feigenstein bzw. Feigenbrücke) einen strategisch wichtigen Punkt im unwegsamen Gelände markiert. Ein weiteres Argument wäre eine mögliche Verortung von Sublavio in Waidbruck anstelle von Kollmann: Der Talverlauf 19,2 km südlich von Waidbruck mündet nämlich in Kardaun, nicht in Bozen."

Noch ein wenig sarkastischer, falls man den Senf nicht merkt:

"Andere Verortungen, etwa in älterer Literatur an der Etsch bei Schloss Sigmundskron oder in jüngster Zeit in Gries, passen nicht zu archäologischen Befunden, die den Verlauf der antiken Römerstraße zwischen Trient und Bozen auf der östlichen Seite des Etschtals nahelegen."


Schloss Sigmundskron ist auf dem orographisch rechten Ufer der Etsch gelegen, der Verlauf der Via Claudia ist dort nicht dokumentiert (der Radweg Via Claudia ist nicht die Via Claudia Augusta !).

Wer von Süden her aus Richtung Trient am östlichen, orographisch linken Ufer der Etsch in Richtung Innsbruck zog, musste hier dafür keineswegs den Eisack queren! Und in Richtung Meran (oder eher in Richtung Untermais, der römischen Zollstation Statio Maiensis) nicht die Etsch!

Ich kenne übrigens nur eine
gesicherte römische Brücke über die Etsch, am Etschfall nahe Algund, an der Töll. Dort sogar mit römischen Wagenspuren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat zuletzt anders geklungen, oder irre ich mich? :
Ich hatte doch ausdrücklich geschrieben, dass ich mich nicht hinter Bauers Ansichten stelle:

Zu Coveliacas und Isunisca möchte ich eine Alternativansicht zitieren (die ich mir nicht zu eigen mache):

Bauers Streckenanalyse ist nicht quellenkonform.

Er hält sein Vorgehen (und explizit auch seine Lokalisierungen von Isunisca und anderen Orten) im Gegensatz zur herkömmlichen Forschung für quellenkonform.


Bauers Verortungsversuche sind nicht ad fontes, obwohl er vorgibt, dies zu tun.

Das gilt für Deine bisherigen Einlassungen auch. Du präsentierst nicht, was die Quellen tatsächlich hergeben, Du präsentierst eigentlich nur Deine Interpretation der Quellen. Obwohl weder das IA noch das TP den Lech erwähnt, schreibst Du "Das IA und die TP siedeln Abodiacum ebenfalls östlich des Lechs"; was tatsächlich verzeichnet ist, wird dagegen beiseitegeschoben: "Ich brauch auch keine Etsch, die eingezeichnet ist".
Du magst mit Deinen Interpretation recht haben (wie im Fall der Etsch) oder falsch liegen (wie im Fall von Abodiacum), Dein Umgang mit den fontes unterscheidet sich den bisherigen Einlassungen nach zu schließen jedenfalls nicht grundsätzlich von dem Bauers.
Mir sind eine Reihe von Versuchen bekannt, die Angaben der antiken geographischen Quellen zu "retten" - oder zumindest so viel wie möglich davon zu retten. Diese stammen stammen alle aus dem deutschen Sprachraum (was nichts heißen muss, vielleicht gab es in Albanien oder Tunesien ähnliche Versuche, von denen ich halt nichts mitbekommen habe). Bauer ist da nur ein Beispiel.
Johannes Freutsmiedl, Römische Straßen der Tabula Peutingeriana in Noricum und Raetien (Büchenbach 2006) hat u. a. versucht, die auf der TP (fälschlicherweise) links der Donau verzeichnete Strecke Rottweil - Rottenburg - Köngen so hinzubiegen, dass die genannten Orte alle südlich der Donau liegen.
Größere Bekanntheit erlangt hat ein großangelegtes Projekt, bei dem ein Team von Wissenschaftlern (Andreas Kleineberg, Christian Marx, Eberhard Knobloch, Dieter Lelgemann) versucht hat, die ptolemaischen Koordinaten so weit wie möglich zu "retten", mit der Konsequenz, dass Claudium Iuvavum/Salzburg dann halt an der Donau liegen muss. Solche Klopper passieren halt, wenn man glaubt, Wissenschaft betreiben zu können, ohne die Methoden und Ergebnisse der "Hilfswissenschaften" wie Epigraphik, Archäologie und Ortsnamenkunde ernst nehmen zu müssen.


Vielleicht haben sie die genannten Stationen tatsächlich nach diesen Parametern ausgerichtet.
Um eine nicht ausreichend begründbare Hypothese zu "retten", erfindest Du eine weitere, durch nichts begründete Hilfshypothese.
 
Zurück
Oben