Voynich Manuskript

@Nikias Ein Mondzyklus (von Neumond zu Neumond) dauert etwa 29,5 Tage. Rechnet man das auf ein Sonnenjahr hoch, ergeben sich 13 Mondmonate (13 \times 28 = 364 Tage) plus ein Übergangstag.
29,5 sind ungleich 28. Rechnet man mit der tatsächlichen Länge des Mondzyklus und nicht mit einem angepassten Wert, der dann das gewünschte Ergebnis liefert, passt ein System mit 12 Monaten eben deutlich besser als eins mit 13 Monaten, da das Sonnenjahr eben 12,36 Mondzyklen entspricht, solange man keine alternative Mathematik verwendet.
 
Der 13. Monat symbolisiert die Quintessenz (das fünfte Element) oder den Zustand der Transformation. Er steht außerhalb der normalen Zeit – genau der Moment, in dem das Blei zu Gold wird oder die veredelte Pflanze ihre neue „Superkraft“ entfaltet.
...da hier KI-unterstützt Beiträge verfasst werden, habe ich das Zitat oben spaßeshalber einer KI vorgesetzt und diese urteilte folgendermaßen:
  • In einigen dieser Diagramme sind Kalenderstrukturen zu sehen. Ein kreativer Kopf könnte behaupten, das Manuskript zeige einen geheimen Mondkalender mit einem 13. Monat, der als Schlüssel dient, um den Text zu entschlüsseln oder die alchemistische Transformation zeitlich exakt zu planen.
Warum das historisch trotzdem Quatsch bleibt
In der Realität gibt es dafür nicht den geringsten Beweis. Das Voinych Manuskript st bis heute völlig ungelesen. Niemand hat auch nur ein einziges Wort darin zweifelsfrei übersetzt. Jede Behauptung, das Buch enthalte Anleitungen für „Superkräfte“ oder „Transformationen außerhalb der Zeit“, ist reine Projektion und Fantasie. Es eignet sich wegen seiner Rätselhaftigkeit einfach perfekt als Projektionsfläche für jede Art von esoterischem Unsinn
...schon biestig so ein KI Einsatz :D:D:D
 
@Nikias Stimmt, da hatte ich einen kleinen Denkfehler drin und habe zwei Rechenmodelle unglücklich vermischt – 29,5 ist natürlich nicht 28.

Wenn man rein bei der realen Astronomie und den echten 29,5 Tagen pro Mondzyklus bleibt, stellt sich das Ganze so dar:

12 echte Mondmonate ergeben zusammen genau 354 Tage (12 x 29,5).
Da das Sonnenjahr aber 365 Tage hat, bleiben exakt 11 Tage Differenz übrig.

Genau hier setzt das 13er-Prinzip an: Diese verbleibenden 11 Tage bilden im alchemistischen Modell die 13. Phase (einen Kurzmonat), um das Mondjahr mit dem Sonnenjahr zu harmonisieren.

Es wird also nicht die Mathematik verbogen, sondern die reale Restzeit von 11 Tagen wird als eigenständige, transformative Phase außerhalb der normalen Zeitrechnung behandelt.
 
@dekumatland Ein genialer Konter, das muss ich dir lassen!

Genau da liegt aber das Problem: Die meisten KIs arbeiten nach einem starren Schema und werfen bei solchen Themen sofort die Standard-Antwort „esoterischer Unsinn“ aus, sobald bestimmte Signalwörter fallen. Genau deshalb habe ich in meinem letzten Beitrag den metaphorischen Kram beiseitegelegt und das Ganze auf die knallharte Astronomie heruntergebrochen (die 354 Tage zu den 365 Tagen). Da stößt das normale KI-Schema nämlich schnell an seine Grenzen, während wir hier echte Logik walten lassen.

Dass das Manuskript bisher ungelesen ist, stimmt natürlich. Aber genau das macht das Entschlüsseln von rein visuellen, mathematischen Strukturen in den Diagrammen ja so spannend – ganz ohne Hokuspokus.
 
das Ganze auf die knallharte Astronomie heruntergebrochen
hab ich auch, und die KI urteilt darüber wie folgt:
Die Abschnitte enthalten keinerlei echte Berechnungen, keine Planetenbahnen und keine mathematischen Tabellen, wie sie echte Astronomen des 15. Jahrhunderts (z. B. für die Seefahrt oder Kalenderrechnung) zwingend genutzt hätten.
Der Autor hat sich bekannter Versatzstücke bedient – er hat die Plejaden gezeichnet, weil jeder sie kannte, und Spiralen gemalt, weil sie mysteriös aussah. Es ist die optische Kulisse einer "Sternenkunde", ohne dass echte Wissenschaft dahintersteckt
 
@dekumatland Dein Punkt mit der geringen künstlerischen Qualität ist übrigens ein extrem guter Hinweis. Das sehe ich ganz genauso: Es wirkt absolut wie ein privates Arbeitsheft oder eine funktionale Kladde für den Eigengebrauch und eben nicht wie ein repräsentatives Prachtwerk. Dem Autor ging es offensichtlich rein um den praktischen Inhalt, nicht um Schönheit.

Ich halte dich auf dem Laufenden, sobald ich bei den Badenden ein klares Muster sehe!
 
Es ist eine astronomische Simulation im billigsten Sinne. Der Autor nutzte das damals populäre Thema der Astrologie lediglich als visuelles Werkzeug. Er wollte dem Buch den Anschein von tiefer kosmischer Weisheit verleihen, um den Wert der Fälschung zu steigern. Für die echte Wissenschaftsgeschichte ist dieser Abschnitt absolut wertlos.
 
@dekumatland Ein schönes KI-Zitat – und es beschreibt den aktuellen Forschungsstand der Schulwissenschaft perfekt. Eine KI fasst eben das zusammen, was die Mehrheit im Netz schreibt: "Es gibt keine Tabellen wie bei Ptolemäus oder Regiomontanus, also ist es nur Kulisse."

Aber genau da liegt doch der Denkfehler bei der rein akademischen Betrachtung: Wer sagt denn, dass der Autor ein offizielles, standardisiertes Lehrbuch für die Seefahrt schreiben wollte?

Wenn es ein verschlüsseltes, privates Arbeitsbuch war, dann versteckt man die "knallharte Astronomie" eben nicht in offensichtlichen mathematischen Tabellen, sondern codiert sie visuell – zum Beispiel über die Anzahl von Speichen, Sternen oder eben Elementen in den Diagrammen. Es ist ein optischer Code, kein mathematisches Lehrbuch.
 
Dem Autor ging es offensichtlich rein um den praktischen Inhalt
...und den hat man in einer funktionalen Kladde zum. Eigengebrauch greifbarer, wenn er dilettantisch bebildert ist???

Nebenbei: ich hab jetzt 2-3 mal aus Spaßgründen KI zitiert, lasse das aber fürderhin bleiben - rege allerdings an, es ebenso zu halten. Warum? zumindest ich will mich nicht KI-Kram hier "unterhalten".
 
Es ist ein optischer Code, kein mathematisches Lehrbuch.
den hätte man längst entschlüsselt.

Aber genau da liegt doch der Denkfehler bei der rein akademischen Betrachtung: Wer sagt denn, dass der Autor ein offizielles, standardisiertes Lehrbuch für die Seefahrt schreiben wollte?
der Denkfehler liegt bei dir: du rosinenpickst ein nebensächliches Beispiel aus einem Zitat und unterstellst, dass eine "rein akademische Betrachtung" nur daraus bestünde und ergo dümmlich wäre -- lies doch noch mal das Zitat in #147
 
1. warum benötigt man da nackert badendes Weibsvolk? Veredelt sich´s dann besser?
mögliche Varianten:
- "ist hier Weibsvolk anwesend" (Life of Brian)
- es gab schon früher als vermutet Freikörperkultur (hier werden ja sowieso die Zeiten durch den Fleischwolf gedreht)

und später kommen dann die Regeln:
 
Genau hier setzt das 13er-Prinzip an: Diese verbleibenden 11 Tage bilden im alchemistischen Modell die 13. Phase (einen Kurzmonat), um das Mondjahr mit dem Sonnenjahr zu harmonisieren.
Und was genau soll dann das Geheimwissen sein, das hier codiert wird? Dass weder 12 noch 13 Mondmonate in ein Sonnenjahr passen, war allgemein bekannt. Selbst das Kalenderjahr des damals gültigen Julianischen Kalenders entsprach ja nicht exakt einem Sonnenjahr. Das war auch allgemein bekannt, vielleicht nicht dem Bauern auf dem Gerstenfeld, weil die Abweichung zu gering war, um für ihn relevant zu sein, aber für jeden, der sich damit befasste. Wegen dieser Abweichung wurde dann ja der Gregorianische Kalender eingeführt.

Davon abgesehen lassen Mondjahr und Sonnenjahr nicht mit einem Kurzmonat harmonisieren.

Nehmen wir mal an, man würde die Monate genau nach dem Mondzyklus ausrichten und einen neuen Monat immer mit einem Neumond anfangen lassen. Nehmen wir weiter an, das Ende des letzten vollen Monats würde in einem bestimmten Jahr in etwa auf den 15. Dezember unseres Kalenders fallen. Nun schieben wir also einen Kurzmonat ein, entweder 11 Tage, die rechnerisch durchschnittlich fehlen oder 15-16 Tage, wenn wir den Jahreswechsel wie bei unserem Kalender immer am selben Punkt im Sonnenjahr haben wollen. Egal welche Variante man wählt: Danach lässt man dann wieder einen vollen Mondmonat beginnen und hat nun ein Problem:

Der erste Mondmonat des neuen Jahres beginnt dann nicht mit einem Neumond sondern an einem völlig anderen Punkt im Mondzyklus. Und das verschiebt sich dann jedes Jahr, weil Mondzyklus und Sonnenjahr eben nicht zusammenpassen. Man hätte dann also Monate, die zwar genauso lang wie ein Mondzyklus sind (oder fast genauso lang, da ein Mondzyklus ja 29,53 Tage beträgt und daher jeder zweite Monat sozusagen ein Schaltmonat sein müsste, aber dieses Problem wollen wir jetzt mal ignorieren), aber dafür würden sie in der Regel nicht mit einem Neumond starten, sondern fast immer an einem anderen Punkt im Mondzyklus und ein Mondmonat würde dann also fast immer Anteile von zwei Mondzyklen enthalten.

Inwiefern wären das dann noch echte Mondmonate?
 
@samet Und was sollen das jetzt plötzlich für visuelle Muster sein, die nur Du im Voynisch Manuskript entdeckt hast, aber sonst keiner?

Ich weise daraufhin, dass Du schonmal die Entdeckung "mathematischer Muster" verkündet hast, was sich dann als reine Fantasie rausgestellt hat.
Nebenbei: Ist ein (visuelles) Muster nicht auch zwangsläufig ein mathematisches Muster?
Es ist dürfte quasi die Definition eines "Musters" sein, dass es mathematisch erfassbar ist.


Insofern redest Du eigentlich genau das Selbe wie vorher: Du hast ein Muster entdeckt und ein gewaltiges Luftschloss aus Hypothesen darauf aufgebaut. Worin die Muster jetzt eigentlich bestehen sollen, verstehe ich nicht.

Daher habe ich dir eigentlich den IQ Test empfohlen: Es wirkt eben, als würdest Du deine Fähigkeiten überschätzen.
Du ziehst irgendwie irrationale Schlussfolgerungen.

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Mich würde aber interessieren: Wo gibts denn einen (!seriösen!)kostenlosen Online-IQ Test?

Ich habe an kostenlosen Angeboten nur so Online-Kurztests gefunden, deren Aussagekraft begrenzt sein dürfte, und wo man sich selbst betuppen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine These hat euch offenbar beeindruckt, sonst hättet ihr nicht so lange und bis jetzt darüber diskutiert. Ich konnte sachlich und fachlich auf alles eingehen und meine Argumente belegen, während ich auf das reagiert habe, was ihr in den Raum geworfen habt.
Was ihr jedoch nicht einsehen könnt, ist, dass ein Außenseiter wie ich euer Weltbild zumindest ein Stück weit ins Wanken gebracht hat. Und ja, mein IQ ist tatsächlich etwas höher. ich wünsch euch trotzdem einen schönen Abend! Ihr solltet etwas out of the box denken. Man sagt zu frauen nicht Weibsvolk, das war vielleicht in den 20er mal trennt
 
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