„Was Du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es um es zu besitzen!“

:grübel: :grübel::grübel:

Keine weiteren Vorschläge?

Um noch einmal auf den "größten" deutschen Dichter zurückzukommen: „un Vugln sieht mer ah kaane mehr“.

So ganz Recht hat er nicht. Denn wie wir hier sehen, auch wenn’s vom vorigen Jahr ist, sind im November noch welche unterwegs.
Hier mal ein Beispiel:
Solche Kraniche fliegen regelmäßig über mein Grundstück im Thüringer Wald gen Süden.

Zugvögel 11-2011 004.jpg

Weg sind allerdings schon lange viele Singvögel.
Zum Beispiel auch die Nachtigallen, womit wir wieder bei unseren Rätsel sind.

Apropos Nachtigall, einer huldigen wir morgen, nämlich der ...

Hier der 2. Bildausschnitt.
Und heute am späten Nachmittag dann die Lösung.

Bildausschnitt 5 - 2.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem Hammer umgehen können, meint evtl. Bildhauer? Balthasar Permoser oder Adam Kraft? Aber ansonsten kann ich sie den Hinweisen nicht zuordnen.
 
Sieht so aus als ob wir zum Ende kommen können.
Wieder vielen Dank den Mitspielern und natürlich auch vielen Dank an die Mitleser.

„In seiner Werkstatt sonntags früh
Steht unser teurer Meister hie,
Sein schmutzig Schurzfell abgelegt,
Einen saubern Feierwams er trägt...“

J. W. v. Goethe: „Erklärung eines alten Holzschnittes“ (1776).
Mit dem Untertitel: „Vorstellend Hans Sachsens poetische Sendung“.

Entnommen aus: „Goethes Werke“ in 12 Bänden, Herausgeber: Aufbau-Verlag Berlin und Weimar 1968

Hans Sachs...

05.11.1494 in Nürnberg geboren, 09.01.1576 in Nürnberg gestorben.

Gesucht haben wir dieses mal also Hans Sachs.


Bild 5 -  Hans Sachs.jpg


In Nürnberg erlernte er den Beruf eines Schuhmachers.
Danach ging er, wie es üblich war, 5 Jahre auf Gesellenwanderung.
Er durchwanderte die Donaulandschaft, die Rheinlande, die Niederlande und Mitteldeutschland.

1516 kam er nach Nürnberg zurück und wurde 1520 Meister der Schuhmacherzunft (Hinweis mit dem –Schuster- Hammer).

Entsprechend seiner Begabung und Neigung wurde er das Haupt der Nürnberger Meistersingerschule.
Er schrieb mehr als 4.000 Meistergesänge.
Dazu kommen 73 volkstümliche weltliche und geistliche Lieder.
Das Theater hat er um 85 Fastnachtspiele z.B. „Der fahrende Schüler im Paradies“, oder „Das Kälberbrüten“ bereichert.
Er verfasst auch 61 formlos-breite Tragödien und 64 Komödien.
In der Summe hat er über 6.000 Werke geschaffen.

Er bekämpfte heftig den katholischen Klerus.
Er war aber auch zunftbürgerlich standesbewusst, voreingenommen gegen die Bauern.
Seine Gesellschaftskritik war mit der progressiven Aufstiegsphase von Martin Luther verbunden.
Er feierte Martin Luther in den 700 Versen umfassenden Gedicht: „Die Wittenbergische Nachtigall“ (1523).

Artur Schramm war so eine Assoziation passend zum Rätselcharakter, als ich mit dem Arzgebirger das Rätsel eröffnete „un Vugln sieht mer ah kaane mehr.“

Bis in die heutige Zeit und da bin ich mir sicher, auch weiterhin wird der Nürnberger sehr verehrt.

Zwei der größten deutschen Komponisten nahmen sich Hans Sachs an:
1. Albert Lortzing (1801 – 1858).
2. Richard Wagner (1813 – 1883).

Lortzings „Hans Sachs“ wird wenig bis gar nicht mehr gespielt, dafür aber umso mehr und öfters „Die Meistersinger von Nürnberg“. Uraufgeführt am 21.06.1868 in München.

Soweit ich mich erinnere, wurde diese Oper anlässlich der Wiedereröffnung der „Staatsoper unter den Linden“ in Berlin 1954/1955 gespielt.
Der Chefdirigent war Franz Konwitschny.
Ich erwähnt dies deshalb, weil das damals, ich war gerade mal 13 Jahre alt (zu meiner Entschuldigung ;), meine Mutter war Wagner Fan und so wurde ich auch einer), in der DDR eine Sensation war.
Wagner wurde wieder gespielt; dass war eine Sensation.

Warum habe ich Hans Sachs mit in diese Reihe aufgenommen?
Der Hauptgrund ist:

„Verachtet mir die Meister nicht, und ehrt mir ihre Kunst!“

Hans Sachs belehrt damit Walter von Stolzing und weiter heißt es in der Oper:

„was deutsch und echt, wüßt Keiner mehr,
lebt’s nicht in deutscher Meister Ehr.
Drum sag ich Euch:
ehrt Eure deutschen Meister!
Dann bannt ihr gute Geister;
und gebt ihr ihrem Wirken Gunst,
zerging in Dunst
das heil’ge röm’sche Reich,
uns bliebe gleich
die heil’ge deutsche Kunst!“

Zu Hans Sachs findet man selbstverständlich sehr viel im Netz und sicher wird der eine oder andere in seiner privat Bibliothek z.B. Lexika auch einiges haben.

Damit soll’s genug sein.

Nun noch, was kommt das nächste mal?

Wir suchen einen, der steht auf einem Sockel :) und hält in der linken Hand einen Spazierstock und seinen Hut. Könnte ein Doktorhut sein :grübel:.

Es wird sicher wieder interessant, jedenfalls gebe ich mir alle Mühe.

Und da es das Bergfest ist (6. Persönlichkeit von 12) gibt es noch im Anschluss der Lösung eine kleine Geschichte.
Eine kleine Geschichte aus Russland mit einem Deutschen und hinten dran, ein Märchen aus der Altairegion (russischer Teil).
 
Zuletzt bearbeitet:
kleine Randbemerkungen:
- weder Lortzing noch Marschner, Nicolai oder Cornelius (sie alle haben Opern geschrieben) gehören in dieselbe Reihe wie Weber oder Wagner ;) lassen wir ihnen ihren Ruhm in der 2. Reihe
- gerade das, was du ohne die prekären Zeilen aus den Meistersingern zitierst, wird oft und gerne gegen Wagner aufgefahren... -- aber die Wirren und Mäander der Rezeptionsgeschichte gehören sicher nicht hierher.

vielen Dank für die schönen Rätselaufgaben - bin gespannt auf weitere!
 
Was ich mal anmerken möchte...
Ich freue mich das Mitspieler keine Links und Bilder hier reinsetzen.
Danke!

VI. Persönlichkeit...

1. Bildausschnitt:

Heute könnte es etwas schwieriger sein.
Zu mindest denke ich, dass es beim 1. Bildausschnitt so sein wird.
Aber es lohnt sich mitzuspielen, denn man sollte diesen Kameraden unbedingt kennen, oder sich diesen wieder mal ins Gedächtnis zurück zu rufen. Dabei lasse ich die mal außen vor, die vom Beruf her öfters mit ihm zu tun haben.

Bekannt ist er allemal, obwohl möglicherweise vor allem bei so manchen Jugendlichen Justin Bieber bekannter sein dürfte.

Einen Hinweis hat es ja schon mit dem Spazierstock und Hut gegeben.
Hier noch ein weiterer Hinweis:

Ich dachte, es wäre nun mal an der Zeit, auch mal einen Arbeiter hier ins Spiel zu bringen.
War allerdings nicht so ganz leicht, weil er ja die Anforderungen erfüllen sollte, unter der diese Reihe läuft (Was Du ererbt ...).
Ich habe gesucht und siehe da, ich wurde sogar fündig.

Wer könnte das also sein?
 

Anhänge

  • Bildausschnitt 6 - 1.jpg
    Bildausschnitt 6 - 1.jpg
    28,9 KB · Aufrufe: 634
Noch keine Idee?

Ich sprach von einem Sockel auf den er steht.
Wie mir bekannt ist, haben wohl auf diesem Sockel vor ihm andere gestanden. Zum Beispiel ein gebürtiger Hamburger.

Dass der hier Gesuchte jetzt darauf steht, verdanken wir einer Reihe von Umständen.
Man wollte ihn, denn das bisherige Denkmal war verschwunden.
Und weil man ihn wieder wollte, organisierte eine Frau eine Spendenaktion.

Auf Goethe muss er auch einen tiefen Eindruck gemacht haben.
Es waren Zeitgenossen. Beide sind sich aber nie begegnet.
 
Zuletzt bearbeitet:
VI. Persönlichkeit...

2. Bildausschnitt:

Heute der 2. Bildausschnitt.
Ich denke mal, jetzt müsste es zu machen sein.

Bildausschnitt 6 - 2.jpg



Noch 2 Hinweise:
  • Die Dame die sich um sein Denkmal kümmerte, war Chefredakteurin und Mitherausgeberin einer Wochenzeitung. Auf diese Wochenzeitung wird hier im Forum auch mal hin und wieder verwiesen.
  • Und noch ein Bild aus meinem Hotelzimmer:
Blick aus Hotelzimmer.jpg
 
Heute der 2. Bildausschnitt.

Zeitgenosse Goethes war fuer mich das Stichwort, und das Bild erinnerte mich an: Immanuel Kant. Die Geschichte mit dem Denkmal hat mich bestærkt. Er muesste es sein.

Irritiert hatte mich nur der Hinweis auf einen "Arbeiter", aber das erklærst Du sicher noch?

Gruss, muheijo
 
Vielen Dank wiederum an die Mitspieler und auch vielen Dank an die Mitleser.

Immanuel Kant - Kaliningrad 2012.jpg

Damit könnte ich eigentlich das nachfolgende Bild weglassen, aber wegen der Nachvollziehbarkeit meiner beiden Bildausschnitte füge ich es bei.

Bild 6-  Immanuel Kant.jpg


Immanuel Kant...

Gesucht haben wir dieses mal also Immanuel Kant (geb. 1724 in Königsberg, gest. 1804 in Königsberg - heutiges Kaliningrad).

Wer war er...
Im Rätsel sprach ich von einem Arbeiter.
Wer einiges von ihm gelesen hat, mehr noch, ihn studiert hat, wird mir Recht geben, er war ein recht fleißiger geistiger und schöpferisch tätiger Arbeiter.
Unabhängig natürlich von seiner Herkunft (Vater Riemermeister und Mutter stammt aus einer Nürnberger Familie, wo deren Vater auch dieses Handwerk ausübte.

Und er steht sicher zu recht auf diesem hohen Sockel in Kaliningrad, denn auch im heutigen Kaliningrad wird er sehr hoch verehrt.

Zum Beispiel ist es dort Sitte, dass junge Brautpaare sein Grabmal am Dom und auch sein Denkmal an der alten Universität besuchen.

Bei einem Podiumsgespräch mit Prof. Gilmanov von der Kant – Universität, in Anwesendheit der Ministerpräsidentin Thüringens und des deutschen Generalkonsul, habe ich mich unlängst selbst davon überzeugen können, dass diese Exklave sehr Stolz auf ihm ist, auf Immanuel Kant, den Vertreter der klassischen deutschen Philosophie.

Sein Werk „Kritik der reinen Vernunft“ leitete damals einen Wendepunkt in der Philosophie ein.
Sein Werk „Kritik der praktischen Vernunft“, dass sich mit Moralphilosophie und Ethik beschäftigt, gilt noch heute als eines der wichtigsten Werke über Moral und Ethik.
Als Vorgänger dazu sein Werk: „Grundlagen zur Metaphysik der Sitten“ (das oben angeführte Zitat im Bild habe ich aus diesem Werk entnommen, I. Abschnitt). In diesem Werk stellt uns Kant den „Kategorischen Imperativ“ vor, den er dann in seinem Werk, „Kritik der praktischen Vernunft“, ausführlich weiterentwickelt.

Einfach ist es allerdings nicht seine Werke zu verstehen und auch zu lesen, man muss diese schon studieren.
Egal welchen Abschnitt/Kapitel man aus einen seiner Werke aufschlägt, die Darlegungen, seine Ansichten sind teilweise recht kompliziert zu verstehen und auch zu lesen.
Es ist eine streng wissenschaftliche Ausdrucksweise; man merkt eben den gründlichen und gewissenhaften Philosophen, der exzellent sein Métier beherrscht.

Bei aller Kompliziertheit, es lohnt sich jedoch, sich mit seinem Werken zu beschäftigen.

Meine paar Bemerkungen möchte ich mit seinen berühmten 4 Fragen abschließen:

1. Was kann ich wissen? – Erkenntnistheorie
2. Was soll ich tun? – Ethik
3. Was darf ich hoffen? – Religionsphilosophie
4. Was ist der Mensch? – Anthropologie.

Man findet natürlich auch hier sehr viel im Netz.
Ich verzichte auch hier auf Links.
Schon wenn man den Begriff Immanuel Kant eingibt, kommt eine Vielzahl von Web-Seiten neben wiki.

Summa Summarum, dass war glaube ich, ein recht schwieriges Bildrätsel.
Aber wir sind noch nicht am Ende, wir haben erst die Hälfte hinter uns.
Da ist auch noch einer dabei der für viel, viel Diskussionsstoff im Bundestag, in den Landtagen und auch in den Gemeinden gesorgt hat und immer wieder sorgt :schlau:.

Was wird es das nächste mal geben?

Bei mir kommen zwar keine Kaiser und Könige vor, aber das nächste mal ist wohl der Kurfürst Maximilian der I. mit von der Partie.
Allerdings nur in der Eigenschaft, dass er seine Macht benutzte und damit Druck ausübte. Auf was und wem, erfahren wir allerdings erst mit Lösung des Rätsels.

Weil Bergfest ist:

  • habe ich die bisherigen Persönlichkeiten in einem extra Thread zu einer kleinen Galerie zusammengestellt.
  • Und in einem weiterer Thread noch die versprochene Geschichte aus Russland. Sicher wird man diesen Herrn schneller finden, als den Königsberger.
 
Da wir Bergfest haben, erlaube ich mir diese kleine Zwischenbilanz vorzunehmen.

Wegen den maximal 5 Bilder, die Galerie in 2 Teilen

Hier unsere Galerie:

Bild 1 - Hoffmann von Fallersleben.jpg Bild 2 - Ulrich von Hutten.jpg Bild 3 - Annette von Droste - Hülshoff.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine kleine Geschichte aus Russland

Wie versprochen im Anschluss an unsere 6. Persönlichkeit eine kleine Geschichte aus Russland.

Die Idee dazu kam mir, als ich bei einer Geschäftsreise – da war ich noch kein Rentner ( :angeln: ) - einen Dom besuchte und dort auf dem Grabstein von ...... gestanden habe.

Vielleicht findet der Leser an dieser kleinen Geschichte Gefallen.
Vielleicht ist es sogar für den Einen oder Anderen eine Anregung, sich damit etwas näher zu beschäftigen.
Und die Profis unter uns werden auf Anhieb wissen, um was es hier geht.

***

In der Zeit, wo den Siegesrausch und Machtträumen Napoleons durch die Schläge der Armeen des Generalfeldmarschall Michail Kutusow ein Ende bereitet wurde, beehrten sich die rührigen Berliner Verleger - Kompagnons Haude & Spender „dem minder begüterten aber darum nicht weniger wissbegierigen und leselustigen Publikum“ im Kleinformat den ersten Band eines dreibändigen - original prächtig und in Großquart (Buchformat) gedruckten Werkes zu offerieren, das „zu den merkwürdigsten literarischen Produkten Russlands gehört“.

Genau passend in diese Zeit (schmähliche Niederlage Preußens 1806 bei Jena und Auerstedt, Tilsiter Frieden 1807) veröffentlichten diese Verleger eine sensationelle Kunde aus Russland, die mit erstaunt und respektvollem Interesse vermerkt wurde.
Man zeigte auch eine gewisse Genugtuung im Hause der Hohenzoller und der Habsburger, dass nun auch die Großmacht Russland hier zu beachten und einzukalkulieren ist.
***

Um was ging es, was sogar die Hohenzoller und auch die Habsburger mit Genugtuung aufnahmen?

Die großen Seefahrernationen England, Spanien, Portugal, Holland, Frankreich beschäftigten sich damit, neue Handelswege, vorrangig in Asien zu erkunden oder auch in Asien und Afrika zu expandieren, in dem sie andere Völker unterwarfen und diese kolonialisierte.
Zeitweilig war da auch Deutschland mit von der Partie.

Mehr noch, durch blutige Schlachten zu Lande und auf See rissen sich diese Nationen teilweise und wechselseitig ihre Beute wieder aus den Händen.

Sicher hätte Russland hier auch noch gerne mitgemischt (sie stehen ja sowieso in dem Ruf, große Landräuber zu sein), sich nicht nur mit einigen angrenzenden Ländern zufriedenzugeben, aber man hatte andere Sorgen.
Sorgen, ein Riesenreich zu beherrschen, zu regieren, zu verwalten, das von der Ostsee bis zu den Stillen Ozean reicht.

Vielleicht hätte man diese Sorgen auch etwas in den Hintergrund gedrängt wenn nicht...
Wenn nicht das Problem mit dem ungehinderten Zugang zu den Weltmeeren bestanden hätte.
Ein Handicap dieses Riesenreiches.
Von der europäischen Seite aus ging’s nur von der Ostsee oder vom Schwarzen Meer.
Da war zwar noch der Weg hoch im Norden, da hatte man einen ungehinderten Zugang, aber der war und ist auch noch heute immer mit Risiken verbunden (Witterungsumbildungen wie Eis und Stürme, hinzukommend der Zeitfaktor).

Wenn man auch hier nicht mitmischen wollte/konnte, so suchte man von Moskau aus nach Alternativen, wie man den östlichsten Teil auch noch erreichen könnte.

Denn, verstärkt im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts hatten russische Pelzjäger und –händler auf den Inseln der Aleuten und des nordamerikanischen Festlandes/Alaska sich niedergelassen und ihre Stellungen/Ansiedlungen durch wehrbereite Forts befestigt.

Schnell stellte sich heraus, dass es enorm aufwendig, zeitraubend, beschwerlich und kostspielig war, diese russischen Besitzungen mit dem Notwendigsten zu versorgen.
Fuhrwerke und Packpferde brauchten mitunter bis zu 1 ½ Jahren, um die unwegsamen, unerschlossenen Weiten östlich des Urals zu durchqueren. Oft wurden diese Waren, nachdem sie schon den größten Teil des Weges hinter sich hatten, im eigenen Land geplündert. Meistens kam immer nur ein Teil der Ware in Ochotsk (Hafenstadt an der Mündung des Flusses Ochota am Ochotskischen Meer) an.

So schrieb der hier gesuchte:

„Der Transport von Ankern und Ankertauen schien fast ganz unmöglich; ihre Unentbehrlichkeit wegen musste man zu Mitteln Zuflucht nehmen, die oft die schädlichsten Folgen hatten. Ankertaue wurden in Stücken von 7 bis 8 Faden zerhauen und in Ochotsk wieder zusammengeknüpft. Die Anker führte man gleichfalls in Stücken dahin und schmiedete sie dort zusammen….“

Noch ungewisser war dann auch noch der Transport von Ochotsk nach den Inseln (z.B. den Aleuten) und der Küste Amerikas. Die elende Bauart der Schiffe, die Unwissendheit ihrer Führer und die gefährliche Navigation des stürmischen östlichen Weltmeeres waren Ursache, dass jährlich Schiffe mit diesen notwendigen und kostbaren Ladungen verloren gingen.

Aber keinesfalls wollte der Zar auf diese Besitzungen deswegen verzichten und so erschien es deshalb unumgänglich, auch andere und möglichst sichere Transportwege zu erkunden und zu schaffen.

Damit stand die Frage, wer also kann und sollte diese Aufgabe bewerkstelligen?
Wer würde sich für diese Aufgabe, für diese Mission eignen?
Wem könnte man da Vertrauen schenken?

Viel Auswahl hatte man zu dieser Zeit nicht.

Einer, der dafür als erster in Frage kam, war bedauerlicherweise tragisch ums Leben gekommen.

Ein anderer fiel vor Øland an Board seines Schiffes im schwedischen Kugelhagel.

Und so entschied sich Zar Alexander der I. für: ...

Ja, dass ist nun die Frage.
Und ergänzend dazu noch die Fragen:

1. Von welcher sensationellen Kunde aus Russland ist hier die Rede, die sogar einen Habsburger zu einem Lächeln veranlasste?
2. Wer sind die zwei Herren, die man eigentlich dafür gewinnen wollte?

Und noch eine kleine Geschichte hintendran, weil wir gerade im gastfreundlichen Sibirien sind.
Ein Märchen, welches sich die Altaier erzählen.

Es geht um das leidliche Problem des gerechten Teilens.

Hier die Geschichte:

„Wie sich der Fuchs, der Wolf und der Bär den Honig teilen wollten“


:) :grübel: :D


„Eines Tages liefen der Fuchs, der Wolf und der Bär durch die Taiga. Unterwegs schauten sie sich nach etwas Essbaren um. Weit und breit war keine menschliche Behausung zu sehen. Nur ein entwurzelter Baumstamm lag ein Stückchen entfernt. Unter den Wurzeln gähnte ein riesiges Loch.
„Hier können wir übernachten“, sagte der Fuchs, und die Tiere schauten sich die Wurzelgrube näher an. Aber wie groß war die Überraschung, als sie im Loch eine große Menge Honig entdeckten.
„Honig! Honig! Honig“ riefen sie und leckten sich die Lippen.
Aber es dauerte nicht lange und sie lagen miteinander im Streit.
„Das Beste wird sein, wenn wir den Honig nach unserem Alter verteilen“, sagte der schlaue Fuchs.
Und schon fragte er den Wolf: „Wie alt bist Du?“
Der Wolf dachte nach und sprach: „Hundert Jahre!“
„So ein junges Bürschlein!“ lachte der Fuchs.
Und wie alt bist du?“ fragte der Wolf.
„Zweihundert Jahre, mein Lieber! Ich bin doppelt so alt.“
„Und wie alt bist du?“ fragte der Fuchs den Bären.
„Acht Jahre!“ brummte der Bär aufrichtig.
„Acht Jahre?“ lachte der Fuchs. Dann bekommst Du nur den kleinsten Teil.“
„Ich bekomme nichts und ihr auch nichts“, sagte der Bär. „Ich habe nämlich den Honig aufgegessen, während ihr gestritten habt.“
 
Bingo und Danke fürs mitspielen.

Gesucht haben wir den Deutsch-Balten Adam Johann von Krusenstern (1770 – 1846).

Die Idee zu diesem Rätsel kam mir 2001 anlässlich einer Geschäftsreise nach Estland/Tallinn (früher „Reval“).
In der St. Marienkirche findet sich sein Grab.

Die sensationelle Kunde aus Russland war die geglückte 1. Weltumsegelung unter russischer Flagge.

Die Route:
  • Kronstadt
  • Ostsee
  • Teneriffa
  • Argentinien
  • Kap Horn
  • Osterinseln
  • Washington Inseln
  • Hawaii
  • Kamtschatka
  • Nagasaki
  • China/Kanton
  • Batavia
  • Kapstadt
  • Und wieder in die Ostsee nach Kronstadt.
Mit einer Weltumseglung unter russischer Flagge beschäftigte sich wohl schon Zar Peter der I. (1682 – 1725).
Er wollte diesen Auftrag an Vitus Bering, ein gebürtiger Däne geben.
Vitus Bering galt im Russischen Reich als der „Kolumbus des Zaren“.
Aber leider, Vitus Bering kam auf der Insel Awatscha um.
Diese Insel erhielt später dann seinen Namen: „Beringinsel“; es ist die größte Insel der Kommandeursinseln im Nordwestpazifik. Auch wurde die Meerenge zwischen Asien und Amerika nach seinem Namen benannt, die „Beringstraße“.

Als sich Zar Alexander der I. mit dieser Weltumseglung beschäftigte, dachte er wohl zuerst an den Kapitän Mulowski.
Mulowski befehligte das Schiff „Mstislaw“; auf diesem Schiff diente Krusenstern als Unterleutnant.
Mulowski fiel aber beim Seegefecht gegen die Schweden 1789 bei Øland.
 
VII. Persönlichkeit...

1. Bildausschnitt:

Diese Woche geht es sich um eine Persönlichkeit die gegenüber den bisherigen 6 Persönlichkeiten sicher am bekanntesten sein dürfte.
Einen Hinweis hat es schon gegeben mit Maximilian den I. von Bayern.
Ich bin mir heute fast sicher, schon am 1. Bildausschnitt wird man die gesuchte Persönlichkeit erkennen.

? Um wem könnte es sich hier handeln:

Bildausschnitt 7 - 1.jpg
 
Keine Idee, kein Vorschlag!?

Noch ein Hinweis für heute:
In einer Banknotenserie der Bundesrepublik Deutschland war diese Persönlichkeit hoch geehrt worden. Sogar gleich 3mal.

Morgen, wenn erforderlich, den 2. Bildausschnitt.
 
Ich starte mal einen Versuch: Albrecht Duerer.
Das passt zu den Banknoten - versch. Abbildungen sind von ihm.
Und einen Oberlippenbart hatte er auch...

Einen Hinweis hat es schon gegeben mit Maximilian den I. von Bayern.

Zu Maximilian I. von Bayern habe ich allerdings keine Verbindung gefunden, nur zum Kaiser Maximilian I. --> eine Verwechslung, oder bin ich doch falsch?

Gruss, muheijo
 
Ich starte mal einen Versuch: Albrecht Duerer.
Das passt zu den Banknoten - versch. Abbildungen sind von ihm.
Und einen Oberlippenbart hatte er auch...



Zu Maximilian I. von Bayern habe ich allerdings keine Verbindung gefunden, nur zum Kaiser Maximilian I. --> eine Verwechslung, oder bin ich doch falsch?

Gruss, muheijo

Vielen Dank erst einmal fürs Mitspielen.

Richtig, dieses mal haben wir Albrecht Dürer gesucht.
Dazu aber dann noch ein extra Beitrag.

Was Deine Frage anbelangt...
Es geht hier doch um den bayrischen Kurfürsten Maximilian den I. (1573 – 1651).

A. Dürers letzte Arbeit waren die 4 Apostel (1526).
Dieses 2teilige Gemälde vermachte er der Stadt Nürnberg, seiner Heimatstadt.

Kurfürst Maximilian der I. lies den Stadtvätern von Nürnberg wissen, dass er gern dieses Gemälde haben wollte (nicht möchte!).
Einen abschlägigen Bescheid würde er als „einen sondern hohen Despect“ verstehen.

Und so kam dieses Gemälde 1627 nach München.

Nürnberg, als Mittelfränkische Stadt, bemüht sich wohl noch immer dieses Gemälde von den Bayern zurückzubekommen.
 
Zurück
Oben