Was sind die Koasken?

Dieses Thema im Forum "Russland | Sowjetunion | Osteuropa" wurde erstellt von Griffel, 10. Juni 2021.

  1. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Bezugnehmend auf Beitrag #19 vom Freund Scorpio.

    Stimmt schon, direkt als Kosak bezeichnet man Budjonny wohl nicht.
    Er war aber in einen Dorf geboren welches ein Siedlungsgebiet der Don Kosaken war/ist.

    Budjonny wurde als Bauernsohn im Dorf >Kosjurin< 1883 geboren.
    Kosjurin liegt wohl in der Nähe von Rostow am Don. Und der Don ist ja ein traditionelles Siedlungsgebiet der Kosaken.

    Aufgewachsen in einen Kosakendorf und Pferdeliebhaber. Er hat wohl sich verdient gemacht mit dem Erhalt der Pferderasse „Don-Pferd“ und weiterer Rassen. Das „Don-Pferd“ ist ja auch der Ausgangspunkt für eine Rasse mit seinem Namen (Budjonny-Pferd).
    Da könnte man zu so einer Schlussfolgerung kommen.:)
     
  2. Griffel

    Griffel Mitglied

    Um Missverständnissen vorzubeugen! Ich wollte mit meinem letzten Beitrag nur klarstellen, dass es natürlich klare Gründe dafür gab, dass die Bewegung der Kosaken, stark dezimiert wurde. So gesehen haben sich die Leute einfach die "falsche Seite" ausgesucht.:rolleyes:

    Umso mehr wundert es mich, dass die Traditionen der Kosaken, in der Sowjetunion überlebt haben. Aber wie bei fast allen Organisationen ändern sich mit unter die Sitten und Gebräuche. Heute stehen die meisten Kosaken, so man sie als solche bezeichnen möchte, auf der Seite von Herrn Putin.

    Da aber die Kosaken weiter verbreitet waren, kann es natürlich sein, dass es auch in Weißrussland und der Ukraine, immer noch oder schon wieder Kosaken gibt. Als Kind, fand ich immer die Kluft dieser Leute toll!:) Wobei ich gerechterweise sagen muss, dass mich schon immer alle Arten von Uniformen und Rüstungen interessiert haben.
     
  3. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Kosaken haben oft einen ziemlich rücksichtslosen Kriegsstil kultiviert und sie waren dafür gefürchtet. Auf beiden Seiten kam es im Russischen Bürgerkrieg zu furchtbaren Greultaten, meist gegen Zivilisten, und auch an Pogromen gegen Juden waren immer wieder Kosaken beteiligt.

    Andererseits ist aber auch zu sagen, dass die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, die Bekämpfung der sogenannten Kulaken und die Unterdrückung der traditionellen Kultur der Kosaken mit unglaublicher Brutalität und Rücksichtslosigkeit durchgeführt wurde. Die Ukraine, das Kubangebiet und die Donregion waren die Kornkammer, der Brotkorb Europas. In den 1930er Jahren kam es zu Hungerkatastrophen.

    Die Kosaken hatten sich nicht die "falsche Seite" ausgesucht, sie wurden als Konter-Revolutionäre verfolgt und in großer Zahl erschossen, deportiert und aufgerieben.
     

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