Wo wurden im Mittelalter die Hexen verbrannt?

Dieses Thema im Forum "Hexenverfolgung (1450-1750)" wurde erstellt von Thespis, 12. Dezember 2004.

  1. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Auf deutsch heißt der Ort: Rössel.
     
  2. Bartek

    Bartek Aktives Mitglied

    Es tut mir leid lieber Skorpionek (=Skorpionchen :D ), ich habe nur ein paar Satze daruber gefunden. Aber Du kannst recht haben. Aus dem Kontext kann man vermuten, dass Zdunk fur Gericht vor allem eine Brandstifterin war. Sie wurde aber auch in der Gegend als die Personne bekannt, die sich mit den Zaubern beschaftigt. Das konnte von dem Gericht wahrend des Prozesses nur als eine der viellen Informazionen uber dem Angeklagten notiert werden.

    @Ingeborg: Dzięki :winke: , gibt es im Deutschland ein Worterbuch mit den ehemaligen deutschen Ortsnamen zu bekommen ?
     
  3. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Ich weiß es leider nicht, ob es so etwas wie eine Liste der Ortsnamen gibt - ich habe nach dem Namen Barbara Zdunk gegoogelt, weil es mich interessierte (meine Familie kommt aus Masuren - Wegorzewo). Es fand sich übrigens nur ein Eintrag für Zdunk, in einem Reisebericht. Dort steht auch, daß Zdunk beschuldigt wurde, den Brand durch Zauberei gelegt zu haben. Und der deutsche Ortsname wird erwähnt.
     
  4. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Ich fand Deinen Beitrag durchaus hilfreich, @Bartek. Wenn man sich so manche Berichte vom Ende des 18. Jahrhunderts ansieht, wird man sich wirklich fragen können, wie weit die Ideen der Aufklärung auf dem platten Land verbreitet waren. Deshalb mag ich ja so gerne Alltags und Sozialgeschichte. Um 1780 informierte der Pfarrer Schöll in seinem "Abriß des Gaunerwesens in Schwaben" die Tricks, mit denen Betrüger den Bauern weismachten, daß Vieh sei verhext. Der Glaube an Hexen war sicher noch weit verbreitet. Noch in den 50er Jahren erregte ein Fall in der Lüneburger Heide Aufsehen, als eine Frau vom ganzen Dorf für eine Hexe gehalten wurde. Nach einer Umfrage glaubten durchaus noch viele leute an Hexen.
     
  5. Mercy

    Mercy unvergessen


    So was ähnliches:
    http://www.atsnotes.com/other/gerpol.html
     
  6. Mercy

    Mercy unvergessen

    Das wird nun zu korrigieren sein:
    Das Onlineangebot zur Sendung "Zwischen Spessart und Karwendel" im Bayerischen Fernsehen | Land & Leute | BR
    10. November 2007
    Deutschlandradio Kultur - Kritik - Spätes Opfer einer Massenhysterie
     
  7. caruso710

    caruso710 Neues Mitglied

    Stiimt schon, aber ich denke doch ,dass das Ende des 15.Jahunderts kein Mttelalter mehr wahr.:still:
     
  8. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

  9. Arwenna

    Arwenna Gast

    dafür gabs im Mittelalter die Inquisition.
     
  10. Tekker

    Tekker Gast

    Wofür? *bahnhof* :confused:
     
  11. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Ja, es gab immer irgendwas:
    11./12. Jh die "orientalischen" Kreuzzüge
    13./14. Jh. die Ketzerverfolgungen (beginnend mit den Albigensern)
    15./17. Jh die Hexen/Hexer Verbrennungen
    18. Jh. "Terreur" der Französischen Revolution
     
  12. Josephine

    Josephine Neues Mitglied


    ....um aufsäßige Weiber loszuwerden...:evil: :still:
     
  13. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    1/4 waren immerhin aufsässige Männer....
     
  14. Josephine

    Josephine Neues Mitglied


    oh je, soooo viele Männer, das ist ja furchtbar, ein 1/4 Männer immerhin, aber 3/4 Frauen, für mich nicht wirklich eine Überraschung, schließlich waren die Richter ebenfalls Männer......:still:

    Gruß....
     
  15. Bayernkönig

    Bayernkönig Neues Mitglied

    Naja, aber irgendwie ist das gar nicht soooo verwunderlich, dass die meisten Opfer Frauen waren - der Vorwurf der Hexerei waren halt viel leichter Frauen anzuhängen. Aber schon klar, besondere Gentlemen waren die Richter damals sicher nicht...

    Sagt mal, kennt ihr eigentlich aussagekräftige Statistiken über die Hexenprozesse? Irgendwas in Bezug auf Ort, Zeitraum und Ausmaß?
    Wär toll. Danke schonmal! :)
     
  16. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Zuletzt bearbeitet: 4. Mai 2008
  17. Josephine

    Josephine Neues Mitglied

    Beim "bösen Weib" fiel mir nur ganz spontan die Agnes Bernauer ein, die wohl auf Betreiben ihres Schwiegervaters, des Herzogs Ernst von Bayern am 12.10.1435 in der Donau ertränkt worden ist.

    Über die lese ich gerade ein Bucher, allerdings kein Sachbuch...........

    Gruß....
     
  18. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    Wenn 1492 sozusagen als Schnittpunkt Mittelalter / Neuzeit gilt, würde der "Innsbrucker Hexenprozess" von 1485 noch ins Mittelalter gehören, der letztlich mit einem Freispruch endete.

    Einige Hinweise zur Erstinformation dazu unter dem folgenden Link.

    -------------------

    Das dürfte aber in erster Linie ein politischer Mord gewesen sein.

    Übrigens gibt es dazu einen vergleichbaren Fall in Cilli / Celje (Veronika von Deschenitz), und die Grafen von Cilli auf Sanneck waren übrigens mit den Wittelsbachern aus München durch eine Heirat verbunden.

    Einige Hinweise dazu (als Erstinformation) unter dem folgenden Link.
     
  19. Monika

    Monika Gesperrt

    es wurde hier gefragt, ob auch in Russland eine Hexenverfolgung gab?
    Meines Wissen NICHT.
     
  20. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Ebensowenig wie in Irland wo der Aberglauben an Hexen, Hexerei und mit magischen Fähigkeiten ausgestattete Wesen wie in Russland durchaus bis in 19. 20- Jhd recht weit verbreitet war. Auch in Spanien wo die Inquisition recht aktiv Ketzer, Krypto- Juden und getaufte Moros verfolgte, gab es kaum Hexenprozesse. Ein römischer Inquisitor, Francesco Albizzi, der als Begleiter der päpstlichen Gesandschaft zu den Verhandlungen nach Münster und Osnabrück reiste, war vom Anblick der zahlreichen Verfolgungen in Kurköln und den Bistümern Bamberg und würzburg entsetzt und versuchte vergeblich auf die Verantwortlichen einzuwirken.
     

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