Dagobert I. und der Massenmord an Bulgaren in Bayern

Dieses Thema im Forum "Die Franken" wurde erstellt von Plantagenet, 26. März 2020.

  1. Plantagenet

    Plantagenet Mitglied

    Im Buch "Die Baiuwaren" von Wilhelm Störmer wird auf Seite 67, auf Bezugnahme des Geschichtsschreiber Fredegar berichtet, dass 9000 bulgarische Krieger mit ihren Frauen und Kindern König Dagobert I baten, sie über den Winter aufzunehmen, nachdem sie von den Awaren besiegt worden sind. Der fränkische König befahl den Baiuwaren die Flüchtlinge zur Überwinterung aufzunehmen. Diese wurden in mehreren Gruppen auf die Gehöfte in Bayern verteilt. Dagobert beriet sich nun mit seinen Ratgebern und kam zu dem Entschluss alle Bulgaren samt Weib und Kind in einer Nacht ermorden zu lassen. Die Baiuwaren führten die Tat aus. Lediglich 700 Krieger konnten mit ihren Frauen und Kindern entkommen. Scheinbar der erste historisch bekannte Massenmord auf deutschem Boden. Das scheint von der Geschichtswissenschaft bisher vernachlässigt worden zu sein oder ist das schon bekannt ?
     
  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Heinrich Kunstmann, Vorläufige Untersuchungen über den bairischen Bulgarenmord von 631/632. Der Tatbestand. Nachklänge im Nibelungenlied. In: Slavistische Beiträge 159 (München 1982)

    Kunstmanns These, wonach dieses Massaker literarisch zum Untergang der Burgunden überformt worden sei, wird von Norbert Wagner (Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 112/2 (1983) als "überaus unwahrscheinlich" zurückgewiesen.
     
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  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  4. Plantagenet

    Plantagenet Mitglied

    Ich sehe da jetzt auch keinen Zusammenhang zum Burgunderuntergang. Interessant aber, dass das Thema schon mal behandelt worden ist. Ich wollte mir die Fredegarchronik ansehen um mehr darüber zu erfahren. Vor allem um zu erfahren, warum man zu dieser Entscheidung kam. Im Jahr 632 gab es mehrere Konflikte mit Slawen, die sich zunächst gegen die Awaren erhoben hatten und danach ins Frankenreich einfielen. Möglich dass das mit der Ermordung der Bulgaren in Zusammenhang steht. Vielleicht befürchteten die Franken, dass sich die 9000 bulgarischen Krieger ihren Feinden anschließen könnten.
     
  5. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    In der Fredegar-Chronik steht eigentlich nicht mehr als Du in Deinem Einleitungsbeitrag geschrieben hast. Über die Hintergründe erfährt man nichts. Woher sollte der Verfasser sie auch kennen?
     
  6. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Es kann höchstens ein bisschen gerechnet werden. Wobei allerdings fraglich ist, ob die Zahlenangabe stimmt.

    9000 Krieger bedeutet 36.000-45.000 Menschen, wenn sie wirklich ihre Familien mitbrachten. Wie dicht war Bayern besiedelt? Was bedeutete diese hohe Zahl für die Lebensmittelvorräte und mögliche Feldzüge im nächsten Jahr? Gab es vorher schon Beispiele woanders als Flüchtlinge angesiedelter Bulgaren?

    Das gibt keine Antworten, weil sonst nichts bekannt ist. Aber es könnte die Belastung durch die und die Größenordnung der Aufnahme der Bulgaren wenigstens einzugrenzen helfen.
     
  7. Plantagenet

    Plantagenet Mitglied

    Wenn in der Chronik nicht mehr steht und auch keine andere Quelle davon berichtet, dann kann man wohl nichts mehr darüber erfahren. Deine letzte Frage aber kann ich nicht nachvollziehen. Der oder die Verfasser der Chronik waren Zeitgenossen, die über den Vorgang informiert waren. Es war bekannt, dass Dagobert und seine Großen die Entscheidung fällten. Warum dann nicht über die Gründe für diese Tat? Wenn 9000 Männer (hinzu kommen noch Frauen und Kinder, also ca. 20000 bis 30000 Menschen) ermordet werden, dann waren sehr viele Leute daran beteiligt. Und da soll sich keiner gefragt haben warum? Kaum vorstellbar. Entweder gibt es Lücken in der Chronik oder der Verfasser ist bewusst nicht näher auf diese eingegangen. Das einzige was man herauslesen kann, ist dass Dagobert die Entscheidung wohl nicht alleine getroffen hat.
     
  8. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Woher sollten Zeitgenossen über die Beweggründe des Königs informiert gewesen sein? Aus einem Fernsehinterview? Der König wird kaum Boten ausgesandt haben, die die Motive seiner Entscheidung den Untertanen verkündeten. Der Verfasser kann das allenfalls gewusst haben, wenn er selbst aus der Umgebung des Königs stammte, was möglich ist, wir aber nicht wissen. Andernfalls wird er kaum gewusst haben, was im Kopf des Königs vorging und dieser mit seinen Räten besprach. Auch die Täter vor Ort müssen das nicht gewusst haben, die bekamen einfach den Befehl. Natürlich wird sich mancher nach den Hintergründen gefragt haben, aber woher sollte er das erfahren? Per Audienz beim fernen König?

    Hier übrigens zum Nachlesen: Die Chronik Fredegars und der Frankenkönige, die Lebensbeschreibungen des Abtes Columban, der Bischöfe Arnulf, Leodegar und Eligius, der Königin Balthilde : Abel, Otto, 1824-1854, tr : Free Download, Borrow, and Streaming : Internet Archive
     
  9. Plantagenet

    Plantagenet Mitglied

    Warum haben sie die Leute dann erst aufgenommen, wenn es allein an der Versorgung gelegen hätte? Eher könnte ich mir vorstellen, dass die Bulgaren bei ihren Kämpfen mit den Awaren viel Beute gemacht hatten, die man an sich reißen wollte. Es könnten aber auch politische Erwägungen gewesen sein. Vielleicht wollten die Franken die Awaren zu Verbündeten gewinnen und es gab Absprachen, was man mit den Flüchtlingen tun sollte. Vielleicht traute man ja wirklich den Bulgaren nicht, fürchtete, dass sich diese mit den slawischen Aufständischen verbünden könnten, wie ich bereits ausgeführt habe. War die Gefahr vielleicht so groß, dass Dagobert fürchtete, dass sein Reich darüber zugrunde gehen könnte? Das würde erklären, warum man die Bulgaren zunächst in Sicherheit wiegte. War das Gastrecht nicht bei den germanischen Stämmen heilig? Umso erschreckender war, dass Franken und Baiuwaren es auf diese mörderische Weise brachen. Beruhigten sie ihr Gewissen damit, dass sie keine andere Wahl hatten? Aber wenn die Chroniken nicht mehr berichten, wird man nur darüber nur spekulieren können. Am Ende bleibt es ein Rätsel, warum diese menschliche Tragödie stattgefunden hat.
     
  10. Plantagenet

    Plantagenet Mitglied

    Der Verfasser könnte durchaus aus der Umgebung des Königs stammen. Vielleicht wird das in dem Buch über die Verfasser der Fredegarchroniken deutlich. Mal sehen. Wenn nicht die Mörder vor Ort die Gründe wussten, so doch jedenfalls der baiuwarische Herzog, aus dem Hause der Agilolfinger, der mit den Merowingern verwandt war. Im Buch "Die Baiuwaren" kommt der Verfasser jedenfalls zu dem Schluss, dass die Herzöge zwar abhängig von den fränkischen Königen waren, sich aber ein Stück Souveränität bewahren konnten. Daher durchaus vorstellbar, dass die Herzöge nicht reine Befehlsempfänger waren und zu den Ratgebern des Königs gehört haben, also eingeweiht waren.

    Sollte es aber keine anderen Menschen im Frankenreich und Bayern gegeben haben, die sich über die Gründe dieser Tat Gedanken gemacht haben? Wenigstens die christlichen Bischöfe? Kaum vorstellbar. Es gibt einfach zu wenige Quellen aus dieser Zeit um das eindeutig sagen zu können.
     
  11. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Ich bin sicher, König Dagobert hatte die Informationen per Mausklick verfügbar.

    Ernsthaft: Schon die Information über den um Aufnahme bittenden Personenkreis braucht nicht korrekt geflossen sein. 9000 Krieger und 9000 Krieger mit Familien und 9000 Bulgaren sind ganz unterschiedliche Zahlen.

    Und schließlich steht vor der Spekulatius das Sichten aller relevanter und erreichbarer Daten, sowie natürlich die Quellenkritik. Und bei so wenig schriftlicher Information ist die verfügbare statistische Information wertvoll.

    Ansonsten könnte ich auch einfach sagen, dass eine Möglichkeit darin besteht, dass die Bulgaren einfach in Bayern eingefallen sind und das Bitten um Aufnahme den fränkischen König dazu bewegen sollte, die Übernahme Bayerns zu akzeptieren. Nach der radikalen Gegenmaßnahme hätten dann die Bayern die wahren Umstände verdrängt und ihre Legende wäre in der fränkischen Geschichtsschreibung gelandet. Keine unbekannte Erscheinung in der vormodernen Geschichtsschreibung. Dagegen spricht natürlich, dass der Autor der 642/659 abbrechenden Chronik wahrscheinlich Zeitgenosse war. (Die Identität des Autors ist unbekannt, obwohl schon viel Tinte darüber vergossen wurde.)

    Und vertriebene, militärisch besiegte Flüchtlinge mit großen Schätzen? Ernsthaft?

    Und wo ist der Halt in der Geschichte für die fränkisch-awarische Diplomatie? Was wusste der König über den Aufstand im Awarenreich, aus dem ja auch Samos Reich hervorgegangen war? Die Bulgaren waren wohl ebenfalls Aufständische. Gab es da einen Zusammenhang? Kam das während des Winters heraus?

    Oder waren es nur Krieger aus dem Bulgarenreich nördlich des Schwarzen Meeres, die den Aufstand nutzten, um im Awarenreich zu plündern, sich dann nach Bayern flüchten mussten und deren Gesandte nur behaupteten, dass es sich um ganze Familien handelte? Was natürlich schließlich auch nicht dem Vertrauen diente.

    Ich könnte mit den Spekulationen fortfahren. Nur führt das nicht zum Ziel. Also bleibt erst mal nur das zu überprüfen, was unabhängig von weiterer Information aus Schriftquellen möglich ist. Und das ist die Einordnung der überlieferten Zahl und der Bezug auf den im folgenden Jahr unternommenen Feldzug gegen Samo.
     
  12. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Von einem Massaker ähnlichen Ausmaßes wird ein Jahrhundert früher aus dem Vandalenreich berichtet. Theoderich der Große hatte seine Schwester Amalafrida mit dem Vandalenkönig Thrasamund verheiratet. Thrasamunds Nachfolger Hilderich, der ab 523 herrschte, ließ Amalafrida erst einkerkern und dann mitsamt ihrem Gefolge (6000 bewaffneten Männern) ermorden.
     
  13. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich denke, die Bulgaren waren besiegt und auf der Flucht?

    Ganz so skeptisch wie manche meiner Vorredner über die Möglichkeit Motove für Dagoberts Handeln zu finden, bin ich nicht. 9000 Krieger, das ist schon eine Hausnummer. Die hätten - außer der bereits erwähnten Versorgung - schnell mal Probleme machen können (naja, das sagst du ja auch selbst).

    Bezgl. der Heiligkeit des Gastrechts: Ich weiß nicht, ob das bei "den" Germanen existierte und zu welchem Zeitpunkt. Aber Missbrauch des Gastrechts sowohl von Gastgeber- als auch von Gästeseite wirst du in der Geschichte immer wieder finden, von der Einladung des Satrapen Tissaphernes nach der Schlacht von Kunaxa bis zum Massaker von Glencoe.
     
  14. Maglor

    Maglor Aktives Mitglied

    Ich habe den Text jetzt nur überflogen, aber bei Kunstmanns Wortwahl schrillen bei mir irgendwie die Alarmglocken. Dass Kunstmann fast durchgängig und ganz selbstverständlich von "Asyl" und "Genozid" schreibt, liest sich schon seltsam genug, aber spätestens bei der der Formulierung "totaler Genozid" klingt es ein bisschen nach Carl Schmitt. Besonders denk- und merkwürdig ist auch seine Wortschöpfung "bulgarische Asylanten", die wahrscheinlich die deutsche Asyldebatte der frühen 1980er spiegelt.

    Die Grundidee, dass mittelalterliche Autoren Hunnen, Awaren, Bulgaren und Burgunden verwechseln könnten, ist an sich trivial und so lässt sich auch leicht jedes beliebige Ereignis als Vorlage des Nibelungenliedes denken.

    Definitv ist das Thema der Bulgaren in Westeuropa ein bisschen vernachlässigt, vgl. hier im Geschichtsforum Die Protobulgaren Alzeckos - Ein vergessenes Stück italienischer Geschichte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. März 2020
  15. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Kunstmanns Wortwahl hat mich bisher noch nicht so gestört. Ich finde Genozid und Asyl sind durchaus passende Begriffe.

    Woran ich eher Zweifel habe, ist Kunstmanns Motivfindung. Diese basiert auf einer Stelle bei Fredegar, wonach Dagobert "hoffte auch zuversichtlich, die Avaren und Slaven und die übrigen Völker bis an die Grenzen des byzantinischen Reiches seiner Herrschaft zu unterwerfen" (Fredegar 150), daraus folgert Kunstmann dann: "An einer Schwächung der Barbarenvölker, also der Awaren-Bulgaren und Slaven - notfalls durch Genozid - konnte ihm daher nur gelegen sein." (S. 21)
    Da wird für mich kein Schuh draus. Wenn diese eher utopische Äußerung "Fredegars" tatsächlich zu politischer Aktion geführt hätte, wäre es doch sinnvoller gewesen, mit diesen 9.000 bulgarischen Kriegern das eigene Heer zu verstärken und quasi als deren Sachwalter in den Krieg zu ziehen und nicht diese zu ermorden.
     
  16. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Ich habe nicht die Möglichkeit Motive für Dagoberts Handeln zu finden bezweifelt, sondern nur darauf hingewiesen, dass der Verfasser der Chronik, sofern er nicht aus dem Umfeld des Königs stammte, sie wohl kaum kennen konnte.

    Vermuten lässt sich leicht so manches. 9000 Mann waren im Frühmittelalter ein gewaltiges Heer. Ich würde am ehesten vermuten, dass man auf Nummer Sicher gehen wollte.
    Vielleicht sah man auch keine Möglichkeit, so viele Menschen mitsamt ihrem Anhang dauerhaft unterzubringen und zu versorgen, sodass man fürchtete, sie könnten ihre Stärke nutzen um sich einfach zu holen, was sie wollten.
     
  17. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    So in etwa sehe ich das auch.
     
  18. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Anhand von Ortsnamen will Kunstmann den Ort des Massakers an den 9.000 bzw 8.300* Bulgaren herauskristallisieren. Er diskutiert erst mal eine Reihe von Ortsnamen, die tatsächlich oder dem Anschein nach Bulgar im Kern haben (wohlwissend, dass es mitunter auch andere Herleitungen gibt) und kommt dann auf Pulgarn bei Linz ("unmittelbar an der bairisch-pannonischen Ennsgrenze" S. 29) als Ort des Massakers. Ich halte die Herangehensweise für falsch. Wenn der 1111 erstmals überlieferte Ortsname tatsächlich auf Bulgaren zurückzuführen ist - laut Wiki sehen das auch Herwig Wolfram (Baiern und das Frankenreich. In: Die Bajuwaren - Von Severin bis Tassilo 488 - 788. Katalog zur gemeinsamen Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg in Rosenheim/Bayern und Mattsee/Salzburg, 1988, S. 132) und Karl Hohensinner/Peter Wiesinger (Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich 10. Die Ortsnamen des politischen Bezirks Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel). Wien 2006) so - dann sicher nicht als der Ort des Massakers. Man führt nicht einen Haufen Krieger mit ihren Familien an einem Ort zusammen, um sie dann abzuschlachten. Es steht ja auch bei "Fredegar" ausdrücklich, dass man die Bulgaren über das Land verteilt habe und dass die Bulgaren dann von den Bayern an Ort und Stelle und nicht etwa konzentriert getötet werden sollten:

    cumque dispersi per domus Baioariorum ad hyemandum fuissent, consilium Francorum Dagobertus Baioariis iobet, ut Bulgarus illus cum uxoris et liberis unusquisque in domum suam una nocte Baiuariae interficerint.​

    Sogar unusquisque - jeder einzelne - schreibt "Fredegar" ausdrücklich. Man kann Fredgar ja in Abrede stellen, aber aus dieser Stelle einen Einzeltatort zu machen und diesen dann zu suchen, ist imho unsinnig. Ein Ort wie Pulgarn, wenn er denn auf bulgarische Ansiedlung zurückzuführen ist, dürfte eher zuvor noch keinen Namen gehabt haben und eher auf langfristige Siedlung einer Fremdethnie hindeuten, als auf ein Massaker in einer Nacht, dessen man sich (hoffentlich) eher geschämt als gerühmt hat.

    *auch so etwas, was mich bei Kunstmann stört, dass er die Zahlen so genau nimmt. Also nicht, dass manmich missversteht, Kunstmann wird auch die Zahlen 9.000 bz. 700 und davon abgeleitet 8.300 nicht bis in die letzte Ziffer genau verstanden wissen wollen. Aber dennoch habe ich den Eindruck, dass er sie schon ziemlich historisch verbürgt annimmt.
    **Bei aller Kritik, die ich an Kunstmann übe: den Großteil dessen, was ich gelesen habe, finde ich durchaus gut überlegt und plausibel, ich äußere mich nur zu den Dingen, wo ich Denkfehler oder falsche Schlussfolgerungen ausmache.
     
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  19. Maglor

    Maglor Aktives Mitglied

    Sein Motiv ist doch ganz klar. Im geht es darum den Tatort des Burgunden-Bulgaren-Genozids (besser bekannt als: Der Nibelunge not) in Bayern zu lokalisieren. Er war Professor für Slawistik in München und es gelingt ihm aber seinen Fachbereich komplett zu ignorieren, wenn er über "bulgarische Asylanten" in Bayern fabuliert. Zumindet der Tatbestand der Heimatforschung ist damit erfüllt.;)

    Leider fehlt hier noch das wichtigste Argument für die turko-bulgarische Identität der Nibelungen-Burgunden, nämlich das der Name des trojanischen Helden Hagen von Tronje auf den bulgarisch-awarischen Herrscher-Titel Khagan zurückgehen soll.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. März 2020
  20. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Da reden wir aber über zwei verschiedene Motive, du über das Kunstmanns - das ich nicht so klar gesehen habe - und ich über das Motiv Dagoberts, welches Kunstmann diesem unterstellt und welches ich eher anzweifle.
     

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