Die erste europäische Segmentbogenbrücke

Dieses Thema im Forum "Geschichte der Naturwissenschaften" wurde erstellt von Gegenkaiser, 12. Oktober 2006.

  1. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Dann, allerdings frage ich mich, warum Romanik über Rundbögen und Gotik über Spitzbögen definiert wird.
    Muss ja was dran sein, wenn eine ganze Epoche so beschrieben wird.
     
  2. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Sagen wir mal so:
    In der Romanik gab es nur Rundbögen, in der Gotik auch Spitzbögen. Gemeinsamkeiten eignen sich nicht zur Unterscheidung, aber "einzigartige" Elemente.
     
  3. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Mir war sowieso immer rätselhaft, warum man eine Epoche nach deren Baustiele beschrieb.
    Letztens habe ich etwas über eine Bauhausepoche gelesen, wahrscheinlich nur, weil "Bauhaus" Geburtstag hatte.
    Ist schon komisch, das bei Rohrstühlen die Journalisten ausflippen.

    Keine Angst, ich wohne kurz vor Dessau, ich weiss schon, was ich sage.
     
  4. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Was zu beweisen wäre.

    So dumm waren die auch nicht und haben auf Sand gebaut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Mai 2009
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hm...... ;)
     

    Anhänge:

  6. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Nein, nein; dumm waren sie nicht.

    Aber die manchmal jahrzehnte langen Bauzeit erschwerte den Wissenstransfer. Ein Baumeister, der einen grossen Bau begann, erlebte selten die Bauvollendung. Wenn dann irgendwann während der Bauzeit statische Probleme auftraten, zum Beispiel Risse wegen Setzungen des Fundamentes, war der Erbauer des Fundamentes vielleicht schon längst verstorben. Und die jetzigen Baumeister wussten nicht mehr genau, wie das Fundament konstruiert war, oder wie der Baugrund im fraglichen Bereich war.

    Dass uns heute viele mittelalterliche Bauten so stabil erscheinen, liegt auch daran, dass die weniger stabilen längst eingestürtz sind. Oder umgebaut/erweitert/erneuert wurden.


    Gruss Pelzer


    .
     
  7. Gegenkaiser

    Gegenkaiser Gesperrt

    Habe mal geschaut: Die drei einzigen Flüsse, die die Römer in ihrem Machtbereich nicht mit einer festen Brücke überspannt haben, waren
    - der Nil
    - der Euphrat (wohl aus strategischen Gründen)
    - die Rhone (anscheinend ein Gewässer mit sehr starker Strömung und/oder weichem Untergrund)

    Von wann stammt die erste permanente Brücke über den Nil? Lese was in Donald Routledge Hill, A history of engineering in classical and medieval times, S. 63 von einer Holzbrücke im 14. Jh. am unteren Nil beim Ort Ashmun. Ein monumentaler Holzbau gerade in Ägypten, am Unterlauf des Nils...fällt mir schwer zu glauben...
     
  8. Turandokht

    Turandokht Aktives Mitglied

    Die Erklärung liefert vielleicht das hier:
    (Francesco Gabrieli, Arab Historians of the Crusades)
    Einen schmalen Nebenarm oder -kanal des Nils zu überbrücken sieht dann schon ganz anders aus, auch am Unterlauf. Die Stadt, die an diesem Kanal liegt, wurde danach benannt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Juni 2009
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  9. Gegenkaiser

    Gegenkaiser Gesperrt

    Findig, danke. Habe noch eine Spur (O'Connor: Roman Bridges, 1993, S.117):

    Allerdings scheinen diese "Baths of Cleopatra" nach Google Books eher Gräber o.ä. zu sein.
     
  10. Turandokht

    Turandokht Aktives Mitglied

    Völlig unmöglich ist das mit der Brücke nicht. Bei Assuan ist der Nil ja nicht sehr breit. Aber sehr spekulativ isses schon.
     
  11. Gegenkaiser

    Gegenkaiser Gesperrt

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