Himmelscheibe von Nebra falsch datiert und interpretiert - ein "keltisches" Produkt?

Dieses Thema im Forum "Die Kelten" wurde erstellt von Biturigos, 4. September 2020.

  1. Opteryx

    Opteryx Aktives Mitglied

    Auf der 10er Skala war bei 9,5 ein kleines Au, bei 3 ein kleines Ag, bei 2,2 das große Au und etwa bei 1,6 ein Zacken etwas kleiner als Ag. Laut Tabelle lag dort Rb.
     
  2. Divico

    Divico Aktives Mitglied

    Rubidium ist mit Gold legierbar und kann sogar mit diesem eine Verbindung eingehen (RbAu). Warum sei es also "unmöglich" — übersehe ich etwas?
     
  3. Opteryx

    Opteryx Aktives Mitglied

    Es ist mir in dieser Größenordnung in prähistorischem Gold nicht bekannt. Oder gibt es dafür Beispiele?
     
  4. Divico

    Divico Aktives Mitglied

    Nicht dass ich wüsste. Allerdings wäre diese Legierung auch für die heutige Zeit sehr ungewöhnlich. Könnte es sein, dass man bei der Analyse Cu mit Rb verwechselt hat? Denn andernfalls wäre das Material wohl sehr spröde und für die Herstellung eines hohlen Drahtes denkbar ungeeignet. Auch sollte die Farbe mangels Cu sehr blass sein.
     
  5. Opteryx

    Opteryx Aktives Mitglied

    Es war goldgelb, aber mir fiel seine besondere Steifigkeit auf. Für eine so hohe Goldlegierung viel zu hoch. Vielleicht hatte man das Metall vor dem Ziehen irgendwie thermisch behandelt. Oder es lag an den noch unbekannten zehn Prozent. Auch über die Verwendung bin ich mir nicht im Klaren. Es scheinen zwei gleich lange Schenkel zu sein, die in der Mitte eng U-förmig zusammengebogen waren (ähnlich einer Wünschelrute). Dieses U wies mehrere parallele Einkerbungen auf. Das Ganze war aber zu einer Rolle aufgewickelt. Aber wir bewegen uns zu weit von der Scheibe hinweg.
     
  6. Divico

    Divico Aktives Mitglied

    Sehr mysteriös — vor allem warum das offenbar enthaltene Cu bei der Analyse übersehen (?) wurde.
    Ja, lassen wir es gut sein.
     

Diese Seite empfehlen