Juden im Osmanischen Reich

Dieses Thema im Forum "Das Osmanische Reich" wurde erstellt von Turkish, 13. Juli 2008.

  1. Turkish

    Turkish Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    erst mal möchte ich ein Lob loswerden: Dieses Forum ist ,für mich Geschichtsinteressierten und Geschichtsstudenten, das interessanteste, das ich in den letzten Monaten entdecken konnte. Also weiter so.:respekt:

    Dieses Thema ist eine Ankündigung, d.h. ich werde demnächst einiges zum Thema "Juden im Osm. Reich" hier schreiben. Bitte schreibt mir, falls dieses Thema bereits durchgekaut wurde. Ich hab jetzt nichts dazu hier finden können.
    In diesem Sinne...
    Bis die Tage..:winke:
     
  2. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Du machst das aber spannend. Ist das zum "aufheizen" gedacht?

    Ich habe gerade "Der Medicus" gelesen.
    Da musste sich ein Christ als Jude ausgeben, um dort studieren zu können.
    Das habe ich so, vorher auch nicht gewusst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2008
  3. Turkish

    Turkish Neues Mitglied

    Hmm...soviel ich weiß liest sich das Buch zwar sehr schön, ist aber eher ein Fantasiegebilde! Und studiert er nicht in Persien??
    Na egal, auf jeden Fall geht das wohl schon in die richtige Richtung. Juden hattens über lange Zeit "einfacher" in islamisch regierten Gegenden des Mittelmeeres und eben auch im Osmanischen Reich. Nur sollte man sich das nicht so romantisch vorstellen...
    To be continued...:w00t1:
     
  4. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Das Buch behandelt eine Zeit, min. 300 Jahre vor dem Osm. Reich. Und Isfahan gehörte nie zum Osm. Reich, deshalb wurde ja die Hauptstadt dorthin verlegt, weil die vorige Hauptstadt Irans erobert wurde.

    Zum Thema: Es gibt glaube ich keinen Extra-Thread nur für die Juden. Nur allgemeine Minderheiten-Threads, oder Behandlungen, z.B. beim Knabenlese oder Sklaventhread.

    Ansonsten gibt es hier einige Dokumente zum Thema, z.B. die Juden in Konstantinopel. Drücke mal die STRG und F Taste gleichzeitig, und gebe "jew" und "jud" ein, und du findest die Texte:
    http://www.geschichtsforum.de/f42/interessante-dokumente-ebooks-und-artikel-13930/

    Ansonsten hatte ich hier schon mal was zu den interreligiösen Beziehungen geschrieben, und in der als "Zusammenfassung" bezeichneten Absatz findest du was interessantes speziell zu den Juden:
    http://www.geschichtsforum.de/326035-post31.html

    Zitat:
    "There are but few countries, even among those which are considered the most enlightened and the most civilized, where Jews enjoy a more complete equality than in Turkey [the Ottoman Empire]. H. M. the sultan and the government of the Porte display towards Jews a spirit of largest toleration and liberalism.4"

    Das war ein Bericht zu einer westl. jüdischen Gruppe, die von überall her die Situation der Juden auf der Welt in Bulletins erfasst hatte - Ende 19. Jh.

    Übrigens war das Leben eines einfachen anatolischen Bauern oder Schafshirten auch nicht "romantisch"... ;)

    Dann leg mal los...:winke:
     
  5. Hi
    Ein großes Lob ,daß du dich gerade für dieses Interessante Thema einsezt.
    Mich hat es auch immer sehr interessiert.
    Es begann mit einem Edikt,das die Katholischen Majestäten Isabella I. und Ferdinand II. unterschrieben haben,dass sämtliche Juden (damals etwa 180.000) aus Spanien vertrieben hat. Ausgenommen von dem Edikt, dass am 31. März 1492 unterschrieben worden war, sind nur die Juden, die sich taufen lassen.(Diese als Conversos genannten Juden wurden aber sehr suspekt behandelt und waren Verfolgungen ausgesezt) Um sich zu entscheiden, ob sie den christlichen Glauben annehmen oder das Land ohne Geld, Gold und Entschädigung verlassen, wurde ihnen eine Frist von drei Monaten eingeräumt. Nach der Wiedereroberung Spaniens von den Mauren, begann in Spanien eine bis dahin nicht gekannte Verfolgung von Juden. Eine Mögliche Erklärung für die Vertreibung aus Spanien könnte der Wunsch des Königspaars nach einer religiösen Einheit des Reiches gewesen sein. Die Vertriebenen ließen sich meist in Nordafrika und im Osmanischen Reich nieder. Beyazid II siedelte sie in istanbul,Selanik(Saloniki),Sarajevo und auf die insel Zypern an.Einige gingen aber auch in die Niederlande, Frankreich, in deutsche Gebiete oder nach England. Bis heute sind noch in der Türkei vereinzelte Gruppen dieser Sepharden ansässig.Vor allem in Istanbul.
    Nurbanu,die Mutter von Murat III,soll eine gebürtige Sefardin mit Namens Rachel gewesen sein.
    Sepharden sind Juden, deren Vorfahren bis 1492 in Spanien und Portugal ansässig waren. Sie sprechen eine gemeinsame Sprache, das Sephardische, das sich vom mittelalterlichen Iberoromanischen ableitet. Sephardim kommt aus dem Hebräischen und bezeichnet die iberische Halbinsel.
    Für Spanien hatte die Vertreibung auch wirtschaftliche Konsequenzen, da mit ihnen Gelehrte, Doktoren und Bankiers Spanien verließen.
    Für sephardische Juden gilt in Spanien übrigens heute noch eine Sonderregelung bei der Einbürgerung. Während im Normalfall man zehn Jahre in Spanien leben muss, um die spanische Staatsbürgerschaft beantragen zu können, können Sepharden bereits nach zwei Jahren die Einbürgerung beantragen.
     
  6. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Hallo SehzadeTimurCan,
    ich möchte dich bitten, jedesmal, wenn du etwas von woanders abkopierst, deine Quelle mit einzufügen. Vom obigen Post ist es z.B. diese hier:
    Vertreibung der Juden aus Spanien | Spanien Bilder

    Es ist hier so die Regel und dient der Transparenz, damit man weiß, was eine eigene Meinung, Erkenntnis, Wissen, Kommentar ist, und was eine zu eigen gemachte andere Meinung, Zitat, etc. ist, woher diese kommt; und die Community kann dann entscheiden, da sie nun weiß, woher dieses Zitat kommt, wie sie es beurteilt.

    Danke schön und LG, lynxxx
     
  7. Na gut,:winke::winke:,ich habe es ja ein bischen umgeschrieben ,,,,,hhhhhh
    Aber ihr merkt es schnell......
     
  8. Turkish

    Turkish Neues Mitglied

    Hier also, wie versprochen die, die ersten Früchte meiner Recherchen...

    Ein bisschen Literatur vorweg..

    Bücher/Bände:
    - Ein Standardwerk zum Thema Juden in Europa allgemein:
    Friedrich Battenberg. Das Europäische Zeitalter der Juden. Zur Entwicklung einer Minderheit in der nichtjüdischen Umwelt Europas. Im Hinblick auf das Thema Osmanen & Judentum besonders relevant ist der Band II (1650-1945). Sehr ergiebiges Werk.

    - Ein Werk, das das Thema Judentum nach verschiedenen Regionen unterteilt:
    Steven Bowman. Handbuch zur Geschichte der Juden in Europa, Band 1, Länder und Regionen. Die Angaben zum Osm. Reich sind hier allerdings begrenzt auf den Balkan. Trotzdem sehr informativ, besonders im Hinblick auf Alltagsleben.

    - Sehr gut auch:
    Bernard Lewis. Die Juden in der islamischen Welt. Vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Das Buch deckt das Judentum in der kompletten Geschichte des Islam ab. Sehr zu empfehlen als Einstiegslektüre in das Thema Judentum & Islam/O. R.

    - Ein ähnliches aber weniger umfassendes Buch:
    Mark R. Cohen. Unter Kreuz und Halbmond. Die Juden im Mittelalter. Fundiertes, jedoch etwas zu theologisch anmutendes Buch.

    - Weiteres interessantes Werk:
    Esther Benbassa/Aron Rodrigue. Die Geschichte der sephardischen Juden. Die wichtigste und größte jüdische Gemeinde des Mittelalter, die sephardische Gemeinde erlaubt in großen Teilen einen guten Einblick in das jüdische Leben im O. R. allgemein.

    - Das Standardwerk speziell zum Thema Osmanen & Juden:
    Avigdor Levy. The Jews of the Ottoman Empire. In mehreren Schritten wird hier dem Verlauf der osmanischen Geschichte folgend die Geschichte des Judentums unter osmanischer Herrschaft durchleuchtet: Anfänge – Höhepunkt – Stillstand und Niedergang – Moderne.

    Besonders das letzte Werk verdeutlicht sehr schön, dass das Schicksal der Juden im O. R. eng verknüpft war mit dem Auf- und Abstieg des Reiches selbst.
    Das jahrhunderte lange Zusammenleben von Muslimen und Juden im O. R. war geprägt von religiöser Ungleichheit bei gleichzeitiger Garantie der religiösen Existenz in einem mehr oder weniger festgelegten Rahmen.
    Diesen Rahmen bildete das sog. millet-System, das auf der Basis des arabisch-islamischen Traditon der dimma (türk. zimmet) und der des islamischen Rechts, der Scharia (türk. scheriat). Jede Religionsgemeinschaft des Reiches war demnach intern organisiert, in Fragen des Glaubens und des persönlichen Status ihren eigenen Gesetzen unterworfen und administrativ ihren eigenen religiösen Oberhäuptern unterstellt.
    Die religiösen Oberhäupter der Gemeinden (Juden/Christen) hatten dafür Sorgen zu tragen, dass die Gemeindemitglieder ihren Pflichten gegenüber dem Sultan undseinen Vertretern nachkamen, undzwar einerseits den Frieden zu bewahren und zudem regelmäßif Steuern zu zahlen. Muslime waren von Steuren befreit.
    Man kann folgendes feststellen: Ziel war nicht ein gleichberechtigtes Nebeneinader oder gar Miteinander, sondern ein geregeltes Untereinander!
    Dieses System hatte Gültigkeit bis in die Moderne und man kann durchaus davon ausgehen, dass es als durchgehendes Prinizip vorherrschte, auch wenn hier und dort mal Ausnahmen und Abweichungen vorkamen.
    Prinizp war: Es wird keine ethnische Mehrheit von einer anderen ethnischen Minderheit unterdrückt, sondern es herrscht eine religiöse Mehrheit über andere religiöse Gruppen, die aber durchaus örtlich und regional in der Mehrheit sein konnten. (Balkan!)
    Solange die Überlegenheit des Islam und der höhere Rang der Muslime anerkannt wurde, waren alle monotheistischen Nichtmuslime geduldet. Diese eher starreund unbewegliche Haltung basierte auf dem heiligen Gesetz des Islam. Interessant bei dieser Regelung sind die Korrekturen und Ausnahmen, die oft auf Befehl und besonders der Interessenlage des Sultans vorgenommen wurden. Den Legitimationscharakter verlor die millet-Regelung dabei zwar nie, wurde jedoch eben regional oder individuell gelockert/verstärkt. Lange Zeit wurden Juden (besonders aus Europa) ale eine nützliche Gruppierung wahrgenommen, die einen nützlichen Beitrag zu Handwerk und Handel leisteten und deren Fähigkeiten nucht nur ihnen selbst sondern auch der "osmanischen Sache" zugute kamen.
    Die Tolleranz- und Schutzpolitik gegenüber der jüdischen Minderheit im Mittelalter nahm durchaus traditionsähnliche Züge an und mündete in eine Zeit der gesellschaftlcihen, politischen und wirtschaftlichen Blüte des Judentums unter osm. Herrschaft.

    Die Moderne machte diese gesetzliche Anerkennung der jüdischen Gemeinde zu nichte. Die Idee des modernen Staates und eine Nationalisierungspolitik entzog der Gemeinde größtenteils ihre Autonomie und somit die Grundlage der erarbeiteten Vorzüge im O. R.
    Einer Zeit der relativen Mitbestimmung folgte eine Phase des Untergangs.
     
  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter



    Auch von der zak
    āt? Die zählte doch eigentlich zu den Glaubenspflichten des Muslims.
    Zur Erläuterung: Die zakāt ist eine Almosensteuer, die einmal jährlich bezahlt werden musste und 2,5 bis 10 % des Jahreseinkommens betragen sollte (koranische Verse wurden von den Vertretern der sunnitischen Rechtsschulen so ausgelegt). Die zugrunde liegende Idee war es ursprünglich, davon eine gewisse Armenfürsorge zu gewährleisten. Aber natürlich haben sich die Staatsoberhäupter immer wieder aus diesen Töpfen bedient, um den Staatshaushalt aufzubessern (und manchmal wohl auch, um den eigenen Luxus und ihre Herrscherpräsentation zu finanzieren).

     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2008
  10. Turkish

    Turkish Neues Mitglied

    Ja, auch von der Zekat. Die muslimischen Gemeinden waren zu der Abgabe der Zekat verpflichtet, während Nichtmuslime von dieser befreit waren.
    Im Gegenzug aber hatten Nichtmuslime die sog. Cizye zu entrichten, eine Art Kopfsteuer.
    Besonders im späten Mittelalter udn in der frühen Neuzeit war Cizye eine dankenswete Einnahmequelle. Mit dem Anstieg der nichtmuslimischen Population in den Städten (Händler, Kaufleute, Handwerker etc) stiegen auch die Einnahmen. Je nach Wohlstand hatten dann die nichtmuslimischen Gemeinden eine gewisse Summe Cizye zu zahlen.
     
  11. Mike Hammer

    Mike Hammer Neues Mitglied

    Wenn ich mich irre wurde im Osm. Reich die Eintreibung der Steuern fremdvergeben gegen die Zahlung einer Summe. Die Eintreiber zahlen eine Fixsumme und taten natürlich alles um das Vielfache wieder rauszuholen. Da ist wohl nicht nur bei diesen moderaten Beträgen geblieben.

    Sondersteuern gab es regelmäßig, die in späterer Zeit allgegenwärtige Korruption saugte die Bewohner des Osmanischen Reiches ebenfalls aus.
    Was war mit den Kleinbauern, die einen Teil des Einkommens an die Grundbesitzer abgeben mussten ? Weis jemand wie hoch der Teil war ?
     
  12. Interessant,waren eigentlich meine Ahnen von der Zakât befreit???
    Ich kann niemand mehr fragen wo es wissen könnte.
    Gegner der Dynastie werfen uns ja vor,Die Steuern wären in die Paläste
    geflossen.Aber man muß ja bedenken,daß der Harem alleine eine Menge Geld benötigte.Wie hätten ja die vielen Personen unterhalten werden?
    Und ich denke das bischen an Steuern war nicht viel für die bäuerliche Bevölkerung.
     
  13. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Ich denke mal, dass INSBESONDRE die Sultane die Armen unterstützt haben... Wo sie das Geld dafür herbekommen haben, steht dann auf einem anderen Blatt :)
     
  14. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Die Staatshaushalte von Herrschern haben sich nie allein aus Steuern und Zolleinnahmen finanziert, sondern vielfach auch aus Staatsmonopolen (z.B. Seide) und den privaten Landgütern (Steinbrüchen, etc.)
     
  15. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Selam. Natürlich mussten deine Vorfahren - religionsgesetztlich - die Zakat zahlen. Wenn nicht deine Vorfahren, wer dann? Zakat, aus dem arabischen für Reinigung und die Verbesserung, ist eine Armenspeisung. Deine Dynastie sollte in der Lage sein, Arme zu speisen. Nachfolgend die Sure, die den Sinn der Zakat sehr gut beschreibt:

    9-60 Die Almosen (sadaqaat) sind nur für die Armen und Bedürftigen (? lil-fuqaraa§i wal-masaakieni) (bestimmt), (ferner für) diejenigen, die damit zu tun haben, (für) diejenigen, die (für die Sache des Islam) gewonnen werden sollen, für (den Loskauf von) Sklaven, (für) die, die verschuldet sind, für den heiligen Krieg und (für) den, der unterwegs ist. (Dies gilt) als Verpflichtung von seiten Allahs. Allah weiß Bescheid und ist weise.
     
  16. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Die Haushaltsführung der Dynastie war besonders zum Ende des Reiches über alle Maßen, also maßlos angesichts der finanziellen Lage des Reiches, wo auch kurz vor dem Staatsbankrott man sich mit Palästen und deren Interieur nicht lumpen lassen wollte. Dieses Verhalten von Herrschern ist aber nichts besonderes, und man findet bei zeitgenössischen Höfen überall auf der Welt immensen Luxus, während die Bevölkerung darbt. Hat aber nix mit Juden im Osmanischen Reich zu tun.
     
  17. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Hier auf Seite 64 habt ihr mal die Steuern z.B. des Balkans erläutert. 1/3 der Steuerpflichtigen Nicht-Muslime auf dem Balkan zahlten im 17. Jh. gar keine Cizye (Kopfsteuer). Übrigens waren keine Frauen, Kinder, Alte und Arme verpflichtet zu zahlen. Mehr im Link.
     
  18. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Die Wildwucherung der Steuern kam aber erst in der zweiten Hälfte der osmanischen Zeit zum Tragen, Mike. Wovon Du sprichst waren Timare, die eigentlich den Spahis vorbehalten waren, welche nun auch an Nicht-militärische Personen vergeben wurden, weil sich der Staatssäckel immer mehr leerte und man nicht genug Bargeld für die Nicht-Militärs hatte. Kurzerhand wurden sie auf eine Pfründe "gesetzt". Die Steuerpacht kam allerdings erst Anfang des 17 Jh. auf. Da hatte die Zentralmacht die Macht über die Provinzen eigentlich schon verloren und die ersten Talfürsten (derebeyi) machten sich breit.

    Übrigens erlangten mit der Steuerpacht viele Juden und Griechen, ja sogar Zigeuner eine Pfründe, die, wie Du geschrieben hattest, dass bestmögliche aus der Pfründe herauszuholen und möglichst wenig an den Fiskus abzuliefern versuchten. Es wurde auch ein einträgliches Geschäft, da das Horten des wertlosen Bargeldes - nach der Inflation - immer nutzloser wurde. Stattdessen wurde in Gold und Edelsteine investiert oder eben Land erworben.

    Überraschenderweise traten diese Defizite gerade zu der Zeit auf und begannen wild zu wuchern, als sich der osmanische Staat auf dem Zenit der Macht befand unter Süleyman dem Prächtigen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2008
  19. Um auf das Thema Juden im osmanischen Reich zurückzukehren......
    Ihe Stellung,würde mich interessieren.....daß es einige Mädchen Mosaischen Glaubens von Geburt sogar Valide Sultan wurden ist bekannt,aber die Juden im Volke.....welche Arbeiten gingen Sie nach???
     
  20. Mike Hammer

    Mike Hammer Neues Mitglied

    Hi Seldschuk, danke für die Info.

    Zu den Juden habe ich letztens ein interessantes Buch gelesen, in dem auch viel zu den Juden im Osm. reich stand, m.E. empfehlenswert:

    Titel: Illustrierte geschichte des Judentums
    Campus verlag, Herausgegeben von Nicholas de Lange
     

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