Kreationismus

Die verlinkten Nutzungsbedingungen hast du offensichtlich nicht aufmerksam gelesen:
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Nein, du hast nicht aufmerksam gelesen:
Weder hat das Löschen der Links eine Grundlage in den Nutzungsbedingungen
Ich bezog mich konkret auf Links und die oder deren Nutzung werden in den Nutzungsbedingungen nicht erwähnt. Wenn du nach den zitierten Nutzungsbedingungen gehst, hättest du meinen ersten Kommentar vollständig löschen müssen, sowie die meisten anderen Beiträge. Stattdessen hast du selektiv gelöscht.

Fast alle Beiträge hier verstoßen gegen diese Nutzungsbedingungen, doch diesem Fakt weichst du konsequent aus. - Auch das ist kein redliches Diskussionsverhalten.
Nur mal angenommen, die Linkflut wäre nicht zielgerichtet (Algorithmenoptimierung) gewesen, dann hättest du die Begründung für die Linklöschungen ja trotzdem verstehen können. Mit keinerlei Äußerung hast du eingeräumt, dass das mit der Linkflut so vielleicht nicht in Ordnung war, aber unbedacht. Stattdessen hast du nach einer Begründung gefragt, obwohl du sie einen Satz später selbst zitiertest. Stellst dich blame-shiftend als Opfer dar, wirfst mit Nebelkerzen. Bist aber auf Beitragslöschungen vorbereitet, wie ein Alter Hase in der Regelverletzung in Internetforen. Die Beitragslöschungen sind also offensichtlich eingepreist. Deine Verhaltensweisen deuten alle in dieselbe Richtung.
Wieder nur stumpfe Wiederholungen und meine Entgegnungen darauf ignorierst du:

Meine anschließende Bemerkung (#18+39), dass bei einer Berufung auf das eigentliche Forumsthema dieses ganze Diskussionsthema und die Links anderer Nutzer gelöscht werden müsste, hat er durchgehend ignoriert. Stattdessen unterstellte er mir ihn "hinters Licht führen" zu wollen und eine Agenda zu verfolgen (#45). Wieder bloße Unterstellungen.

[An der Stelle noch ein kurzer Einschub: Zitat: "Was mir sagt, dass du denselben Flunsch schon anderswo durchgezogen hast und so deine Erfahrungen mit Regelverstößen in Internetforen und ihren Sanktionierungen hast." - Abgesehen von der Polemik (Flunsch) wieder eine voreilige Unterstellung. Der Text war schlicht zu lang für einen Kommentar und deshalb hatte ich ihn bei Word rein kopiert, um die Zeichen zu zählen.]
Was du hier veranstaltest ist alles, nur keine ordentliche Moderation. Unbelegte Mutmaßungen über meine Intention sind keine Moderationsgrundlage.
 
So, bislang habe ich mich nur als Moderator geäußert. Das Forum hat zwar Mitglieder, die wesentlich firmer im Semitischen sind, als ich, die sind aber kaum aktiv und werden sich hierzu wahrscheinlich nicht äußern, daher äußere ich mich als Einäugiger unter Blinden mit beschränkter Sehstärke auf dem nichtblinden Auge, was Kenntnisse im Semitischen anbelangt:

die symptomatischen Klimmzüge um den raqia-Begriff sind mir bekannt)

Zu dem Begriff "raqia" habe ich dir bereits eine Wortstudie, bzw. eine Deutung auf Basis des gesamtbiblischen Kontextes (und eben nicht auf Basis kreationistischer Lehre) verlinkt.
Ein Link - diese Spitze kann ich mir nicht verkneifen - den ich im Übrigen nicht gelöscht habe.
Allerdings:
(und eben nicht auf Basis kreationistischer Lehre)
Der Link stammte aus Wort und Wissen und das ist ein deutschsprachiges Organ bzw. Verein in Sachen Kreationismus in Dtld. Der Text kommt also sehr wohl aus einem kreationistischen Kontext. Der Autor W. Hilbrands ist Professor an einer evangelikalen Kaderschmiede, der Freien Theologischen Hochschule (FTH) in Gießen.
Die wissenschaftliche Expertise ist ihm also nicht abzusprechen, aber die Intersubjektivität.

"Alle Vorkommen von raqia lassen sich derart verstehen, dass raqia synonym zu „Himmel“ (schamajim) verwendet wird, ohne dass ein Zusammenhang mit riqua „Gehämmertes“ oder dem Verb rq‘ besteht.
Fangen mal wir mal hiermit an: Natürlich besteht ein Zusammenhang zu רָקַע (rāqaʿ) - die Radikale R-Q-ʕ⁠ (ʕ⁠ = ʿ, -ʕ-⁠, das ist die IPA-Version des Zeichens; [ʕ] ist im Übrigen eigentlich ein Konsonant, der im Althebräischen oft mit -a- assoziiert ist, im Jiddischen und Neuhebräischen wird er als Vokal behandelt und entspricht [e]) - also die Radikale R-Q-ʕ sind Die Grundlage aller Ableitungen, die Hilbrands zitiert.

רָקִיעַ (raqīaʿ) = Himmelsgewölbe
רֶקַע (reqaʿ) = Untergrund
רִקּוּעַ (riqqūaʿ) = das Treiben von Metall
Im Modernhebräischen - das von einigen Semitisten nicht mehr als semitische Sprache angesprochen wird, sondern als eine Kunstsprache die auf dem Althebräischen Wortschatz und einer Mischgrammatik aus Althebräisch und Indoeuropäisch (Jiddisch, Slawisch) benutzt als Verb לְרַקֵּעַ (ləraqqeaʿ) das beginnende ist eigentlich eine Präposition, man kann also sagen ləraqqeaʿ bedeute 'zu hämmern', vgl. englisch: to hammer
Modernhebräisch:
רֶקַע (reqaʿ) = Hintergrund (Grafik, Bühne)
רָקִיעַ (raqīaʿ) = Himmel

Vergleich mit dem Arabischen:
raqʿa (رَقَعَ) - hämmern
taraqqʿa (تَرَقَّعَ)- sich ausbreiten (gewissermaßen ist die Idee das hämmernde Austreiben im Schmiedewesen)
raqaʿa (رَقَعَ) - Geräusch eines Schlages
geminiert: raqqaʿa (رَقَّعَ)→ kräftig schlagen, wiederholt treffen
ruqʿa (رُقْعَة) - etwas Ausgebreitetes (Fleck, Flicken...)

Das hämmernde Austreiben im Schmiedewesen ist der Link zwischen dem Grundverb hämmern und dem Firmament (firmum = fest > firmare = befestigen > firmamentum = das Befestigte) eben רָקַע (rāqaʿ) und רָקִיעַ (raqīaʿ).
Hier müssen wir die Gesellschaft betrachten (und damit kommen wir von der Philologie zur Sozialgeschichte, aber Etymologie und Historiolinguistik haben fast immer sozial- und/oder ideengeschichtliche Bezüge) in der die biblischen Texte entstanden.
In die babylonische Gefangenschaft wurde neben der israelitischen Elite auch die Handwerker gebracht, darunter werden explizit die Schmiede und Goldschmiede (austreiben!!!) genannt: 2 Könige 24, 14:

וְהִגְלָ֣ה אֶת־כָּל־יְ֠רוּשָׁלִַם וְֽאֶת־כָּל־הַשָּׂרִ֞ים וְאֵ֣ת ׀ כָּל־גִּבּוֹרֵ֣י הַחַ֗יִל עֲשֶׂ֤רֶה אֲלָפִים֙ גּוֹלֶ֔ה וְכָל־הֶחָרָ֖שׁ וְהַמַּסְגֵּ֑ר לֹ֣א נִשְׁאַ֔ר זוּלַ֖ת דַּלַּ֥ת עַם־הָאָֽרֶץ׃​

und er führte weg ganz Jerusalem und alle Funktionäre und alle Krieger des Heeres 10.000; die Weggeführten [waren] auch alle Handwerker und Metallgießer; niemand blieb zurück außer das arme Volk des Landes


Anmerkung; "er" ist Nebukadnezar.
Einheitsübersetzung:

Von ganz Jerusalem verschleppte er alle Vornehmen und alle wehrfähigen Männer, insgesamt zehntausend Mann, auch alle Schmiede und Schlosser. Von den Bürgern des Landes blieben nur die geringen Leute zurück.​

Elberfelder:

Und er führte ganz Jerusalem gefangen fort und alle Obersten und alle kriegstüchtigen ⟨Männer⟩, zehntausend Gefangene, und alle Schmiede und Schlosser. Niemand blieb übrig als nur das geringe Volk des Landes.​

Gute Nachricht (dieser Name scheint im Zitatzusammenhang etwas sarkastisch):

Aus Jerusalem führte er alle maßgeblichen und wohlhabenden Leute in die Verbannung, insgesamt 10000 Mann, dazu alle erfahrenen Handwerker, insbesondere die Bau- und Metallhandwerker. Nur die ärmere Bevölkerungsschicht blieb zurück.​

Luther (2017):

Und er führte weg das ganze Jerusalem, alle Obersten, alle Kriegsleute, zehntausend Gefangene und alle Zimmerleute und alle Schmiede und ließ nichts übrig als geringes Volk des Landes.​

King James:

And he carried away all Jerusalem, and all the princes, and all the mighty men of valour, even ten thousand captives, and all the craftsmen and smiths: none remained, save the poorest sort of the people of the land.​

Wir sehen in den verschiedenen Übersetzungen verschiedene Interpretationen. Es sticht natürlich die Gute Nachricht heraus mit ihrer sehr modernen Auffassung: "alle erfahrenen Handwerker, insbesondere die Metall- und Bauhandwerker". Manche der Interpretationen scheinen durch die Gießer die Handwerker als Schmiede bzw. Schlosser aufzufassen - (EÜ, Elberfelder) was ich für ebenso legitim halte, wie die Interpretation der Lutherbibel, die sagt: Metallhandwerker sind abgedeckt, also sind die 'Handwerker' als Zimmerleute aufzufassen.
Die King-James-Bible bleibt dem hebräischen Original gegenüber am genauesten: craftsmen.

Nebukadnezar brauchte also die Beamten und Schreiber, die Funktionäre, und die Handwerker - wobei hier die masger ('Metallhandwerker') hervogehoben werden - oder er nahm den Adel als Geiseln, wie auch immer. Das geschlagene Heer mit seinen zehntausend Leuten wollte er sicher nicht zurücklassen, die würden mitunter zu Räubern mutieren, die er wieder bekämpfen müsste, was mit diesen Leuten geschah, darüber lässt sich die Bibel meines Wissens nicht aus. Sie erwähnt aber auch kein Massaker, was dahingehend zu deuten ist, dass die gefangenen Krieger nicht erschlagen wurden, denn das hätten die Verfasser der Bibel sicher nicht vergessen zu erwähnen.

Der Pentateuch (= Torah) wurde im Babylonischen "Exil" von den gefangenen Beamten verfasst, welche ganz offensichtlich die Handwerker (gewissermaßen die Mittelschicht) ansprechen wollten und Metallhandwerk ist nicht zufällig "gehighlighted". Und damit schließt sich dann wieder der Kreis zum hämmern und treiben (רָקַע (rāqaʿ)): Die Verfasser der Torah kamen aus einem metallurgisch geprägten Umfeld und schrieben für ein metallurgisch gesprägtes Umfeld und wenn da die Vorstellung des Himmels - für den es ja nun mal einen feststehenden Ausdruck gibt, nämlich: שָׁמַיִם - šāmayim [ʃaːmaˈjim] - als רָקִיעַ (raqīaʿ) evoziert wird, dann hat das einen Grund genau darin, dass die Verfasser Metallurgen sind oder sich in einem metallurgisch geprägten Umfeld bewegten. Erst danach, also weil das Wort raqīaʿ bereits biblisch-metaphorisch verwendet wurde und somit als Bild bekannt war, konnte es sich von seinem ursprünglichen Zusammenhang mit dem Hämmern emanzipieren.

Diesen historischen Kontext fasst Hilbrands nicht, wenn er schreibt:
In Ps 19,2; 150,1; Dan 12,3 ist dies deutlich der Fall, wahrscheinlich auch in Hes 1; 10,1, wo das Wort „Himmel“ gar nicht begegnet. Der Ausdruck „Himmelsfeste“ in Gen 1,14.15.17.20 und die Benennung des in 1,6.7 beschriebenen raqia in 1,8.9 als „Himmel“ macht dies auch für Gen 1 annehmbar. Insgesamt werden kaum Aussagen über die Beschaffenheit, Form usw. des raqia, sondern hauptsächlich über seine Funktion gemacht. Aufgrund dessen können auch nicht Weltbilder wie z.B. das einer festen Kuppel, einer Blechschale usw. von außen in die Texte hineingetragen werden, zumal die etymologische Bedeutung keine Rolle zu spielen scheint."
Hilbrands setzt einen abgeschlossenen Prozess voraus, dabei wird dieser erst mal in Gang gesetzt. Aber gut, Evangelikale akzeptieren ja eher selten, dass der Pentateuch erst im 6. Jhdt. geschrieben wurde und nicht bereits im 2. Jahrtausend* von Moses, der ganz schön gut Bescheid wusste, weil er über seinen eigenen Tod schreiben konnte und darüber, dass sein Grab in Vergessenheit geraten ist.

*wobei dann ja - wir würden uns dann ja noch in der Bronzezeit befinden - die Vorstellung, dass raqīaʿ sich bereits von seinem Wortfeldursprung emanzipiert hätte, noch schwieriger würde.
 
Nein, du hast nicht aufmerksam gelesen:

Noch mal das Zitat aus den Nutzungsbedingungen:

Wir behalten uns das Recht vor, Themen und Beiträge zu löschen, zu bearbeiten, zu verschieben oder zu schließen.​
Dieser Beitrag wird, genau wie der, auf den ich gerade reagiere in ca. 24 h gelöscht. Vielleicht auch erst in 48 Stunden oder drei Jahren. Aber irgendwann.
 
Noch mal das Zitat aus den Nutzungsbedingungen:
ich ergänze um ein weiteres:
  • Für Diskussionen über aktuelle politische Themen ist das Geschichtsforum nicht der richtige Platz. Ebensowenig ist das Forum eine Plattform für politische, religiöse und sonstige weltanschauliche Glaubensbekenntnisse.
abgesehen von der Selbststilisierung als Opfer einer angeblich ungerechten Moderation hat sich Teilnehmer @Kreationist bislang nicht zur Geschichte des Kreationismus geäußert, sondern religiös/weltanschaulich.
 
Wieder nur stumpfe Wiederholungen und meine Entgegnungen darauf ignorierst du:
Es ist alles gesagt gewesen. Wenn du dauernd insistierst, du seist ungerecht behandelt worden, kann ich nur dauernd wiederholen, dass du dich verhältst wie jeder, der hier mit einer missionarischen Agenda aufschlägt. Ich habe dir sogar eine kleine Brücke gebaut, wackelig, mit Löchern, aber betretbar. Die hast du ignoriert. Du hättest ja mal zugeben können, dass das mit der Linkflut ein wenig komisch kam und vielleicht nicht so geeignet war für einen Einstieg. Du hast geschrieben, dass du Forenerfahrung hättest und dort mit den Moderatoren wunderbar klar kämst (vermutlich bist du selbst der Moderator in deinem dauernd beworbenen Forum). Wenn dem so ist, dass du viel Forenerfahrung hast, dann solltest du auch die Techniken von SEO-Spammern kennen und wissen, dass diese in Foren ungern gesehen sind. Und das Forum wird sich dagegen wehren.

Ich sehe mich da im Übirgen in der guten Tradition von Anke Fuchs, als sie Ronald Schill in einer Debatte, wo es um die Flutkatastrophe ging, das Mikro abstellte, als die die selbstgerechte Koksnase ("Richter Gnadenlos") a) themenfremd xenophobe Parolen vom Stapel ließ und b) seine Redezeit überschritt.

Bis heute habe ich mich in diesem Thread ausschließlich als Moderator, nicht als Diskutant geäußert, erst mit dem Beitrag zur raqīaʿ-Diskussion habe ich mich inhaltlich/als Diskutant geäußert. Du unterstellst mir Unterstellungen, unterstellst mir aber auch Zensur, obwohl ich mich in keiner meiner Lösch-Begründungen auf Inhalte, sondern nur auf deine Performance bezogen habe.
Auch dieser Beitrag wird irgendwann mal gelöscht werden, wenn ich in siebeneinhalb Jahren mal wieder über diesen Thread stolpere und denke, dass diese Meta-Diskussion eigentlich kein Schwein mehr interessiert. Oder morgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bis heute habe ich mich in diesem Thread ausschließlich als Moderator, nicht als Diskutant geäußert, erst mit dem Beitrag zur raqīaʿ-Diskussion habe ich mich inhaltlich/als Diskutant geäußert.
Verdammtes Kurzzeitgedächtnis! Ich habe mich bis heute nicht zum Thema Kreationismus oder den von @Kreationist geäußerten Inhalten geäußert. Aber auf Nikias und andere habe ich zum Thema Evolution sehr wohl inhaltlich reagiert. Aber das hatte nichts unmittelbar mit Kreationismus bzw. dessen Vertreter @Kreationist zu tun. Da der Beitrag, auf den ich mich beziehe gelöscht wird, wird natürlich auch dieser zeitgleich entfernt.
 
Um das Erschaffene zu erforschen und zu verstehen natürlich. Wenn wir von einem Schöpfer ausgehen, hat dieser natürlich auch die Naturgesetzte und die natürlichen Mechanismen erschaffen. Gott ist unsere Erklärung für den Ursprung dieser Welt. Diese Schöpfung dann zu erforschen - wie die von Ihm geschaffenen Mechanismen funktionieren, ob / welche Hinweise es für einen intelligenten Ursprung gibt, usw - ist ganz normale Naturwissenschaft.
Dann nochmal als sachliche Frage:
Unterliegt ein Gott den Naturgesetzen?
 
Tief Luft holen, etwas Abstand gewinnen, spazieren gehen und sich auf das Kernargument konzentrieren. Stutenbeisserei ist albern und bringt nichts. Micromanagement is a total waste of time, a loss-loss game. So forget it and plow on with your core argument. Welches ist??

Im allgemeinen dreht es sich um die Herkunft von Leben. * I.E. war das Entstehen von Leben eine goettliche Vorsehung -- was Du zu glauben scheinst - oder , was nachweisbar ist, hatte es sich Jahrmillionen im Wasser durch trial and error bei der Herstellung von nucleotides und subsequently durch sie zur richtigen Anordnung zu Aminosaeuren und durch sie wiederum zu langen Kettten die als Proteine bekannt sind. Dazu gehoert auch die Idee , dass Meteore die hier ins Wasser plumpsten , Aminosaeuren , sogar Sulfur aus dem All mit sich brachten. Weiterhin dass sich alle natuerlichen Elemente jenseits H und HE sich in der Hitze explodierender Novas; Supernowas geformt hatte,
All das ist common ground.
Was ist Dein common ground den Du mit Evolutionisten teilst?
( Eigentlich ist es bemerkenswert ,dass ein philosophisches Thema in einem Geschichtsforum ein Plaetzchen gewaehrt wurde)

Fuer mich selbst hatte ich mal den Spruch geformt; "GOD had a Schnopsidee when He created life". Dies bezieht sich auf die Tatsache, dass alle Aminosaeuren nur aus einer Kombination aus moeglichen sechs Elementen formieren : 1- Hydrogen; 6-Carbon; 7-Nitrogen; 8-Oxygen ; 15 - Phospherus und 16-Sulphur. Die Zahl bedeutet die Atommnumer, also wieviele Protone und Elektronen zusammen geschweist sind. Auffallend dabei ist , deren Naehe auf der Tafel der Elemente, was wiederum bedeutet dass die Energie deren es bedarf um das Element in der Hitze der explodierenden Nova/Supernova vergleichsweise (z.B. Tungsten) gering gewesen war.

Die Erkenntnis dass alles im Universum miteinander verknuepft ist, daraufhin haben viele schlaue Koepfe schon Bezug genommen, z.B. Wolfgang Pauli - Mibegruender der Quantumtheorie und Nobellpreistraeger - in seinem Buch : 'Writings on Physics and Philosophy, zitiert Pauli auf Seite 266 den Hermes Trismegustus: " Mercurius Trismegistos dicit, quod Deus est cuiuslibet rei centrum, cuius circumferentia est nullibi". [ Hermes Trismegistos says that God is the center of any one thing - a centre the periphery of which is nowhere] 59
[59 A statement repeated many times by Fludd. This quotation comes from St. Bonaventura: In Sententias,I,d.37, pars 1,a.1 q. 1; but parallels abound in medieval literature. The source, it appears, is the pseudo-Hermetic Liber XXIV Philosophorum (12th century,; see D. Mahnke: Unendliche Sphaere und Allmittelpunkt, Halle 1937)


Auf dieses Thema goettlicher Omnipraesenz bzw Omniverbundenheit hatte der britische Poet John Muir auch schon Bezug genommen :
"When we try to pick out anything by itself, we find it hitched to everything else in the Universe."
 
Man mag sich nicht mit Begriffen einschachteln. Die Grundidea ist, dass 'Gott' alles ,und alles 'Gott' ist, egal was man sich unter 'Gott' vorstellt, also Naturgesetze, Deppen , Forummitglieder; niemand hat recht, niemand liegt falsch , einfach alles inbegriffen.
Die Frage war direkt an "Kreationist" zur Beantwortung" gerichtet. Natürlich muß man sich in diesem Fall begrifflich festlegen. Da gibt es nur ja oder nein als Antwort.
 
Dann gibt es noch das sog. anthroposophic principle # 1, welches da stipuliert "Es bedarf des Universums den Menschen zu kreieren" und #2 welches stipuliert dass das Universum nur des Menschen wegen geschaffen wurde.
Da #1 offensichtlich ist, haben etliche Denker dem zugestimmt, unter anderem auch Hawkins.
Von #2 lassen die meisten ihre Finger weg, obwohl das betreffende Buch vollgespickt ist mit unendlichen Formeln, Gleichungen usw, die eben versuchen der These Kraft zu verleihen.
Doch das ist fuer mich schon viel zu hoch und esotorisch, drum schlummert das Buch seit Jahren im Schrank vor sich hin.
 
Ich würde eher sagen, seit die Evolutionslehre Teil des Schulunterrichts ist. Seit wann das in Deutschland der Fall ist, möchte ich selber gern wissen. Ich vermute, seit dem frühen 20. Jahrhundert.

Dazu habe ich bis jetzt folgendes gefunden:

Nicht bloße Naturbeschreibung, sondern Naturgeschichte muß getrieben werden, was schon vor Junge der bekannte Naturhistoriker Roßmäßler in seiner 1860 erschienenen methodischen Schrift: „Der naturgeschichtliche Unterricht" als richtige Aufgabe auch für die Volksschule hinstellte. Häkel und Darwin sowohl wie Virchow und Landois, die radikalen sowohl wie die konservativen Forscher erkennen die Erforschung der Entwickelung, sowie das Suchen nach dem Warum und der Bedeutung der Gebilde als die Hauptaufgabe der heutigen Naturwissenschaft an. Diese Übereinstimmung der Jungeschen Methode mit der Wissenschaft ist von der größten Bedeutung und schützt sie vor unberechtigten Angriffen. Durch den Jungeschen Unterricht erkennt der Schüler, daß sich jedes Lebewesen vom Einfachen zur Stufe der Vollendung entwickelt. Ja, aus dem Zusammenwirken der Naturkräfte und der historischen Folge der Erscheinungen ergibt sich auch eine nachweisbare Fortentwickelung der gesamten Natur, eine stetige Steigerung in der Vollkommenheit der die Erdoberfläche bevölkernden Wesen. Es ist aus den Versteinerungen nachweisbar, daß in der älteren Zeit unvollkommenere Lebewesen, in der jüngeren vollkommenere Formen derselben Gruppe oder Formen eines höheren Typus die Erde bevölkerten. Die ganze Natur befindet sich demnach in einem stetigen Vervollkommnungsprozeß.​
(Franz May, Methodik der Naturkunde auf Grund der Reformbestrebungen der Gegenwart, 2. Auflage Düsseldorf 1903)
storage.lib.uchicago.edu/pres/2015/pres2015-0114.pdf

May war Kreisschulinspektor in Fulda. Deutlich reservierter äußert sich etwa zeitgleich der einflussreiche Pädagoge Otto Schmeil (bis 1904 Rektor einer großen Volksschule in Magdeburg, dann als Fachbuchautor tätig:

Der „Darwinismus“ (um kurz die ganze Bewegung mit diesem nicht ganz zutreffenden Worte zu bezeichnen) kann unmöglich das bestimmende Prinzip im Naturgeschichtsunterrichte abgeben; denn er ist eine durchaus nicht einwandfreie Hypothese, für die zwar eine große Menge von Tatsachen spricht, gegen die aber auch gar triftige Gründe ins Feld zu führen sind. Selbst die begeistertsten Anhänger der Theorie verschließen sich nicht gegen diese Tatsachen, wie sich der geniale Darwin selbst nicht dagegen verschlossen hat. Für oder gegen diese Theorie Partei zu ergreifen, ist nimmermehr Sache der Schule; denn deren Aufgabe kann doch nur sein: unwiderleglich feststehende Tatsachen zu lehren. Sollte in Zukunft die Theorie nach mannigfachen Wandlungen einen solchen Grad der Gewißheit erhalten, wie z. B. die Kopernikanische Theorie unseres Sonnensystems, dann wird auch sie in den Schulen Einzug halten. Jedoch das sind Angelegenheiten der Zukunft: lehren wir das, was wir wissen, nicht das, was dereinst vielleicht noch einmal als Wahrheit gelten wird!​
(Otto Schmeil, Über die Reformbestrebungen auf dem Gebiete des naturgeschichtlichen Unterrichts, Stuttgart 1905)
 
@Sepiola
danke für die Info und den Link.
Macht man diesen auf so kommt ein Warnhinweis:

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Evangelische und Evangelikale sollten nicht in einen Topf geworfen werden.

Darüber hinaus scheint eine Differenzierung zwischen Fundamentalisten und Evangelikalen angebracht. Ich empfehle die komplette Lektüre dieses Artikels:

Zwei kurze Abschnitte greife ich heraus:

Es kam zwar nicht zur Scheidung zwischen Evangelikalen und Fundamentalisten, aber letztere verfassten 1978 in Chicago die „Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel“, in der die Irrtumslosigkeit betont als Fundament fundamentalistischer Glaubensüberzeugung herausgestellt wird. Insgesamt betrachtet kann man den christlichen Fundamentalismus in den Vereinigten Staaten als den „konservativen“ Flügel der evangelikalen Bewegung bezeichnen.​

Der Begriff Fundamentalismus geht vermutlich auf die zwölfbändige Schriftenreihe "The Fundamentals – A Testimony to the Truth" zurück und wurde 1920 von Curtis Lee Laws geprägt, dem Herausgeber einer baptistischen Zeitschrift (siehe zum Folgenden Rothgangel, 2018). Kennzeichnend sind fünf Fundamentalartikel, die 1910 von der presbyterianischen Generalversammlung beschlossen wurden, um die Studienzulassung am Union Theological Seminary in New York zu reglementieren:​
1. Irrtumslosigkeit der → Bibel,​
2. Jungfrauengeburt,​
3. stellvertretendes Sühneopfer Christi (→ Christus/Christologie),​
4. leibliche Auferstehung (→ Auferstehung Jesu) und leibliche Wiederkunft Christi (→ Gericht) sowie​
5. historische Authentizität der Wunder (→ Wunder, bibeldidaktisch).​
Kreationistische Lehren spielen in der Entstehungszeit des Fundamentalismus noch keine prominente Rolle. Zum Darwinismus äußert sich in der erwähnten Schriftenreihe James Orr, The early narratives of Genesis:

It does not follow that because the Bible does not teach modern science, we are justified in saying that it contradicts it. [...] You say there is the “six days” and the question whether those days are meant to be measured by the twenty-four hours of the sun’s revolution around the earth — I speak of these things popularly. It is difficult to see how they should be so measured when the sun that is to measure them is not introduced until the fourth day. Do not think that this larger reading of the days is a new speculation. You find Augustine in early times declaring that it is hard or altogether impossible to say of what fashion these days are, and Thomas Aquinas, in the middle ages, leaves the matter an open question.​
[...]​
Certainly there would be contradiction if Darwinian theory had its way and we had to conceive of man as a slow, gradual ascent from the bestial stage, but I am convinced, and have elsewhere sought to show, that genuine science teaches no such doctrine.​
Evolution is not to be identified offhand with Darwinianism. Later evolutionary theory may rather be described as a revolt against Darwinianism, and leaves the story open to a conception of man quite in harmony with that of the Bible.​

Bemerkenswert sind die Übereinstimmungen mit der Stellungnahme der Päpstlichen Bibelkommission aus demselben Jahr (1909): Der Bibeltext sei nicht als wissenschaftlicher Text im modernen Sinn zu verstehen, die sechs Schöpfungstage seien nicht zwingend wortwörtlich zu nehmen. James Orr zeigt sich optimistisch, dass die Evolutionstheorie in der Darwinschen Form langfristig überholt sein wird und sich sich in der Wissenschaft eine Evolutionstheorie durchsetzen wird, die sich mit dem Buch Genesis vereinbaren lässt.
 
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