Kreationismus

Die Bibel ist gar keine Wissenschaft, und das kann man mE hier ganz gut sehen. Die Babylonier betrachteten das Universum und versuchten, es zu verstehen, es zu berechnen. Bei allem Aberglauben ist das moderner Wissenschaft schon wesentlich näher als die Herangehensweise der Schreiber des Alten Testaments, die Naturerscheinungen einfach zum Werk Gottes erklärten, dass dieser für die Menschen eingerichtet hat. Da gibt es nichts zu verstehen, da gibt es nur Glauben.

Das ist nun mir unverständlich. Der Autor des ersten Genesiskapitels versteht den Sternenhimmel als einen Apparat, der dafür geschaffen ist, damit der Mensch das Jahr und seine Festzeiten berechnen kann. Demnach wäre der Mensch doch geradezu verpflichtet, den Apparat zu verstehen und für die Berechnungen zu benutzen.

Pillen-Paule hat auch mal gesagt: Die Bibel lehrt nicht, woraus die Himmel gemacht sind, sondern wie man in den Himmel kommt. Genau das wollen solche Leute nicht hören.

Der Spruch dürfte auf Kardinal Baronius (1538 - 1607) zurückgehen. Galilei zitiert ihn in einem Brief an Großherzogin Christine von Lothringen aus dem Jahr 1615: "... l’intenzione dello Spirito Santo essere d’insegnarci come si vadia al cielo, e non come vadia il cielo"
 
das kam bei mir als erstes beim googeln nach "Kreationismus Gefahren"
Ja, bei mir auch.

Nur ist es mir nicht ganz verständlich, wieso sonst immer als erstes oben bei mir die KI-Antwort erscheint und hier nicht. Kurz eine Maske "KI sucht" die dann sofort weg ist.

Ah, habe gerade was andere ausprobiert, könnte am Wort " gefahren" in dieser Schreibweise liegen!?
 
Ab wann hatte der Kreationismus in der allgemeinen Vorstellung gegenüber der Evolutionslehre verloren?

Spätestens als Papst Johannes Paul II die Evolutionslehre als unbestreitbar bezeichnete?

Ich würde eher sagen, seit die Evolutionslehre Teil des Schulunterrichts ist. Seit wann das in Deutschland der Fall ist, möchte ich selber gern wissen. Ich vermute, seit dem frühen 20. Jahrhundert.
In den USA fand sich die Evolutionslehre jedenfalls schon in den 1920er Jahren in den Schulbüchern, und der öffentliche Streit darüber eskalierte und fand seinen Kulminationspunkt im Dayton-Prozess.
In Europa ging das wohl geräuschlos von sich.


(sorry @hatl ich habs dem Kontext entzogen, aber nicht grundlos, denn) ist dieser Papst oder überhaupt einer bzw das Papsttum von allerlei Kreationistenbewegungen als Chefetage anerkannt? Oder kochen die, weil ursprünglich bei den amerikanischen Evangelikalen wurzelnd, ihr Süppchen ganz ohne Rom/Katholizismus?

Die Päpste hielten sich ohnehin sehr bedeckt. Weder wurden Darwins Ideen im Syllabismus errorum von 1864 thematisiert noch landeten seine Schriften auf dem Index.
Die päpstliche Bibelkommission äußerte sich 1909 zum historischen Charakter der ersten drei Kapitel des Buches Genesis (https://www.vatican.va/roman_curia/...s/rc_con_cfaith_doc_19090630_genesi_lt.html); hier wird an der Historizität der Schöpfung als solcher und an Adam und Eva als erstem Menschenpaar festgehalten, doch wird keine wortwörtliche Interpretation des Textes gefordert; der Autor des ersten Kapitels habe keine wissenschaftliche Lehre der vollständigen Schöpfungsordnung im Sinn gehabt, die sechs Schöpfungstage seien auch nicht zwingend als Tage im üblichen Sinn zu verstehen.
Papst Pius XII. hielt ausweislich der Enzyklika "Humani generis" von 1950 die biologische Evolution des Menschen "nach dem augenblicklichen Stand der Wissenschaften" noch nicht "mit vollständiger Sicherheit bewiesen", scheint sich aber darüber im Klaren gewesen zu sein, dass mit einer Widerlegung nicht mehr zu rechnen war.
Für mich deutet alles darauf hin, dass man in Rom keine erneute Blamage wie im Fall Galilei riskieren wollte.
 
Nur ist es mir nicht ganz verständlich, wieso sonst immer als erstes oben bei mir die KI-Antwort erscheint und hier nicht. Kurz eine Maske "KI sucht" die dann sofort weg ist.

Ah, habe gerade was andere ausprobiert, könnte am Wort " gefahren" in dieser Schreibweise liegen!?
Die KI entscheidet vermutlich selbst, wann sie von sich aus eine Zusammenfassung anzeigt. Nach welche Kriterien sie entscheidet, ist mir auch unklar.

Es scheint aber so zu sein, dass bei einem einzelnen Wort seltener eine Zusammenfassung angezeigt wird. Ansonsten spielt vielleicht eine Rolle, wie gut die KI Begriffe in einen sinnvollen Zusammenhang bringen kann.

An der Groß- oder Kleinschreibung liegt es, denke ich, eher nicht.

Wenn ich "kreationismus gebaren" eingebe, erhalte ich eine KI-Zusammenfassung über Auftreten, rhetorische Strategien etc. von Kreationisten.

"kreationismus gebärlich" interpretiert die KI als "kreationismus gefährlich".

Bei "experimentelle archäologie" oder "archäologie gefahren" bekomme ich eine KI-Antwort, bei "archäologie gebaren" nicht und bei "archäologie" allein auch nicht.
 
Eine Weltanschauung, wie es auch der Kreationismus ist, läßt sich naturwissenschaftlich nicht untermauern/begründen.
Hmmm, so ganz einfach ist das auch wieder nicht.
Es kommt eben drauf an, wie man 'Kreationismus' definiert.

Es wird hier ja ,nicht ganz unberechtigt, auf 'wissenschaftlich' etwas Wert gelegt.
Nun, es gibt in der Tat etwas Wissenschaftliches aus der Mikrobiologie ueber die Nobelpreistraeger Christian de Duve in einem seiner Buecher --A Guided Tour of the Living Cell --- geschrieben hat. Keine Spekulationen, kein Geschwurbel, nur nachvollziehbare 'wissenschaftliche' Fakten. Es koennte Euch ueberraschen.
Demnaechst in diesem Theater :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nebenbei: Ablehnung der Evolutionstheorie ist nicht gleichbedeutend mit Kreationismus:

Sie haben angehende Lehrer befragt, was sie von der Evolutionstheorie halten. Was kam dabei heraus?

Das Ergebnis hat uns selbst überrascht. Rund 15 Prozent der Lehramtsstudenten aus allen Fachrichtungen lehnen die Evolutionstheorie ab. Bei den künftigen Biologielehrern lag der Anteil immerhin noch bei sieben Prozent. Der Zusammenhang zwischen Glauben und Ablehnung der Evolutionstheorie ist allerdings eher klein.

Was sind dann die Ursachen für die Ablehnung?

Wir haben herausgefunden, dass diejenigen, die nicht verstehen, wie Wissenschaft funktioniert, die Evolutionstheorie eher ablehnen. Wir haben beispielsweise gefragt, wie man in der Wissenschaft Erkenntnisse gewinnt und ob die Wissenschaft letzte Wahrheiten verkündet - so wie es die Religionen tun. Manche Studenten sehen offenbar keinen Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft. Sie glauben, dass die Evolutionstheorie auch nur ein Dogma ist.

Warum kann man im Biologieunterricht nicht auch die Schöpfung thematisieren?

Biologieunterricht muss wissenschaftsorientiert sein, und Wissenschaft funktioniert nur dann, wenn man alle Phänomene dieser Welt auf natürliche Weise und nicht mit einem Schöpfer oder "intelligenten Designer" erklärt. Genau das jedoch macht die Schöpfungslehre. Deshalb hat sie in diesem Fach nichts zu suchen.​


 
Der "Kreationismus" in engerem Sinn sollte es besser ausdrücken.
Ja, vielleicht. Ich hatte ja mal ganz verreuckte Nachbarn, fanatische bible thumpers gehabt. Das waren 'fundamentalists', kannten die Bibel inside out und zitierten sie bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit. Natuerlich waren sie automatisch vom Glauben her 'creationists' wobei das Kardinalwort hier 'Glauben' ist.
Doch man kann auf den gleichen Platz aus anderen Richtungen landen . Manchmal ist jemandem eine Wahrheit zu unangenehm , dreht sich weg und sagt "so what, life goes on". Was auch wieder wahr ist.
'till then...
 
Ich habe weder Zeit noch Lust hier ewig zu diskutieren. Den ersten Kommentar hatte ich nur geschrieben, damit sich weniger gut auskennende Mitleser (Schöpfungsgläubige, ehrlich Interessierte) nicht von den Falschaussagen hier verunsichern lassen. Daher gehe ich jetzt abschließend nur noch auf Moderations- und Diskussionsverhalten ein:

In meinem ersten Kommentar hatte ich noch bewusst auf Evolutionskritik verzichtet. Ich wollte keine Diskussion provozieren, nur mit grundlegenden Irrtürmern über den christlichen Kreationismus aufräumen. Ihr hättet das einfach so stehen lassen können, ohne dass es dem Ansehen der ET geschadet hätte.

Da zuvor auch nach konkreten Argumenten für Schöpfung gefragt worden war (#1), ich aber aus Respekt vor dem eigentlichen Thema dieses Forum nicht mehr als nötig schreiben wollte, hatte ich nur zu einigen konkreten Schöpfungsargumenten verlinkt und für Interessierte einige kreationistische Websiten verlinkt.

Moderationsverhalten:

Sämtliche Links wurden dann von El Quijote gelöscht. Begründet mit der Vermutung ("ich denke" ; #16) der eigentliche Zweck meines Kommentares sei das Ranking der Links zu verbessern. Ich bin auch nicht ganz unerfahren in der Forumsnutzung und das war keine ordentliche Moderation. Weder hat das Löschen der Links eine Grundlage in den Nutzungsbedingungen, noch sollte eine bloße, unbegründete Vermutung ein hinreichender Moderationsgrund sein.

Meine anschließende Bemerkung (#18+39), dass bei einer Berufung auf das eigentliche Forumsthema dieses ganze Diskussionsthema und die Links anderer Nutzer gelöscht werden müsste, hat er durchgehend ignoriert. Stattdessen unterstellte er mir ihn "hinters Licht führen" zu wollen und eine Agenda zu verfolgen (#45). Wieder bloße Unterstellungen.

[An der Stelle noch ein kurzer Einschub: Zitat: "Was mir sagt, dass du denselben Flunsch schon anderswo durchgezogen hast und so deine Erfahrungen mit Regelverstößen in Internetforen und ihren Sanktionierungen hast." - Abgesehen von der Polemik (Flunsch) wieder eine voreilige Unterstellung. Der Text war schlicht zu lang für einen Kommentar und deshalb hatte ich ihn bei Word rein kopiert, um die Zeichen zu zählen.]

Meine nächsten 2 Kommentare (die ich vorher kopiert hatte) wurden aufgrund von 2 Links sofort vollständig gelöscht. Wieder ohne eine ordentliche Begründung. Im Eifer des Gefechts übersah er, dass der zweite Kommentar gar keinen Link enthält. Den stellte er fairerweise später wieder her, was ich aber zu spät mitbekam.

Schon die Eingangsfrage entspricht nicht dem Forumsthema, auch wenn Riley versucht hat mit der Formulierung "historische Fakten" einen anderen Eindruck zu erwecken. Ebenso haben die meisten Kommentare der anderen Nutzer hier nichts mit Geschichte zu tun und es haben auch andere Links eingestellt (#7+10+30...). Doch ich scheine der einzige zu sein, bei dem gelöscht wird und das auch noch mit unzureichender Begründung.

El Quijote, du moderierst hier selektiv, aufgrund von Mutmaßungen und Unterstellungen, ohne ordentliche Grundlage und vorurteilsbeladen, wie du in #19 im letzten Absatz indirekt zugegeben hast. Jetzt wirst du dich wahrscheinlich noch mehr aufregen, doch wer austeilt muss auch einstecken können.

Ich bin kein Unruhestifter und hatte in all meinen Jahren Forumsmitgliedschaft in anderen Foren noch nie Probleme mit einem Moderator, eher im Gegenteil. Aber wer von der sachlichen Diskussion abweicht und versucht mich öffentlich vorzuführen oder schlecht darzustellen, der muss das Echo vertragen können.

Diskussionsverhalten:

Die erste ernst zu nehmende Reaktion auf meinen ersten Kommentar kam von Nikias, er bezog sachlich zu einem Teil meines Kommentares Stellung. Die nächste inhaltliche Entgegnung kam von Sepiola (#15). Sie lenkte zunächst auf die allgemeinere Definition von "Kreationismus" ab, obwohl offensichtlich ist, dass Riley und ich uns auf den christlichen Kreationismus bezogen. Dann wich sie auf die Auslegung der ersten biblischen Kapitel aus, auf den Inhalt meines Kommentares ging sie nicht ein.
dekumatland gab nur einen kurzen polemischen Einwurf (#17) zum Besten.
Anschließend schrieb ich wieder einen Kommentar, in dem ich auf jede Entgegnung einging (#18), wobei ich mich in Bezug auf Sepiolas Kommentar auch zu 2 nicht ganz sachlichen Formulierungen hinreißen ließ.
Von dekumatland kam darauf wieder nur ein kurzer polemischer und falsch darstellender Kommentar (#20). Von Mittelalterlager kam auch nur eine unbegründete Behauptung ohne konkreten Bezug zu meinen Kommentaren (#21).

Sepiola wiederholte in ihrem nächsten Kommentar ihre vorherigen Aussagen bezüglich der Bibelauslegung in anderen Worten, ohne dabei richtig auf meine Entgegnung einzugehen. Sie kritisierte meine leicht polemischen Formulierungen, wurde dann aber kurz darauf selber polemisch, indem sie die durchaus vielfäligen und sachlichen Argumente des Kreationismus pauschal als "kreationistische Polemik" abstempelte.

Auch in den folgenden Kommentaren kamen neben einzelnen konkreten Entgegnungen auf meine Kommentare Strohmänner, Spott (#25+30+31,...) und Ausweichversuche auf andere Kritikpunkte (#26+29,...). Also verzeiht, wenn ich noch besseres zu tun habe als unter solchen Bedingungen noch weiter inhaltlich zu diskutieren.

Wie gesagt, ehrlich interessierten Mitlesern empfehle ich bei weiteren Fragen einen Besuch bei diversen kreationistischen Websiten / Plattformen.
 
dekumatland gab nur einen kurzen polemischen Einwurf (#17) zum Besten
der hatte, wiewohl kurz, einen Inhalt - diesen umgehst du nach wie vor: nichts aus deiner Feder erzählt irgendwas über die geschichtliche Entwicklung deiner Religion. notabene: schon in #12!
...und selbst wenn man es dir fett markiert, wie hier
ganze 19 Jahre später dann aus dem Nichts heraus dein @Kreationist Auftritt... und gleich hier, in deinem ersten Beitrag im Geschichtsforum, zeigt sich die Verlogenheit deiner Proselytenmacherei! Du hättest unschwer einsetzen können mit einer Darstellung des geschichtlichen Werdegangs deiner "Religion" (Kreationismus), wann und von wem in welchem geistigen/kulturgeschichtlichen Umfeld entstanden, welche Entwicklungen usw usf - nichts dergleichen kam von dir! Stattdessen ein Auftritt, den @El Quijote exakt auf den Punkt gebracht hat.
kommt von dir kein Wort dazu.
Aus meiner Perspektive ist dein Beitrag #90 nichts anderes als beleidigte-Leberwurst-Geheule. Und dazu inhaltlich nicht korrekt:
- deine Behauptung
Die meisten hier schreiben nichts zu Geschichte, doch ich als Kreationist bin der einzige, bei dem du löschst.
[mod]Einen Satz entfernt. Ich musste zugegebenermaßen schmunzeln und finde es schade, dass ich andere darum bringe, aber den Satz konnte ich nicht stehen lassen.[/mod]
...im Ami-Gerichtsfilm heißt es dann immer effektvoll "keine weiteren Fragen".
Dein erneuter Versuch, dich als Opfer einer willkürlichen Moderation darzustellen, hat keine reale Grundlage: im Gegenteil, die Moderation ist dir gegenüber, d.h. deinen weltanschaulich/religiösen Beiträgen gegenüber, sehr geduldig.

ach ja, Geschichte:
mir scheint, dass ein paar Anfänge (nicht alles!) dessen, was später in mannigfaltiger Form verschiedener Kreationismus-Bewegungen auftaucht, sich aus einer merkwürdigen, quasi antimodernen, antiwissenschaftlichen Atmosphäre von Irrationalismus speisen, also ebenso wie z.B. Okkultismus, Theosophie und andere quasireligiöse Merkwürdigkeiten der Belle Epoque. Die Anfänge in den USA wohl im Umfeld von religiösem Fundamentalismus.

Nun @Krationist wie wäre es, wenn von dir endlich mal was zum Thema käme?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, ehrlich interessierten Mitlesern empfehle ich bei weiteren Fragen einen Besuch bei diversen kreationistischen Websiten / Plattformen.
au contraire
wenn mich Kreationismus interessieren und ich mich darüber informieren wollte, ich würde den selbsternannten Kreationismus-Profi @Kreationist weder nach seinen bisherigen Auftritten hier noch via seiner Links konsultieren.
siehe auch #67 #79
 
Sepiola wiederholte in ihrem nächsten Kommentar ihre vorherigen Aussagen bezüglich der Bibelauslegung in anderen Worten, ohne dabei richtig auf meine Entgegnung einzugehen. Sie kritisierte meine leicht polemischen Formulierungen, wurde dann aber kurz darauf selber polemisch, indem sie die durchaus vielfäligen und sachlichen Argumente des Kreationismus pauschal als "kreationistische Polemik" abstempelte.
Du hingegen gehst mit keiner Silbe auf meine Klarstellung zur "kreationistischen Polemik" ein. Ob Dir mein letzter Beitrag entgangen ist oder ob Du ihn absichtlich ignorierst, weiß ich nicht:

Wie bereits gesagt, sind mir diese Klimmzüge bekannt. Auch Hilbrands kommt nicht darum herum, dass nach dem Schöpfungsbericht Gott ganz klar einen Hohlraum mittels einer "Feste" schafft, oberhalb derer sich gewaltige Wassermassen stauen. Zum Material wird natürlich nichts gesagt, und ob man sich diese Feste als runde Kuppel oder als Zelt vorstellen soll, ist hier im Text auch nicht weiter ausgeführt. Du kannst ja selber mal eine Zeichnung vorlegen, wie wir uns Himmel und Erde streng nach dem Wortlaut des Schöpfungsberichts vorstellen sollen.



Um den Spieß umzudrehen, müsstest Du meine Weltsicht kennen. Ich vertrete allerdings hier überhaupt keine Bibelauslegung, sondern stelle fest, dass Du die Bibel mal wörtlich, mal symbolisch ausdeutest, je nachdem, wie es Deiner Weltsicht besser passt. Du kannst aber gern mal erläutern, ob die Sintflutgeschichte wörtlich zu nehmen ist oder ob Du zu dessen Interpretation Hypothesen benötigst, die sich keineswegs aus dem Bibeltext ergeben.


Polemik bezeichne ich als Polemik, ob sie von Zeugen Jehovas kommt, ob sie von Dir kommt, oder ob sie von sonst jemand anderem kommt. Den Schuh "unredliche Diskussionstaktik" ziehe ich mir nicht an. (Den Aufsatz von Walter Hilbrands würde ich übrigens keineswegs als Polemik bezeichnen, die Vorträge und Bücher eines Werner Gitt - so weit sie mir bekannt sind - hingegen schon.)




Da könnte man noch eine Reihe Persönlichkeiten auch aus jüngerer Zeit anführen, etwa den Priester Georges Lemaître, den Begründer der Urknalltheorie, gegen die von vielen Kreationisten ebenso scharf polemisiert wird wie gegen die Evolutionstheorie (Werner Gitt: "Den Urknall hat es nie gegeben!")

Anstatt Dich darüber zu beklagen, ich sei auf Deine Entgegnung "nicht richtig eingegangen", könntest Du doch jetzt mal vorbildlich demonstrieren, wie Du Dir "richtiges Eingehen" vorstellst.
 
Pillen-Paule hat auch mal gesagt: Die Bibel lehrt nicht, woraus die Himmel gemacht sind, sondern wie man in den Himmel kommt.
:D
Das ist auch schön gesagt.
Die Kreationisten finden sich doch nur bei den Evangelischen und Evangikalen.
Diese sind geneigter die Bibel wörtlich zu nehmen.
Das ist ja auch deren Ursprung,
da auf dieser Basis ein Gegenmodell zum korrupten Klerus der Renaissance gedeihen konnte.
 
hat das Löschen der Links eine Grundlage in den Nutzungsbedingungen,
Die verlinkten Nutzungsbedingungen hast du offensichtlich nicht aufmerksam gelesen:
  • Für Diskussionen über aktuelle politische Themen ist das Geschichtsforum nicht der richtige Platz. Ebenso wenig ist das Forum eine Plattform für politische, religiöse und sonstige weltanschauliche Glaubensbekenntnisse.
  • Wir behalten uns das Recht vor, Themen und Beiträge zu löschen, zu bearbeiten, zu verschieben oder zu schließen.

Nur mal angenommen, die Linkflut wäre nicht zielgerichtet (Algorithmenoptimierung) gewesen, dann hättest du die Begründung für die Linklöschungen ja trotzdem verstehen können. Mit keinerlei Äußerung hast du eingeräumt, dass das mit der Linkflut so vielleicht nicht in Ordnung war, aber unbedacht. Stattdessen hast du nach einer Begründung gefragt, obwohl du sie einen Satz später selbst zitiertest. Stellst dich blame-shiftend als Opfer dar, wirfst mit Nebelkerzen. Bist aber auf Beitragslöschungen vorbereitet, wie ein Alter Hase in der Regelverletzung in Internetforen. Die Beitragslöschungen sind also offensichtlich eingepreist. Deine Verhaltensweisen deuten alle in dieselbe Richtung.
 
Die Kreationisten finden sich doch nur bei den Evangelischen und Evangikalen.
Diese sind geneigter die Bibel wörtlich zu nehmen.
Das ist ja auch deren Ursprung,
da auf dieser Basis ein Gegenmodell zum korrupten Klerus der Renaissance gedeihen konnte.

Evangelische und Evangelikale sollten nicht in einen Topf geworfen werden.

Die Evangelische Kirche in Deutschland grenzt sich deutlich gegen den Kreationismus ab:

In der neuen Debatte würden längst überwunden geglaubte Vorurteile gegen die Evolutionstheorie und die Biologie sowie gegen die Theologie und die Kirche vorgebracht, stellen die Autoren des EKD-Textes fest. Sie warnen vor einer Gleichsetzung des in den USA verbreiteten Kreationismus mit dem christlichen Schöpfungsglauben: "Der Kreationismus ist vielmehr eine Verkehrung des Glaubens an den Schöpfer in eine Form der Welterklärung, die letztlich dazu führt, dass das Bündnis von Glaube und Vernunft aufgekündigt wird."
 
@Nikias diesen Zweifel hatte Bertrand Russel sehr hübsch formuliert:

Ab wann hatte der Kreationismus in der allgemeinen Vorstellung gegenüber der Evolutionslehre verloren?

Spätestens als Papst Johannes Paul II die Evolutionslehre als unbestreitbar bezeichnete?
Und können sich beide Lehren überhaupt widersprechen?
Denn geht man von einer schöpfenden Allmacht aus,
so kann diese sich doch ohne weiteres der Evolution für ihr Wirken bedienen.
Und wäre das so, so dürfte man sich mit demütigem Staunen vor dem genialen Wirken des Schöpfers neigen.
So wie der Johannes Paul II.
Sehr gut ausgedrückt.

Ironie und Tragik des Kreationismus bestehen darin, dass seine Verfechter dem allmächtigen Schöpfer die Fähigkeit zur hervorragendsten Lösung aller Problemstellungen der Biologie absprechen, ohne es zu bemerken. Dadurch schmälern sie unweigerlich die Größe Gottes, denn ihre Vorstellung von Schöpfung verhält sich zu Gott wie Spielzeug zum spielenden Kind.

Aus der Perspektive des Individuums ist die Evolution eine schreckliche Macht, deren Wirken christliche Fundamentalisten nur als Glaubensprüfungen oder Werke des Satans erklären können. Wie kann man bloß diese Interpretation einer Betrachtung biologischer Realitäten aus größerem Abstand und der Vorstellung vorziehen, dass sie Instrumente einer Schöpfung sind, die sich selbst fortentwickelt?

Zugegeben, ich bin Agnostiker, aber ich habe diesen Drang nie verstanden, heilige Schriften wörtlich auszulegen.

Der wissenschaftliche Fortschritt hat es uns ermöglicht, Zusammenhänge zu verstehen, die früheren Generationen verschlossen waren. Heißt es nicht, die Gabe der Vernunft geringzuschätzen, wenn unser Verstand doch ein Gottesgeschenk ist?

Ähnlich verhält es sich mit den moralischen Normen, die uns heilige Texte nahelegen. Ich wage zu behaupten: Der wahre Gläubige versteht zum Beispiel, warum die Bibel die Völlerei verdammt. Der Fundamentalist ist dagegen ein Mensch, der dem Wortlaut mehr Beachtung schenkt als der Botschaft, und sich seinen Gott zur Karikatur verzwergt, der mit den Argusaugen einer Gouvernante über die Einhaltung der Fastentage wacht …
 
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