Luftkrieg: Wieluń, die Bombardierung am 1.9.1939

Deine Kernaussage war dass es kein Kriegsverbrechen war!

  • Wieluń war nicht verteidigt,
  • es hatte keine militärische Bedeutung,
  • es war eine schlafende Stadt,
  • es war nicht im Krieg,
  • das Ziel war die Tötung der Zivilisten,
  • es war ein Terrorangriff,
  • Das Kernziel war ein Krankenhaus, das für jeden mit einer Karte und auch aus der Luft heraus erkennbar ein Krankenhaus war.
  • Wieluń erfüllte zu keinem Zeitpunkt die Kriterien eines legitimen Angriffsziels.
Es ist ein Verbrechen, es ist ein Kriegsverbrechen par excellence.

Die zitierten deutschen Quellen können dies in keinem Punkte widerlegen, sondern lenken von den Kernfragen nur ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich gehe davon aus, das es sich um eine verteidte Stadt handelte und damit kein Kriegsverbrechen war. Wer sich da heutzutage einig ist oder nicht spielt da für mich keine Rolle.
Wovon Du ausgehst, spielt keine Rolle.
Es war ein Kriegsverbrechen, und unter Bruch des vom Deutschen Reich freiwillig unterzeichneten Versailler Vertrages und der Anerkennung der rechtmäßigen Grenzen Polens.
Es war der Überfall auf ein Nachbarland, der Überfall auf ein Land dass das Deutsche Reich nicht angegriffen hatte, und ein Terrorangriff auf Zivilisten.

Da gibst Du mir doch sicherlich recht? Inhaltlich hast Du ja bislang nichts entgegen gesetzt.
 
einen Abstecher nach Wielun machte und dort Feldstellungen nördlich Wieluns, es fanden Bauarbeiten für die Umgehungstraße statt und westlich bei Turow selbst besichtigt habe. Ein paar Grabenstellungen haben wir auch südöstlich bei Ruda noch erkennen können.
Kann man solche (nach mehr als einem halben Jahrhundert) noch eindeutig erkennen und datieren?
In wie weit Truppen dort lagen oder nicht spielt gar keine Rolle
da würde ich das Gegenteil erwarten, nämlich dass es eine relevante Rolle spielt.
 
ich kann aber bestätigen das ich persönlich mit Freunden auf der Fahrt nach Krakow einen Abstecher nach Wielun machte und dort Feldstellungen nördlich Wieluns, es fanden Bauarbeiten für die Umgehungstraße statt und westlich bei Turow selbst besichtigt habe. Ein paar Grabenstellungen haben wir auch südöstlich bei Ruda noch erkennen können.
das sind wohl die Feldstellungen der Div. C bzw. der 28. I.D., rund um Wielun.
es gab auch eine unbesetzte Bunkerlinie im Vorfeld von Wielun, die von zurückkehrenden Bomberbesatzungen erkannt und gemeldet wurde.
die 28. I.D. hat während ihres Rückzuges immer wieder mal hinhaltend Widerstand geleistet, auch im Vorfeld von Wielun. Deshalb war Wielun aber noch lange keine verteidigte Stadt. In Wielun selbst gab es meines Wissens keine Gefechte. Auch die bloße Anwesenheit von Feldstellungen und Bunker vor der Stadt beweist nicht daß Wielun verteidigt wurde.
In wie weit Truppen dort lagen oder nicht spielt gar keine Rolle
das ist nicht dein Ernst, dann wären der Willkür sämtliche Türen und Tore geöffnet.
Wer sich da heutzutage einig ist oder nicht spielt da für mich keine Rolle.
für dich vielleicht nicht für mich aber schon, sehr sogar
 
Wieluń war nicht verteidigt
würde ich auch so sehen
es hatte keine militärische Bedeutung,
das würde ich so nicht unbedingt unterschreiben, dazu später mehr
es war eine schlafende Stadt
zumindest eine noch in Teilen schlafende Stadt. Auf dem Marktplatz war schon einiges los. Markttag
es war nicht im Krieg,
es war 55min. nach Beginn der Feindseligkeiten, was für die Wieluner aber egal ist, denn sie wußten erst was Sache ist als die Hölle ihre Pforten geöffnet hat.
das Ziel war die Tötung der Zivilisten,
es war ein Terrorangriff,
Meine Meinung dazu hab ich ja bereits deutlich gemacht
Das Kernziel war ein Krankenhaus, das für jeden mit einer Karte und auch aus der Luft heraus erkennbar ein Krankenhaus war.
dazu
neben dem Krankenhaus war das Starosty, das nicht getroffen wurde, je nach Schreibweise kommt Stadtverwaltung, Bürgermeister oder Bezirksamt heraus. die Möglichkeit daß nicht das Krankenhaus sondern das starosty das Ziel war erachte ich als hoch, erst recht bei der schlechten Sicht die damals herrschte. unter anderem in solche Gebäude würden sich militärische Stäbe einnisten und wären somit ein bevorzugtes Ziel
es gibt auch ein paar kritische polnische Stimmen die an dem roten Kreuz auf dem Dach zweifeln z.B.
"Das erste Ziel, auf das die Granaten fielen, war das All Saints Hospital, das angeblich (wie einigen Zeugen behaupten) deutlich mit den Symbolen des roten Kreuzes markiert war ( wie Dr. Grzegorz Bebnik hervorhebt wird diese Markierung vom damaligen Direktor der Einrichtung, Zygmunt Patryn, nicht bestätigt )" 1.9.2025 auf polskieradio24.pl
Die zitierten deutschen Quellen können dies in keinem Punkte widerlegen, sondern lenken von den Kernfragen nur ab.
ich bin auch noch lange nicht fertig
grüßle didi
 
einen Abstecher nach Wielun machte und dort Feldstellungen nördlich Wieluns, es fanden Bauarbeiten für die Umgehungstraße statt und westlich bei Turow selbst besichtigt habe. Ein paar Grabenstellungen haben wir auch südöstlich bei Ruda noch erkennen können

Kann man solche (nach mehr als einem halben Jahrhundert) noch eindeutig erkennen und datieren?
Ja.
ich war Anfang der Neunziger vier Jahre im deutsch/französischen Versorgungs-Btl. der dt./fr. Brigade (1. D/F Vers. Btl.). Mit einer deutsch/französischen Ehren-Kompanie war ich 1991 in Verdun. Beeindruckend aber vor allem sehr beklemmend war das Beinhaus und die nicht enden wollenden Gräberfelder. Bei der Busfahrt und einer Exkursion habe ich große Teile des damals umkämpften Geländes gesehen. Durch die giftigen Reste riesiger Massen an Artillerie-Granaten und auch Giftgas gab es dort an vielen Stellen kaum noch Bewuchs, weshalb viele große Granattrichter aber auch Schützengräben und ganze Graben-Systeme zu erkennen waren.
und wenn z.B. Waffen oder Ausrüstungsgegenstände gefunden werden sind diese auch gut zu datieren.
 
10. Armee, Ia-Abteilung
Befehle und Weisungen für den Angriff auf Polen​
S.18
d) XI. A.K. greift aus der Linie ...​
...​
Das Korps sorgt für unmittelbare Flankendeckung gegen den bei Wielun gemeldeten Feind​
(Teile der Div. C und der Kav.Brig. Wolynski mit Panzerkampfwagen)​
Hierzu wird Pz.Abw.Abt. 563 unterstellt.​
Pi.Btl. 60 ...​
...​
Quelle: germandocsinrussia Akte 642

die Akte ist stark verbrannt, daher sind nur noch Teile des Textes lesbar (kein Datum, der ganze Kopf ist weg)
es scheint sich aber um den
Armeebefehl für den Angriff am X-Tag
zu handeln, weshalb ich nur einen kleinen Teil davon wiedergegeben habe
 
Zurück
Oben