Einfach nur
ein schönes Schwert aus der mittleren Bronzezeit, perfekt erhalten! Gefunden in
Nördlingen schon 2023, und jetzt vorgestellt in der metallurgischen und handwerklichen Analyse:
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Using advanced, non-destructive analytical techniques on the Nördlingen bronze sword, researchers have gained new insights into metalworking practices in southern Germany during the Middle Bronze Age. - HeritageDaily - Archaeology News
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"Das Schwert, das mehr als 3.400 Jahre alt ist, wurde 2023 bei Ausgrabungen in Nördlingen in Schwaben entdeckt."
Betont wird das hohe handwerkliche Geschick in der dekorativen Technik, mit dem sehr aufwendigen Einsatz von Kupferoxiden und
gewickelten Kupferdrähten anstelle des sonst eher üblichen Zinns für die Niello-Technik und Tauschierungen:
Eine unerwartete Verzierungstechnik
"Der Knauf und seine Platte sind mit tiefen geometrischen Rillen verziert. Diese Rillen wurden mit einem kontrastierenden Material gefüllt, das aufgrund seiner Formbarkeit zunächst für Zinn gehalten wurde.
Die von Dr. Martin Radtke an der BESSY II-Lichtquelle der BAM durchgeführte Röntgenfluoreszenzspektroskopie bestätigte diese Zusammensetzung. Die Forscher regten die für jedes Element spezifischen Röntgenstrahlungen an und ermöglichten so den Nachweis von Spurenelementen, indem sie die Oberfläche des Knaufs mit leistungsstarker Synchrotronstrahlung bestrahlten.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Einlegearbeiten aus zusammengefügten Kupferdrähten bestehen – eine unerwartete Entdeckung. Obwohl Spuren von Zinn und vereinzelt auch Blei (wahrscheinlich Bestandteile der Bronzelegierung) nachgewiesen wurden, bestanden die dekorativen Einlegearbeiten selbst aus Kupfer."
"Die Wahl von Kupfer anstelle von Zinn zeugt von einer äußerst ausgefeilten Handwerkskunst. Ähnliche Einlegearbeiten aus Kupferdraht sind aus anderen bronzeitlichen Fundkontexten bekannt. Um den optischen Kontrast zwischen dem rötlichen Kupfer und dem vergoldeten Bronzegrund zu betonen, wurde die Oberfläche wahrscheinlich absichtlich patiniert, höchstwahrscheinlich durch chemische Schwärzungsverfahren."
Aufwendig auch in der sonstigen Herstellung, und hervorragend sein Erhaltungszustand:
"Das Schwert, das aus einem Grab in Nördlingen geborgen wurde, ist bemerkenswert gut erhalten. An einigen Stellen weist es noch einen metallischen Glanz auf; der Knauf und seine Platte sind mit komplexen geometrischen Verzierungen versehen, und die Klinge ist fast noch scharf.
Mithilfe hochauflösender computertomographischer Untersuchungen am Helmholtz-Zentrum Berlin erstellten Dr. Nikolay Kardjilov und seine Kollegen aus Röntgenaufnahmen ein dreidimensionales Modell des Schwertes.
Der Scan ergab, dass die Klinge über einen Erl (eine Verlängerung der Klinge) in den Griff hineinragt, der durch Festziehen und Vernieten gesichert ist. Die Auflösung des CT-Scans war detailliert genug, um Werkzeugspuren und Materialeigenschaften im Zusammenhang mit der Verzierung zu identifizieren."