Pila Muralia

Valli und pila muralia sind, so stellt es sich momentan dar, nicht zwangsläufig identisch noch müssen die "Spanischen Reiter" bzw. Hindernisse zwangsläufig aus antransportiertem Material hergestellt werden. Städele weist ausführlich darauf hin, dass es diverse Anmerkungen zur Verwendung vorhandener Bewachsung durch andere Völker gab und so ggf. auch durch die Römer gab (Zitat s. unten).
Zum Aufbau einer gut durchplanten Verteidigungsanlage gibt es neben dem ebenfalls unten zitierten Vegetius auch noch die Funde des angeblichen "Alesia". Nachzulesen und schauen u.a. in "Caesar und Vercingetorix. Zabern, Mainz, 2000."

Danke für die Erklärung.

Die Frage, wie viele anzutransportieren seien ist rhetorisch. Soll es sich um eine gute Verteidigung handeln, die ausführlich vorbereitet wird ist eine Fertigung vor Ort nicht minder relevant wie der Antransport im Tross, ähnlich wie er auf der Marc Aurelsäule zu sehen ist.

Die spanischen Reiter wurden in Gelände verwendet in denen Wall/Graben nicht oder nur schwer zu errichten waren. Wenn das Gelände also so schlecht war (Sand oder Fels) wird in der Nähe nicht viele natürliche Hindernisse vorhanden sein und eine Fertigung aus Holz wird aus Ermangelung von Holz wohl eher sekundär gewesen sein.
 
Die spanischen Reiter wurden in Gelände verwendet in denen Wall/Graben nicht oder nur schwer zu errichten waren. Wenn das Gelände also so schlecht war (Sand oder Fels) wird in der Nähe nicht viele natürliche Hindernisse vorhanden sein und eine Fertigung aus Holz wird aus Ermangelung von Holz wohl eher sekundär gewesen sein.

Dazu hätte ich jetzt gerne Quellen und Literatur. Wenn ich mich richtig erinnere ich z.B. Kate Gillivers Zeichnung eine Komplettzeichnung.
Die für diese "Reiter" am wahrscheinlichsten zu verortenden Holzfunde, die Junkelmann als pila muralia und andere als valli ansprechen sind jedenfalls an Orten gefunden worden, die ohnehin bereits gut befestigt waren, nämlich dauerhaften Kastellen. Das spricht gegen die von dir postulierte Theorie.
 
Dazu hätte ich jetzt gerne Quellen und Literatur. Wenn ich mich richtig erinnere ich z.B. Kate Gillivers Zeichnung eine Komplettzeichnung.
Die für diese "Reiter" am wahrscheinlichsten zu verortenden Holzfunde, die Junkelmann als pila muralia und andere als valli ansprechen sind jedenfalls an Orten gefunden worden, die ohnehin bereits gut befestigt waren, nämlich dauerhaften Kastellen. Das spricht gegen die von dir postulierte Theorie.

Ich kann mich an die Zeichnung erinnern - allerdings will mir nicht einleuchten dass man bei einem nicht dauerhaften Lager statt einer Palisade spanische Reiter gebrauchte. Ich bilde mir ein dass diese weniger effektiv als eine Pallisade waren.
Aber dass sind nur meine Vermutungen - du bist der Experte.
 
Wieso statt? Versuch einfach kumulativ zu denken. Bei Vegetius findet sich wie gesagt eine Passage, in der er drei verschiedene Verteidigungsgrade erläutert. Diverse Male werden Feldherren gescholten, keine Verteidigung eingerichtet zu haben (bspw. Marc Anton, der keine Anlagen errichten ließ, damit seine Männer mit denen des Lepidus "römische" Kontakte erhalten konnten).
Es kann also durchaus ein Vorfeld aus verschiedenen Hindernissen, von der "Mine" über andere Hindernisse bis zur fossa und der circumvallatio, gegeben haben. Eine vollständige Verteidigung. Verzichtete man auf eine Palisade auf dem Wall und setzte trotzdem "Reiter" u.ä. ein, dann war der Wall hoch genug, dass er nicht einfach so erklommen werden konnte und mangelnder "Schwung" stellte das noch einmal sicher. Zugleich ist ein formierter Angriff durch die Hindernisse auch erschwert... alles eine Frage der Situation.
Recht hast du, wenn du die Position als schwächer titulierst, wenn keine Palisade dabei war, aber über die Notwendigkeit entschied nunmal der Feldherr (und die Umstände).
Vielleicht mal ein Bild von Alesia:
http://www.ac-nancy-metz.fr/ia88/du...rsonnelles/perso2001/gaulois_cyril/alesia.jpg

und besser zu erkennen, wenn auch mitunter etwas frei:
http://bibracte.com/images/stories/travalesia/GFrTravCesarAlesia.GIF
 
und besser zu erkennen, wenn auch mitunter etwas frei:
http://bibracte.com/images/stories/t...esarAlesia.GIF

Französisch ist nicht wirklich meine Stärke^^, aber ich verstehe was du meinst. Allerdings gehst du, wie bei Alesia, von einem Lager aus, das über einen längeren Zeitraum gestanden hat und bei dem man gerechnet hat anzugegriffen zu werden. Bei einen Nachtlager wird man sich nicht die Mühe gemacht haben Wall/Pallisade und spanische Reiter und noch mehr zu errichten.
 
Zitat:
Herakleios
Die spanischen Reiter wurden in Gelände verwendet in denen Wall/Graben nicht oder nur schwer zu errichten waren. Wenn das Gelände also so schlecht war (Sand oder Fels) wird in der Nähe nicht viele natürliche Hindernisse vorhanden sein und eine Fertigung aus Holz wird aus Ermangelung von Holz wohl eher sekundär gewesen sein.

Dazu hätte ich jetzt gerne Quellen und Literatur. Wenn ich mich richtig erinnere ich z.B. Kate Gillivers Zeichnung eine Komplettzeichnung.
Die für diese "Reiter" am wahrscheinlichsten zu verortenden Holzfunde, die Junkelmann als pila muralia und andere als valli ansprechen sind jedenfalls an Orten gefunden worden, die ohnehin bereits gut befestigt waren, nämlich dauerhaften Kastellen. Das spricht gegen die von dir postulierte Theorie.
So spät aber doch:

> Pseudo-Hygin zufolge wurde eine Palisade nicht immer im Zusammenhang mit einem Wall errichtet, besonders dann nicht , wenn die Armee auf felsigen oder sandigen Boden lagerte. Dort konnten die Pfosten sicherlich nicht eingeschlagen werden, daher mussten sie anders verwendet werden. Vegetius gibt die Antwort: Die Wälle wurden von hölzernen tribuli verteidigt, riesigen hölzernen spanischen Reitern, und dafür wurden die Pfosten wohl verwendet.
(Kate Gilliver: Auf dem Weg zum Imperium, S. 92-93)

> Vegetius, 3,8
 
Was Ps.-Hyg. konkret schreibt:
Jetzt wollen wir die Lagerbefestigung und das übrige, was die Autoren ausführlich beschrieben haben, in Kürze darlegen. (...)
Der Graben wird in sicherer Lage nur der militärischen Zucht halber angelegt. (...) Der Wall muss an einem gefährdeteren Orte aus Rasen oder Stein, Fels oder Bruchsteinen, angelegt werden. (...) Cervoli sind astreiche Baumstämme. Zu diesen nimmt man seine Zuflucht, wenn in Folge der Bodenbeschaffenheit der Rassenziegel, da er zu dünn ist, zerbröckelt oder aus Lesesteinen nur ein allzu großer Wall errichtet werden kann, noch auch ein Graben angelegt werden kann, ohne dass die Ränder einstürzen.
Wenn die cervoli fehlen und die Örtlichkeit gefährdeter ist, so besteht die Befestigung des Lagers aus vier Reihen von Bewaffneten und die Posten werden dichter in den einzelnen Reihen gelegt. Und die Reiter müssen abwechselnd das Lager umreiten. (...)
Hygini Gromatici liber de munitionibus castrorum. Herausgegeben und erklärt von Alfred von Domaszewski. Hildesheim, 1887, Neuauflage 1972, 48. ff.
(man verzeihe mir bitte, dass ich nur die Übersetzung wählte, die nützt hier m.E. mehr)
Zumindest in meiner Ausgabe finde ich dementsprechend zum einen den von Vegetius verwendeten Begriff nicht, zum anderen wird hier darauf hingewiesen, dass, bei mangelnden Geländegegebenheiten auf Mannschaften gesetzt wird.

Nirgendwo darin finde ich einen Hinweis, dass die Reiter nur dann eingesetzt werden, wenn der Graben fehlt.

Was Vegetius angeht, so sind seine Bezeichnungen mitunter schwer einzuordnen, worauf ich knapp zu Eingang verwies.
Beispiel:
Primum in unius noctis transitum et itineris occupationem leviorum, cum sublati caespites ordinantur et aggerem faciunt, supra quem valli, hoc est sudes vel tribuli lignei, per ordinem digeruntur.
Veg. 3,8,7.
Da stecken also verschiedene Begriffe drin. Hier werden diese tribuli oder sudes nicht vor sondern AUF dem Wall eines Marsch- bzw. Eintageslagers eingesetzt.
Hierbei handelt es sich um die erste Version der Sicherung.

Zwar fehlt der Hinweis auf derartige Holzhindernisse bei den folgenden beiden Versionen, aber hier wird von Vegetius das Augenmerk ohnehin auf die "neuen" Einrichtungen, sprich, einen dauerhaften und gesicherten Wall sowie die Bewachung durch verschiedene Mannschaften selbst verlegt.
Auch das finde ich nicht als Beweis, dass hier die "Reiter" nur dann eingesetzt wurden, wenn es keinen Graben und / oder Wall gab.
 
Wiederum kann ich nur auf dass verweisen was ich vor mir liegen habe. Allerdings verstehe ich nicht, dass wenn soweiso ein Wall errichtet werden kann, man statt einer Palisade spanische Reiter aufstellt. Den einzigen Grund den ich sehen kann, wäre der, dass der Untergrund (der Wall) für die valli zu weich oder zu hart war.
 
Und ich kann mich nur wiederholen, dies kumulativ zu lesen.
Die archäologischen Beweise sehen ja leicht anders aus, als die Schriften dieser beiden militärischen "Laien" nahelegen, die selbst betonen, ihre Informationen von anderen Schriften bezogen zu haben.
Die Realität dürfte sich an der Notwendigkeit gemessen haben, weshalb Feldherren, die ihr Lager eben nicht oder nicht angemessen sicherten auch gerne dafür von den römischen Schriftstellern dafür gescholten werden.

Deine Einschätzung, wann statt vali eben andere Hindernisse genutzt finde ich plausibel.
Andere Möglichkeiten bestünden in der Höhe des Walls. Ist dieser bspw. durch einen Abhang davor sehr hoch und / oder steil, so ist ein Erklimmen ja eher unwahrscheinlich und das sorgfältige anlegen einer Palisade wäre Ressourcenvergeudung.
Andersrum ist es auch denkbar. Ein "Miniwall", durch das vorhandene Material nicht anders konstruierbar wäre auch mit Palisade nutzlos. Ist zudem kein Holz vor Ort abbaubar, so sind die eigenen Reserven sinnvoller in einem solchen Hindernis vor den beschriebenen Wachmannschaften einsetzbar.
 
Weder der RÖMISCHE spanische Reiter noch andere absurde Konstruktionen basieren auf irgendeiner militärisch adäquaten Grundlage.
Hier wird mit Funden welche man nicht zuordnen kann, irgendein Hinderniss erzeugt, welches an Wirkungslosigkeit kaum noch zu überbieten ist. Und das auch noch unter Mißbrauch einer der besten Militärmaschinerien der Weltgeschichte.
Herakleios:
Kavallerieangriffe auf befestigte Lager waren in der Antike und bei Karl May ein Dauerzustand.
 
Weder der RÖMISCHE spanische Reiter noch andere absurde Konstruktionen basieren auf irgendeiner militärisch adäquaten Grundlage.
Hier wird mit Funden welche man nicht zuordnen kann, irgendein Hinderniss erzeugt, welches an Wirkungslosigkeit kaum noch zu überbieten ist. Und das auch noch unter Mißbrauch einer der besten Militärmaschinerien der Weltgeschichte.
Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst. Willst du die Belege anzweifeln die hier aufgeführt wurden, oder die Effektivität dieser Konstruktion?

Herakleios:
Kavallerieangriffe auf befestigte Lager waren in der Antike und bei Karl May ein Dauerzustand.
Was heißt Dauerzustand? Wie willst du ein befestigtes Lager mit Kavallerie angreifen, wenn es mit Wall/Graben und/oder spanische Reiter gesichert ist?

Ist das ein Scherz oder hast du dich verschrieben?^^
 
Hier wurden keine Belege aufgeführt, sondern etwas weiter gegeben was irgendwer irgend jemand erzählt hat. Ferner hat irgend jemand mit Holzstückchen experimentiert und das mehr als fragwürdige Ergebnis Hinderniss genannt.
Und diese Abfolge hat deine Autorin für ihr Buch als FAKT übernommen.

Und das mit den Kavallerieangriffen war tatsächlich ein Scherz.

Nichts von alledem ist irgendwo von irgendwem als Fakt zu definieren. Und einer Überprüfung hält keine dieser Belege auch nur annähernd stand.
Wirkungslosigkeit und Verschwendung haben somit eine völlig neue Bedeutung erhalten.

So wenig wie aus einer laienhaften Beurteilung ein Offizierspatent wird, erzeugt ein Kostüm noch lange keinen Römer.
 
Hier wurden keine Belege aufgeführt, sondern etwas weiter gegeben was irgendwer irgend jemand erzählt hat. Ferner hat irgend jemand mit Holzstückchen experimentiert und das mehr als fragwürdige Ergebnis Hinderniss genannt.

Was soll dass wieder heißen? Was ist mit:

In Caesars Werk über den Bürgerkrieg wird im 3. Buch, 67. Kapitel, ein Spanischer Reiter ("ericius") erwähnt: "Erat obiectus portis ericius."

oder Vegetius 3,8?

Und das mit den Kavallerieangriffen war tatsächlich ein Scherz.

Das ist ein Geschichteforum und kein Witzeforum.

Und diese Abfolge hat deine Autorin für ihr Buch als FAKT übernommen.

Wem soll ich mehr glauben?
Einer anerkannten Expertin auf diesem Gebiet oder dir?:pfeif:
 
Um das nochmal deutlicher zu machen:
Das ist Expertenmeinung bezüglich der Befestigung römischer Lager: s.Bilder

Wenn du dahinter schlafen möchtest: bitte schön
Ich wünsche dir aufmerksame Kameraden und jede Menge Glück.
Frag Kate mal, ob sie es tun würde.
Eine BBC Sendung , ein paar arme Tommys und ein Buch sind lange keine Nacht in Feindesland.
Und wenn du sie fragst, bei einer Darrdichte über 600, wieviel Tonnen hat eine Legion mitgeführt?. Sie sollte das wissen, sie ist Expertin.

Ach wie gut daß man Experten hat.

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn sie Plan B ersetzen = DENKEN

Trau ihr
 

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Um das nochmal deutlicher zu machen:
Das ist Expertenmeinung bezüglich der Befestigung römischer Lager: s.Bilder

Wenn du dahinter schlafen möchtest: bitte schön
Ich wünsche dir aufmerksame Kameraden und jede Menge Glück.
Frag Kate mal, ob sie es tun würde.
Eine BBC Sendung , ein paar arme Tommys und ein Buch sind lange keine Nacht in Feindesland.
Und wenn du sie fragst, bei einer Darrdichte über 600, wieviel Tonnen hat eine Legion mitgeführt?. Sie sollte das wissen, sie ist Expertin.

Ach wie gut daß man Experten hat.

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn sie Plan B ersetzen = DENKEN

Trau ihr

Wir habe oben bereits geklärt dass diese spanischen Reitern in Verbindung mit einen Wall und Graben eingesetzt wurden. Außerdem hatten die Römer genauso wie andere auch zumeist Wachen aufgestellt. Diese spanischen Reiter dienten dazu den Feind lange genug aufzuhalten bis Arlarm geschlagen werden konnte.
 
Ich würde darauf nicht weiter eingehen Herakleios. Es wurden ja neben literarischen Quellen auch archäologische genannt, nicht nur Sekundärliteratur. Darauf ging Schütze nicht mit einem Wort ein.

Der User versucht auch nicht zu diskutieren sondern provoziert nur. Wer meint, das Studium und die Arbeit von Fachpersonen ohne jegliche Fakten in den Dreck ziehen zu müssen und dann mit Kommentaren wie "sogenannte <Experten>" oder der Benennung mit Vornamen arbeitet, der möchte nicht Informationen austauschen, sondern wie gesagt, schlicht und ergreifend "besser wissen" oder auch "provozieren".

Da ich dich aber momentan nicht grün bewerten kann: mein erster Gedanke bei diesem Satz:
Wenn du dahinter schlafen möchtest: bitte schön
Ich wünsche dir aufmerksame Kameraden und jede Menge Glück.
war ebenfalls: Wofür stellt man wohl Wachen und Patrouillen auf?
Damit wären wir dann zwei .... :D
 
Archäologische Quellen? da ist mir wohl was entgangen.
Alesia hat mit spanischen Reitern ja nichts zu tun.
Das mit dem in den Dreck ziehen habe ich ebenfalls nicht verstanden.
In englischsprachigen Ländern ist es durchaus üblich sich mit Vornahmnen anzureden ohne jedwede Etikette zu verletzen. Kate sieht das sicher ebenso.
Da ist mir wohl meine 2. Muttersprache zum Verhängnis geworden.
Es gibt keinerlei archäologische Nachweise für die Existenz der in den Abbildungen gezeigten Darstellungen , FAKT.
militärischtechnisch sind diese ebenfalls nicht haltbar, FAKT.
Einzige Nachweise sind einzelne erhaltene Schanzpfähle,FAKT.
Einsatzweise ungeklärt,FAKT.
Einzige bildliche Darstellung,Trajansäule.FAKT.
Eine Abwertung des Wortes Experten war zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der Kommentare, lediglich der Umgang mit diesem Wort.
Die in der Darstellung gezeigte Verbindung ist in keinster Weise technisch haltbar,Fakt.
Weder die Beschaffenheit noch die Anordnung der Teile geben irgendeinen Anlass Kritiker mit dem Verweis auf archäologische Fakten und Expertenmeinungen in die Schranken zu weisen,FAKT.
Kein ernsthafter Teilnehmer einer solchen Diskussion pflegt eine solche Vorgehensweise.
Der User hat nicht diskutiert sondern Fakten genannt.
Der User weiß nichts besser, sondern denkt selbstständig.
Ferner ist dem User neu, daß in verschiedenen Klassen gedacht und bewertet wird.
 
Netter Versuch, klappt aber nicht ganz.
Aber der Reihe nach.
Archäologische Quellen? da ist mir wohl was entgangen.
Offensichtlich und offensichtlich auch nicht. Du selbst führst wenig später eben jene mittlerweile recht oft ergrabenen Schanzpfähle an. Die Möglichkeit der Verwendung im Verbund ist offensichtlich. Die von dir geäußerte Kritik ist nicht nur harsch und über den gebotenen Ton hinausgehend sondern auch entgegen der Realität, aber dazu später.

Alesia hat mit spanischen Reitern ja nichts zu tun.
Es wurde auch nicht behauptet, dass in Alesia diese Verteidigungsmittel ergraben wurden. Aber, und das wurde bereits vorher von mir ausgeführt, man kann sehr gut erkennen, wie man mit Annäherungshindernissen arbeitete und das deren militärischer Nutzen bekannt war.

Das mit dem in den Dreck ziehen habe ich ebenfalls nicht verstanden.
In englischsprachigen Ländern ist es durchaus üblich sich mit Vornahmnen anzureden ohne jedwede Etikette zu verletzen. Kate sieht das sicher ebenso.
Das mag in jenen Ländern so sein (wobei ich noch in keinem englischen Fachaufsatz derlei zu lesen bekam, wenn nicht der Umstand einer dahinter stehenden Freundschaft dazu genannt wurde), aber die hiesigen Gepflogenheiten, und das dürfte dir durchaus geläufig sein, geben das nicht her. Hier ist die Nennung einer nicht anwesenden und persönlich nicht bekannten Person mit Vornamen eine Respektlosigkeit. Entweder war dies also eine bewußte Provokation (was ich stark annehme) oder der massivste Fall von kurzzeitiger, partieller Amnesie der mir bislang unterkam.
Es gibt keinerlei archäologische Nachweise für die Existenz der in den Abbildungen gezeigten Darstellungen , FAKT.
Das ist richtig. Da wir verschiedene Begriffe in den literarischen Quellen für Barrieren und Verteidigungselemente haben, die nicht eindeutig zuzuordnen sind, entwickelte man eben diese Theorie. Archäologische Funde die sonst wiederum nicht zuzuordnen sind würden in diese Theorie gut passen. Also hat man zwar keinen exakten archäologischen Nachweis aber eine plausible, quellengestützte Theorie. Und darum ging es hier.

militärischtechnisch sind diese ebenfalls nicht haltbar, FAKT.
Das wiederum ist falsch. Der militärische Nutzen einer solchen Konstruktion ist seit Jahrhunderten und bis in die Neuzeit bekannt. Im Zeitalter der schweren Kettenfahrzeuge sollte der Nutzen eher anzuzweifeln sein, aber auch heute sind sie noch gute Dienstleister, vor allem im Befestigungswesen:
bundeswehr.de: Spanische Reiter

Historisch nachgewiesen sind diese Hindernisse und ihr Einsatz zudem:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/49/Cheval_de_frise_petersburg_civil_war_02598.jpg

Oder im Bericht des Oberstleutnant Hoffmann vom September 1683, als diese Konstruktion sogar mobilisiert wurde und aktiv zum Einsatz kam.

Einzige Nachweise sind einzelne erhaltene Schanzpfähle,FAKT.
Will man da so sehen wäre es ein Widerspruch zu Punkt 4 deiner Aufzählung.

Einsatzweise ungeklärt,FAKT.
Das ist richtig, diverse Theorien gibt es allerdings und die müssen sich nicht ausschließen. Eine lustige Form Brennholz zu gestalten dürften diese Funde jedoch nicht gewesen sein...
Einzige bildliche Darstellung,Trajansäule.FAKT.
Da bin ich jetzt überrascht. Selbst nach überfliegen der Segmente habe ich dort nichts dergleichen gefunden. Wenn es dort also abgebildet ist wäre die Sektion interessant zu erfahren (vielleicht sogar ein Anhang).
Falls dem aber wirklich so ist hätten wir Abbildung, literarische Quellen und archäologische Funde die zur Theorie passen würden. Für mich ein rundes Bild.

Eine Abwertung des Wortes Experten war zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der Kommentare, lediglich der Umgang mit diesem Wort.
Das sieht nicht so aus:
Weder der RÖMISCHE spanische Reiter noch andere absurde Konstruktionen basieren auf irgendeiner militärisch adäquaten Grundlage.
(...)Hier wird mit Funden welche man nicht zuordnen kann, irgendein Hinderniss erzeugt, welches an Wirkungslosigkeit kaum noch zu überbieten ist.
...

Hier wurden keine Belege aufgeführt, sondern etwas weiter gegeben was irgendwer irgend jemand erzählt hat.
(...)
Ferner hat irgend jemand mit Holzstückchen experimentiert und das mehr als fragwürdige Ergebnis Hinderniss genannt.
(...)
Und diese Abfolge hat deine Autorin für ihr Buch als FAKT übernommen.
(...)
Um das nochmal deutlicher zu machen:
Das ist Expertenmeinung bezüglich der Befestigung römischer Lager: s.Bilder

Wenn du dahinter schlafen möchtest: bitte schön
(...)
Ach wie gut daß man Experten hat.
Das soll mal reichen. Die übrigen Spitzen gegen uns Diskutanten hier lasse ich mal beiseite. Anhand der oben stehenden teil zynischen Kommentare und abwertenden Formulierungen (wie bspw. eben Holzstückchen) wird klar, wie die "Expertin" meintest, zumal du sie davor als "deine Autorin" tituliertest und ihr die Fähigkeit absprachst, ein archäologisches Experiment als solches zu erkennen und seinen Grad zu bewerten... Nichts also mit der rein semantischen Kritik. Steh dann doch bitte wenigstens dazu.

Die in der Darstellung gezeigte Verbindung ist in keinster Weise technisch haltbar,Fakt.
Falls es hier um die Verbindung der einzelnen Pfosten geht, so ist da sicherlich noch zu experimentieren. Ihren Zweck erfüllen diese Provisorien aber in jedem Fall.

Weder die Beschaffenheit noch die Anordnung der Teile geben irgendeinen Anlass Kritiker mit dem Verweis auf archäologische Fakten und Expertenmeinungen in die Schranken zu weisen,FAKT.
Das würde ich akzeptieren, wenn du uns ein Video zeigst, wie du auf eine solche Konstruktion im Sprint aufläufst und nichts passiert, dass dich an der Fortführung deines Spurtes hindert. Vorzugsweise auf eine der herausragenden Spitzen, um die vollkommene Harmlosigkeit zu demonstrieren.

Kein ernsthafter Teilnehmer einer solchen Diskussion pflegt eine solche Vorgehensweise.
Rabulistisch müssen wir nun wirklich nicht weiter werden. Reicht das oben aufgeführte nicht bereits um zu demonstrieren, was unseriös ist? In diesem Sinne enthalte ich mich zur unterschwelligen Unterstellung, ich könne nicht selbstständig denken.

In diesem Sinne, keine Fakten genannt sondern sich nur Streckenweise selbst widersprochen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitunter unterhaltsam wie das Schicksal so spielt. Auf dem deutschen Sender DMAX kam soeben eine Folge des History Channel, der eine Gruppe englischer Römerreenactor für eine Woche in die Heide schickte und ein wenig "römisch" leben ließ (im Rahmen des möglichen und bekannten). Dabei war auch die hier angesprochene Kate Gilliver mit von der Partie und ließ ein paar ihrer Theorien überprüfen.
In der Kombination Graben - Wall - spanische Reiter wurden dabei ein paar Kombinationen durchgespielt und man kam zu einem wie ich find interessanten Ansatz.
Damit ein Wall nicht einfach zurück in den Graben rutscht aus dem er geschaufelt war muss man ein wenig Abstand zwischen Fuß des Walls und Rand des Grabens gelassen werden oder besagter Rand eine Erhöhung aufweisen. In jedem Fall eine Möglichkeit, Fuß zu fassen um aus dem Graben zu klettern.
Die Kombination einer Reihe spanischer Reiter, die auf diesem Sims platziert wurde und dabei in den Boden & Wall gerammt wurde verhindert dies zumindest zeitweise. Sie nehmen den Platz ein und lassen sich nur schwer in den Graben hineinziehen, wo ja der Ziehende selbst stehen müßte. Außerdem verhindern die abstehenden Spitzen einen einfachen Sprung über den Graben auf den Wallhang.
Allen Beteiligten war dabei klar, dass dies eine Idee von ihnen war, ohne dafür einen Beleg zu haben. Eine plausible Umsetzung besagter Vegetiusstelle unter Anwendung der gefundenen Holzpalisaden ist es allemal.
 
Mitunter unterhaltsam wie das Schicksal so spielt. Auf dem deutschen Sender DMAX kam soeben eine Folge des History Channel, der eine Gruppe englischer Römerreenactor für eine Woche in die Heide schickte und ein wenig "römisch" leben ließ (im Rahmen des möglichen und bekannten). Dabei war auch die hier angesprochene Kate Gilliver mit von der Partie und ließ ein paar ihrer Theorien überprüfen.
In der Kombination Graben - Wall - spanische Reiter wurden dabei ein paar Kombinationen durchgespielt und man kam zu einem wie ich find interessanten Ansatz.
Damit ein Wall nicht einfach zurück in den Graben rutscht aus dem er geschaufelt war muss man ein wenig Abstand zwischen Fuß des Walls und Rand des Grabens gelassen werden oder besagter Rand eine Erhöhung aufweisen. In jedem Fall eine Möglichkeit, Fuß zu fassen um aus dem Graben zu klettern.
Die Kombination einer Reihe spanischer Reiter, die auf diesem Sims platziert wurde und dabei in den Boden & Wall gerammt wurde verhindert dies zumindest zeitweise. Sie nehmen den Platz ein und lassen sich nur schwer in den Graben hineinziehen, wo ja der Ziehende selbst stehen müßte. Außerdem verhindern die abstehenden Spitzen einen einfachen Sprung über den Graben auf den Wallhang.
Allen Beteiligten war dabei klar, dass dies eine Idee von ihnen war, ohne dafür einen Beleg zu haben. Eine plausible Umsetzung besagter Vegetiusstelle unter Anwendung der gefundenen Holzpalisaden ist es allemal.

Schade das ich den Sender nicht habe. Hätte ich mir gerne angesehen. Ein interessanter Ansatz, die Verlagerung des Walles nach hinten und die spanischen Reiter zwischen Wall und Graben. Hätte aber nicht auch eine klein "Mauer" oder ähnliches (Holz) schon verhindern können dass der Wall in den Graben rutscht? Ich habe diesbezüglich keine Erfahrung, aber mir käme es doch effektiver vor die Reiter vor den Graben aufzustellen.
 
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