Robin Hood

Ned Kelly, ein australischer Outlaw im 19. Jh., galt und gilt bei manchen Australiern bis heute als eine Art Robin Hood.
Es gibt gewisse Ähnlichkeiten, gerade, was die Legendenbildung betrifft. Nicht nur, weil er sich eine Rüstung zulegte und damit irgendwie ins Mittelalter passt.
Sein Leben wurde schon mehrmals auf unterschiedliche Weise verfilmt. Zuletzt ließ man seine Leute Frauenkleider tragen. Das ist wahrscheinlich eine künstlerische Übertreibung, doch der "Greta Mob", aus dem sich seine Sympathisanten rekrutierten, trug als Markenzeichen tatsächlich eine eigene Mode aus zu kleinen oder zu großen und schrillen Kleidungsstücken.
(Vielleicht waren die Strumpfhosen bei Robin Hood Verfilmungen gar nicht so falsch.:))

Robin Hoods Leute wurden als "merry men" bezeichnet. Was immer "merry" oder "mery" damals bedeutete, die Besonderheit der Leute, welche die Gesetzlosen umgaben, war ein wichtiges Element bei beiden Legenden und wenigstens bei Ned Kelly auch einigermaßen belegbar.
 
soweit ich mich erinnern kann, kommt es auch nach wie vor, dass sich Frauen (ich hab nur davon gelesen - also bitte entschuldigt die Einseitigkeit der Behauptung) sich in Gefängnisinsassen verlieben (gelesen habe ich das bei Charles Manson)
Das kommt sogar häufiger vor, dass Frauen Brieffreundschaften und engere Kontakte aufnehmen zu Strafgefangenen. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber die ganz schweren Jungs haben anscheinend etwas. Ob die Überlegung, dass man einen Mord oder Totschlag in der Regel nur einmal begeht, während Diebe immer wieder stehlen werden. Vielleicht sind sie aber auch nur die treuesten Briefeschreiber.

Die meisten JVAs fördern Kontakte, die Gefangenen-Zeitungen veröffentlichen auch Kontaktbörsen. Sicher eine etwas ungewöhnliche Klientel, die Möglichkeiten für "Übernachtungsbesuche" sind eingeschränkt, viele JVAs bieten sowas gar nicht. Zumindest handelt es sich um reale Kontakte, und sie rennen auch nicht so schnell davon.

Es ergeben sich dabei auch Kontakte, die über eine Brieffreundschaft hinausgehen, es ergeben sich Partnerschaften, auch Ehen, die oft stabiler und harmonischer sind, als man annehmen würde.

Mein leider verstorbener Stress- und Security-Beauftragter, hatte noch in Haft seine spätere Frau kennengelernt, die er nach seiner Entlassung heiratete. Ich bin fest davon überzeugt, dass er noch am Leben wäre, dass es ihm gut ginge, hätte er diese Frau nicht verlassen.
Es mag seltsam klingen, dass manche Frauen ausgerechnet in Gefängnissen nach Partnern suchen, aber mitunter fahren sie dabei immer noch besser als mit den Männern, mit denen sie früher zusammen waren. Ich kannte Typen, die Männer zerstören können ohne mit der Wimper zu zucken, die aber unfähig sind, einer Frau oder einem Kind ein Haar zu krümmen.
 
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