Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (Feldzug 1736)

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von Schneerose, 4. April 2008.

  1. Schneerose

    Schneerose Neues Mitglied

    Ich denke schon, dass es meinem Zweck dient. Danke für den Inhalt vom Klappentext !

    Hobby trifft es wohl am ehesten. Ich interessiere mich ein wenig für Genealogie. Nachdem ich neue Informationen über meine Vorfahren erhalten habe, möchte ich möglichst viel über ihre Lebenswelt und Epoche erfahren. Da ich Laie bin, habe ich dementsprechend auch keine Deadline.
     
  2. Tekker

    Tekker Gast

    Da bist du nicht die einzige hier im Forum. :)

    Gibt es bei dem Hobby auch nicht... :D
     
  3. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Na dann, ist ja ein Blick über den Tellerrand geradezu die Leichtigkeit des Seins...

    Ich bin die letzten Tage auch darüber gestolpert, dass einige Reisende in Konstantinopel beim Bau der Sultan Süleyman Moschee zugeschaut haben wollen, und übereinstimmend berichteten, dass sie die armen, armen Sklaven bemitleideten, die dafür meistens schuften mussten.

    Dieses war lange Zeit historische Realität, bis vor 40 Jahren etwa einer sich mal die Mühe gemacht hat, die osm. Archive direkt durchzusuchen, und er wurde auch fündig, denn wie so oft, gab es umfangreiches organisatorisches Quellenmaterial, wie z.B. Lohnlisten, Arbeitsstunden, usw.
    Daraus ging hervor, wer was wann gemacht habe, und siehe da: Sklaven waren nur zu ca. 5 % am Bau beteiligt, und oftmals gar nicht vor Ort, sondern als Ruderer und Matrosen in den Galeeren und Transportschiffen, die die Säulen, Marmorblöcke, etc. transportierten... Sie erhielten dafür sogar Lohn...
    Das heißt, die Reisenden haben maßlos übertrieben, wenn sie überhaupt vor Ort an der Baustelle waren, oder wollten den (gottlosen) Bau "schlecht" reden...

    Wieso erzähle ich das? Weil du vielleicht obige Links durchliest, und diese Bücher (neben welchen, die daraus abschrieben, und neuer sind) sind nun mal sehr alt, so dass eventuelle Gewissheiten der Sicht der Dinge heute nicht mehr haltbar sind.
     
  4. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Er muss wohl eher in den Petersburger Salons abgehangen haben und sich bei Jagdabenteuern und sich "mit der Bouteille" vergnügt haben.

    In den "wundersamen Abenteuern zu Wasser und zu Lande" sind nur ganz marginale Hinweise zu konkreten historischen Ereignissen. Es wird mehrfach der Graf von Münnich als russischer Generalissimus erwähnt. Münnich eroberte 1737 Oczakow.

    Münchhausen (oder besser gesagt August Bürger) erzählt von seiner Rückkehr in die Heimat: "Bald darauf machten die Russen mit den Türken Frieden, und ich selbst wurde mit einigen Kriegsgefangenen nach Petersburg ausgeliefert. Ich nahm aber nun meinen Abschied und verließ Russland um die Zeit der Großen Revolution vor 40 Jahren (der Putsch von Elisabetha Petrowna 1741), da der Kaiser (Ivan VI.), nebst seiner Mutter (Anna Leopoldowna (1718-1746)) und ihrem Vater, dem Herzog (Anton Ullrich) von Braunschweig- (Wolfenbüttel), dem Feldmarschall von Münnich und vielen anderen nach Sibirien geschickt wurde.

    Münnich wurde dann von Peter III. begnadigt, und unter Katharina II. wurde er Generalinspekteur der baltischen Häfen, ehe er 1767 starb.

    Anna Leopoldowna und Anton Ullrich wurden übrigens nach Archangelsk am Weißen Meer verbannt. Zar Ivan VI. wurde in Schlüsselburg inhaftiert, und ihn ließ Katharina II.im Jahre 1764 beseitigen.
     

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