Türken stehen vor Wien.

Dieses Thema im Forum "Das Osmanische Reich" wurde erstellt von heinz, 12. September 2004.

  1. Kraft

    Kraft Neues Mitglied

    Ja, ne ist klar...600 Meter!
    Genauso wie der Langbogen im Mittelalter weit verbreitet war, ne? ;)
     
  2. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    In dem Beitrag steht allgemein Bogen und Langbogen waren mWn in Europa durchaus weit beim Fußvolk verbreitet, wenn auch nicht überall so dominant wie in England.
     
  3. Kraft

    Kraft Neues Mitglied

    Ja gut, das ist jetzt ein Thema für sich, aber KEIN Schütze schießt 600m weit und das gezielt. Das schafft man kaum mit heutigen Waffen (Kimme & Korn).
    Das ist utopisch und erinnert an diesen Wunderwaffenmythos der englischen Langbögen.
     
  4. Bartek

    Bartek Aktives Mitglied


    Longbow konnte bis 400 Meter schissen. Der aktuelle Welt-Rekord (in der "unlimited longbow" Klasse ) ist 380 Meter.
    Die Polen, Kossacken, Tataren und Turken haben aber Komposit-Bogen genutzt. Die Reichweite der kleinen Komposit-Bogen, die von Kavallerie getragen wurden, war um 350 Meter. Die turkischen Meistern konnten ein Komposit-Bogen bis 2 Jahren lang produzieren. Solcher Bogen hat um 14 Schichten der verschiedenen Materialen gehabt. Selim II hat seiner Rekord mit 600 Meter aufgestellt.
    Und 100 Jahre spater wurde diesen Rekord (auch von Turken) verbessert. Genau 851 Meter. Bei Istambul, in dem Platz, wo der Pfeil gefallen ist, befindet sich heute Denkmal-Stein, der diesen Rekord dokumentiert. Sie haben aber nicht Krieg- sondern speziellen Sport-Bogen und Pfeil geschossen, weil schon im XVIII J. wurden solche fur Adelinge konstruiert.

    In 1988 hat Harry Drake noch ferner Bogen geschossen - 1887 Meter.
     
  5. Kraft

    Kraft Neues Mitglied

    Das alles sagt uns genau zwei Sachen:
    entweder du bist ein Ausnahmetalent oder hast eine super-duper-tollen Sportbogen (der zudem noch ein moderner sein kann), um 600m oder weiter zu schießen.
    Von einzelnen Personen auf ein ganzes Heer zu schließen, ist logisch nicht nachvollziehbar, das dürfte woh klar sein, deshalb hinkt diese Aufzählung ganz schön.:winke:
    Der englische Langbogen konnte durchschnittlich etwa 300m (da gab es auch Leute mit mehr und weniger), schießen und wurden von etlichen Armbrusten des 15. Jhd. mit Stahlbogen übertroffen. Und bei diesen 300m darf man nicht erwarten, großartig zu treffen, außer wirklich große Formationen des Gegners.
     
  6. Bartek

    Bartek Aktives Mitglied


    lese bitte meinen Beitrag noch einmal, aber diesmal aufmerksam.
    ich schiesse Bogen nicht.
     
  7. Balduin

    Balduin Gesperrt

    Zu dem Thema habe ich nen interessanten Link gefunden:

    Die Niederlage vor Wien - aus türkischer Sicht

    Zusatz-Artikel
     
  8. Suedwester

    Suedwester Gast

    Ich hatte mal einen Kassai-Bogen nach historischem Vorbild (Komposit, 34 Lbs). Mal abgesehen davon, daß ich froh war, vom Pferd aus überhaupt zu treffen, war mit dem nach etwa 50 Metern Schluß. Mit einem umgezielten ballistischen Schuß (45-Grad-Winkel vom Boden stehend aus) nach etwa 100 Metern. Ich denke mal, solche Werte sind für den "Masseneinsatz" realistischer. Jagdbögen haben ja noch kürzere Schußdistanzen.

    Ein bisschen erinnert mich das an die "Dicke Berta" im 1. WK. Sicher äußerst beeindruckend - aber auch militärisch sinnvoll?

    Bye

    Suedwester
     
  9. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    OT: Immerhin hat die "Dicke Berta" 1914 Lüttich sturmreif geschossen und auch bei Verdun kam sie zum Einsatz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Januar 2008
  10. Suedwester

    Suedwester Gast

    Ist zwar "off topic", aber ob da nicht noch der ein oder andere weitere Truppenteil dran beteiligt war, wäre zu überprüfen ...
     
  11. Fulcher

    Fulcher Aktives Mitglied

    J.R.R. Tolkien: A Biography
     
  12. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Wie bei den Lunten üblich hat der Schütze auch einen Teil der Lunte um sein Handgelenk gewickelt. Das untere Ende der Lunte hängt an seinem Arm herrunter. Also ich sehe da wirklich ein, obendrein sehr schönes, Beispiel für einen Luntengewehrschützen der Janitscharen.:yes:

    In dem Gewehr selbst ist noch keine Lunte eingelegt. Vielleicht trugen die Janitscharen so ihre Lunten, um sie glimmend zu halten bevor sie sie im Gefecht an dem Gewehr festmachten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. März 2009

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