Was wir den Arabern verdanken

Dieses Thema im Forum "Der Islam und die Welt der Araber" wurde erstellt von Leopold Bloom, 13. April 2004.

  1. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Lange Zeit haben die Araber den Christen erlaubt in die Stadt zu pilgern.
    Was unter den Kreuzfahrern wohl kaum möglich gewesen wäre!
    Merke: Der Islam war und ist weitaus toleranter als der mittelalterliche Katholizismus!
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    [size=-1]Hallo Seldschuk,

    ich empfehle Dir mal die Lektüre des Buches Die Kreuzzüge aus arabischer Sicht von Francesco Gabrieli, und darin die Quelle von Usama Ibn Munqidh, dann wirst Du sehen, dass auch im fränkisch kontrollierten Jerusalem Muslime ihrem Glauben nachgehen konnten.
    Allerdings weiß ich nicht, was Deine Bemerkung ausgerechnet in diesem Thread sollte.

    El Quijote
    [/size]
     
  3. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Hallo El Quijote!
    Bin neu hier und will niemandem auf den Schlips treten. Habe aber unter anderem gelesen, nicht von dir, dass die Muslime die antiken Schriften von Alxandria vernichtet haben sollen, wollte somit nur eine positive Stimme für den Islam abgeben!
     
  4. Mercy

    Mercy unvergessen

    Auch unter den Kreuzfahrern war das teilweise möglich (das ist ein anderer Thread).
    Merke: Einen mittelalterlichen Katholizismus gibt es nicht.
     
  5. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Meister aller Klassen! Tausende starben! Aber überwiegend Muslime!!!
    Und ausserdem war Machtbesessenheit für viele christliche Ritter wichtiger, als den Glauben zu verteidigen! Viele Adlige sind nur deswegen aufgebrochen, weil sie zu Hause keine Zukunft hatten. Da war es doch vorteilhaft aufzubrechen und neue Königreiche zu gründen!!!
     
  6. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Einen mittelalterlichen Katholizismus gab es sehr wohl!!!
     
  7. ritasophia

    ritasophia Neues Mitglied

    Was meinst Du denn mit "mittelalterlichen Katholizismus" in diesem Zusammenhang?
     
  8. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Damit meine ich den katholischen Glauben im Mittelalter! Nichts weiter!
     
  9. William Wallace

    William Wallace Neues Mitglied

    Den gab es auf jeden Fall.
     
  10. ritasophia

    ritasophia Neues Mitglied

    Aber auf keinen Fall einen einheitlichen Glauben im ganzen Mittelalter oder eine Intoleranz gegenüber den Muslimen und dem Islam durchweg und überall im christlichen Raum. Das ist einfach zu verallgemeinernd. Genauso wie es auch im Islam verschiedene Strömungen und Glaubensinterpretationen gibt, tolerante und intolerante Zeiten.
     
  11. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Ich gehe natürlich von der stärksten christlichen Kraft im MA aus! Und das war der Papst auch wenn der manchmal von Kaisern oder Königen abhängig war!
     
  12. ritasophia

    ritasophia Neues Mitglied

    Aber auch unter den verschiedenen Päpsten war es sehr unterschiedlich, wie tolerant oder intolerant der Glaube interpretiert wurde. Und natürlich auch in den verschiedenen Zeitepochen des Mittelalters, da diese Zeit doch sehr viele Jahrhunderte umfasst.
     
  13. Mercy

    Mercy unvergessen

    Eben, und das Papsttum im Mittelalter sehr differenziert zu betrachten ist.
    Manche haben es aber gerne einfach :motz:
     
  14. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Der Papst hat immer nur an seine eigenen Interessen und Machtposition gedacht und wie beherrsche ich die Welt! Alle Päpste!!!
     
  15. ritasophia

    ritasophia Neues Mitglied

    Du willst also allen Ernste von sagen wir mal Papst Coelestin I. (Anfang 5. Jahrhundert) bis Johannes XXIII. (Anfang 15. Jahrhundert) alle (weit über 100 Päpste) unter einen Hut packen und ihn allen die selbe Motivation unterstellen? Das ist doch absurd!
     
  16. Thespis

    Thespis Neues Mitglied

    Damit hat Seldschuk aber gar nicht so unrecht, natürlich waren nicht !alle! Päpste ausschließlich auf Ruhm und Macht aus, aber der Großteil sicher! Es ist allgemein bekannt, dass die Oberhäupter der Katholischen Kirche gerade vom 4. bis zum 16. Jahrhundert alle Leute unterdrückten, die ihnen gefährlich werden konnten: gebildete Frauen (Hexen), Wissenschaftler (z.B. Galileo u.a.), insgesamt Leute mit eigener Meinung... einigen Kaiser haben sie den Kirchenbann auferlegt, in dieser Zeit eines der schlimmsten Dinge, die einem passieren konnten. Sie taten alles, um vom Kaiser unabhängig regieren zu können, hielten sich nicht an die Kirchenregeln, waren teilweise verheiratet und hatten Kinder, manche, die es geheim halten wollten, töteten ihre Kinder sogar und verjagten ihre Konkubinen - also im Großen und Ganzen ist das doch sehr eindeutig, oder? Ein Tipp: Das Buch "Geschichte der Magie", über die Unterdrückung gebildeter Frauen, ist sehr aufschlussreich über das !echte! Verhalten der Kirchenoberhäupter...
     
  17. Thespis

    Thespis Neues Mitglied

    PS: Wäre es möglich, wieder zum Thema zurückzukehren?
     
  18. Mercy

    Mercy unvergessen

    Ist schon erstaunlich, wieviel Unsinn du da verbreitest.

    Gern, aber nicht auf dieser Basis.
     
  19. hyokkose

    hyokkose Gast

    Mich würden Angaben zu Autor/Herausgeber, Verlag oder Erscheinungsjahr interessieren.
     
  20. ritasophia

    ritasophia Neues Mitglied

    So?

    Ich würde eher sagen, dass Hexen erst ab der aufkommenden Neuzeit, der Renaissance stark verfolgt wurden. Also Hauptsächlich ab dem 15. Jahrhundert. Vorher gab es zwar vereinzelt Hexenprozesse, es war jedoch die Ausnahmen. Vorher wurde von der Kirche solche Prozesse eher noch untersagt, als unterstützt. Auch Galileo ist in diesem Kontext zu sehen, da sich die Kirche in ihrer Gesamtheit bedroht gesehen hat- Luther, neue humanistsiche Gedanken, etc.

    Vorher wurden Frauen nicht unbedingt von der Kirche unterdrückt, sondern hauptsächlich von ihren Männern, Brüdern, Vätern, etc. Der Kirche war für eine Frau teilweise die letzte Zuflucht, wenn sie sich der Bildung verschreiben wollte. (Wenn man auch betonen muss, dass teilweise adlige Edeldamen gebildeter waren als ihre Gatten!) Und da gibt es auch einige große Frauen, die als Äbtissin große Macht in der Politik und der Kirchenpolitik hatten.

    Auch wenn es in den vorherigen Jahrhunderten "Ketzer"verfolgungen gab, dann doch hauptsächlich bei Strömungen und Glaubensrichtungen, die der Kirche enorm gefährlich werden konnten oder den Glauben vollkommen anders darstellten, wie die Katharer es taten mit ihrem dualistischen Weltbild in dem die Kirche ein Werk Satans war.

    Armutsbewegungen, die der Kirche widersprachen, wurden trotzdem toleriert. Siehe den heiligen Franziskus, der übrigens nur wenige Jahre (Edit: nach seinem Tod, genau gesagt 1236) von einem der Päpste dieser Liste heilig gesprochen wurde.

    Aber zurück zum Thema:

    Spitzbögen und die Gotik (Architektur) verdanken wir noch den Arabern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2005

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