Sepiola
Aktives Mitglied
Einen irrsinnigen Umweg im Zickzack, auf jeden Fall nicht im Sinne einer Straße.Ich habe hier lückenlos belegt, dass mein System dazu befähigt, einen Weg (nicht im Sinne von Straße!!!) vom Forum Waldgirmes zum Lager Karben zu bestimmen.
Und dazu soger einen möglichen Zweck.
Welcher Zweck? Römische Zenturation scheidet ja aus. Deine eingangs vorgestellte These ist widerlegt, das hattest Du eigentlich auch anerkannt:
Mir wurde hier recht überzeigend dargelegt, dass das alles völlig römischer Praxis widerspricht.
Wozu noch einmal die widerlegte These aufwärmen und mit untauglichen bzw. ebenfalls längst widerlegten Argumenten "verteidigen"?
1. Notwendigkeit
Das (neue) Land muss vermessen werden, um es aufteilen zu können
Mitnichten! Das Land war ja bewohnt und wurde landwirtschaftlich bebaut. Man musste erstmal nichts weiter tun, als unterworfene Bevölkerung mit Steuern, Abgaben und Zöllen zu belegen. Am besten, indem man die einheimische Oberschicht in Pflicht nahm. So machte es Caesar in Gallien, nichts anders hatten seine Nachfolger in Germanien vor.
Erst wenn man coloniae anlegte und Tausende von Veteranen anzusiedeln gedachte, wurde es nötig, das Land aufzuteilen. Das war aber nicht der erste Schritt, da konnten viele Jahrzehnte vergehen. Alles wurde bereits angemerkt:
Vor allem:
- Es waren Gebiete unter Kontrolle mit Rom verbündeter Stämme (Ubier z. Zt. Caesars, Mattiaker, andere nicht-feindlich gesinnte Stämme z. Zt. des Drusus): Deren Land lässt man nicht vermessen!
Der Alt- und Wirtschaftshistoriker Fellmeth hat einen seiner Texte mal mit "Eine wohlhabende Stadt sei nahe..." überschrieben. Die Standortfaktoren in der römischen Agrarökonomie im Zusammenhang mit den Verkehrs- und Raumordnungsstrukturen im römischen Italien, Scripta-Mercaturae, St. Katharinen 2002.
Das Zitat stammte von Caro: oppidum validum prope siet; aut mare aut amnis, qua naves ambulant, aut via bona celerisque.
Ein Landgut ist nur dann etwas wert, wenn man die Stadt - den Absatzmarkt für die landwirtschaftlichen Produkte schnell erreichen kann - sonst wird es unwirtschaftlich.
Es exisitiert (mir bekannt) nu drei Katasterpläne, der in die flavische Zeit zu datieren sind, und zwar aus dem Rhonetal bei Orange. Orange/Arausio war seit 121 v.Chr. im römischen Einflussbereich, 35 v.Chr. wurde eine Veteranenkolonie gegründet.
2. Mittel
Vorhandene Technik und Können
Die Römer waren auch technisch dazu in der Lage, beispielsweise Aquädukte über mit einem Einzugsgebiet von -zig Kilometern zu bauen. Im Umfeld von Mainz und Köln haben sie das nachweislich getan. Beweist das, dass für das Marschlager Okarben ein Aquädukt gebaut wurde? Mitnichten! In Okarben haben sie nachweislich einen Brunnen gegraben. Für die Zwecke eines Marschlagers war die Trinkversorgung mit Brunnenwasser völlig ausreichend.
3. Schritt 1
Lege ein praktikables Basisgerüst an
Die Zickzacklinie von Waldgirmes bis Okarben über Stock und Stein ist ganz sicher kein "praktikables Basisgerüst". Ein praktikables Basisgerüst wäre eine gerade, möglichst ebene und befahrbare Straße. Wie schon oft ausgeführt.
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