Wovon hängt der Erfolg oder Misserfolg eines mittelalterlichen Herrschers ab?

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von Yoshvolper, 9. Februar 2012.

Schlagworte:
  1. Yoshvolper

    Yoshvolper Neues Mitglied

    Hallo, Ich muss ein Referat machen. Doch ich habe von 20 Geschichts Fragen zwei nicht gefunden und zwar: Wovon hängt der Erfolg oder Misserfolg eines Mittelalterichen Herrschers ab? und Welche (gg.wenn)und wie viele Feldzüge unternahm Karl der Große, schätze auch die Marschleistung.
    Wäre nett wenn mir jemand helfen könnte^^
     
  2. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Guck mal bei Wiki rein:

    Karl der Große ? Wikipedia

    Dort sind die Feldzuege aufgezæhlt.

    Gruss, muheijo
     
  3. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    Woran misst man denn überhaupt den Erfolg eines Herrschers? An den Gebieten, die er erobert hat? An den Gesetzen, die er erließ? Ich definiere Erfolg jetzt mal als Anerkennung durch Zeitgenossen und nachfolgende Generationen.

    Ein mittelalterlicher Monarch hatte schon viele Aufgaben, die auch noch heute in der Politik auftauchen. Je nachdem, wie gut er diese erledigte, wurde er meist schon zu Lebzeiten als erfolgreicher bzw. erfolgloser Herrscher gesehen. Freilich gab es auch schon damals keinen politischen Masterplan, sondern sehr verschiedene Regierungsstile, und ein König, der z. B. eher auf Diplomatie als auf Waffengewalt setzte, wurde oft als Feigling verspottet.

    Wichtige Hauptaufgaben waren:

    Innenpolitik:

    - Festigung der eigenen Herrschaft: Der Adel tendierte dazu, seine Lehen lieber selber regieren zu wollen und so die Einheit des Landes zu gefährden. Die Fürsten rissen daher in Zeiten schwacher Könige viele herrschaftliche Rechte (Stadtgründung, Burgenbau, Gerichtsbarkeit) dem Monarchen aus der Hand. Ein guter König musste also möglichst alle Adligen seines Reiches auf seine Seite bringen bzw. notfalls unterwerfen.
    In Frankreich klappte das recht gut und später entstand dort ein Absolutismus. In Deutschland konnten die Kaiser sich im Laufe der Zeit tendenziell immer weniger durchsetzen, und so besaßen die Fürsten hier seit dem Spätmittelalter mehr Herrschaftsfunktionen als der Kaiser, der somit sein Land kaum noch regierte.

    -Bestrafung von Friedensbrechern: Der König hatte für Ruhe im Land zu sorgen. Deshalb erließen gute Herrscher regelmäßig Landfriedensverordnungen gegen Raubritter und Plünderer. Wurde der Landfrieden verletzt, musste der König die Friedensbrecher diplomatisch oder militärisch bestrafen.

    -Niederschlagung von Revolten: Im Mittelalter waren besonders größere Ketzergruppen eine ständige Gefahr für die staatliche Ordnung, da sie sich einem katholischen König natürlich nicht unterwerfen wollten. Beispiel sind die französischen Katharer im 13. Jahrhundert. Ein erfolgreicher König tat alles dafür, die Aufrührer zum Schweigen zu bringen und den Landesteil, der aufmuckte, wieder unter seine Kontrolle zu bringen.

    -Gesetzgebung: Zeigte sich, dass ein König sich durchzusetzen vermochte, wandten sich die Personen, die Privilegien erhalten wollten (z. B. Stadtrechte) umso häufiger an den König und nicht an ihren Fürsten. Der Monarch erließ im besten Fall deutlich mehr Gesetze als seine Adligen.

    Außenpolitik:

    -Grenzsicherung: Eine der wichtigsten Aufgaben. Ein König musste sein Reich nach außen verteidigen können und seine Grenzen halten. Dazu waren eine gute Verwaltung (zum Aufstellen größerer Heere) und militärische Qualitäten gefragt. Gelang das ihm nicht, hatte er mit Adelsrevolten im Land zu rechnen, da man ihm nun nicht mehr abnahm, dass er das Reich schützen könne.

    -Expansion: Eigentlich weniger wichtig, da die meisten Staaten ohnehin von anderen Christen umringt waren und diese nicht angreifen durften. Allerdings konnten etwa die Kaiser ihr Reich nach Osten ausdehnen, da dort nur weniger organisierte Slawen lebten, die nicht unter päpstlichem Schutz standen. Außerdem war eine kluge Heiratspolitik gefragt, die zuweilen große Gebiete ganz ohne Gewalt eroberte.

    -Kreuzzug: Ein spezielle Aufgabe. Wurde ein päpstlicher Kreuzzug ausgerufen, so wurde vor allem von der großen Herrschern des Abendlandes erwartet, dass sie teilnahmen. Verweigerte ein König den Kreuzzug (weil er im eigenen Land viel wichtigere Dinge zu tun hatte), fiel er im allgemeinen Ansehen und konnte sogar exkommuniziert werden.
    Beeindruckende Kreuzzüge konnten manchmal das Image einer ganzen Herrschaft prägen, z. B. im Falle Richard Löwenherz. Als englischer König tat er sich nicht besonders hervor, doch durch seine tollkühnen Kreuzzugsabenteuer wurde er zum meistbewunderten Mann seiner Zeit.

    Je besser ein Herrscher diese und noch andere kleinere Aufgaben erledigte, desto höher war in der Regel das Ansehen, das man ihm entgegenbrachte.
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hast du dafür Beispiele?

    Die Frage war ja die nach den mittelalterlichen Herrschern. Und da waren die französsischen Könige nicht unbedingt erfolgreich, so dass z.B. in Südfrankreich im 10. Jahrhundert die Kirche die Gottesfriedensbewegung ins Leben rufen musste, um so etwas wie eine Ordnung herzustellen.
    Später hatte man Probleme mit den normannischen Vasallen (denen halb Frankreich gehörte) - nachdem es gelungen war, diese kriegerischen Nordeuropäer in der Normandie anzusiedeln und etwas zu beruhigen -, die gleichzeitig die englischen Könige waren. Die Vertreibung dieser normannischen Vasallen und der Revisionsversuch von deren Nachfahren führte schließlich zum hundertjährigen Krieg, bei dem Frankreich über weite Strecken eher schlecht dastand.
    Dies alles nur sehr gerafft, aber würdest du immer noch sagen, dass die französischen Könige im Mittelalter erfolgreich waren?
     
  5. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Ich denke, ein nützliches Kriterium wäre, ob das Ableben des jeweiligen Königs natürliche Ursachen hat und ob sein Körper sich danach noch in einem Stück befindet.

    So würde ich z.B. Konradin von Schwaben, Harold II. Godwinson von England, Peter I der Grausame von Kastilien, zweifellos als gescheitert ansehen.
     

    Anhänge:

  6. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Kurzer Einwurf:
    Wie kommt's, dass der Mann "der Grausame" aber auch "der Gerechte" genannt wurde?
    Grausamkeit und Gerechtigkeit muessen nicht zwingend Gegensætze sein, dennoch mutet dass doch merkwuerdig an.
    Muss man, so man den zweiten Beinamen mehr betont, sein Regieren wirklich als gescheitert ansehen?

    Gruss, muheijo

    Nachtrag: Kaum zu glauben, gleichzeitig gab es einen Peter I. von Portugal, der ebenfalls beide Beinamen erhalten hat...
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Februar 2012
  7. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    Zum Beispiel Kaiser Friedrich II., denn obwohl er auf seinem Kreuzzug Jerusalem eingenommen hatte, war er danach bei den Bewohnern des Outremer eher unbeliebt. Das hing sicher auch damit zusammen, dass er exkommuniziert war, aber dass er mit den Moslems nicht gekämpft, sondern verhandelt hatte, nahm man ihm zusätzlich übel.

    Vielleicht war Frankreich im 11. Jahrhundert noch ziemlich instabil, aber unter den Königen zwischen Ludwig VII. und Phillipp IV. (also so ziemlich im 12. und 13. Jahrhundert) wurde das Königreich von der effektivsten Administration des damaligen Westens geführt, was vor allem daran lag, dass der König von Frankreich sich anders als sein deutscher Kollege nicht auch noch mit den Pflichten des Kaisertitels auseinandersetzen musste. Damals erlebte das französische Königtum eine Blütezeit, und der Hof Phillipps IV. wird oft als Beispiel für frühen Absolutismus genannt. Anfang des 14. Jahrhunderts schaffte es der französische König sogar, den Papst in Avignon festzusetzen und war damit in Zeiten schwacher Kaiser der bedeutendste Herrscher des Abendlandes. Insofern wurzelt der französische Absolutismus der Neuzeit in der mittelalterlichen Entwicklung der Monarchie, die in Frankreich auf eine Zentralisierung, im Reich auf eine Dezentralisierung hinauslief.
    Erst als die Kapetinger ausstarben, bekam Frankreich Probleme durch den von dir genannten Hundertjährigen Krieg, allerdings weniger innere (die französiche Zivilbevölkerung hasste der Überlieferung nach die brutalen Armeen der Engländer) als durch die Invasion eines militärisch mindestens ebenbürtigen Gegners. Das Königreich Frankreich siegte aber bekanntlich doch noch, und so wurden schon im Mittelalter die Fundamente für die barocke Königsherrschaft errichtet.
     
  8. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    Das stimmt natürlich. :D

    Allerdings hängt das plötzliche Ableben dieser Person dann meist mit der unzureichenden Erfüllung oben genannter Aufgaben zusammen... :pfeif:
     
  9. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Sein Leben ist eigentlich eine einzige Gruselgeschichte. Der Beiname "der Grausame" ist m.E. mehr als gerechtfertigt. Unter vielen anderen liess er seinen eigenen Bruder töten, die Königin-Witwe Leonor von Kastilien und Portugal, die Frau eines seiner Gegner und die Witwe eines weiteren, etc. etc.

    Auf spanisch bedeutet der Beiname "el justiciero" auch eher der "Rächer" als der "Gerechte."

    Wie jemand auf den Gedanken kam, ihn so zu nennen ist trotzdem ein Rätsel.
     
  10. lilly123(:

    lilly123(: Neues Mitglied

    verwaltung?

    -Grenzsicherung: Eine der wichtigsten Aufgaben. Ein König musste sein Reich nach außen verteidigen können und seine Grenzen halten. Dazu waren eine gute Verwaltung (zum Aufstellen größerer Heere) und militärische Qualitäten gefragt. Gelang das ihm nicht, hatte er mit Adelsrevolten im Land zu rechnen, da man ihm nun nicht mehr abnahm, dass er das Reich schützen könne.

    was genau meint man mit guter Verwaltung?
     
  11. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    Bezogen aufs Militärische: Zum Beispiel, dass der Herrscher möglichst weiträumig Steuern einziehen konnte, um Söldner zu bezahlen; dass sein Netz von Boten eng genug war, um seine feudalen Gefolgsleute (Ritter, Grafen) rechtzeitig zusammenzutrommeln oder dass er genügend städtische Milizen aufrufen konnte, ihm in den Krieg zu folgen.
     
  12. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Auch Kaiser Friedrich II. kann als gescheitert betrachtet werden. Die zentralen Reichsrechte bzw. Regalien musste er den Reichsfürsten überlassen um freie Hand im Kgr. Sizilien zu haben. Am Ende seines Lebens starb er exkommuniziert und hatte das Heilige Römische Reich praktisch verloren. Zudem hatte er den Untergang seiner Dynastie de facto eingeleitet.
     
  13. Joinville

    Joinville Aktives Mitglied

    Also die Bilanz von Kaiser Friedrich II. erstreckt sich mMn auf zwei Seiten einer Medaille. Als Kaiser ist sie in der Tat nicht so berauschend, Verzicht auf Königsrechte (Regalien) zugunsten der Landesfürsten, die Lombardenfrage nicht gelöst und damit verbunden ein ständiger Streit mit dem Papst. Wobei man bei letzterem aber auch eine den Staufern gegenüber kompromislose Haltung berücksichtigen sollte. Als König von Sizilien hingegen gab es keinen Bessern als Friedrich II. unter dem dieses Königreich seinen Höhepunkt an Effizienz in Verwaltung, Rechtssprechung, Wirtschaft, Handel und Kultur erreichte. Der erste echte Beamtenstaat zu einer Zeit als die anderen europäischen Länder noch von ihren feudalistischen Strukturen geprägt waren. Sizilien war unter seiner Herrschaft eine echte europäische Großmacht, auf der aufbauend später Karl von Anjou ein das Mittelmeer umspandendes Reich errichten wollte. Freilich hatte der es dann übertrieben und damit die sizilianische Vesper provoziert.

    Die Herrschaft der Staufer in Sizilien konnte sogar Friedrichs Tod überdauern und von Manfred erfolgreich fortgeführt werden. Seine Herrschaft konnte nur mittels einer regelrechten Enstscheidungsschlacht (Benevent 1266) beendet werden. Was uns direkt zu Konradin führt. Ihn als gescheitert anzusehen ist eigentlich unbegründet, da er nie geherrscht hat. Beim Versuch die Krone Siziliens zu gewinnen unterlag er eben Karl von Anjou (Tagliacozzo 1268). Wie sein Leben und Bilanz bei einem Sieg ausgesehen hätte bleibt somit unergründbar.
     
  14. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    In Sizilien ist Friedrich II. ein Garant für bessere Zeiten geworden, und es basiert
    die Kyffhäusersage vom Kaiser Barbarossa die Uhland so poetisch entwarf eigentlich auf der sizilianischen Sage vom Kaiser Frederico II. der im Ätna ruht, von wo er eines Tages zurückkehren wird um den alten Glanz seines Reichs wiederherzustellen.

    Auch Friedrichs diplomatische Mission in Palästina war durchaus erfolgreich, und es hat wohl selten einen gebannten Herrscher gegeben, der mit so schwachen diplomatischen und militärischen Mitteln soviel herausholen konnte wie der Staufer. Eine seiner größten Niederlagen erlitt er, als er sich der Falkenjagd widmete. Stupio mundi- das Staunen der Welt nannten ihn manche Zeitgenossen. In punkto Ornithologie ist dieser Ruf begründet, und es hat kein Geringerer, als Konrad Lorenz bemerkt, dass erst die moderne Ornithologie die Erkenntnisse Friedrichs einholte, der sich nicht nur auf Autoritäten wie Aristoteles berief, sondern eigene methodische Beobachtungen anstellte. So lehrte Aristoteles, dass Geier die Beute wittern, was der Staufer nicht glaubte und Geiern die geruchsnerven durchtrennen ließ, die dennoch Beute fanden.
     
  15. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    Friedrich II. sollte man weniger als politisch besonders erfolgreichen Kaiser, vielmehr als Wunder seiner Zeit betrachten. Auch in Deutschland war Friedrich während des Interregnums noch sehr lebendig, was viele Hochstapler, die sich als Kaiser Friedrich ausgaben, belegen. Der Kaiser war wohl sehr beliebt, ich gehe aber davon aus, dass er sich für die nördliche Hälfte seines Reiches einfach gar nicht interessiert hatte. Da er sonst ein recht umsichtiger Politiker war, kann man sein Scheitern nicht mit plumper Unfähigkeit begründen.
     
  16. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Ist ja ähnlich bei Zar Iwan IV., der im Westen der Schreckliche genannt wurde, was aber nicht der korrekten Übersetzung von Groszny entspricht, was soviel wie der Strenge, der Drohende bedeutet. Ähnlich wie bei Sultan Selim "Yavuz"
     
  17. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es ist einfach eine Frage der Sichtweise. Pedro el Cruel hat sich mit dem Adel angelegt und sich da Feinde gemacht, hinzu kam, dass sein illegitimer Halbbruder Enrique de Trastámara gegen ihn usurpierte und letztlich, nach mehreren Schlachten, die auch im Kontext des hundertjährigen Kriegs zwischen England und Frankreich standen, den Thron erhielt. Um seinen legitimen, ermordeten Bruder herabzusetzen wird auch Heinrich ein Interesse daran gehabt haben, die Herrschaft des Bruders negativ zu kennzeichnen um umso mehr seine eigene Legitimität zu unterstreichen.
     
  18. Mittelwalter

    Mittelwalter Mitglied

    Den Kreuzzug Friedrich II. bewerte ich nciht all zu hoch. Die Bilanz dessen war ein gewonnenes Jerusalem, welches ohne Umland aber nur schlecht zu verteidigen war und ein politisch völlig zerstrittenes Outremer.
     
  19. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    Im Prinzip hat Friedrichs Kreuzzug wohl nur wenig Hilfe für das Outremer hervorgebracht. Aber das "Preis-Leistungs-Verhältnis" dieses Feldzuges ist wohl unschlagbar: Der Kaiser bot nur lächerliche 3 000(!) Mann auf, die noch nicht einmal kämpfen mussten. Für diese winzige Streitmacht gewann Friedrich erstaunlich viel Boden, und war damit deutlich effektiver als vorherige Kreuzzüge. Man denke nur an den zweiten Kreuzzug etwa achtzig Jahre zuvor, der mehrere zigtausend Mann ins Feld führte und gar nichts erreichte. Oder an den größten Kreuzzug von allen, den in den 1190ern, der insgesamt wohl an die 100 000 Mann mitführte und gerademal Akkon einnahm.
     
  20. Joinville

    Joinville Aktives Mitglied

    Saladin stand nach 1187 im Begriff die Christen zur Gänze zu vertreiben. Die Rückeroberung von Akkon durch die Kreuzfahrer, deren Belagerung von 1189 bis 1191 andauerte, machte dieses Vorhaben zunichte. Und es wurde auf diesem Kreuzzug nicht nur Akkon erobert. Letztlich sicherte der dritte Kreuzzug die weitere Existenz der Kreuzfahrerstaaten für ein weiteres Jahrhundert.

    Jerusalem hingegen mag 1229 vergleichsweise kostengünstig gewonnen worden sein, aber politisch war Friedrichs Wirken in Outremer katastrophal. Durch sein selbstherrliches Auftreten brachte er die lokalen Barone gegen sich auf und provozierte einen langanhaltenden Bürgerkrieg, der nicht gerade zur Stärkung der Christen beitrug. Der Vertrag mit dem Sultan hatte nur solange Bestand, wie er für diesen von Nutzen sein konnte. 1244 brachte der Sultan Jerusalem im Handstreich wieder unter seine Kontrolle ohne das der Kaiser dagegen irgend etwas tun konnte.
     

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