Wussten die Deutschen was (!) sie 1929-1933 wählten?

Dieses Thema im Forum "Die Weimarer Republik" wurde erstellt von qwe1, 1. Juni 2011.

  1. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Korrektur. Der Überbringer der Information war nicht Ludolf-Hermann von Alvensleben, sondern Werner von Alvensleben. Ein Vertrauter von Schleicher.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Alvensleben_(Politiker,_1875)

    Bei Ulrich (Kap. 12 Januar 1933) findet sich noch eine abweichende Darstellung, die den Eintrag von Goebbels noch dubioser erscheinen läßt.

    Es gingen wohl Gerüchte in Berlin um, dass Hindenburg ein Papen-Hugenberg-Kabinett einsetzen wolle, ohne die Beteiligung von Hitler. Die Reichswehr hätte eine derartige Lösung nicht tolerieren wollen.

    Bereits am 29.01. - so die Aufzeichnungen von Hammerstein - hatte sich Hitler mit Hammerstein getroffen. Und Hammerstein hatte Hitler gefragt, ob die Verhandlungen von Hindenburg mit Hitler ernsthaft oder als Shwo geführt wurden. Sofern sie als "Showveranstaltung" von Hindenburg geführt wären, sicherte Hammerstein Hitler zu, dass die Reichswehr sich hinter Hitler stellen würde.

    An dem Abend wurde Alvensleben zu Hitler in den Kaiserhof geschickt und formulierte - ungeschickt oder absichtlich - dass sofern Hindenburg mit Hitler alleine verhandeln würde, ohne Schleicher zu berücksichtigen, dann würde die Garnison von Potsdam eingreifen. Unklar ist, ob diese Formulierung von Alvensleben alleine stammt. Und ob Schleicher oder sogar Hammerstein in diese versuchte Erpressung eingeweiht waren.

    Zumindest vermutete die NSDAP-Führung im Kaiserhof an diesem Abend - 29.01 - dass Hindenburg ein Papen-Hugenberg Kabinett einsetzen wollte und die RW als Reaktion einen coup d`état planen würde.

    Es war allerdings jenseits der Vorstellungskraft, dass Hindenburg durch die RW verhaftet und ins Gefängnis gebracht worden wäre.

    Diese absurde und fiktive Verschwörungstheorie wäre der Auslöser für einen Bürgerkrieg gewesen, in dem RW gegen RW gestanden hätte. Und vermutlich hat niemand ernsthaft an diese Verschwörungstheorie geglaubt, aber sie war hilfreich für die Destabilisierung der gesamten Situation.

    Und es ist interessant, dass die NSDAP-Führung den zuverlässigen Polizei-Major Wecke einschaltete, der mit immerhin sechs Polizei Battalionen die Wilhelmstraße besetzen wollte / würde, sofern es erforderlich sein sollte.

    Und Ulrich sieht die Funktion dieser Gerüchte, die kompletter Unsinn waren, dennoch als Beschleuniger der Vorgänge an. Und als Reaktion präsentierte Papen am späten Abend des 29.01 Hindenburg die Liste des neuen Kabinetts mit Hitler als Reichskanzler.

    Ullrich, Volker (2013): Adolf Hitler. Biographie, Bd. 1. Die Jahre des Aufstiegs 1889 - 1939. 2 Bände. Frankfurt am Main: S. Fischer.
     
  2. nefteta

    nefteta Neues Mitglied

    Ich finde es bemerkenswert, wie sich hier der Eine oder Andere in minutiösem Ablauf echauffiert. kehren wir zur Eingangsfrage zurück, ob die Deutschen wussten, wen sie wählten, wollten Die Mehrheit wollte Hitler, aus vielerlei Gründen, jeder Grund ist erklärlich, kritisch diskutabel, wobei bei jeder Wahlentscheidung das Für und Wider für eine Partei/Person abgewogen werden muss, eine Binsenweisheit. Für die 35 bis 40 % der NSDAP Wähler, hatte das Völkische, der Revisionsgedanke zum WK I Vorrang vor Antisemitismus, Kommunistenhass Das wir den Deutschen immer zum Vorwurf gemacht werden können. Hitler kam nicht als eine Art Heimsuchung, Hitler kam gewünscht,
     
  3. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Sollte ich gemeint gewesen sein, dann geht es nur am Rande um Deine kruden Plattitüden oder um Deine falschen Behauptungen. Es geht darum, ob man ein Thema verstanden hat oder nur glaubt es verstanden zu haben und dann Halbwahrheiten von sich gibt. So einfach ist das.

    Ausgangspunkt war folgender Unsinn, den Du mit Hinweis auf eine Darstellung bei DHM und Goebbels geschrieben und gerechtfertigt hast.

    Bei Goebbels ist für die Zeit zu einem "kommunistischen Putsch" nichts zu finden. Wie jetzt von mir in der Folge gezeigt. Es ging immer um Schleicher auch bei Goebbels udn beim DHM.

    Ansonsten ist der Hinweis - auch auf der Seite des DHM - auf das Gerücht eines coup d`état zwar für eine historische Darstellung hilfreich, aber dennoch ist es eine marginale Randposse, die eigentlich niemand wirklich ernst nehmen konnte. Und ob Papen ernsthaft am 29.01 geglaubt hat, dass Schleicher & Garnison in Potsdam den Ersatzkaiser, Reichspräsident und Feldmarschall Hindenburg verhaften werde, das erscheint gelinge gesagt sehr dubios.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2020
  4. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    @nefteta
    Wie du ja sicher festgestellt hast, befindest du dich in einem Geschichtsfourm. Wir sind zwar kein wissenschaftliches Forum, dennoch gibt es ein paar Regeln, die auch ein "nicht" Wissenschaftler gut erfüllen kann.

    Wer Thesen aufstellt, was in den Raum stellt etc. sollte immer Belege liefern. Kannst du uns aufklären, welche Quellen, Literatur etc. du benutzt/gelesen hast? Diese Offenlegung hilft uns deine Gedankengänge nachvollziehen zu können.
     
  5. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Dann kommen wir zur Rückfrage zurück:
    Wenn Hitler von den Deutschen gewünscht war, warum wählten sie ihn dann nicht mehrheitlich?

    Weitere Fragen:

    Wenn völkische Revisionsgedanken, Antisemitismus und Kommunistenhass für die Wahlentscheidung des Löwenanteils der Bevölkerung ausschlaggebend gewesen sein sollte (die Frage, warum sie bis 1932 dann mehrheitlich SPD und Zentrum wählte, lasse ich jetzt mal weg), warum wurde dann die DNVP, die dass alles verkörperte niemals Massenpartei?
    Du tust hier nachgerade so, als hätte die NSDAP diese eigenschaften erfunden und bei sich monopolisiert. Das mag vielleicht auf die Ausdrucksweise des Krawall-Antisemitismus zutreffen, der sich in seiner Ausprgung von dem Salon-Antisemitismus der DNVP noch etwas abhob, sonstigenfalls bot die DNVP in dieser Hinsicht aber ein sehr ähnliches Programm, wurde aber nie im vergleichbaren Maßsstab gewählt.

    Kann an diesen Inhalten so also nicht liegen.
    Nö, als Heimsuchung kam Hitler sicher nicht. Gewünscht war er von einer Minderheit, offenkundig aber nicht allein ausschlaggebend wegen Antisemitismus, Ablehung der Kommunisten oder der Bestrebung den Versailler Vertrag zu revidieren.
    Wären dass die Sorgen der Bevölkerung gewesen, hätten sie sich auch um Ludendorff oder kapp-Lüttwitz scharen können, die das gleiche vertraten, aber wesentlich früher als Hitler. Warum also wollten diejenigen, die diese Politik beführworteten, also nicht das Orriginal, sondern den österreichischen Abklatsch des Italo-Faschismus?

    Apropos Italien, wie passt eigentlich Hitlers Statement zu Gunsten eines Bündnisses mit Mussolini die deutschsprachige Bevölkerung in Südtirol abschreiben zu wollen, wovon dieser bereits in den 1920er Jahren sprach denn so zu völkischen Revisionsphantasien?
    Hätten ihm die völkischen Nationalisten da nicht eigentlich in Scharen von der Fahne gehen müssen?

    Es ist offensicht, wirklich allzu offensichtlich, dass Hitlers Wähler zwar in diesem Sinne tickten, darüber hinaus aber auch an anderen programmatischen Teilen der Nazi-Bewegung Gefallen gefunden haben mussten, die es bei der konventionellen extremen Rechten so nicht gab.
     
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  6. Ich glaube ja, dass sie ihn aus Angst und Unsicherheit wählten...die Weltwirtschaftskrise zerstörte viele finanzielle Existenzen in einem Maße, wie wir es heute glücklicherweise(bisher) noch nicht kennenlernen mussten.
    Vor dem Börsencrash hatte Hitler mit seiner Partei oft sogar noch weniger Stimmen als heutige Populisten und seine Partei war gesellschaftlich geächtet.
    Erst der Börsencrash ermöglichte dieser eigentlich für anständige Menschen unwählbaren Partei leider einen kometenhaften Anstieg.
    In den Jahren zuvor, als es einen kurzzeitigen wirtschaftlichen Aufschwung gab, wählte kaum jemand NSDAP.
    Meine These ist ja, dass rechte Hetzer immer dann gewählt werden, wenn besonders schlechte Zeiten sind, wenn es den Menschen gutgehen, fallen nicht viele Stimmen für die Hetzer ab.
    Ich bin davon überzeugt, dass ohne den Crash von 1929 die NSDAP niemals an die Macht gekommen wäre.
     
  7. Papa_Leo

    Papa_Leo Aktives Mitglied

    Die NSDAP verlor bei den Reichstagswahlen im November 1932 im Vergleich zum Juli deutlich an Stimmen (von 37,3 auf 33,4%). Die Partei drohte sogar zu zerfallen (bzw. sich spalten zu lassen ... Schleichers Gespräche mit Strasser), eine Anzahl von Anhängern Hitlers war desillusioniert, weil Hitler sich anscheinend "verzockt" hatte, als er entgegen diverser Vereinbarungen unter Papen nicht Vizekanzler werden wollte, bei der Wahl zum Reichspräsidenten im April 1932 unterlag (mit 36,7%) und nun auch noch schlechtere Wahlergebnisse eintraten. Da war die Wirtschaftskrise noch auf ihrem Höhepunkt. Ohne Crash kein solcher Aufstieg der NSDAP, da stimme ich zu. Aber ... der Crash alleine reicht zur Erklärung nicht, da die NSDAP ihren Zenit evtl. schon wieder überschritten hatte (mitten in der Krise) und man nun diskutieren müsste, ob Hindenburg Alternativen hatte, als er Hitler ernannte ... denn das war mMn der entscheidende Moment, der - gegen den "Trend" des letzten Wahlergebnisses (klar, wie aussagekräftig ist ein Wahlergebnis? War es ein Trend oder ein Ausrutscher? Meiner Ansicht nach - wenn man alle Ergebnisse des Jahres und die Enttäuschung unter den Anhängern Hitlers betrachtet - war es eher ein Trend) - die NSDAP an die Macht brachte.
     
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  8. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied


    Nun in Form von Falters "Hitlers Wähler", liegt ja seit Jahrzehnten eine Studie über die typische Wählerklientel der NSDAP vor.
    Derzufolge, wäre im Hinblick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse zu unterscheiden zwischen Wählern, die reale Verluste und soziale Deklassierung hinnehmen mussten und solchen, die das lediglich befürchteten.

    Was reale soziale Absteiger angeht, so neigten diese offenbar nicht dazu NSDAP zu wählen, sondern sammelten sich tendenziell eher in den Reihen der KPD.


    Dann wäre hier noch regional und nach Konfession zu unterscheiden, und entsprechend zu beobachten, wo sich eine entsprechende Gegenmacht formieren konnte und wo das schwierig war.

    Schaut man sich das regional an, wird recht schnell klar, dass die NSDAP die Organisationsmacht der Zentrumspartei in den katholischen Gebieten Süddeutschlands und Rheinpreußens und Oberschlesiens nie wirklich brechen konnte und auch in den Wahlkreisen Schwierigkeiten hatte, in denen ihr eine durch die SPD und KPD orgsnisierte Industriearbeiterschaft gegenüberstand, wie in Berlin, Hamburg, den westfälischen und nordrheinischen Wahlkreisen, und in Sachsen gegenüberstanden.

    Schaut man sich den Zeitverlauf und die einzelnen Reichstagswahlen an, dauerte es sehr lange, bis die NSDAP in diesem Gebieten die Wahlkreise tatsächlich gewinnen konnte und wenn dann häufig nur mit einer relativ kleinen relativen Mehrheit.

    Reichstagswahlen in Deutschland – Wikipedia
    Reichstagswahl November 1932 – Wikipedia

    Nehmen wir hier einfach mal als Beispiel den Wahlkreis Westfalen Süd, bei der Reichstagswahl vom November 1932.
    Den gewann die NSDAP zwar auf dem Papier zwar, erreichte faktisch aber weniger als ein Viertel der abgegebenen Stimmen, dadurch, dass sich im Ruhrgebiet vor allem SPD und KPD und im erzkatholisch geprägten Ost- und in Südwestfalen die Zentrumspartei, gegenseitig die Wähler abjagten.


    In Territorien, in denen die Gegemacht des politischen Katholizismus und oder einer organisierten Arbeiterschaft fehlte, fielen die Ergebnisse sehr viel deutlicher für die NSDAP aus.

    Daraus lässt sich mehr oder minder folgern, dass sich Wähler, die von der Lage der überregionalen Weltkonjunktur abhängig waren, dadurch, dass ihre Arbeitsplätze sich im Bereich der Großindustrie befanden, dadurch in eher geringem Maße dazu ermuntert wurden, es mit der NSDAP zu halten.


    Falter folgend, rekrutierte sich die Wählerschaft der NSDAP im Besonderen aus dem Kleinbürgertum, Teilen der Beamtenschaft, Handwerksberufen und aus dem Bauerntum.

    Von diesen Gruppen hatten die Handwerker und Bauern sicherlich zeitgenössisch betrachtet, viele wirtschaftliche Schwierigkeiten, die aber nicht oder nur in Teilen unmittelbar mit den zyklen der Weltkonjunktur zusammenhingen, sondern vor allem auch mit den neueren Transportmöglichkeiten, der Entwicklung der Industrie und anderen politischen Gegebenheiten.

    Das Bauerntum, befand sich seit Bismarcks Zeiten mehr oder minder in einer wirtschaftlichen Dauerkrise, weil der Ausbau der Eisenbahnen und der Dampschiffahrt ab den letzten beiden Dekaden des 19. Jahrhundert die Möglichkeit schuf schneller und über weitere Strecken zu importieren, womit die Landwirtschaft sich auf einmal größerer Konkurrenz aus Russland/Osteuropa, den USA und Indien ausgesetz sah, die es zuvor nicht gab.

    In Teilen des Reichsgebiets, wo die Realteilung im Erbfall lange üblich blieb und sich der Grundbesitz dadurch immer kleinteiliger gliederte, musste auch dadurch nochmal gesonderter wirtschftlicher druck entstehen.

    Eine gesonderte wirtschaftlich schwierige Situation ergab sich, was die Landwirtschaft betrifft, sicherlich auch im Speziellen für Ostpreußen, da die notorischen Zollstreitigkeiten des Reiches mit Polen, das fehlen einer Landverbindung zum übrigen Reichsgebiet, so wie die polnische Zollhoheit über Danzig und den faktischen Übergang Memels an Litauen, die Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse hier erschweren musste und sicherlich nicht dazu beigetragen hat, die lokale Landwirtschaft konkurrenzfähiger zu machen.

    Das sind aber alles Probleme, die sich nicht ohne weiteres aus der der Wirtschaftskrise herleiten lassen, sondern Erscheinungen, die mit der technologischen Gesamtentwicklung, der Entwicklung der Infrastruktur, eigener Erbrechtstraditionen und im Fall Ostpreußens dem politischen Klima zwischen dem Reich und Polen zusammen hingen.
    Letztendlich dürfte die Bauernschaft i.d.R. durch die Weltwirtschaftskrise faktisch sogar kurzfristig entlastet worden sein, weil die Meisten Staaten ja zunächst mal versuchten sich davor abzuschotten, in dem sie Handels- und Zollbarrieren aufbauten, was mindestens theoretisch i.d.R. auf eine Stärkung der Binnennachfrage hinausläuft.
    Der Wertverfall der Reichsmark gegenüber Pfund und Dollar nach dem ersten Weltkrieg und der Kursentwicklung in der zwischenkriegszeit, dürfte Lebensmittelimporte aus den USA und den britischen Kolonien ohnehin tendenziell unatraktiver gemacht haben, als das im Hinblick auf den Vorkriegszustand der Fall gewesen sein wird.

    Was das Handwerk betrifft, so konnten Handwerksbetriebe von den unmittelbaren Schwankungen der Weltkonjunktur nur dann wirtschaftlich wirklich hart getroffen sein, wenn zu ihrer üblichen Kundschaft größere Fabrikbesitzer, direkt in der Großindustrie beschäftige Angestellte oder Industriearbeiter gehörten, deren Zahlungsfähigkeit dadurch direkt beeinträchtigt werden konnte.
    Wessen Handwerksbetrieb abseits davon im ländlicheren raum operierierte, hatte davon sicherlich keine plötzlichen Nachfrageeinbrüche zu erwarten, sondern der sah sich eher im Allgemeinen dem Ausbau der Binneninfrastruktur geschuldet mitunter in einem schärfer werdenden Verdrängungswettbewerb mit der Großindustrie.
    Auch das wiederrum, ist ähnlich wie beim Bauerntum, aber der Gesamtentwicklung wirtschaftlicher Zusammenhänge und keineswegs zyklischen Konjunktureinbrüchen geschuldet gewesen.


    Was sich im Bereich der Beamtenschaft bewegte, musste sicherlich vergleichen mit dem Kaiserreich und seinen obrigkeitlichen Gesellschaftstraditionen mitunter einen Statusverlust hinnehmen und mitunter auch wirtschaftliche Einbußen, war als Staatsdiener aber in der regel nicht vom Absturz in die komplette soziale Perspektivlosigkeit bedroht.

    Die einzige größere Gruppe, der NSDAP-Wähler, die das wirklich mit relativ großer Härte treffen konnte, dürften die Angestellten gewesen sein, jedenfalls, sofern in Unternehmungen oder Umfeldern tätig, die mit den umfassenderen überrregionalen Wirtschaftsstrukturen im engeren Zusammenhang standen.


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    Insofern, was die wirtschaftliche Komponente angeht, mag es sein, dass weite Teile von Hitlers Anhängerschaft von ihrer wirtschaftlichen Lage frustriert waren.
    Auf die Kernklientel aus dem bäuerlichen und weiten Teilen des handwerklichen Millieus dürfte das aber nicht zutreffen, weil deren wirtschaftliche Bedrohungslage in Teilen vielleicht sogar sehr real war, aber aus Entwicklungen herrührte, die mit bloßen konjunkturschwankungen wenig zu tun hatten, sondern wesentlich tiefer gingen.

    Bei den Angestellten und Teilen der Handwerker dürfte die Konjunkturschwankung eine Rolle gespielt haben, bei beiden Gruppen und der Beamtenschaft zusammen sicherlich auch eher diffuse Ängste vor sozialem Abstieg, die mitunter nicht ohne weiteres begründet waren.

    Dezidierte radikalnationalistische Motivationen wird man zudem in den unmittelbaren Grenzgebieten erwarten dürfen, deren traditioneller landschaftlicher Zusammenhang durch die grenzziehungen des Versailler Vertrags in größerem Stil beeinträchtigt hat, mit realen Auswirkungen auf die lokale Lebenswirklichkeit, was das Wirtschaftliche und Soziale betrifft.

    Darunter dürften jedenfalls Ostpreußen, die "Grenzmark" und Schlesien zu rechnen sein, gegebenenfalls auch Schleswig-Holstein.
    Sicherlich auch Hinterpommern, sofern ein größerer wirtschaftlicher Zusammenhang mit Ostpreußen noch fortbestand, der durch den polnischen Korridor erschwert wurde (sonst lagen die Absatzgebiete der landwirtschaftlich geprägten ostelbischen Gebiete ja ohnehin eher im Westen, so dass es von der Absatzsseite her ein geringeres Problem dargestellt haben dürfte).
     
  9. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    II.

    Ich würde zusammenfassend meinen, dass die realen Auswirkungen der Wirtschaftskrise an und für sich relativ wenig zum politischen Erfolg der NSDAP beigetragen haben dürften.

    Was etwas dazu beigetragen hat, waren reale Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, die ältere und weniger konkurrenzfähigere Berufsstände bzw. deren Angehörige realiter wirtschaftlich gefährdeten, die aber mit der Wirtschaftskrise selbst in keinem engeren Zusammenhang standen.
    In dieser Hinsicht half Hitler sicherlich, dass sich im Gegensatz zum Katholischen Millieu das Protestantische Milleu in Ostelbien und dem übrigen Norddeutschland niemals schichtübergreifens solidarisch organiserte, sondern die konvervativen/reaktionären Parteiungen auf der protestantischen Seite (DVP/DNVP) sich weitgehend an die besitzenden Schichten und alten Eliten des Kaiserreiches richteten, wohingegen sie kaum sozialpolitische Vorstellungen entwickelten.
    Dadurch und durch das Fehlen von Schwerindustriellens Regionen und damit auch der Grundlage für eine kommunistische oder sozialdemokratische Politik, fehlte in diesen Gebieten eine organiserende Gegenmacht und die Parteibindung vor dem Auftreten der NSDAP da bei den unteren Schichten eher gering gewesen sein mag.

    Die dortige Wählerschaft hatte ein Interesse an der Behebung eigener wirtschaftlicher Probleme. Aber die waren gar nicht Kriesen- sondern entwicklungsbedingt, insofern lag die Lösung aus Sicht dieser Wählerklientel vermutlich weniger in vermeintlichen Sozialversprechungen, sondern in einer dezidiert antimodernen, im Hinblick auf die Landwirtschaft protektierenden und im Hinblick auf die Industrie einschränkenden Politik.

    Schaut man sich mal die Wahlergebnisse von 1924 und 1928 an, wird die regionale Problematik Ostelbiens, ausnehmlich des recht stark industriellen Schlesiens bereits an den Wahlergebnissen der DNVP deutlich und das besonders in Pommern und Schlesien:

    Reichstagswahl Dezember 1924 – Wikipedia
    Reichstagswahl 1928 – Wikipedia

    Fragen wir uns an dieser Stelle einfach mal, warum man denn in Zeiten in denen es wirtschaftlich einigermaßen lief, ausgerechnet die DNVP, die ja bevor die NSDAP eine ernstzunehmende Kraft wurde die Rechtsaußenpartei der Weimarer Republik war?
    Die Problemtik der Grenzziehungen allein kann es nicht gewesen sein, denn wenn das allein das Wählen rechtsextremer oder jedenfalls radikal rechter Parteien an und für sich herbeiführen würde, hätte eine solche Partei auch in Oberschlesien und im Rheinland (Ostoberschlesien, Hultschiner Ländchen, Kreis Namslau, Eupen-Malmedy, Saargebiet bis 1935, Französische Besatzung bis 1929) einiges an Gewicht haben müssen.
    Kam aber so nicht zustande.

    Wenn wir uns über wirtschaftliche Aspekte unterhalten, dann mögen diese beiden Wahlergebnisse Ausdruck dessen sein, dass der gesamtwirtschaftliche Aufschwung der Konjunktur in der Mitte der 1920er Jahre im Osten, außer bei der schlesischen Industrie, in der Form überhaupt nicht ankam, weil die Abhängigkeit der ländlicheren Regionen von der Schwankung der industriellen und finanzwirtschaftlichen Konjunkturzyklen eher gering war und sich der wirtschftliche Niedergang eher aus der sukzessiven Erweiterung des Marktes herleitete.

    Insofern mag man mitunter auch die Erfolge der DNVP lange vor Beginn der Weltwirtschaftskrise im Osten, als Indikator für wirtschaftliche Probleme betrachten, die sich ggf. durch den Zusammenbruch des Kreditmarktes noch ein Stück weiter verschärften, im Kern aber vorhanden waren.

    Schaut man sich neben dem sich Zeitgleich mit dem Aufstieg der NSDAP vollziehenden Bedeutungsverlust der DNVP, die Sache dahingehend an, dass die NSDAP weitgehend die Positionen der DNVP im Osten übernahm, und zwar mutmaßlich deshalb, weil sie ähnliche Inhalte im Bezug auf Wirtschaft bot, durch ihren Charakter als schichtübergreifende Partei und rassistisch ausgestalteten Sozialversprechungen aber weit integrativeren Charakter hatte, als die DNVP, erscheit der Wahlerfolg der NSDAP von 1930 gar nicht mehr so erdrutschartig.

    Die NSDAP gewann im Vergleich zur vorausgegangenen Wahl 15,7 % hinzu.
    Zeitgleich verlor aber die DNVP 7,3% und die DVP 4,2% im Vergleich zu den vorrangegangenen Wahlen von 1928.

    Insofern sieht der Wahlerfolg der NSDAP da zwar auf den ersten Blick gewaltig aus, verdeckt aber, dass es sich dabei weitgehend um radikalisierung von übergelaufenen Wählern der DVP und der DNVP gehandelt haben dürfte, während das rechte zuweilen demokratieskeptische Parteienspekturm an und für sich, aber nur um die 4% an Wählerstimmen dazu gewann, wenn man die Gewinne der NSDAP gegen die Verluste von DVP und DNVP aufrechnet.
    Was also den Zeitraum vom Beginn der Krise bis zur Wahl von 1930 betrifft, ist zu verzeichnen, dass, die NSDAP der DNVP ihre Positionen abjagte, was sich auch darin niederschlägt, dass die NSDAP anno 1930 den Wahlkreis Ostpreußen gewinnen konnte und die DNVP Pommern hier zwar noch behaupten konnte, aber nur noch mit 24,8% Im Gegensatz zu 41,6% in 1928 und ehemals stolzen 49,1% in 1924.

    Die Wahlen vom Juli 1932 waren dann in der Tat erdrutschaftig, weil das rezidiert rechte Parteienspektrum selbst abzüglich der weiteren Verluste von DVP, DNVP und CSVD dabei 13,2% dazu gewann.
    Dabei sei allerdings vermerkt, das von den größeren etablierten Parteien das Zentrum 0,9%, die KPD 1,2% dazu gewann die SPD 2,9% und die DStP 2,8% einbüßte.
    Der Stimmverlust der etablierten größeren Parteien, die nicht zum dezidiert rechten Spektrum gehörten, belief sich damit in Summa auf 3,6%.

    Dabei wird vor allem eines deutlich:
    Der Erdrutschartige Wahlsieg der NSDAP im Sommer 1932 fällt, was die Verlustseite angeht, vor allem mit einer veritablen Krise der Klein- und Regionalparteien zusammen, die bei dieser Wahl an die 9% Punkte einbüßten.

    Insofern, lässt sich für 1930 weder ein erdrutschartiger Zugewinn der rechten Parteien insgesamt im quantitativen Sinne konstatieren, noch sich der Erdrutschsieg der NSDAP vom Sommer 1932 mit einem dezidierten Vertrauensverlust der etablierten größeren Parteien erklären.
    Die SPD verlor bei den Wahlen 1930 5,8% und bei den Wahlen im Sommer 1932 nochmal 2,9%. Das Zentrum gewann 1932 0,9% bei vormalig 0,3% Verlust.
    Die beiden wichtigsten demokratischen Parteien mit dem Potential tatsächlich Regierungen anzuführen, verloren von vor dem Beginn der Krise bis zum Höhepunt der Popularität der NSDAP unter den Bedingungen freier Wahlen
    etwa 8,2 % an Wählerzustimmung.

    Wenn man sich auf die Periode der unmittelbaren Rezession und der zusammenbruchsartigen Erscheinungen nach dem Börsencrash, also auf die Periode bis zu den Wahlen vom September 1930 bezieht, verloren beide Parteien in disem Zeitraum 6,1%.

    Insgesamt wird man an Hand der Konsolidierungder Zentrumspartei auch unter den Bedingungen von 1932 und dem deutlich geringeren Verlust der SPD in der Periode von 1930-1932 im Vergleich zur Periode davor, feststellen können, dass was sich im Hinblick auf Vertrauensverlust betreffs der beiden großen demokratischen Parteien abspielte en gros bereits bei den Wahlen 1930 gelaufen war.
    Zwar verloren beide Parteien auch Ende 1932 nochmal leicht, aber nicht im überproportionalen signifikanten Ausmaß.
    Der einzige außerordentliche Verlust dieser beiden Parteien lag bei der SPD im Zeitraum von 1928-1930 und mag neben der Depression auch an einer Umorientierung von Wechselwählern liegen, die SPD hatte zuvor im 1928 im Vergleich zur vorrangegangenen Wahl von 1924 3,8% dazu gewonnen.

    Die SPD erreichte, wenn man es über einen längeren Zeitraum betrachten will, bei den letzten Wahlen in 1924 26% der Stimmen, bei den Wahlen, selbst im Sommer 1932 kam sie noch auf 21,6%

    Wenn man das Zwischenhoch von 1928 mal ausblendet hatte die SPD bei den Wahlen von 1930 gegenüber dem Stand von 1924 lediglich 1,5% an Stimmanteil verloren und im Sommer 1932 4,4%

    Das ist dann natürlich schon deutlich merkbar, aber ein katastrophenhafter Einbruch sieht anders aus.
    Das Zentrum entwickelte sich im gleichen zeitraum von 17,3 auf 15,7%, war also insgesamt auf niedrigerem Niveau etwas stabiler.

    Wer massiv abstürzte, waren zum einen die Regional- und Kleinparteien, so wie Parteien mit teilweise oder vollständiger liberaler Ausrichtung.
    Insofern würde ich im Hinblick auf die Zugewinne der NSDAP von 1932 eine ideologische Krise des wirtschaftlichen Liberalismus und eine Krise individueller Sonderinteressern in Form der Kleinparteien konstatieren.

    Letzterem mag die NSDAP insofern entegegen gekommen sein, dass sie im Gegensatz zur DNVP keine dezidiert preußisch-protestantische Veranstaltung war und somit in Landesteilen, die aus historischen gründen eher preußen-skeptisch waren, etwa in den hannoveranischen Wahlkreisen konservative und rechte Wählergruppen binden konnte, an die die DNVP mit ihrem preußisch-wilhelminischen Klientelismus nicht herankommen konnte.
     
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    Diese Antwort hast Du dir doch selbst in deinen letzten Ausführungen gegeben.
    Die Parteienzersplitterungen und die teilweise Wählerbindung an Klein-und Kleinstparteien liessen einfach keine absoluten Mehrheiten zu.
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    Dies ist teilweise arrogant auf das Heute ins gestern versetzt worden. Die NSDAP war überhaupt nicht gesellschaftlich geächtet gewesen, sondern unter den vielen Parteiangeboten einfach nicht wahrnehmbar. Vielfach von 1925-1928 noch im Aufbau begriffen, einschliesslich innerparteilichen Reibungsprozessen die nach Außen immer ein schlechtes Bild abgeben.
    Deine These ist auch leicht zu widerlegen, nämlich europaweit. Vor Corona ging es Europa nie besser was aber nicht den Aufschwung rechter Parteien in Europa verhinderte.
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  12. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Ja, dann hast du den beitrag nicht vernünftig gelesen, denn das übermäßige Gewicht der Extremen Parteien, die dann keine Mehrheiten mehr zuließen kan ja eben nicht durch das Vorhandensein der Kleinparteien, sondern durch deren Abwirtschaften um 1930 zustande.
    Bis dahin waren ja demokratische Mehrheiten und Tolerierte Minderheitsregierungen auf Basis der Reichtagszusammensetzung von 1928, durchaus möglich.
     
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    Stimmt da hast Du recht, habe deine Vorseite mit deinen Ausführungen nicht gelesen. Die Ausführungen von Dir sind auch sehr lang und detailliert.
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  14. Ich glaube ja, dass es ohne die Wirtschaftskrise von 2008 den Aufschwung rechter Parteien in Europa nie gegeben hätte.
    Allerdings vermute ich, dass da teilweise auch das Internet Schuld ist, das Rechtsradikale in der heutigen Zeit nutzen um den Menschen Angst einzujagen.
    Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus beidem: Internethetze und Abstiegsängste des Mittelstandes, die europaweit durch die Krise von 2008 entstanden.
     
  15. Wenn man Filme sieht, die in der Weimarer Republik spielen, sprechen aber viele Protagonisten voller Verachtung über Hitler und die Nazis. War das denn nicht so damals? Waren sie wirklich eher unbedeutend und von vielen gar nicht wahrgenommen? Kann ich mir kaum vorstellen, bei all der brutaler Gewalt die sie auf die Straße trugen, das muss der Bürger doch damals mitbekommen haben. Die Prügeltrupps der SA, das kann den Leuten gar nicht entgangen sein. Ich bedaure wirklich, dass meine Großeltern nicht mehr am Leben sind, gerade in der heutigen Zeit hätte ich so viele Fragen, früher hat mich das Thema leider nie interessiert
     
  16. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Naja, die Nazis wurden erst mit den Wahlen von 1930 zur Massenpartei, während sie aber faktisch ab den frühen 20ern mit Unterbrechung als Partei existierten.
    Insofern kann man wohl je nach Zeitabschnitt der beleuchtet wird beide Seiten für akkurate darstellungen der öffentlichen meinung über die Nazis halten.
     
  17. Papa_Leo

    Papa_Leo Aktives Mitglied

    a) Bitte nicht (Spiel)Filme als Quelle nehmen.
    b) Es kommt drauf an, in welchen Kreisen wer und wann von den Nazis gesprochen wird. Du findest heute in den USA auch bestimmte Kreise, die immer noch zum Präsidenten stehen - und ein ähnliches Verhalten an den Tag legen. Aber eben auch andere. Die konservative Eliten sahen erst einmal auf Hitler herab und hofften, sich seiner bedienen zu können (Htiler als "Marionettenkanzler" ... Papen: "In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht"). Anders sah es wohl bei den einfacheren Menschen auf der Straße aus - Hitler hat ja immer die Geschichte kultiviert, er wäre einer von ihnen (harte Zeit in Wien, Obdachlosenheim usw).
    Auch bei den "neuen" Eliten schien er z.T. gut anzukommen (Goebbels und die anderen Paladine waren ja nicht alle ungehobelte Rabauken) - sie erhofften sich in dem neuen Staat, den Hitler propagierte - Aufstiegsmöglichkeiten und Positionen (die von den alten Eliten im Moment besetzt waren).
    Gewalt ... ja ... aber die kam von rechts und links. Damit wurde die Weimarer Republik groß. Viele Erwachsene hatten den Ersten Weltkrieg miterlebt und evtl. deshalb auch ein anderes Verhältnis zur Gewalt.

    Übrigens: Hitler hat ja dann nach der Machtübernahme die SA recht schnell entmachtet. Ein Grund (neben anderen) war, dass der "wilde" Terror der SA seinem Ruf als Reichskanzler schadetet. Terror war gewünscht und wurde angewandt, aber nicht so, dass der brave Michel das mitkriegt (also im Konzentrationslager, nicht mitten in Berlin auf offener Straße).
     
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    Ja , es war so. Diese Nazis wurden ausgelacht, als Spinner bezeichnet und teilweise nicht ernst genommen was sich auch eindeutig bis 1929 in den Wahlergebnissen zum Teil niederschlug.
    Mit der brutalen Gewalt der SA blendest du die brutale Gewalt der Kommunisten und Wehrverbände aus.
    Das war nämlich die ausschlaggebende Voraussetzung die vielfach ausgeblendet wird. Die Gewalt auf Straßen hörte seit der niedergeschlagenen Revolution 1919 eigentlich nie auf, mal mehr mal weniger.
    Saalschlachten gab es schon da war die NSDAP noch in bayrischen Bierkellern mit 30 Gästen zu Gange. Das heißt, die brutale Gewalt war schon auf den Straßen und Sälen bevor SA überhaupt relevant in Erscheinung trat.
    In der Bevölkerung hieß es dann noch eine politiche Partei mit Schägern unterwegs, nichts Neues.
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  19. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Interessant, man lernt ja nie aus. Wann und wo hat das denn stattgefunden? Kennst Du die Historie des politischen Terrors gegen Politiker der Weimarer Republik?

    Organisation Consul, Schwarze Reichswehr, Fememorde sind natürlich alles Begriffe, die sich problemlos in das einfügen lassen, was Du geschrieben hast.
     
    El Quijote gefällt das.
  20. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Tatsächlich?
    Meinem Kenntnisstand krachte es zwischen 1920 und dem Beginnder 1930er Jahre eigentlich nur in 1923 noch einmal in heftigerer Form, sowohl im Hinblick auf die ruhrbesetzung, als auch auf den Hitlerputsch und den Hamburger Aufstand der KPD und dass alles vor dem Hintergrund des Höhepunktes der Hyperinflation.

    Zwischen 1920 und 1923, so wie den ersten Monaten des Jahres 1924 und dem Beginn der Weltwirtschaftskrise, war es eigentlich relativ ruhig.
     

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