Che Guevara

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten in der Neuzeit" wurde erstellt von mial, 24. Oktober 2007.

  1. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Che hat sich in der Nähe rauchend ins Gras gelegt um dem Erschießungskommando "moralischen" Rückhalt zu geben.............
     
  2. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Nochmal, Mercy, was war 1966 in LaPaz?

    41 Jahre später kannst Du doch über Deine Konspirativen Tätigkeiten Plaudern.
     
  3. Mercy

    Mercy unvergessen

    Ach du meinst diese story:
    http://www.geschichtsforum.de/278613-post5.html
     
  4. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Jaaaaaaaaaaaa Mercy,

    das meine ich.:S
    Was da steht habe ich aber ja längst gelesen. Details würden interessieren.
    Was zum Bleistift hast Du mit der Bunke geübt?:D

    Deine Frau erfährt nichts...............großes Indianerehrenwort.........:cool:
     
  5. Bartek

    Bartek Aktives Mitglied

    Che war nicht besser als Sigfried "Kongo" Mueller oder andere Soldner dieser Zeit.
    Nach dem Fall der Diktatur von Batista auf Kuba wurde Ernesto der erste Kommendant von dem beruhmten Gefengniss "Cabaña", wo er personlich an Torturen der Haftlingen Teil genommen hat. Dort hat er auch personlich die Heftlingen gemordet. Che hat auch (nach Régis Debray "Loués soient nos seigneurs", Paris 1996 ) den ersten "Lager der verbesserenden Arbeit" organisiert - tatsachlich ein richtiger Konzentrations-Lager - auf Insel Guanaha.
     
  6. mial

    mial Gast

    Und er hat dafür gesorgt, dass es in Kuba eine funktionierende medizinische Versorgung gab und hat ehrenamtlich auf Leprastationen und anderen Krankenstationen gearbeitet (bevor er Guerilla wurde)...
     
  7. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Ob er als Minister sich auch einige Verdienste an das Revers anheften kann ist sehr fraglich. Sein ökonomisches Wissen und dessen Zusammenhänge waren sehr bescheiden, auch wenn man ihm zum Chef der Nationalbank und später zum Industrieminister machte. Die von ihm unterzeichneten Wirtschaftsabkommen mit der Sowjetunion und dem RGW ruinierten Kuba innerhalb von fünf Jahren, da er einseitig die Konzentration der Wirtschaft auf die Zuckerproduktion richtete und somit abhängig machte.
    Guerilla war Guevara allerdings schon vor seiner Ministerzeit auf Kuba seit November 1956.
     
  8. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied


    Dass in den 5 Monaten, in denen Ché der Chef des Gefängnisses La Cabaña war, mehrere hundert Menschen dort hingerichtet wurden, ist inzwischen zweifelsfrei belegt.

    Aber wo steht, dass Ché persönlich an Folterungen teilgenommen hat? Davon habe ich noch nie gehört. Hast Du Quellen?


    Gruß

    Jacobum
     
  9. mial

    mial Gast

    Mein Beispiel für gute Verdienste waren wie gesagt nicht seine wirtschaftlichen Seiten, sondern die Schaffung eines soliden Gesundheitssystems.
    Und das mit dem "bevor er Guerilla wurde" bezog sich nur auf die Arbeit auf Leprastationen, nicht seine Ministerzeit... War nicht ganz eindeutig..
     
  10. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Dann gibt es aber auch noch die Geschichte, dass er Chrustschow dazu bringen wollte, ein paar Atomraketen Richtung USA abzuschießen.
    Chrustschow wäre aber zum Glück nicht darauf eingegangen.

    Verbürgt ist seine Aussage, dass, wenn Kuba darüber zu bestimmen gehabt hätte, die Raketen eingesetzt worden wären.
    Was natürlich auch nur eine schlichte "Säbelrasslerei" gewesen sein kann.


    Aber das passt alles nicht zu einem "Freiheitshelden".
     
  11. askan

    askan Neues Mitglied

    Wie soll denn ein Freiheitsheld denn beschaffen sein?
    Jungfräulich, Keusch, Aknefrei und Vegetarier und stets gut gekämmt, auf weissen Schimmeln reitend?

    Washington, Franklin hielten Sklaven, Churchill & Roosevelt verheizten ihre eigenen Leute usw. Alles hat seine dunkle Seite.
     
  12. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Ja mein Freund, aber weder Churchill noch Roosevelt haben die Leute zu hunderten dahinmorden lassen. Die Justiz zur Farce werden lassen. Und die Hinrichtungen persönlich überwacht. Gelangweilt im Gras liegend, Cohiba rauchend.
    "Um den Erschießungskommandos moralisch den Rücken zu stärken"


    Oder hast Du da andere Erkenntnisse?
     
  13. R.A.

    R.A. Neues Mitglied

    Zwischen Freiheitsheld und Mörder sehe ich doch noch einen wesentlichen Unterschied.
    Wir reden hier ja NICHT von den Menschen, die Che oder seine Genossen in den Guerillakämpfen getötet haben - das ist normal im Krieg oder beim Aufstand.

    Aber diese Massenhinrichtungen hinterher sind bei Freiheitshelden nun nicht üblich, und damit disqualifiziert man sich als solcher.

    Durchaus inkonsequent nach heutigem Standard. Aber damals eben völlig normal.

    Aber zu Ches Zeiten waren die Stanards der Zeit eben nicht mehr die der Mongolen oder der Inquisition.
    Als Che mordete, waren die Menschenrechte schon allgemein anerkannt, sie waren im Prinzip auch von den kubanischen Revolutionären als eigene Werte akzeptiert - da ist dieser blutige Kontrast schon kritikwürdig.
     
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  14. Brushian

    Brushian Gast

    Ich frage mich ob der gute Che gerade in den "kapitalistischen" Weltgegenden so beliebt wäre, hätte dieser Fotograf Guiterrez nicht dieses vor Charisma nur so strotzende Bild geschossen.
    Bei ihm beweist sich wieder mal, dass jene welche eigentlich aus gutem Hause stammen, durchaus zu den größten Verfechtern einer ihrer eigentlichen Herkunft absolut gegenteiligen Weltanschauung werden können.
    Ich wusste wer Che war, obwohl mir nie jemand sagte dass das Bild zu ihm passt, wenn man etwas immer wieder auf den T-Shirts von Schülern und Studenten sieht, die Medien die Person Che bis zum St. Nimmerleinstag ausleiern, dann kann man eins und eins zusammenzählen.
    Das dieser Mann, selbst wenn er aus Überzeugung handelte, ein paar hundert Menschen das Leben nahm, und vielleicht diese Macht über Leben und Tod sogar genoss, ist unverzeilich, schließlich bekam kein politischer Gefangener so etwas wie einen fairen Prozess.
    Überhaupt, die Chance dass zumindest ein unschuldiger dabei war, ist doch mehr als groß.
    Ich frage mich ob es Che gefallen hätte, wenn er gewusst hätte das sein Name in den folgenden 50 Jahren derart vermarktet wird.
    Ich glaube schon.
    Viele tragen die Brand Guevara obwohl sie nicht mal wissen wer der Typ ist.
    Solche Mythenbildungen wie bei Che sind immer differenziert zu betrachten, ich finde zwar dass beispielsweise Tito auch eine interessante Person war ( dass er 100000 Deutsche vertrieb und ermordete, 30000 politische Gefangene auf der kahlen Insel starben natürlich nicht sehr interessant ), doch aus ihrem Hintern kam auch kein Gold beim Schei..hrrrmmm, -> wer gibt einer Person das Recht über andere Menschen undemokratisch zu richten ?
    Che war sicherlich nach Bestätigung aus, sonst hätte es keinen selbstlosen Übermenschen gegeben, wie ihn Che spielte, da braucht man sich nur seine Lebenswege ansehen.
    Meiner Meinung nach, hätten es Menschen wie Patrice Lumumba mehr verdient auf T-Shirts abgedruckt zu werden, aber dafür war er wohl zu dunkel.
    Den hat man gequält, erschossen, mit Säure aufgelöst, und keinen interessiert es.
    Aber Che ist halt sche, ein Feschak.
     
  15. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Keusch und Vegetarier sind schonmal ein guter Anfang. Dazu noch klein, braungebrannt, mit (fast) Glatze, Brille und Schnäuzer.
    Ich häng mal meinen Vorschlag an
     

    Anhänge:

  16. R.A.

    R.A. Neues Mitglied

    Gandhi hatte viele lobenswerte Eigenschaften und ist als Freiheitsheld in der Tat sehr vorzeigbar.
    Aber keusch war er nicht, das ist m. W. in vielen Gegenden dieser Erde auch keine besondere Tugend.
     
  17. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    MWn hat er sich irgendwann von seinen ehelichen Pflichten abgewandt. Deswegen hab ich auf den Begriff jungfräulich verzichtet.
     
  18. LaLoca

    LaLoca Neues Mitglied

    Komischer weise hört man von Freiheitskämpfer immer nur das, was angeblich so furchtbar grausam und schlecht war. Warum aber gewisse Dinge gemacht wurden, fragt sich anscheinend fast keiner und dass diese Leute versucht haben größere humanistische Ziele zu erreichen, ist vollkommen egal, denn durch sie haben wir es ja nicht so gut, wie wir es heute haben. Es ist echt absolut logisch, dass sich ein Revolutionär nicht wie der Herr Oberjesus aufführen kann, sonst bräuchte er sich gar nicht gegen ihre Regierung wehren, denn dann würde sie niemand erstnehmen. Terror ist ein wesentlicher Punkt, der bei eine Revolution gar nicht wegzudenken ist, weil es von keiner Partei her wirklich Kommpromisse gibt. ;) Es ging halt nicht überall so leicht wie in Österreich, wo der Kaiser Karl "1922" abdankte. Wenn kein Kompromiss gegeben ist, sind beide Parteien daran schuld. Versucht erst mal selbst eine neue Regierung durchzusetzten, dann reden wir weiter. Aber eines stimmt, man kann sich aufführen wie das aller letzte Schwein, so dass man den Feinden schon wirklich sehr grausame Dinge antut wie arge Hinrichtungsmethoden, Folter oder Zwangslager. So waren aber auch nicht alle Revolutionäre.
     
  19. Balduin

    Balduin Gesperrt

    Hört man von Freiheitskämpfern nur das was grausam und brutal war ?
    Bei Che Guevara herrscht ja bald eine Vergötterung und ich sage mal 90 % der Teenies die mit Che Guevara T-Shirt und Co. rumrennen wissen nicht einmal was er erreicht hat.
    Diese Vergötterung von Freiheitskämpfern und Revolutionären gefällt mir gar nicht. Auch in Hinsicht auf RAF, mir kommt es da auch fast wie Vergötterung vor was in den Medien zur Zeit betrieben wird aber ich schweife vom Thema ab :grübel:
     
  20. askan

    askan Neues Mitglied

    Zitat:"Ja mein Freund, aber weder Churchill noch Roosevelt haben die Leute zu hunderten dahinmorden lassen."

    Stimmt, denn bei denen handelte es sich so eher um zigtausende, es sei denn die Geschichtsbücher wurden von bösen allgegenwärtigen Kommunisten gefälscht.
     

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