Die Ägypter und das Kokain/der Tabak

Dieses Thema im Forum "Das Alte Ägypten" wurde erstellt von Murasaki, 1. Dezember 2008.

Schlagworte:
  1. Mirtos

    Mirtos Mitglied

    Und des Rätsels Lösung ist einfach. Im 19. Jahrhundert hatten Archäologen einen UNGEZIEFERBEFALL der Mumie Ramses II mit TABAKLAUGE behandelt. Das ist alles.
     
  2. Pharmacologica

    Pharmacologica Neues Mitglied

    First Identification of Drugs in Egyptian Mummies

    Ich bin gestern auf folgenden Beitrag aus "Entheogene" [Nr. 5, S. 33-34. (1995)] gestoßen:

    "Verrückte Tatsachen

    Ein Korrespondent schickte mir die Fotokopie eines Artikels, der im Deutschen Journal für Naturwissenschaften, 79 (1992) veröffentlicht worden war. „Der erstmalige Nachweis von Drogen in Ägyptischen Mumien," (S. Balabanova, et al. Institut für Anthropologie und Humangenetik der Universität, W-8000 München,BRD), beschreibt, wie Kokain, Haschisch und Nikotin in Haar, Weichteilen und den Knochen von sieben mumifizierten Köpfen entdeckt wurden, welche zwischen 1070 v.Chr. bis 395 v.Chr. begraben wurden. Da Kokain und Nikotin beides Substanzen sind, die nur in neuweltlichen Pflanzen gefunden worden sind, sind diese Tatsachen außergewöhnlich seltsam. Entweder wurden die Proben kontaminiert (obwohl der Artikel den Eindruck erweckt, daß kompeente wissenschaftliche Methoden angewandt wurden), oder die Ägypter kannten Koka und Tabakpflanze. Mir ist klar, dass Kokainspuren auf den meisten 100-Dollar-Banknoten gefunden werden können, aber das ist nichts im Vergleich zu 2900 Jahre alten Mumien.
    [Man überdenke das einmal.- Jim DeKorne]"


    Im Anschluss daran habe ich u.a. die Beiträge hier im Forum gelesen, welche es als Zeitungsente abtun, sowie einen Beitrag, welcher sich zu den Arbeiten von Balabanova äußert.

    Der im Magazin beschriebene Artikel von S. Balabanova, F. Parsche and W. Pirsig: "First Identification of Drugs in Egyptian Mummies" in: Naturwissenschaften. Vol. 79 Nr.8,p. 358 (1992) ist jedenfalls unter folgenden Links einzusehen:

    [1] First identification of drugs in Egyptian mummies | DeepDyve

    [2] S. Balabanova et all.(1992) First Identification of Drugs in Egyptian Mummies (Naturwissenschaften Vol. 79 Nr. 8, p.358)

    In einem der "Briefe an die Herausgeber"legt G. Hertting in Naturwissenschaften Vol. 80 Nr. 6, p-243 (1993) seine Sicht der Dinge dar:

    [3] First identification of drugs in Egyptian mummies | DeepDyve

    [4] G Hertting (1993) Responding to - First Identification of Drugs in Egypt Mummies (Naturwissenschaften Vol. 80 Nr. 6, p. 243)

    Bezüglich der Reputation von Dr. Svetla Balabanova (damals in der Rechtsmedizin, Universität Ulm) möchte ich nur auf einen der Forschungsschwerpunkte hinweisen: Bestimmung von Drogen und Medikamenten im menschlichen Haar mittels Radioimmunoassay

    [5] S. Balabanova | DeepDyve

    Jeder mache sich doch sein eigenes Bild von der Sachlage. :fs:
     
  3. Speaker

    Speaker Aktives Mitglied

    mich würde da interessieren, was ich bei mumifizierten Köpfen unter Weichteilen verstehen kann? Das Hirn wohl weniger, da meist entfernt. Ausser es wurde nicht immer entfernt. Dann fiele mir nur noch die Haut ein....
     
  4. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  5. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Hallo

    @Pharmacologica

    Ist das nicht jene Forscherin, die Mumien untersucht hat, die dummerweise am Ende des 19.Jh. oder Anfang des 20.Jh. zwecks Konservierung und Bakterienabtötung mit nikotinhaltigen Lösungen behandelt wurden ?:(

    Insofern ist diese Aussage auf eine realen Nutzung dieser Pflanzen für diesen Zeitraum und diese Region gleich Null:D

    mfg
    schwedenmann
     

Diese Seite empfehlen