Die Außenpolitik im Kaiserreich: Vergleich Bismarck u. Wilhelm II

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von Kuhni Kühnast, 24. Juni 2006.

  1. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Erstmal danke für die Hilfe...also nur das innenpolitische soll ich ganz rauslassen meinte sie...nur was meinst du mit III. ...in wiefern Handlungsspielraum?...ich bin ja jetzt nicht so der Geschichtskenner...aber nachdem was ich gelesen hab war es doch so, dass Bismarck irgndwie den Krieg mit verdammt vielen Bündnissen und so vermeiden wollte und das nach seiner Entlassung dieses Bündnisssystem so nicht mehr existierte und es dann zum 1. Weltkrieg kam..oder kann man das so nciht sagen?Und was genau mit politische Notwendigkeiten gemeint ist versteh ich auch nicht ganz... Ansonsten hört sich das ganz gut an...nur meinst du, dass ich auf viele Ereignisse dabei eingehen sollte, weil ich ja nur 10 Seiten ungefähr hab...oder nur je eins als Beispiel rauspicken soll...?
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Nicht so schnell! Zwischen Bismarcks Abgang und dem WK I. liegen immerhin 24 Jahre!
     
  3. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Und sie sagte, dass ich mich am besten vorwiegend auf die Bündnisspolitik beschrenke...also nicht so stark auf die Krisen eingehe...aber ich sollte dann am besten doch sowas als folge der Politik zumindest erwähnen oder?
     
  4. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

  5. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Schade. Ist ganz interessant, die Seite. Es ging mir aber um diese Karrikatur:

    http://images.google.de/images?svnum=10&hl=en&q=lotse+bismarck&btnG=Search

    -----

    Wie Quijote schon anmerkte, zielt die Frage darauf ab, ob der Erste Weltkrieg unvermeidbar war oder nicht. Wenn man ihn für unvermeidbar erklärt, muss man auch erklären können, warum er unvermeidbar war. Welche "Notwendigkeiten" zwangen die Staaten Europas in den Krieg? Oder gab es einen Handlungsspielraum, den man nicht nutzte?

    Das ist z.B. für die "Schuldfrage" durchaus wichtig (Ist man in den Krieg "hineingeschliddert" oder hätte insbes. Deutschland ihm ausweichen können?).
     
  6. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Ja gut..dann erstmal danke, dass hilft mir schonmal sehr weiter...werde dann Morgen mal mit meiner Lehrerin über die Gliederung sprechen und fragen was sie so dazu denkt.
    Hast du vielleicht irgdendwelche Informationen dazu ob der Krieg vermeidbar gewesen wäre oder nicht..also irgdendwelche Texte..(Internetseiten)?
     
  7. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Hab mal ne Frage zum Rückversicherungsvertrag mit Russland? Also der diente doch auch dazu Frankreich zu isoliern...und in manchen Quellen im Internet steht, dass er geheim war aber in den materialien die mir meine Lehrerin gegebn hat wird das nicht erwähnt. War er denn geheim oder nicht? und wenn er geheim war warum?
     
  8. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Also habe jetzt auch mit meiner Lehrerin über die Gliederung gesprochen und sie meinte, dass ich am besten haptsächlich Bismarcks Bündnissystem erkläre und dann im Schlussteil auf die Änderungen unter Wilhelm II eingehe...hab mir jetzt folgende Gleiderung überlegt...meint ihr, dass die so akzeptabel ist?

    Inhaltsverzeichnis


    Vorwort


    1. Einleitung (Die Person Otto von Bismarck)


    2. Hauptteil

    2.1 Die außenpolitische Lage im Jahre 1890
    2.2 Die Absicht von Bismarcks Bündnissystem
    2.3 Bismarcks Entlassung („Der Lotse geht von Bord“)


    3. Schlussteil

    3.1 Der „neue Kurs“ unter Wilhelm II.
    3.2 Wertung
    ....
     
  9. Kunifer

    Kunifer Neues Mitglied

    Ich erlaube mir, noch zwei Literaturhinweise nachzuliefern, die hier bisher fehlten. Das erste Buch ist unlängst für kleines Geld (9 Euro) als Taschenbuch neu erschienen, das zweite Buch findest Du sicher in jeder gut sortierten Bibliothek.

    - Wolfgang J. Momsen: War der Kaiser an allem schuld?, Berlin 2005
    Lies hier bitte einmal die Seiten 257ff der Taschenbuchausgabe.

    - Otto von Bismarck: Gedanken und Erinnerungen, München 3. Auflage 2004
    Lies hier die Kapitel "Zukünftige Politik Russlands" und "Prinz Wilhelm". In der mir vorliegenden 3. Auflage von 2004 haben sie die Seitenzahlen 463ff und 503ff.

    Aus dem zweiten Buch kannst du einige Zitate von Bismarck übernehmen. Beachte aber bitte, dass er diesen seinen Nachlass, wie es so schön heißt, "mit Galle" geschrieben hat. Vieles davon ist also seine persönliche, beleidigte Meinung und tut dem Kaiser aus heutiger Sicht unrecht. Zitieren darfst und solltest du ihn natürlich trotzdem.

    Für nur fünf Euro ist außerdem kürzlich die Bismarck-Biographie von Rainer F. Schmidt in der Focus-Edition (ich weiß, ich weiß) erschienen, wo Du auf den Seiten 266ff eine Darstellung der Rolle Bismarcks nach seiner Entlassung findest, die leicht verständlich zu lesen ist.
     
  10. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Den neuen Kurs Wilhelms als "Schlussteil" darzustellen, ist etwas abwertend. In den Schlussteil gehört eine Zusammenfassung, Bewertung und/oder ein Ausblick. Trenne den"Hauptteil" in zwei oder drei Stücke.

    Z.B.

    1. Einleitung (Vorstellung des Themas)
    2. Die Außenpolitik unter RK Otto v. Bismarck

    2.1. Das junge Deutsche Reich in Europa
    2.2. Die Bündnispolitik Bismarcks
    2.2.1. Das realpolitische Kalkül
    2.2.2. Bismarcks Umsetzung
    2.3. "Der Lotse geht von Bord"
    3. Der neue außenpolitische Kurs Kaiser Wilhelms II.
    3.1. Die Ziele des Deutschen Reiches unter Kaiser Wilhelm II.
    3.2. Die außenpolitische Realisierung
    3.3. Die außenpolitische Wirkung
    4. Vergleich und Fazit (z.B. tabellarisch?)
    5. Schlussbemerkung (Der Wegi ndie Katastrophe)


    Wenn Du für jeden Punkt eine Seite veranschlagst, kommst Du auf 13. Das fände ich ordentlich.
     
  11. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Diplomatie ist ein kompliziertes Feld! ;)

    Aber keine Sorge, Dir wird geholfen werden ...

    Die Grundregel der Diplomatie lautet: Wie mache ich alle glücklich?

    Dazu muss man wissen, wer wie "glücklich" zu machen ist. Der Wikipedia-Artikel gibt Hinweise:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Rückversicherungsvertrag

    Bismarck hätte gerne gute Beziehungen zu Österreich und Russland gehabt. Da aber beide nicht miteinander auskamen, musste er Kompromisse machen. Die deutsche Öffentlichkeit war Russland eher abgeneigt, Österreich-Ungarn war für Deutschland der "natürliche" Freund. Zudem gab es Spannungen auf dem Balkan, deren Lösung im Interesse des Friedens und daher im Interesse Deutschlands stand.

    Wie bekommt man das nun unter einen Hut? Zu Österreich zu halten, sich aber zugleich Russlands wohlwollende Neutralität zu sichern?

    Man steht nach Außen zu Österreich, und biete Russland insgeheim Unterstützung in einigen Bereichen an, die "konfliktlösend" auf die Situation wirken könnten!

    Damit umgeht man 1. die öffentliche Meinung, hat 2. Österreich an seiner Seite, ist 3. vor Russland sicher und kann 4. möglicherweise einen Krieg am Balkan abwenden.

    Interessant für Dich vielleicht auch dieses:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelmeerentente

     
  12. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Ja danke..das hört sich gut an...nur was ist mit realpolitisches Kalkül gemeint? Also ist da Bismarcks Umsetzung nicht seine Bündnispolitik?
    Ansonsten hab ich mir das ja auch fast so Gedacht, nur dass sie sagte, dass ich keinen "Vergleich" ansetzen soll...aber irgendwie weiß ich nicht genau warum^^....
     
  13. Roque

    Roque Neues Mitglied

    frage nur mal so aus Interesse und entschuldige mich auch gleich für das Off Topic: also bei uns in Bayern ist die Facharbeit eine ca. 15 seitige Arbeit in einer der beiden Leistungskurse für die man grob 1 Jahr lang Zeit hat. Ist das in anderen Bundesländern anders ?
     
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  14. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Also wir, zumindest ich (NRW) habe als Vorgabe einen Umfang von 8-12 Seiten und ca. 1 Monat Zeit...
     
  15. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Also nochmal zu Bismarcks Bündnissystem..zwei Fragen...also Das "Spiel mit den 5 Kugel" ...warum genau heißt es "Spiel"...?...Und ich hab jetzt schon auf total vielen Inet Seiten Texte über seine Bündnisse gelesen..aber nichts gefunden was es wirklich anschaulich und alles zusammen in Verbindung darstellt...habt ihr da vllt nen Link?Weil mir die ganzen Zusammenhänge auch noch nich gaanz klar sind..
     
  16. Kunifer

    Kunifer Neues Mitglied

    Bismarck beherrschte das Ausbalancieren der fünf anderen europäischen Mächte ([SIZE=-1]England, Frankreich, Rußland, Österreich und Italien) [/SIZE]mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit.

    Eine Kugel ist leicht ins Rollen zu bringen, etwa wenn der Boden darunter Gefälle hat. Bismarck aber hat alle Großmächte in der Geraden gehalten, den Boden der Vertragswerke austariert, bzw. Frankreich so ruhig gestellt, dass keine Gefahr für einen neuen Krieg um Elsass-Lothringen bestand.

    Daher "Spiel mit den fünf Kugeln".

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Bündnispolitik_Bismarck.jpg
     
  17. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Also, versteh ich das richtig, dass Deutschland einen Dreibund mit ÖU und I hatte also ein "Bündnis" ..und Bismarck auch Russland von Frankreich vernhaltn wollte, und deshalb den Rückversciherungsvcertrag machte...indem er Russland quasi das Recht gab seinen Bündnisspartner ÖU anzugreifen obwohl ÖU ja eigntlich ein Bündnisspartner Deutschlands war?
     
  18. zeckenskater

    zeckenskater Neues Mitglied

    Ehm...wie genau ist das denn mit dem Zweibund 1879 mit Österreich? Also "Bismarck wollte durch den Zweibund Druck asuf Russland ausüben, um das ZArenreich zu einer engeren Anbindung an das Reich zu zwingen" steht in meiner "Quelle"...wieso wird Russland denn dann dazu gezwungn...und war das dann auch so, dass er durch die gezwungene Annäherung eine Annäherung an Frankreich vermeiden wollte?
     
  19. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Dazu hatten wir hier schon einmal eine sehr interessante und durchaus auch kontroverse Diskussion: http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?t=6597
    Grob gesagt ging es zuvorderst um eine Gleichgewichtspolitik des Kaiserreichs bei gleichzeitiger Isolation Frankreichs.
     
  20. Kunifer

    Kunifer Neues Mitglied

    Die Ziele der Großmächte in Europa zu Bismarcks Zeit waren eigentlich unvereinbar. Daher zielte Bismarcks Bündnissystem darauf, jedem Partner etwas zu versprechen, ohne es ihm wirklich zu geben. Dadurch widersprechen sich auch die einzelnen Verträge Bismarcks.

    Auf diesem Wege wollte er die einzelnen Großmächte ruhig stellen. Wichtigstes Ziel dabei war die Isolation Frankreichs. Deutschland sollte auf keinen Fall zwischen zwei befreundeten Großmächten Frankreich und Russland liegen. Genau dieser Fall ist aber nach Bismarcks Entlassung eingetreten.

    Ob Bismarck Österreich-Ungarn wirklich den russischen Interessen geopfert hätte, ist schwer zu sagen. Bismarck setzte wohl eher auf ein Patt in Südosteuropa. Aber die Risse im Vielvölkerstaat Ö-Ü zeigten sich schon zu seiner Zeit.
     

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