Guanchen

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von heinz, 14. März 2004.

  1. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Auf die Idee mit DeepL bin ich gar nicht gekommen.
    Bei der sonaja hat mir zugegebenermaßen Wiki gute Dienste geleistet. Den ganapán habe ich hier gefunden:
    Diccionario de las lenguas española y alemana
     
  2. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Wohl wahr.
    Stimme zu.
    Ich habe es als sekundärquelle übernommen ("Die Guanchen,Ihr Überleben und ihre Nachkommen;Jose Luis Concepcion,Juli 2016,Tenerife ) ich ging davon aus das der Author es als Zitat von Hernandez übernommen hat.Eine Internetrecherche über La música en Canarias * Lothar Siemens Hernández - PDF habe ich auch getan aber nicht die besagte Stelle gelesen, ging davon aus das dort die Beschreibung zu finden ist.
    Ich denke das die Seite auch die oben genannte Quelle benutzt hat.
    Ohne den Aufsatz von Hernandez gelesen zu haben, brauche jetzt eine wenig Erinnerungshilfe, die frühsten Berichte stammen doch Anfang des 15.Jahrhundert davor gab es nur wenige die die Kanaren besucht haben.Hat der Seefahrer längere Zeit auf den Insel verbracht oder wie kam er zu der Beobachtung?.
    Eine objektive Betrachtung der Tänze ist nicht gegeben, denn wir wissen nicht ob die erwähnten Beobachter der Tänze auch mit den Tänzen der Nordafrikaner vertraut waren(was ein ungewöhnliches Unterfangen zu dieser Zeit wäre).
    Die Feststellung das auf der Insel Hierro ein portugiesischähnlicher Stil getanzt wohingegen woanders ein französischer Stil getanzt wird(falls die Quelle glaubwürdig ist) und woanders eine Reihe Männer und Frau gegenüber stehend ….tanzen(Wenn Jose luis Concepsion sich das nicht ausgedacht hat) sollte näher untersucht werden und eine Besiedlung der einzelnen Kanaren Inseln durch verschiedene nordafrikanische Stamme in Betracht gezogen werden.
     
  3. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Das steht in dem verlinkten Bericht: Die Seefahrer verließen Lissabon am 1. Juli 1441 mit zwei Schiffen, erreichten die Kanarischen Inseln innerhalb von fünf Tagen und kehrten im November zurück. Sie zählten an bewohnten und unbewohnten Inseln insgesamt 13.


    Das behaupte ich ja nicht.
    Was ich behaupte, ist, dass zumindest in Deinem Fall eine objektive Betrachtung der Tänze ausgeschlossen ist, denn Du hast ja keine Ahnung, was im 14., 15. oder 16. Jahrhundert in Italien, Frankreich, Spanien und Portugal (und natürlich auch in Nordafrika) getanzt worden ist.
    Und von nordafrikanischen Tänzen des 20./21. Jahrhunderts hast Du ja auch noch fast nichts gesehen. Du hattest ja noch nicht einmal die von Dir selbst verlinkten Videos angeschaut, bevor ich Dich darauf aufmerksam gemacht habe, was dort zu sehen ist.
     
  4. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Das die Einwohner sie an den Tänzen in die Nähe ließen bezweifel ich (Kulombus ließen sie ja auch nicht an Land) eine Beobachtung von Boot mit einem Fernrohr vlt.
    Ne, ich weiss nicht was zu der Zeit getanzt wurde aber die Tänze konnten sich ja nicht so stark verändert haben,deshalb heisst es ja auch traditioneller Tanz weil man an der Tradition festhält.Aber wie gesagt den Guanchen Tanz kann man wohl mit den Nordafrikanischen vergleichen als mit einem sagen wir mal griechischen Tanz. Von einer westlich atlantischen Verwandtschaft der Tänze kann wohl ausgehen selbst Shakespear erwähnt "Canari it with your Feet ..." und Steptänze findet neben Irland und Spanien halt auch in Nordafrika.
    Ich habe es mir angeschaut;-)Ahwach haha imintlit
     
  5. Wenig ist so sehr der Mode unterworfen wie Tänze. Die Musik auf El Hierro wirkt archaisch, vor allem wenn sie nur Trommeln, Holzstöcke, Pfeifen und Gesang enthält. Alle Instrumente aus Metall (Schellen) sind nicht in der Tradition der Guanchen. Fast alles sonstige in der kanarischen Musik ist importiert und in modischer Variation, meist des 18. und 19. Jahrhunderts.
     
    Sepiola gefällt das.
  6. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    1. Fernrohre gibt es erst seit dem 17. Jahrhundert.
    2. Wer sagt, dass Kolumbus auf den Kanarischen Inseln nicht an Land ging? Nach allem, was man im Internet so lesen kann, machte er ausgiebige Zwischenstation auf La Gomera.
    3. Falls Kolumbus tatsächlich 1492 auf feindselig eingestellte Einwohner getroffen sein sollte, lässt das überhaupt keine Rückschlüsse auf das Verhalten der Einwohner anno 1341 zu. Zu Kolumbus' Zeiten hatten die Einwohner langjährige Erfahrungen mit europäischen Seefahrern, Missionaren, Sklavenhändlern und Erobern hinter sich.

    Und ob sie sich verändert haben...

    Ganz sicher benutzte man beim Tanzen die Füße.

    Eine Beschreibung des Canario aus der Zeit Shakespeares findest Du hier (Cesare Negri 1602):
    http://www.pbm.com/~lindahl/del/handouts/negris_canario.pdf
    Demnach handelt es sich um einen Paartanz (Mann und Frau).

    Hat mit Deinem Blechfässer-Tanz nichts zu tun - abgesehen davon werden auch die Guanchen nicht auf Blechfässern getanzt haben.
     
  7. Mfelix

    Mfelix Mitglied

  8. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Die UNESCO hat auf Gran Canaria den Risco Caido und den Platz um/und den Bentayga auf ihre Liste gestellt.

    Risco Caido and the Sacred Mountains of Gran Canaria Cultural Landscape

    Located in a vast mountainous area in the centre of Gran Canaria, Risco Caído comprises cliffs, ravines and volcanic formations in a landscape of rich biodiversity. The landscape includes a large number of troglodyte settlements — habitats, granaries and cisterns — whose age is proof of the presence of a pre-Hispanic culture on the island, which has evolved in isolation, from the arrival of North African Berbers, around the beginning of our era, until the first Spanish settlers in the 15th century. The troglodyte complex also includes cult cavities and two sacred temples, or almogarenes — Risco Caído and Roque Bentayga — where seasonal ceremonies were held. These temples are thought to be linked to a possible cult of the stars and “Mother Earth.”
     
  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Bei den Pfeifsprachen bin ich zwar davon überzeugt, dass der Silbo auf Gomera und das entsprechende Pendant im Atlas auf gemeinsame Ursprünge zurückgehen dürften, allerdings ist zu bemerken, dass es sich durchaus um individuell entstandene Pfeifsprachen handeln kann, es sind nämlich Pfeifsprachen nicht auf die Region Atlas-Gomera reduziert, sondern man findet sie an verschiedenen Orten der Welt, als Vorraussetzung immer an Orten, wo es enge Täler gibt, welche die Pfiffe weitertragen und fast immer von Hirten ausgeübt.
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Laut Antonio Aparicio Juan und César Esteban López, beide Astrophysiker von der Universität La Laguna, sind die Pyramiden von Güimar nicht vor dem 19. Jhdt. [sic!!!] entstanden. Sie behaupten, dass das auch das Ergebnis der Auswertung historischer Dokumente und archäologischer Analysen sei.
    Antonio Aparicio Juan - Página personal
     

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