Marschmusik

Dieses Thema im Forum "Sonstiges in der Neuzeit" wurde erstellt von Sachsenross, 31. Januar 2009.

  1. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Womit sich deine These erledigt hat. Beitrag 29 betrifft übrigens 5 verschiedene Zeitzeugen, die auf beiden Seiten kämpften. Bestimmt lassen sich von anderen Schlachten des 18. Jahrhunderts noch mehr auftreiben, so man in eine Bibliothek geht.
     
  2. Hulda

    Hulda Gast

    Jetzt habe ich mal im Lexikon nachgeschlagen in der Hoffnung, dass es uns weiter hilft...

    Laut Dahlhaus, C. u. Eggebrecht, H.H. (Hg.): Brockhaus Riemann Musiklexikon Bd. I, Mainz 1995, S.55, erhielt im späten 17. Jahrhundert jedes Regiment seinen eigenen Marsch.
    Ferner gilt der Marsch seit dem 17. Jahrhundert als Signal zum Aufbruch (vgl. ebd., Bd. III, S.91).
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Februar 2009
  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Hurvi sprach doch nicht den einzelnen Marsch, sondern die einzelne Kapelle
    an: nämlich vor der Schlacht.

    Kann ich mir auch nicht vorstellen, es sei denn, jemand liefert noch ein Beispiel, außerhalb der Mai-Demos.=)
     
  4. Hulda

    Hulda Gast

    Das mit der Kapelle habe ich schon verstanden... ich bin diesbezüglich vielleicht etwas blöde... aber irgendwer musste die einzelnen Märsche dann auch spielen. Habe aber von derlei Dingen zugegebenermaßen keine Ahnung.
     
  5. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Gewiiss, bei der Parade. Oder beim Auszug aus der Garnison..
    Bei der Schlachtaufstellung im Kanonendonner wäre es nur Kakophonie gewesen, besonders für den Feldherrn. Wieviele Kapellen soll man dann eigentlich ins Feuer geschickt haben? Welch eine Verschwendung an talentierten Musikern...
    @Hurvis Vergleich mit Maiparaden oder Karnevalsumzügen trifft es eigentlich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2009
  6. Hulda

    Hulda Gast

    Das leuchtet ein... ohrenbetäubend!!! :trompete::trompete::trompete:
     
  7. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Und immer nur 20 Sekunden beim Vorbeiritt :rofl:
     
  8. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Das hilft weiter, erklärt wie schon oben erwähnt nicht, dass jedes Regiment eine Kapelle besaß. Geschweige denn, eine Kapelle neben dem Heerführer beim Inspizieren der Schlachtordnung mitritt (oder marschierte) die einzelnen Regimentsmärsche aufspielte.
    Für einen gelungenen Slapstick-Film eine gute Idee.
     
  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Hm, dass man Märsche als Signale zum Aufbruch hatte, kenne ich nicht so. Es gab dafür meines Wissens bestimmte Trommelsignale. Man schlug mit den Trommeln Assamblée, Versammlung aller Soldaten oder nur bestimmter Unteroffiziere usw..

    Dass alle Regimenter einen Marsch schon im 17.Jh. hatten, scheint mir auch fragwürdig. Schon für das beginnende 18.Jh. wurde das angezweifelt. Im 17.Jh. ist das schon von daher unwahrscheinlich, da sich da erst stehende Heere entwickelten. Die meisten Staaten warben aber noch lange die Mehrzahl der Truppen nur für bestimmte Aktionen an bzw. boten die Landesdefensionstruppen auf.

    Obendrein müsste man sich anschauen, wie und wann sich die Militärmusik in dem Charakter, wie wir sie heute kennen entwickelte. Aus dem 17.Jh. kenne ich v.a. Pfeifer und Trommler. Regelrechte Orchester wurden meines Wissens, wenn dann erst im ganz späten 17.Jh. gebildet und Becken und sowas kam erst peut à peut hinzu.

    PS: Ein Problem ist sowieso der Nachweises. Wie so vieles an Musik sind doch die meisten frühen Märsche sicherlich ohnehin vergangen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2009
  10. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    YouTube - Marsch der finnländischen Reiterei
    YouTube - Der Pappenheimer

    Hm, diese Märsche sollen aus dem Dreißigj. Krieg stammen, ihr Name deutet auf bestimmte Eliteregimenter. Alle hatten so etwas sicher nicht.
     
  11. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Als Signal würde ich auch mehr Trompete und Horn vermuten. Der Zapfenstreich ist ja zuerstmal auch lediglich ein Trompetensignal, erst in der milit. Tradition und als etwas ganz besonderes ausgeweitet.

    OT:
    Die dt. Infanterie hatte doch noch 1914 Trompeter, und das Angriffssignal war die "Kartoffelsupp".
    1915 wurden franz. Jäger auf dem Hartmannsweillerkopf abgeschnitten. Sie verständigten sich mit den franz. Truppen außerhalb mit Hornsignalen.
    Selbst ihre Absicht zu kapitulieren, teilten sie noch per Hornsignal mit.
     
  12. Eber

    Eber Gesperrt

    Noch mal zum Verständnis,die Kapellen spielten vor der Schlacht nicht in der Schlacht,bei der Aufstellung der Regimenter zur Schlacht diente die Musik zur akustischen Orientierung.Die Regiments Kapellen waren natürlich nicht so groß wie ein Karajan Ochester.Man kam etwa mit 15-25 Musiker aus,dann kam vor dem Angriff der Befehl Trommler nach vorne.Wenn die Schlacht im Gange war dienten die restlichen Musiker als Sanitäter.

    Jedes Regiment hatte einen Regimentsmarsch,bei vielen Regimentern konnte es ein und der selbe Marsch sein.Denn der Musiktitel war für eine Orientierung nicht wichtig,denn die Details bekam man von den Truppen Einweisern zur Schlachtaufsrellung.
     
  13. Eber

    Eber Gesperrt

    Mir fällt gerade eine Quelle ein,die DDR oder Sowjetischen Millitärparaden.Dort fuhr der Kommandeur der Parade die Linie ab, und bei jedem Stop setzte die Musik aprupt aus,und der Kommandeur begrüßte die Soldaten,wenn er bei dem nächsten Regiment war wiederholte sich das.Das haben sich weder die DDR noch die Sowjets ausgedacht sondern das ist Militärtradition.

    Nachtrag bei der Millitärparade werden alle Regimentskapellen zusammen gefaßt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2009
  14. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Nenn uns doch die Quelle. Einfach hinschreiben, mir fällt da eine Quelle ein ist sehr mager. Autor, Fundstelle usw. sind zwingende Angaben, damit der Leser nachprüfen kann, wenn er dann möchte, ob deine Thesen auf Hand und Fuss haben. Wenn du natürlich keine Angaben dazu machst, ist alles der dubios.
     
  15. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Das beißt sich aber mit deiner gestrigen Behauptung, der Feldherr hätte seine Regimenter an der Musik erkannt.

    EDIT: Ich habe Zeitzeugen von Borodino 1812 erwähnt, wo dergleichen definitiv nicht stattfand. Hat jemand weitere Originalquellen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2009
  16. Eber

    Eber Gesperrt

    So langsam habe ich das Gefühl,das ich alles aufmalen muß,wenn der OB die Schlachtenlinie abritt dann tat er das nicht um Musik zu hören,und er wollte auch nicht die einzelnen Regimenter nach der Musik identifizieren,sondern wenn ein Kapelle aprupt aussetzte und die nächste Kapelle einsetzte dann wußte der OB er ist beim nächsten Regiment.

    Geht es nur noch darum recht zu haben,oder geht es um Millitär Marschmusik.
     
  17. Eber

    Eber Gesperrt

    Direkt Übertragungen des DDR Fernsehens.Vieleicht gibt es DVDs mit DDR oder Sowjets Millitärparaden!:mad:
     
  18. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Es geht um Belege, die du uns bisher schuldig geblieben bist. Behaupten kann man viel. Du bist damit gekommen, also liegt die Bringeschuld bei dir.
     
  19. Eber

    Eber Gesperrt

    Es gibt keine spezielle Quelle,das kann man nur bei historischen Abhandlungen in Nebensätzen herraus lesen.Diese Dinge sind als einziges Thema kein Buch wert.Es sei denn man gräbt bis man zufällig in einem Buch zufällig einen Absatz findet.An sonsten Filmkonserven von DDR Millitärparaden,und mit genügender Sachkenntnis lassen sich meine Behauptungen ersehen.
     
  20. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    @Eber, es geht nicht um DDR-Paraden, sondern um das 18. Jahrhundert. Also eine unbewiesene Behauptung - toll.
     

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