Eisenpyrit zum Schlagen kommt eben in England fast gar nicht vor an der Erdoberfläche, deshalb ist es auch kein Pseudoargument , sondern in mehreren Fachpublikationen veröffentlicht siehe auch : nationalgeographic.de vom 5.1.2026.
Meinst du den Artikel von Tom Metcalfe,
Der Neandertaler: Hatten Frühmenschen schon vor 400.000 Jahren Feuer?, zu finden bei
Der Neandertaler: Hatten Frühmenschen schon vor 400.000 Jahren Feuer? - National Geographic
Am Fundplatz East Farm in England traten bei jüngsten Grabungen gerötete Schluffschichten zutage, von Hitze verzogene Feuerstein-Handäxte und Fragmente eines Minerals – Eisenpyrit –, das als Funkengeber auf Zunder gedient haben könnte. Zusammen deuten diese Funde darauf hin, dass eine frühe Gruppe von Neandertalern dort vor etwa 400.000 Jahren wiederholt Feuer in einer Herdstelle entfachte.
„In über 36 Jahren Feldarbeit und geologischer Untersuchungen in dieser Region haben wir nie zuvor Pyrit gefunden“, sagt
Nick Ashton, Archäologe am British Museum und Hauptautor der
im Fachmagazin Nature erschienenen Studie. „Jetzt taucht es erstmals gemeinsam mit hitzegesplitterten Handäxten und gebrannten Sedimenten auf.“
[...]
East Farm liefert erstmals Pyritfragmente, die wie Bestandteile eines Feuererzeugungs-Sets wirken. Zudem deuten einzelne Schädelreste aus anderen Fundstellen darauf hin, dass bereits frühe Neandertaler in der Region lebten – auch wenn nicht auszuschließen ist, dass das Pyrit von
Homo heidelbergensis stammt.
Eisenpyrit – wegen seines goldenen Schimmers „Katzengold“ genannt – besteht aus Eisendisulfid. Wird es mit Feuerstein geschlagen, entstehen Funken, die speziellen Zunder entzünden können, etwa Holzspäne oder getrocknete Pilze.
Das Mineral kann sich zwar auch auf natürlichem Wege im Boden bilden, erklärt Andrew Sorensen, Feuerspezialist an der Universität Leiden und Mitautor der Studie. Doch geschieht das in East Farm normalerweise hunderte Meter tief – während die nun gefundenen Fragmente nur wenige Meter unter der Oberfläche lagen. „Da es in dieser Region keine pyritführenden Vorkommen gibt, spricht vieles dafür, dass es von Homininen eingebracht wurde“, sagt er.
Du hast versucht, das Vorkommen von Pyrit bei Eastfarm als Resultat von größeren Zusammentreffen verschiedener Neandertalergruppen zu präsentieren, denn "in England" käme Pyrit nicht vor. Das ist dem Artikel so nicht zu entnehmen. Dem Artikel ist zu entnehmen, dass das Pyrit am Fundort durch menschliches Zutun an den Ort gekommen ist, da
an diesem speziellen Ort Pyrit nur in mehreren Hundert Metern Tiefe vorkommt.
Das British Museum zitiert den Studienleiter:
In other words, pyrite is incredibly rare in this part of Suffolk.
Mit anderen Worten: Pyrit ist unglaublich selten in diesem Teil von Suffolk.
Also: Es scheint belegt zu sein, dass die Menschen - wahrscheinlich Neandertaler, VIELLEICHT aber auch
Homo heidelbergensis - das Pyrit hier gezielt hinbrachten, um Feuer zu machen, da es
geologisch an diesem speziellen Ort nicht in den fraglichen Erdschichten vorkommt.
Sachlich unrichtig ist deine Aussage, es gäbe kein Pyrit in England, und die Schlussfolgerung, dass das Pyrit aus gemeinsamen Treffen von Großwildjagden stamme somit a) nicht zu treffen und b) - selbst wenn deine Aussagen sachlich richtig gewesen wären - ein Pseudoargument.
Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass kleinere Gruppen sich dann und wann getroffen und zusammengearbeitet haben, vielleicht sogar verabredet. Im Gegenteil, ich bin sogar überzeugt davon, dass sie es regelmäßig getan haben.