Reliquienhandel

Zu dem Thema finden sich etliche Beiträge und Nachrichten, ich such sie dir bis Montag raus. Es gab Berichte in der Washington Post und in den verschiedensten Kunstmedien und von Auktionshäusern ...
Zum Anfang der Bericht aus dem Focus KUNSTSKANDAL: Echt falsche Bilder - Medien - FOCUS Online

und im SAT3

3sat.online

Über die russischen Ikonen- und Reliquienfälschungen wird ja auch kein Hehl gemacht. Da gab es 2007 einen offiziellen Bericht im ZDF 3sat.online

Ikonen
http://www.welt.de/print-welt/article512463/Ikonen_werden_zur_heissen_Ware.html

http://www.brenskegallery.com/Publication_PDF/Publications/wk_19_97.pdf
 
Danke schön, ich schaue die Links mir an sobald ich zeit finde...

Ich suche allerdings solche Quellen, oder Aussagen, bezüglich meinem ersten Postings eine Seite zuvor. Also Muslime fälschen Reliquien in Massen, diese Schufte, und überfluten die meisten Kirchen von Irland bis Polen damit. Die Byzantiner waren natürlich Unschuldlämmer... Kreuzfahrer sowieso. Und die Kirchenfürsten im Abendland auch... Und vor der Ausbreitung des Islam gab es sowieso keine Geschäftemacher... Vielleicht war es ja so, aber dieses hätte ich gerne verifiziert, am besten von jemanden, der schon im Mittelalter oder in Kirchengeschichte sich besser auskennt, und weiß, wo man nachschlagen muss, bevor ich doppelt und dreifach solange brauche.

Ansonsten, ich gehöre ja meistens schon zu den Antwortern, weniger zu den Fragern des Forums... ;)

:winke:
 
Über Ansätze zur Heiligen- und Reliquienkritik in Mittelalter und früher Neuzeit schreibt Klaus Schreiner, "Discrimen veri ac falsi" - Ansätze und Formen der Kritik in der Heiligen- und Reliquienverehrung des Mittelalters, in: Archiv für Kulturgeschichte 48/1 (1966)

Der gelehrte Humanistenabt Johannes Trithemius (1462—1516) bekennt resigniert, er könnte seinem ursprünglichen Vorsatz, ein opus breve abzufassen, keinesfalls treu bleiben, wollte er alle Visionen, Wunder und Wallfahrten vollständig aufzählen, die man in Deutschland und Frankreich um des Geldes willen erfunden habe.​
Klagen über das zwielichtige Gewerbe von Reliquienfälschern sind nicht minder zahlreich. Augustinus berichtet von umherschweifenden Mönchen, die mit unechtem Heiligengebein Geschäfte machen. Guibert von Nogent (1053—1121) bezichtigt Händler, gewöhnliche Knochen (ossa vulgaria) als pignora sanctorum zum Verkauf anzubieten. Jakob von Vitry (c. 1180—1240) eifert gegen miserabiles homines, die mit Lügengeschichen und gefälschten Reliquien dem ungebildeten Volk das Geld aus der Tasche ziehen. Panormitanus ( = Nicolaus de Tudescis, 1386/89—1445) beschuldigt die questuarii sancti Antonii, daß sie mit besonderem Geschick diese Falschmünzerei betreiben. Johannes Geiler (1445-1510) und Thomas Murner (1469-1537) wettern gegen die „heiltumbführer, stationirer und Betler, die Gott und die Welt betriegen".​
 
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