Tief im Westen, wo die Sonne verstau... untergeht

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von Mfelix, 7. Januar 2023.

  1. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Zufall. Das ist wohl derselbe Stamm wie bei κύριος, dem Wort für "Herr".
     
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  2. Mfelix

    Mfelix Aktives Mitglied

    Eine alternative Deutung der goldenen Äpfel wäre ein typischer Schmuck der Gegend ;bestehend aus großen geschliffenen Bernstein(wird auch im Norden "baltisches Gold" genannt) die die Frauen trugen,wollten die Hellenen vlt.einen Charakterzug dieser Frauen zeigen(Drachen?) .Bijoux berbères oder verachteten sie das Matriachat (Köpfen der Medusa?)

    Dem Bernstein wirdunteranderem, heilende Wirkung nachgesagt vermutlich aus dem Mythos heraus entwickelt ,der Schlange(Aesculap)um dem Baum der Erkenntnis auch wird Tanit mit einer ähnlichen Kette dargestellt:

    imageAP8.jpg
    Tanit von Elvissa,Ibiza
    (Museum der archäologie Kataloniens,Barzelona )
     
  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Nein, weil das wieder nur vereinbaren soll, was du gerne vereinbart sehen möchtest (nämlich griechische Mythologie und irgendetwas, was für den Magrib typisch ist), obwohl es dafür keine Veranlassung gibt.

    Schmuck, insbesondere für Frauen, ist kein Alleinstellungsmerkmal der magribinische Berber, sondern weltweit zu finden, daher ist diese Herleitung, die sich von den Äpfeln der Hesperiden nun völlig entfernt hat, einfach nur als anlasslos hereikonstruiert zu bezeichnen.

    Auch hier: anlasslos herbeikonstruierte Zusammenhänge.

    Das sind vier verschiedene Dinge, die aus teilweise ganz unterschiedlichen Welten stammen.
    Der aus dem Helladikum (Mykene) bekannte Bernstein, der auch nach Ägypten gelangte, stammte hauptsächlich aus dem Ostseeraum (obwohl es Ägypten nähere Bernsteinvorkommen gab, etwa in Äthiopien, aber die waren offensichtlich damals nicht bekannt).
    Nur weil das Äskulap-Symbol dem Baum der Erkenntnis in der Darstellung ähnelt, hat es nichts miteinander zu tun.
    Beim Baum der Erkenntnis verführt die Schlange die Menschen dazu, eine Sünde gegen Gott zu begehen. Asklepios soll immer einen Stab mit einer Schlange mit sich geführt haben.

    Die Diskussionen wären wirklich fruchtbarer, wenn du nicht ständig die wildesten Zusammenhänge konstruieren würdest. Du willst über die Geschichte des Magrib diskutieren? Dann tu es, aber lass Höhlen in Argentinien, griechische Mythologie, Bibel etc. aus dem Spiel. Und wenn du über die griechische Mythologie diskutieren möchtest, die Bibel oder Höhlen in Argentinien, dann lass den Magrib aus dem Spiel. Und beachte bitte räumliche und zeitliche Differenzen, denn manchmal hat man den Eindruck, dass du glaubst, dass dein Urgroßvater auf einem Velociraptoren reitend den Dodo ausgerottet hat, weil du geographisch und zeitlich alles durcheinanderwirfst.
     
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  4. Mfelix

    Mfelix Aktives Mitglied

    Kurz gesagt:das liegt alles daran ,da ich an einer gemeinsamen Oberkultur nenn es Atlantisch-mittelmeerraumkultur ,die diese genannten Regionen verbindet,glaube.
     
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das Meer verbindet. Ich hatte das Beispiel mit den Bernsteinen gebracht. Die sind in der Bronzezeit von der Ostsee über Mykene bis nach Ägypten verhandelt worden. Das steht außer Frage. Die Kulturen haben sich so mittelbar gegenseitig beeinflusst. Jedoch wardeswegen die Kultur der bronzezeitlichen Menschen an der Ostseeküste weder helladisch (Mykene) noch ägyptisch.
    Das Springen durch Räume und Zeiten führt zu nichts. Ebensowenig führt es zu etwas, nur weil es ein Phänomen in mehr als einer Kultur gibt, alles zu einer gemeinsamen Kultur zu erklären. Es gibt in allen Kulturen (auch heute noch) den Drang sich zu schmücken. Den Drang Rang auszudrücken. Und den Drang, sich seiner Umwelt mitzuteilen. Deswegen sind aber z.B. Höhlenmalereien, die in Argentinien und Höhlenmalereien die in den Pyrenäen gefunden wurden, nicht zu einer Kultur gehörig. Sie entspringen demselben menschlichen Bedürfnis.
     
  6. Mfelix

    Mfelix Aktives Mitglied

    Du spricht wieder von der Cueva de las manos?
    Nun es gibt ja die "Hamsa" oder auch dieHand der Fatimas genannt , ich dachte es wäre ein maurisches Symbol doch gibt es das in der jüdischen Kultur ebenso vermutlich ist es aus der Prähistorie und entspringt einem menschlichen Bedürfnis sich zu Schützen(?) also einer Kultur des frühen Menschen (in dem Fall globales Erbe) ,stimme dir zu.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2023
  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Alles, was der Mensch in seiner direkten Umgebung findet, also Körperteile, Sonne, Mond, Sterne, Wasser etc. kann zu jedem Zeitpunkt genutzt werden für die Darstellung. Dazu bedarf es nicht einer gemeinsamen Kultur. Das ist schlicht menschlich.

    Ich darf dich daran erinnern, was ich dir schon einmal geschrieben hatte:

    Die Hand der Fatima - ein Schutzsymbol - hat damit zunächst einmal nichts zu tun. Aber auch dieses Schutzsymbol ist gewissermaßen universal. Denn was machen wir, wenn wir fallen? Wir versuchen, den Sturz aufzufangen, indem wir unsere Handflächen in Richtung des Bodens drehen. Was machen wir, wenn wir einen Angriff abwehren (selbst, wenn dieser nur verbal ist)? Wir drehen unsere Handflächen dem Angreifer zu.[​IMG]
     

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