Verfolgte Minderheiten im NS-System

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Gast, 24. November 2007.

  1. Brushian

    Brushian Gast

    P.....c richtig schreiben, aber nicht TITO ;)
    Außerdem, wann hat denn Tito mit Faschisten halbe Sache gemacht ?
    Du meinst wohl eher Mihailovic gen Ende des Krieges, was anderes kommt nicht in Frage.

    Am Balkan haben die Nazis keine Verfolgungen durchgeführt, aber die Faschisten.

    Der Plan P.....cs war es 1/3 der Serben vertreiben, 1/3 der Serben ins Gras beißen lassen, 1/3 zwangskatholisieren.
    Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn du, bevor du seinen Namen erwähnt hast, dich ein bisschen über ihn und seine Handlanger erkundigt hättest.
    Das war eindeutig eine Vorstellung von einem Genozid.
    Bei vielen ist ihnen das auch gelungen, Zahlen werde ich aber keine nennen, ich weiß ja wie haarig so etwas ausarten kann.
    Da haben sich selbst die SS-Typen beim F....r beschwert, wie hart seitens der Faschisten vorgegangen wurde.
    kannste alles nachlesen
    Die deutschen Nazis haben natürlich keine direkte Verfolgung wie bei den Juden angestrebt, aber Tote durch Erschießungen waren auch nicht wenige dabei.
     
  2. Ich meinte schon Tiso, siehe Sowakei.
     
  3. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

  4. Brushian

    Brushian Gast

    Sorry, ich dachte du meintest die Jugoslawen. :haue:

    Viele katholische "Untertanen" kämpften aus religiösen Gründen an der Seite der Nazis.
    Obwohl diese nicht unbedingt Freunde der Kirche waren.
    Da hast du schon recht, der stand dem P.....c in nichts nach, nur vielleicht an der Anzahl der verübten Verbrechen.
    Aber Kooperation mit den Nazis macht keinen Halt vor anderer Nationalität.
    Die Machenschaften zwischen den zwei Lakaien und H....r haben aber nichts zu tun mit dem Verhältnis der Slawen und Germanen heute.
    Leider wurde hier oft erwähnt, wie aus Taten damals, verallgemeinernde Aussagen über das Leben heute getroffen werden können, mir ist es zumindest so vorgekommen.
    Die momentane Situation in Polen und der Slowakei sind aber sowieso im Begriff sich von selber zu klären, und tragen zu dieser Diskussion nichts bei.
    Nun, weiter mit den verfolgten Minderheiten im NS-System
     
  5. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Im September 1939 begann die Vernichtung der Roma und Sinti, nur einen Monat später begann im Oktober das Morden gegen die polnische Intelligenz. Es gibt darüber keinen schriftlichen Befehl Hitlers, doch berief sich Heydrich am 2. Juli 1940 im Streit mit Wehrmachtsdienststellen auf einen "außerordentlich radikalen Führerbefehl".

    Hans Frank zitiert wörtlich eine Ermahnung des "Führers" vom 30. 5. 1940: "Was wir bis jetzt in Polen an Führungsschicht feststellten, ist zu liquidieren". 5 Jahre lang waren nicht nur die Juden, sondern auch die Polen rechtlos. Insgesamt dürften dem Morden in Polen gut eine Millionen Menschen zum Opfer gefallen sein.
     
  6. Brushian

    Brushian Gast

    Ein Text zu den Verbrechen an Polen und Slawen, falls er nicht ganz astrein sein sollte, bitte ruhig aufklären:

    Wie auch immer die Ostexpansion nach außen begründet wurde, ob mit der "bolschewistischen Gefahr", mit der "Sturmflut Asiens" (Heydrich) oder mit der deutschen "Raumnot" - die mörderische Ideologie der Planer war klar und wurde in internen Kreisen auch ganz offen ausgesprochen: Was wir brauchen, können wir nur mittels Gewalt, mittels Krieg bekommen. Neuen "deutschen Volksboden" erwerben wir nur, wenn wir die, die darauf sitzen, "totschlagen". Himmler habe schon Anfang 1941 vor seinen zwölf SS-Gruppenführern erklärt, die Ausrottung von 30 Millionen Slawen werde "der Zweck des Rußland-Feldzuges " sein, sagte einer der Beteiligten im Nürnberger Prozeß aus.Derselbe Zeuge bekräftigte es gegenüber dem sowjetischen Anklagevertreter, "daß der Kampf gegen die Partisanenbewegung ein Vorwand für die Ausrottung der slawischen und jüdischen Bevölkerung war". Hitler hatte schon zu Beginn des Ostfeldzugs die Parole ausgegeben, daß man die besetzten Gebiete "so rasch wie möglich … am besten dadurch " befriede, "daß man jeden, der nur schief schaue, totschieße."Der Doppelsinn des Schlagworts von "Blut und Boden" war ganz wörtlich zu nehmen: Die Besitzer waren zu erschlagen, und da sie kaum freiwillig weichen würden, war deutscher "Bluteinsatz" (Hitler) nötig. Ständigen Gewalteinsatz und Blut würde auch die "Sicherung" des Eroberten (ein Lieblingsausdruck Himmlers) kosten.

    Die große Zeit der Generalplaner kam mit dem Überfall auf die UdSSR. Noch im Jahr 1941 erblickten mehrere Ausarbeitungen das Licht der Welt, die damals noch in Konkurrenz zwischen dem Reichssicherheitshauptamt und dem Stabsamt Himmlers als "Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums" entstanden. Am 28. Mai 1942 erhielt Himmler die berüchtigte Denkschrift "Generalplan Ost. Rechtliche, wirtschaftliche und räumliche Grundlagen des Ostaufbaues "von dem Berliner Universitätsprofessor und hohen SS-Führer Konrad Meyer (Meyer-Hetling). Er sah die Ermordung, Aushungerung und Vertreibung von 30 bis 40 Millionen Slawen und sonstigen "Untermenschen" vor - Polen, Juden, Russen, Weißrussen, Ukrainern, Sinti und Roma und natürlich "Bolschewisten" beliebiger Herkunft und Rasse. Darauf sollte die Deutschbesiedlung riesiger Ländereien des Ostens folgen, von Leningrad bis zur Ukraine, zur Krim, zum Donez- und Kubangebiet, zur Wolga und zum Kaukasus; phantasiert wurde auch vom Ural und vom Baikal-See.
    Zuerst sollte also verwirklicht werden, was Hitler schon 1935 für notwendig gehalten hatte, nämlich gründlich "zu entvölkern … Millionen einer minderwertigen, sich wie Ungeziefer vermehrenden Rasse zu beseitigen". Die wichtigsten Schritte zu diesem Zweck waren in Befehlen Hitlers, der Wehrmacht und der SS ausführlich benannt worden:
    • Ermordung der Juden (über 500 000 allein durch die SS-"Einsatzgruppen"), der Kommissare der Roten Armee und aller Funktionäre des Staatsapparates und der KPdSU, Liquidierung jeglichen Widerstands und Mord an allen des Widerstand irgend Verdächtigen (von SS und Wehrmacht vom ersten Tag an in die Tat umgesetzt),
    • keine Belieferung der "Nichtschwarzerdezone" mit Lebensmitteln, das heißt ganz Belorußlands und großer Teile Nord- und Mittelrusslands als Lebensmittelzuschußgebiete. "Hierbei", so Hermann Göring am 2. Mai 1941 (!), "werden zweifellos -zig Millionen Menschen verhungern, wenn von uns das für uns Notwendige aus dem Lande herausgeholt wird." Rücksichtslose Ausplünderung der landwirtschaftlich fruchtbaren Gebiete (geschehen in erster Linie durch die Wehrmacht selbst),
    • "Aussiedlung" zugunsten deutscher Grundbesitzer und Geschäftsleute in deutsch zu besiedelnden Gebieten und sogenannten Marken und Siedlungsstützpunkten (begonnen und eingeleitet im annektierten Westpolen, später in Ostpolen (Zamosc, im sogenannten Schwarzmeergebiet (Südukraine und Krim), in anderen Gebieten der Ukraine, in Litauen).
    • Auslöschung der sowjetischen Großstädte, in erster Linie Leningrads und Stalingrads, als "Brutstätten des Bolschewismus" (im ganzen mißlungen; Leningrad und Stalingrad verloren aber viele Hunderttausende Einwohner durch Bombardements und Aushungerung). Die Opfer, die dieses mörderische Vorgehen in der kurzen Zeit der Okkupation kostete, gehen in die Millionen. Hinzu kommen etwa drei Millionen sowjetische Kriegsgefangene, die die Wehrmacht 1941/42 ungerührt in ihren Lagern verhungern und erfrieren ließ; ferner 500-600 000 Warschauerinnen und Warschauer, die im Spätherbst 1944 nach dem Warschauer Aufstand in die Konzentrationslager oder zur Zwangsarbeit getrieben wurden. Als Zwangsarbeiter in Deutschland und anderswo sind viele Zehntausende Hungers gestorben und an Entkräftung und Mißhandlungen zugrunde gegangen.
    Eine barbarische Variante des GPO war die Jagd auf "eindeutschungsfähige" Kinder, die während des ganzen Krieges in den besetzten östlichen Gebieten, auch im "Protektorat Böhmen und Mähren", "erfaßt", auf ihre "Gutrassigkeit" hin untersucht, in Lagern und Heimen untergebracht und nach Deutschland verschleppt wurden (nach polnischen Schätzungen allein 150 000 bis 200 000 polnische Kinder). Dort waren sie zur endgültigen "Eindeutschung" und Nazifizierung in "Lebensborn"heimen und bei Nazifamilien untergebracht. Sie arbeiteten aber auch oft in der Rüstungsindustrie und bedienten sogar Flakgeschütze. Noch 1944 suchten SS-Kommandos in Rußland nach "eindeutschungsfähigen" Kindern, die nach den SS-Massakern elternlos und obdachlos waren (HEU-Aktion).
    Besonders in Polen sahen die Bevölkerungsplaner und Mediziner ein Experimentierfeld für Sterilisierungen größten Ausmaßes, für Zwangsabtreibungen und andere "bevölkerungspolitische" Maßnahmen, ganz abgesehen von der Unterlassung der elementarsten Gesundheitsfürsorge. Karl Heinz Roth hat ferner auf die Übertragung des Konzepts des Generalplans Ost auf die reichsdeutschen Verhältnisse aufmerksam gemacht: Terrormaßnahmen und Todesurteile bei geschlechtlichen Beziehungen zwischen osteuropäischen Zwangsarbeitern und Deutschen, gegen schwangere Zwangsarbeiterinnen, ferner die Ermordung von Tuberkulosekranken. Meist hatten Schwangere nur die Wahl zwischen Zwangsunterbrechung und der Hölle der Entbindungsbaracken der Lager. Die Neugeborenen, die überlebten, gingen früher oder später in den berüchtigten "Kinderpflegestätten" zugrunde. Opfer der Politik des GPO in einem weiteren Sinne waren auch die nach vielen Millionen zählenden tschechischen, polnischen und sowjetischen Menschen, die in ihrer Heimat unter ständiger rassistischer Diskriminierung lebten, unter Vertreibungs- und Todesdrohung, unter Berufsverbot, schwerer Zwangsarbeit, Eigentumsentzug, und dabei vielfach, besonders in den Städten, auf dem "Aushungerungsstatus" (Hans Frank) vegetierten.

    Meyer wußte seit Beginn des Krieges über alle geplanten Schandtaten genauestens Bescheid; hatte er doch selbst die entscheidenden Gutachten und Pläne dafür verfaßt. In den annektierten polnischen Gebieten, so verkündete er die offizielle Meinung schon Anfang 1940, setze man voraus, "daß die gesamte jüdische Bevölkerung dieses Gebietes von rund 560 000 bereits evakuiert ist bzw. noch im Laufe dieses Winters das Gebiet verläßt." Um die annektierten Gebiete mindestens mit 4,5 Millionen Deutschen (bisher 1,1 Millionen ansässig) zu bevölkern, müßten "Zug um Zug (weitere) 3,4 Millionen Polen" vertrieben werden.

    Und dann hat dieser Irre doch tatsächlich den Südtirolern zwei Möglichkeiten geboten, nämlich Aussiedlung gen Osten, oder Italisierung durch Mussolinis Schergen, welch Kompromiss:

    Ende 1942 berichtete der RKF über insgesamt 629 000 "volksdeutsche Umsiedler", die man aufgetrieben hatte aus dem Baltikum, aus Weißrußland, aus Rumänien, Jugoslawien und Südtirol. Auf dem Wege waren, dem Bericht zufolge, noch 400 000 weitere "Volksdeutsche " aus Südtirol und aus der Ukraine. Das heißt, mitten im Krieg auf Leben und Tod wurde eine Art Völkerwanderung in Szene gesetzt, wurde eine Million Menschen hin und hergeschoben, die meisten gegen ihren Willen. Sie ließen an Vermögenswerten - geschätzt - 4,5 Milliarden RM zurück und führten insgesamt 700 000 Gepäckstücke mit ihrer Habe mit sich, also nicht einmal ein größeres Gepäckstück je Person. 1 500 Gebäude und Baracken wurden für sie benötigt, ferner 135 Seeschiffe und Kähne, 14 200 Eisenbahnwaggons und Tausende von Lastkraftwagen und Fuhrwerken für den Transport ihrer Habseligkeiten.
    Der großen Planung nach sollten die genannten 15,7 Millionen Siedler aus aller Welt zusammengeholt werden, auch aus Übersee. Vorzugsweise versprach die Naziführung deutschen Kriegsteilnehmern, besonders "Kriegsversehrten", nach dem Krieg Landgüter und Siedlungshöfe im Osten. Hitlers Generale, Minister und Ritterkreuzträger in großer Zahl bemühten sich schon seit dem Sieg über Polen um Grundbesitz und erhielten oftmals auch großzügige "Dotationen" aus des "Führers" Hand. Heinrich v. Einsiedel, damals junger Fliegeroffizier, berichtet von dieser Art Siegesstimmung unter Offizieren. Auch unter den Mannschaften verbreiteten sich Hoffnungen auf solche Beute. Heinrich Böll, damals Soldat im Osten, hat das an sich selbst beobachtet. Ein Prinz zu Sayn und Wittgenstein fragte bei seiner Hausbank, der Deutschen Bank, um Hilfe an wegen des "Rückerwerbs" seiner "russischen Güter" in einer Größenordnung von 300 000 Morgen und mehr. Schließlich aber, in der Zeit der großen Rückzüge, kam es so weit, daß SS-Stellen Rechnungen aufmachten, wieviel Menschen man nach dem Verlust von Haus und Habe aus den bombenzerstörten deutschen Städten für die spätere Ostsiedlung rekrutieren könnte.
    Nach der Statistik des Himmlerschen Stabes von Ende 1942 sind von den 629 000 Umsiedlern 445 000 neu angesiedelt worden. Davon im einzelnen:
    • Annektierte westpolnische Gebiete: Ansiedlung von 332 000 Umsiedlern; 65 000 Höfe wurden "ausgewählt, freigemacht und mit Umsiedlern besetzt",
    • "Protektorat Böhmen und Mähren": "zurzeit (werden) 6 000 Umsiedler aus dem Südosten und 600 Luserner und Fersentaler angesiedelt",
    • Generalgouvernement: Im Distrikt Lublin "werden seit einigen Monaten Umsiedler aus verschiedenen Herkunftsländern angesiedelt, ferner Volksdeutsche und Deutschstämmige aus dem übrigen Generalgouvernement",
    • Litauen: "Nach Litauen wird die Mehrzahl der einwandfreien Litauendeutschen (28 000) wieder zurückgeführt. 17 000 sind bereits geschlossen und unter verbesserten Lebensbedingungen wieder angesiedelt"
    • Besetzte Ostgebiete: "zurzeit (werden) rund 40-60 000 Ostwolhyniendeutsche bei drei Stützpunkten zwischen Schitomir und Winniza zusammengezogen und angesiedelt". "Betreuung der 127 000 Volksdeutschen in Transnistrien (rumänisch okkupiertes ukrainisches Gebiet östlich des Dnjestr - D. E.) … auf Grund einer Vereinbarung mit der rumänischen Regierung"; "Die Umsiedlung der Transnistriendeutschen nach der Krim und der Volksdeutschen aus den Nachbargebieten der Krim ist in Vorbereitung".
    Link:
    LINKSNET - »Generalplan Ost« zur Versklavung osteuropäischer ...
    hier als PDF:
    http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/167eichholtz.pdf


    hier noch ein Beispiel zum Vorgehen der Nazis anhand der Okkupation Kulms:

    Die nationalsozialistische Okkupation Kulms 1939-1945
     
  7. Brushian

    Brushian Gast

  8. askan

    askan Neues Mitglied

    Diese zwei Links sind echt lesenswert!

    Aber so ganz schlüssig war diese Ideologie nicht in sich. Denn ich weiß von min. drei ethnischen Gruppen die wider Erwarten nahezu unangetastet blieben. Die Trakaier in Litauen und Kiptschaken und Karäer auf der Krim. Diese Drei Völker sprechen eine türkische Sprache und sind jüdischen Glaubens, die Nazis konnten sie nirgends einorden und erklären sie zur tatarischen "Urbevölkerung" und liessen sie in Ruhe. Obwohl sich Traikaier und Karäer selbst als echte Juden betrachten und ihre Herkunft aus dem Irak herleiten.
     
  9. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Dazu fällt mir nur dieses berühmte angebliche Göring-Zitat ein: "Wer Jude in meinem Ministerium ist, bestimme ich..."
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2007
  10. Ja korrekt, ein eiskalter Massenmord. Man fragt sich aber doch warum die Lebensbedingungen im so genannten Proktekorat weitaus besser waren? Weil die Tschechen bessere Slawen als die Polen waren? Die deutsche Fussballnationalmannschaft unter den Nazis könnte man glatt (den Name nach) auch als polnische Mannschaft aufstellen (übertrieben). Nein, ich glaube das war weniger Antislawismus als "Rache" an einem Volk, das Hitler die Gefolgschaft und ein Bündnis verweigert hat, ein Angebot lag ja wohl auf dem Tisch.

    Da das eigentlich wieder off topic ist, sollte man vielleicht einen Strang Antislawismus bei den Nazis eröffnen.
     
  11. Brushian

    Brushian Gast

    Da kam es sicher auch darauf an, was es in den verschiedenen Gebieten zu holen gab.
    Aber von einer Ideologie, welche versuchte eine judenfreie Mathematik zu erfinden, muss man ja nicht immer schlüssige Handlungen erwarten.

    Welch Zufall, ich habe erst letzte Woche dieses Schnäppchen bei Amazon bestellt : [FONT=verdana,arial,helvetica][SIZE=-1]"Der Nationalsozialismus und die slawische Welt"
    Es hat bis zur letzten Woche 40 Mücken gekostet, jetzt haben sie es verbilligt.
    Hat das schon mal einer gelesen ?
    Ich bin schon auf den Inhalt gespannt.
    Angeblich ein gutes Buch, laut Rezensionen.
    Es soll sich mit dem Thema gut auseinandersetzen.
    Wenn es das wert sein sollte, werde ich es hier mal erwähnen, wird aber noch ne Weile dauern, aus ominösen Gründen ist es erst nach Weihnachten lieferbar.

    [/SIZE][/FONT]
    Ich glaube, dass es eine Mischung von allem war. Ob die Leute wegen Rachegelüsten starben oder geplantem Genozid, bleibt am Ende auch Ghupft wie Ghatscht.
    Ein Teil des Generalplans Ost war es trotzdem.
     

  12. Das hab ich auch so gesagt, den Opfern dürfte es egal sein, weswegen sie umgebracht wurden, uns darf das nicht egal sein, denn wir wollen ja sowas für die Zukunft verhindern und nach der historischen Wahrheit forschen. Wir sind eine Generation, die noch relativ dicht dran ist. Mythen und Legenden schaden da nur, solche und solche. Es gibt in Bezug auf die NS Zeit leider schon wieder viele Legenden, zu viele Legenden.
     
  13. Mercy

    Mercy unvergessen

  14. Brushian

    Brushian Gast

    Na hört sich schon mal ganz gut an.
    Danke, Mercy
    Ich glaube die 8€ sind eine halbwegs gute Investition.
    Obwohl, wenn es was kann, wären die 40 € auch vertretbar gewesen, vor allem da ich mir schon mal überlegt habe, ne Abhandlung über einen Vergleich der katholischen und orthodoxen Kirche unter dem Tito-Regime zu besorgen.
    Ist, glaube ich, auch eine Dissertation und war ziemlich gut bewertet.
    Die Katholen haben auf jeden Fall eine größere Unabhängigkeit als die Orthodoxen verzeichnet, da sie finanziell weniger von Tito unterstützt wurden als die Ostkirche.
    Kann ich mich noch aus der Rezension erinnern.
    Für dieses wurden satte 100 Kröten verlangt, und es ist nicht so, dass mir das zu teuer wäre, aber ich hatte einfach keine Zeit ...;)
    na mal schauen ...
     
  15. Caecilia

    Caecilia Gast

    Zu dem Thema wollte ich noch kurz was vermerken. Ich habe mich beeilt so gut es geht und weiß nun Folgendes.
    Ich habe einen (Halb)Onkel in Russland. Irgendwo. Doch denke ich daß es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich werden wird herauszubekommen wer das ist.
    Mein (mit meiner Großmutter verheirateter) Großvater scheint in russ. Gefangenschaft eine Dame kennengelernt zu haben und nun ja. Das Thema wurde lange Zeit nicht groß erwähnt (verständlicherweise).
    Nun sitze ich aber da und bügel Brote und weiß mir nicht zu helfen.
    Nach Russland zu fliegen und nach Menschen mit großen blauen oder grünen Kulleraugen zu suchen wird mit ziemlicher Sicherheit nicht viel helfen.
    Ich bleibe aber am Ball.
     
  16. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Das hat dein Großvater nach Rückkehr aus Gefangenschaft Familienangehörigen gebeichtet?
     
  17. Gast

    Gast Gast

    Politische Opfer der Nationalsozialisten

    Hallo lieber Leser,

    ich muss in der Schule ein Referat zum Thema "Institutionen des totalitären Staates" halten. Hierzu benötige ich nun, um die Beklemmung und allgegenwärtige politische Unterdrückung in Deutschland zwischen 1933 und 1945 , Statistiken, die die Entwicklung der Anzahl von politischen Häftlingen angibt. Ich bin schon verzweifelt, da über Holocaust und Homosexuelle, Sinti, Roma und Polen viel zu finden ist, nur keine Statistik oder wenigstens Zahlen zur Entwicklung der Häftlingszahl unter den "Politischen"!
    Über Hilfe würde ich mich sehr freuen.
    Herzlichen Dank im Voraus

    Benedikt
     
  18. megatrend

    megatrend Aktives Mitglied

    Guckst Du hier. Ein prominente Kommunist, der von den Nazis ermordet wurden, ist übrigens Ernst Thälmann.

    btw: auch Slawen wurden in ihren Ursprungsländern verfolgt und in Massen getötet. In den Konzentrationslagern hatte es auch Intellektuelle. Auch Wehrdienstverweigerer mussten mit dem Schlimmsten rechnen. Verfolgt wurden auch Behinderte "als Sozialschmarotzer".

    Uebrigens wurde das Thema bereits im Forum diskutiert: hier.

    Einen weiteren, guten Link findest Du hier.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2009
    1 Person gefällt das.
  19. Sophie

    Sophie Neues Mitglied

    Einer der ersten politischen Häftlinge war Marinus van der Lubbe, ein KPH Mitglied (Holländischer Kommunist). Außerdem wurde während der Machtergreifung bereits mehrere tausend linksorientierte Politiker überprüft (und unter falschen Anschuldigungen verhaftet).
    Nebenbei während der NS-Zeit sollen die Freimaurer 2/3 ihrer MItglieder verloren haben...
     
  20. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Der nationalsozialistische Völkermord an den Roma in der besetzten Sowjetunion (1941 - 1944): Gutachten für das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma / Martin Holler

    http://d-nb.info/994793499/34
     

Diese Seite empfehlen