Waren alle Deutschen Nazis?

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von florian17160, 10. November 2008.

  1. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Aus einem anderen Threat

    Ich muss dazu mal wieder was fragen.

    Wenn man von Nazis redet, meint man da das ganze Volk?
    Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie eine ganze Bevölkerung verkommen ist, wegen ein paar blöde Sätze von Hitler.
    Was machte diese Geisterzeit aus?
    Wie konnte man dort leben?
    Wenn ich alles zusammenlese, muss es doch die Hölle gewesen sein.
    Wie kann man da Nachts ruhig schlafen?
    Kein Mensch ist so hart im nehmen.
     
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  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wenn man über Nazis redet, meint man Nazis.

    Wie überall gibt es Menschen, die sich in der Diktatur einzurichten wissen, oder sogar davon profitieren. Der menschliche Geist ist auch in der Lage, verübte Verbrechen als notwendige Taten zu rechtfertigen. Dazu mal aus einer Untersuchung über das My Lai-Massaker:

    A: Ich habe meine M 16 auf sie gehalten.
    F: Warum?
    A: Weil sie hätten angreifen können.
    F: Es handelte sich um Kinder und Babies?
    A: Ja.
    F: Und sie hätten angreifen können? Kinder und Babies?
    A: Ja.
    F: Hatten die Mütter die Babies auf dem Arm?
    A: Ich glaube ja.
    F: Und die Babies wollten angreifen?
    A: Ich habe jeden Moment damit gerechnet, dass sie einen Gegenangriff machen würden.
     
  3. Naphae

    Naphae Neues Mitglied

    Ich denke, die Deutschen waren geblendet von Hitlers "Erfolgen" in der Wirtschaft.
    Und H. erzählte nie öffentlich, was er vor hatte. Er erzählte den Deutschen das, was sie hören wollten. Er machte sich die Angst der Bevölkerung zum Nutzen.

    Die Bevölkerung hoffte auf eine bessere Zeit... sie glaubte so stark daran, dass sie vielleicht die einzelnen schwarzen Flecken in dem Regime als notwendiges Übel betrachtete und sich sagte: "Das geht auch wieder vorbei!"
    Viele Menschen glaubten ja noch nicht einmal, dass H. die ganzen Verbrechen selbst in Auftrag gab. Ein bekannter Satz aus der Zeit lautet ja: "Wenn das der Führer wüsste".

    Ich könnte jetzt natürlich noch mehr anbringen... aber ich glaube, da verzettel ich mich bloß wieder. Vielleicht haben ja noch andere eine Idee dazu.
     
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  4. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Nein, man meint nicht das ganze Volk!
    Hitler hat es doch in freien demokratischen Wahlen nicht vermocht, die Mehrheit der Wahlberechtigten hinter sich zu bringen; auch nicht in der Wahl am 05. März 1933, die schon nicht mehr nach demokratischen Spielregeln durchgeführt wurde.

    Des Weiteren wäre es doch eine Überlegung wert, wenn angeblich das ganze Volk gemeint sein sollte, weshalb Hitler und seine Schergen denn eigentlich so einen brutalen Terrorapparat namens SS, Gestapo und SD benötigten? Wozu wurden für Regimegegner, angebliche und wirkliche, Konzentrationslager im Deutschen Reich eingerichtet? Wozu hätte es denn der folgenden Gesetze bedurft, wenn das gesamte deutsche Volk Anhänger der Nazis waren?

    • Einschränkung der Versammlungs- und Pressefreiheit durch die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes. vom 4. Februar 1933.
    • 22.0.2.1933 ordnet Innenminister Göring an, das SS, SS und Stahlhelmleute als Hilfspolizisten einzusetzen sind.
    • Am 8.02.1933 setzt die Verordnung zum Schutze vom Volke und Staat (kurz Reichstagsbrandverordnung) wesentlich Grundrechte wie beispielsweise Post- und Fernsprechgeheimnis, Meinungsfreiheit, Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit, Unverletzlichkeit von Eigentum und Wohnung außer Kraft.
    • Erlass vom 13.03.1933 über die Einrichtung des Reichsministeriums für Propaganda und Volksaufklärung.
    • Erlass vom 21.03.1933 zur Abwehr heimtückischer Anngriffe gegen die Regierung der nationalen Konzentration. Mit Hilfe dieses Gesetzes war es schon möglich, Menschen aufgrund mündlicher Kritik an der NSDAP zu verfolgen.
    • Verordnung der Reichsregierung vom 21.03.1933 über die Bildung von Sondergerichten, wie beispielsweise der berüchtigte Volksgerichtshof.
    • Gesetz zur Behebung der Not vom Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz) vom 24.03.1933 (Ausschaltung von Reichstag und Reichsrat). Dieses Gesetz wurde 1937, 1939 und 1943 jeweils in seiner Gültigkeitsdauer verlängert.
    • Einführung der Todesstrafe am 29.03.1933.
    • 14.07.1933 Gesetz über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. November 2008
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  5. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Nein, aber er schrieb es und das Pamphlet wurde in millionenfach verbreitet. Jeder, der es wollte, hätte nachlesen können. Abgesehen davon, es gibt durchaus einige dokumentierte Redepassagen, in denen er sich "verplapperte".

    http://www.sgipt.org/politpsy/3reich/volkwis.htm

    Noch Fragen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. November 2008
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  6. Naphae

    Naphae Neues Mitglied

    Okay, aber wie kann man es dann erklären, dass so viele ihm anscheinend gedankenlos folgten?
     
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  7. Barbarossa

    Barbarossa Neues Mitglied

    Und ich möchte dem noch hinzufügen, daß diese KZs nicht nur für Juden gebaut wurden, sondern eben auch Sozialdemokraten, Kommunisten und andere Andersdenkende dort interniert wurden, die eben keine Nazis waren. Nazis (zusammengesetzt aus Nationalsozialisten - http://lexikon.meyers.de/wissen/Nazi) waren einfach die Mitglieder der NSDAP. Niemand würde auf die Idee kommen, Leute wie Konrad Adenauer oder Willi Brand als Nazis zu bezeichnen, nur weil sie eben Deutsche waren, die zu dieser Zeit gelebt haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. November 2008
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    So blöd waren die Deutschen nicht. Jahrelanger Straßenkampf zwischen den Extremisten der Republik und insbesondere von den Nazis ausgehend, ein offener Hass auf alles "undeutsche", öffentliche Zeitungsmeldungen über die Eröffnung von Lagern und Live-Radioberichte über die Jagd auf Kommunisten in Berlin oder Dortmund schon 1933 haben ihnen ein ziemlich klares Bild vermittelt.

    Und die Leute nutzten natürlich ganz ohne Gewissensbisse auch die Chancen, die das Regime ihnen gab:



    Unter dem Brief ist ein handschriftlicher Vermerk: "Wohnung XXXXXX ist gesichtet."
    Brief einer Hausfrau aus Höxter aus dem Staatsarchiv Detmold, zitiert nach: Mecking, Sabine: Verfolgung und Verwaltung. Die wirtschaftliche Ausplünderung der Juden und die westfälischen Finanzbehörden. Didaktische Mappe. Münster 2001.​
     
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  9. Barbarossa

    Barbarossa Neues Mitglied

    Daß es viele waren, die Hitler begeistert bis gedankenlos folgten, da stimme ich schon zu, aber ich bezweifle, daß es die Mehrheit war.

    Die jenigen, die in die NSDAP eintraten bzw. eintreten wollten (irgendwann wurde auf Grund des zu großen Ansturms ein Aufnahmestopp verhängt - soviel ich weiß) versprachen sich davon eine Karriere, die ihnen so nie möglich gewesen wäre, verbunden mit sozialem Aufstieg und damit Wohlstand. Solche Leute haben auch das Leid anderer Menschen gedanklich einfach ausgeblendet. Die Psychologie hat heute auch einen Namen dafür: http://www.geschichtsforum.de/f76/der-luzifer-effekt-22915/#post348887

    Ein anderer Teil der Bevölkerung war einfach eingeschüchtert, weil sie von den vielen Verbrechen der Nazis an Regime-Kritikern gehört hatten. Hier muß man sich auch selbst fragen, wie man sich in einer solchen Situation verhalten hätte - noch dazu, wenn man vielleicht Familie gehabt hätte. Man spricht hier von einer "Schweigenden Mehrheit" (Schweigespirale (Sachartikel) - Wissen - Meyers Lexikon online), die grundsätzlich passiv bleibt, auch wenn sie insgeheim ein Regieme ablehnt.

    Es gab aber auch viele, die Juden z. B. bei den Progromen am 9. 11. 1938 versteckt haben oder dorthin gebracht haben, wo sie vielleicht sicherer waren - habe ich gerade gestern im Fernsehen gesehen. Sie agierten natürlich heimlich, weil logischer Weise niemand etwas von ihrer Hilfe für die Juden wissen durfte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. November 2008
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  10. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Bis zum 9. November 1938 war es keine Hölle. Für den deutschen Michel begann die Hölle erst ab den Flächenbombardements im Krieg.
    Man lebte in die Zeit hinein. Schliesslich wurden Nazis und Deutsche nicht erst ab 1933 geboren. Mord und Totschlag waren schon in der Weimarer Republik alltäglich, da wurden Reichspräsidenten und hochrangige Politiker reihenweise ermordet.
    Auch Essenrationierungen sind nicht unbekannt, man hungerte in der Weimarer Republik auch schon.
    Die älteren Semester erziehen die jüngeren Semester und geben ihre Erfahrungen kund: "alles schon dagewesen".
    Schaut man sich die Reichstagswahlen ab 1932 an dann wird deutlich, dass es eine Mehrheit gab, die die Demokratie abschaffen wollten (NSDAP, DNVP und KPD).
    Und das mit einer Diktatur Ruhe und Sicherheit in der Öffentlichkeit herrscht nostalgieren heute noch viele Deutsche beim DDR-Thema.
     
  11. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    "Die Partei ist Hitler! Hitler aber ist Deutschland, so wie Deutschland Hitler ist" so tönte der Stellvertreter des "Führers" Rudolf Hess. Die Eloquenz solcher Rhethorik erschließt sich offenbar erst mir mehreren Promille, und wenn das stimmen würde, wären wir wieder einmal bei der "Kollektivschuld" gelandet, was eine entsetzliche Vorstellung ist.

    Ich erinnere mich an Beiträge aus BRD/DDR Threads in denen Diskutanten darauf verwiesen, dass sie die DDR nicht als Hölle oder Gefängnis empfunden haben und auch dort Alltag jenseits politischer Indoktrination stattfand.

    Die Nazis haben natürlich nicht gesagt, dass sie Auschwitz und Stalingrad anrichten werden und die Deutschen trotzdem begeistert sein müssen. Tatsächlich hatten sie ja durchaus Erfolge vorzuweisen, und am meisten beeindruckte zweifellos die Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Durch die allgemeine Wehrpflicht und den Reichsarbeitsdienst wurden tatsächlich viele Leute von der Straße geholt, und Organisationen wie Kraft durch Freude oder Ausflüge und Fahrten der NS- Jugendorganisationen gaukelten einen schönen schein der "Volksgemeinschaft" vor. Dazu kamen außenpolitische Erfolge. Die Aufrüstung der Wehrmacht und der Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland erfolgte, unter Bruch der Verträge von Versailles und Locarno- und es passierte nichts! Dan kam der "Anschluß" Österreichs, Großdeutschland, der alte Traum der 1848er- und es passierte nichts! Dann der griff nach dem Sudetenland- und die w
    Westmächte sagten "nur zu, holt es euch!" Danach kam die Resttschechei an die Reihe- und wieder passierte nichts!

    Diese Erfolge wurden natürlich auch propagandistisch ausgeschlachtet und es wurde suggeriert, dass "der Führer" sie einem feindlichen ausland abgetrotzt hatte. Versailles war nicht einmal mehr ein Fetzen Papier und Deutschland die stärkste Macht Europas. Vor diesem Hintergrund gehörte eine starke Persönlichkeit dazu, die wahre Natur dieses regimes zu durchschauen, und mancher war fasziniert, mancher hoffte, dass die dunkllen Seiten von selbst verschwinden würden. Viele nahmen den Antisemitismus zur Kenntnis, und die Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten schien vielen ein geringer Preis zu sein.

    Doch wer Augen zu sehen und Ohren zu hören hatte, der konnte sich über den Charakter dieses Regimes eigentlich keine Illusionen machen. KZ und KDF zeichnete von Anfang an dieses System aus. Bereits 1933 wurden etliche Leute in wilde KZs gesperrt, fanden Morde statt. Im April 1933 kam es zum ersten Boykott jüdischer Geschäfte, und einen ersten Vorgeschmack bot die Nacht der langen Messer und der Mord an Ernst Röhm. Eine Zäsur waren sicher die Novemberpogrome 1938, und alle Deutsche wurden dabei Tatzeugen und Mitwisser. nach berichten des SD war die Mehrheit der Deutschen eher entsetzt, wobei die Nazis auch probierten, wie weit sie gehen konnten, versuchten sie doch, die Pogrome als Volksaufstand zu glorifizieren.
     
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  12. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Völlig richtig,
    die wesentliche Informationsquelle waren die Reden Hitlers, zum großen Teil noch zusammengefaßt und in den einschlägigen Zeitungen nachgedruckt.

    Ein Beispiel aus der Froschperspektive: der Wahlkampf in Lippe im Januar 1933. Hitler hielt dort Dutzende Reden und Wahlkampfveranstaltungen ab, flächendeckend, mit Zehntausenden im Publikum bei lose geschätzt 100.000 Wahlberechtigten.
     
  13. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Einspruch :)!

    Die beiden Reichspräsidenten, Ebert und Hindenburg, wurden nicht ermordet. Ebert starb an einer verschleppten Blinddarmgeschichte, die zunächst wohl auch nicht richtig diagnostiert wurde. Man meinte Ebert wurde unter Gallensteinkoliken leiden. Ohne Frage hat ihn das Magdeburger Gerichtsverfahren geschwächt, aber von Mord kann hier nicht die Rede sein.

    Hindenburg ist 1934, also im "Tausendjährigen Reich",an einer Blasenerkrankung gestorben.

    Mir fallen an politisch motivierten Morden Franz Josef Heinz, Kurt Eisner, Matthias Erzberger und Walter Rathenau ein. Kann man hier schon "reihenweiser Ermordung hochrangiger Politiker" sprechen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. November 2008
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  14. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ich sehe das weitgehend wie Scorpio, mit einer Ergänzung.

    Die Liquidierung Röhms etc., als solche offen bzw. unverhohlen ausgeschlachtet, dürfte im Gegenteil sogar von vielen Deutschen als Erleichterung empfunden worden sein. Sie dürfte eher mit der Erwartung verbunden worden sein, das der Terror beendet wird: "Hitler beseitigt die SA-Spitze", also die vermutete/wahrgenommene Spitze der Pöbelhorden und Straßenkämpfer, die politische Gegner mordeten.

    Ein anderes Phänomen aus späterer Zeit: "Wenn das der Führer wüßte..."
    Das mag teilweise auch regimekritisch gemeint gewesen sein, zum Teil aber wohl auch eben nicht. Ein merkwürdiges Auseinander-Dividieren des Regimes, vielleicht mit einer Wurzel in Form der Röhm-Episode.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. November 2008
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  15. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    An dieser Herleitung möchte ich Zweifel anmelden. Da man bei lateinischen Begriffen das <-tio-> wie /-zio-/ ausspricht, hat man nämlich schon direkt im Anschluss an das /Na-/ den Laut /-zi/, also /Nazi/. <*Nati> kann man aber nicht schreiben im Deutschen, weil ohne das <o> das <-tio-> nicht /-zio-/ ausgesprochen würde.
     
  16. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  17. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Karl Gareis, USPD-Fraktionsvorsitzender im bayrischen Landtag,
    Rosa Luxemburg,
    Karl Liebknecht,
    Gustav Neuring, sächsische Kriegsminister (SPD)
    Erhard Auer, Attentat auf bayrischen Innenminister (SPD)
    die bayrischen Landtagsabgeordneten Heinrich Osel (BVP) und Major von Jahreis (Fraktion mir nicht bekannt)
    Wieviel Politiker wurden in der jungen Bundesrepublik (die ersten 14 Jahre) ermordet?
    Die politischen Morde hatten reichsweite Dimensionen.
     
  18. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    @Hurvi so korrigiert ist deine Liste ja ok. Bloß wie du es ursprünglich formuliert hast eben nicht. Das war nicht nur ausgesprochen unwissenschaftlich, sondern klang nach Krawalljournalismus im BILD-Stil.
    I.d,S. :winke:
     
  19. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Die Situation der Bundesrepublik von 1949 bis 1963 läßt sich nicht mit der Lage des Deutschen Reiches von 1918 bis 1933 vergleichen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2008
  20. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Wenn man behauptet, dass alle Deutschen Nazis gewesen wären, dann muss man auch allen damaligen Deutschen unterstellen, dass sie sich brennend für Politik interessierten.
    Den meisten ist es doch egal, wer an der Macht ist, solange sie persönlich keine Nachteile davon haben.
    Dagegen könnte man stellen, der Hitler war doch sehr laut, wie kann man den nur überhören. Vielleicht mit der Bemerkung: "Der schon wieder."
    Als Hitler an der Macht war, ging es Schlag auf Schlag, da war es zu spät. Selbst die Kommunisten haben keinen großflächig organisierten Widerstand hinbekommen.
    Wer wenigstens eine Ahnung hatte, zog den Hut tiefer ins Gesicht, schlug den Kragen hoch und dann durch. Hoffentlich erwischt es nicht mich.
     

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