Das hier ist kein Kanarenthread. Erst du machst ihn dazu, in dem du die Angaben des Periplus wahlweise willkürlich gewaltsam verbiegst oder ignorierst.aber in dem anderen Kanarentthread
Und da hast du wieder alle störenden Angaben über Bord geworfen, dass die Inseln in einem See lagen, der über einen Fluss erreicht wurde. Also Angaben willkürlich ignoriert oder gewaltsam verbogen.Eigentlich habe ich auch damit abgeschlossen aber in dem anderen Kanarentthread wurde behauptet, dass außer den Römern in der Antike keine anderen "Seefahrernationen" die Kanaren erreicht haben sollen.
Dann fiel mir die Stelle im "Periplus Hannonis" mit den mehreren Inseln wieder ein, die auf die Kanaren hindeuten aber damals war ja das Argument,wie Heute das Steine und Felle auch andere getragen haben könnten.
Allein in diesem Satz stecken zwei eingeschobene, kaum begründete Hypothesen! mit Hypothesen kann man keine Theorie beweisen!am Chretes vorbeisegelten (Fluss bei Laayoune und diente wohl als Richtungsmarker für die Kanaren)
Um das Mal ins Leben zu übersetzen: Du nimmst als Arbeitsloser bei deiner Bank einen Kredit auf, um eine herrschaftliche Villa zu bauen, weil du vielleicht mal den Jackpot knackst oder in den oberen Sektoren des Finanzmanagements arbeitest. Dir wird bei einer solchen Wette auf die Zukunft keine Bank einen solchen Kredit geben. Und genau so ist das mit unbelegten ad hoc-Hypothesen: Die können keine Theorie beweisen, sie sind Wetten auf etwas, was vielleicht mal bewiesen wird (wobei ad hoc-Hypothesen eher selten bewiesen werden, weil sie nur deshalb gebildet werden, um eine längst widerlegte Idee mit mehr als fadenscheinigen Argumenten doch noch irgendwie zu retten.
Du hattest Kerne lange mit ad-Dāḫla identifiziert, nun plötzlich nicht mehr? Denn al-ʿUyūn/Laâyoune liegt 80 km nördlich davon, nicht südlich. Also entgegengesetzt der angegebenen Richtung. Ob der dortige Fluss schiffbar je schiffbar war? Immerhin heißt die Siedlung Foum el-Oued (Mund/Mündung des Flusses bzw. des Flzusstals), aber da ist heute nur ein trocken gefallenes Flusstal, das vermutlich nur nach Regenfällen Wasser führt > nicht schiffbar!Man bedenke, als sie von Kerne los schipperten und am Chretes vorbeisegelten
Wieso der Fluss als "Richtungsmarker" gedient haben soll, ist auch nicht klar.
Man bedenke, als sie von Kerne los schipperten und am Chretes vorbeisegelten [...] legten sie vor den drei Inseln wieder ab ergo bedeutet das, dass sie vor den Insel geankert haben und übernachtet haben. Am nächsten Tag erkundeten sie den "See" also der einen Tag zu durchsegeln dauerte.
Da unterschlägst du einiges: Sie segelten nicht an dem Chretes/Chremetes vorbei, sondern durchfuhren (διαπλεύσαντες) ihn und erreichten darüber den See (λίμνην). IN diesem See lagen drei Inseln. VON diesen drei Inseln (ob sie dort "ankerten" und "übernachtet hatten" ist unerheblich) legten sie innerhalb dieses Sees noch eine Tagesfahrt zurück, bis sie von den wilden Menschen (ἀνθρώπων ἀγρίων) Steine werfend (πέτροις βάλλοντες) angegriffen wurden.
Hier springst du aber, was beabsichtigt oder nicht, einen falschen Eindruck hinterlässt! Zunächst einmal segelten die Seefahrer vom Lixos aus - das könnte vielleicht der Oued Souss sein -, zwei Tage entlang einer trostlosen Gegend nach Süden. Dort gründen sie (angeblich) auf einer Insel (was auch Halbinsel sein kann) Kerne.Hauptindiz für Kerne sind die in der "Nähe"sehr hohen Berge; zu erreichen in ein bis zwei Tagesfahrten. Hauptindiz für Kerne sind die in der "Nähe"sehr hohen Berge; zu erreichen in ein bis zwei Tagesfahrten .
Von dort fuhren sie weiter.
Die Angabe, wie lange man von Kerne zum Chretes/Chremetes braucht, ist eine Leerstelle. Ebenso die Angabe, wie lange man von der Mündung des Chremetes bis zum See und den drei Inseln braucht. Die einzige Angabe, die wir dazu bekommen, ist, dass es von den drei Inseln - jede größer als Kerne, von dem wir nur wissen, dass es groß genug war, um eine Siedlung zu gründen - eine Tagesfahrt auf dem See zu dem Ort
war, wo die wilden Menschen die Seefahrer angriffen.
Vielleicht handelt es sich beim Chretes/Chremetes um den Senegal.
Es werden keine Angaben dazu gemacht, ob das in der Nähe von Kerne lag, keine Zeit- oder Entfernungsangaben.
Es wird ein weiterer Fluss erwähnt, der den Seeleuten wegen seiner Menge an Krokodile und Flusspferde in Erinnerung blieb (ein Nebenfluss des Senegal? Oder weiter südlich der Saloum?). Und das ist eine Angabe, mit der wir etwas anfangen können: Wir müssen südlich des Senegal suchen. Von dort kehrten sie nach Kerne zurück, um dann wiederum zwölf Tage - hier haben wir eine Zeitangabe - südwärts zu segeln und an ein hohes, bewaldetes Gebirge (ὄρεσι μεγάλοις δασέσιν) zu geraten, dass man umfahren konnte. Da kommt nur die Gegend um das heutige Freetown (Sierra Leone) in Betracht. Die sich weiter daran anschließende Gegend war wohl dicht besiedelt, jedenfalls ist von vielen Feuern die Rede. Oder waren das Brände? Ist auch unklar. Die Seefahrer nahmen Wasser an Bord, von Kontaktaufnahme ist keine Rede. Dann ist die Insel in der Bucht beim "Horn des Westens" vielleicht Sherbro. Vielleicht auch nicht.
Da niemand geschrieben hat, dass Kerne in der Regenwaldzone lag, ist das müßig. Ich habe mich aber mit zwei Stellen vertan, den Steine werfenden, fellbehangenen Wilden und den "Gorillai". Insofern lag hier ein Fehler meinerseits vor. Das ändert aber nichts an dem Rest.Die Regenwaldzone als Niederlassung kommt nicht in Frage weil es nicht zur trostlosen Gegend wie beschrieben liegt.