Exotische Flugzeugprojekte - von eigenartigen Ideen, die sich nicht durchsetzten

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von SergejKorolev, 21. August 2008.

  1. Eine sehr hübsche Maschine.

    Mir fällt da eine weitere Besonderheit aus Bulgarien ein:

    Der Doppeldeckersegler "Polkovnik Drangov" wurde von einem Polkovnik Drangov (Polkovnik ist ein militärischer Rang) 1930 gebaut.

    Spannweite 8,20m
    Länge 4,20m
    Tragfläche 16m²
    Gewicht 80/160kg
    Gleitzahl 10
     

    Anhänge:

  2. tbi700

    tbi700 Gast

    Wurde die Gechichte mit den Nazis am Alatsee bei Füssen schon erwähnt? Ich hab darüber eine Doku im History Channel gesehen, die sich in etwa mit dem Wiki-Artikel deckt.

    In dem Sinne passt das "Holzflugzeug" der Nazis, die Focke-Wulf Ta 154 'Moskito' bestens in den Thread.

    Bilder und Daten gibts im luftarchiv.de:
    LuftArchiv.de - Das Archiv der Deutschen Luftwaffe
     
  3. Guntbot

    Guntbot Gast

    hier noch ein interessantes Projekt das sich niedurchsetzte
    Die McDonnell XF-85 Goblin (dt: Kobold) war ein US-amerikanisches Experimentalflugzeug, welches als Parasite Fighter eigens dafür konstruiert worden war, von der Convair B-36 aus zu operieren. Der Gedanke war, dass das kompakte Düsenflugzeug im Bombenschacht der B-36 mitgeführt und im Falle eines Angriffs in der Luft gestartet werden sollte. Nach dem Einsatz konnte es wieder vom Trägerflugzeug aufgenommen werden. Jedoch kam es nicht zur Serienproduktion.
    800px-McDonnell_XF-85_Goblin_USAF.jpg
     
  4. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Da sind einige interessante Entwürfe dabei , es haben sich in euren Beiträgen aber auch einige Fehler eingeschlichen .
    Zur Lippisch : die angebliche Geschwindidigkeit vo über 1.300 Km'h möchte ich mal arg bezweifeln , die auf basis der Lippisch weiterentwickelte Convair XF 92 schaffte ,trotz besserer Triebwerke, nur 1.156 Km'h und die daraus weiterentwickelte F 102 konnte erst nach Totalüberarbeitung des Rumpfes ,nach der neu entdeckten Flächenregel ,die Schallmauer durchbrechen , ausserdem gelten die 1003,67 Km'h der Me 163 als Weltrekord bis zum 19.Juni 46 als ein Lockheed P 80 R diesen brach.

    Die MIG 25 wurde als Abfangjäger gegen die B-70 Valkyrie entwickelt .

    Es gab noch anderen etwas skurile Flugzeuge die in Sackgassen führten .

    Lockheed XFV-1 ? Wikipedia
    Convair XFY-1 ? Wikipedia

    oder das schnellste Flugboot der Welt
    Convair F2Y ? Wikipedia

    die Urmutter des Osprey
    Hiller X-18 ? Wikipedia
    Interesssant ist auch die Bolchowitinow BI 1 ein Raketenjäger der am 15 mai 42 seinen ersten Flug mit Antrieb hatte
    Bolchowitinow BI-1 ? Wikipedia

    Zweimotorige mit Zug- und Druckpropller wie die Fokker DXX III oder Leichtjäger wie die Caudron C 714 oder die Bell XP 77 ,
    Flugzeuger mit Mischantrieb wie die NordGriffon oder der SJ Savage ,die Republic XF 103 mit Düsentriebwerk und RAM-Jet .
     
  5. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Die goldenen Fünfziger der Luftfahrt! Kein Wunder, dass man damls öfter UFOs sah.
     
  6. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Ja , klar .
    Vor allem Flugzeuge wie die XB 35 und 49 hätte man leicht für sowas halten können , dazu kommt wenn jemand einen geheimen Prototypen sah und bei der AirForce nachfragte kam garantiert die Antwort , " da flog nichts von uns " .
     
  7. Das sowieso.

    Ich persönlich bin ja ein großer Nurflügel-Fan, und da hab ich etwas interessantes gefunden:

    i_ae_38

    Ein argentinischer Nurflügler, der von den Gebrüdern Horten, die nach dem Krieg nach Argentinien gingen, entworfen wurde.
     
  8. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Viele Deutsche Ingineure gingen nach dem Krieg ins Ausland , obwohl ihnen dort erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt wurden waren die Ergebnisse bescheieden .
    Siehe Messerschmidt und Hispano HA 200.
    Kurt Tank und FMA I.Ae. 33 „Pulqui II“
    trotz des Geldes und des technischen Fortschritts alle weit unter den Flugleistungen der angeblichen Geheimprojekte in Deutschland .
     
  9. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Überschätze die "erheblichen Mittel" nicht. Spanien war in den Fünfzigern ein extrem armes und Rückständiges Land. Es ist überhaupt überraschend dass sie ein flugfähiges Düsenflugzeug produzieren konnten. Ein bekannter der damals (1950 bis 53) seinen Militärdienst bei der Kavallerie absolvierte, erzählte dass sie noch Russische T-26 verwendeten. (Als einziger ausgebildeter Elektriker in seiner Einheit haben sie ihn auch erst nach massiven Druck seiner Famile aus dem Dienst entlassen). Bis in die 60.er und sogar Anfang der 70.er, flogen dort in der Luftwaffe noch überwiegend Messerschmidts 109, Heinkel 111 und Junkers 52, Teilweise im Nachbau von CASA mit Rolls Royce-Motoren.

    In Argentinien waren die Geldmittel zwar nicht knapp, es fehlte jedoch in vielen Bereichen an Erfahrung und Infrastruktur. Die Brüder Horten erzählten (im obigen Link zu lesen) dass es z.B. an geeignetem Leim mangelte. Das Scheitern des Pulqui II lag jedoch eher im politischen Bereich da die Regierung nach Perón (1955 durch die "Libertadora" gestürzt) seine Prestigeprojekte nicht weiter fördern wollte und es zudem billiger war, amerikanische Sabres zu importieren. Dieses entsprach auch mehr der Einstellung der nachfolgenden Generäle an der Macht . Das Flugzeug selbst soll prinzipiell nicht schlecht gewesen sein, es kam jedoch nie zur völligen Reife.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Mai 2009
  10. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Heinkel hat in diesen Jahren einen Jäger für Ägypten und einen für Spanien projektiert.
    Die Ägypter kauften dann Mig 15.

    Die "Rechnerischen" Leistungen der diversen "Geheimprojekte" die heute im Netz kursieren, werden ihren Ursprung allesamt in den "Bären" haben, die die Deutschen den Amis 1945 aufbanden. (wollten alle Jobs überm großén Teich)

    Schade, dass kwschaefer sich in letzter Zeit sehr zurückhält, er weiß bestimmt konkreteres.
     
  11. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Neben den erheblichen Mitteln die schon damals die Entwicklung einer eigenen Militärindustrie erforderten, kommt dazu, dass die Großmächte mit einem regelrechten Preisdumping und viel politischem Druck von der entwicklung eigener Projekte abbrachten. Wer trotzdem selber weiterentwickelte machte es meistens aus Gründen politischer und militärischer Eigenständigkeit, wie z.B. Südafrika oder Indien.

    Sogar die Israelis sind nach dem Jom Kippur erst einmal weitgehend in die US-Abhängigkeit gerutscht, während sie vorher einen Mix aus französischer, tschechischer und eigener Entwicklungen nutzten (Waffen allgemein, nicht nur Kampfflugzeuge)
     
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  12. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

  13. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Hier ist eine Seite mit mehreren Exoten aus dem 1 WK:

    German Giants

    Den Siemens-Schuckert R VIII finde ich beachtlich. Angeblich der größte Doppeldecker der je gebaut wurde.
     
  14. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

  15. Die Dinger hatten schon gewaltige Ausmaße, waren aber genau so schlecht zu fliegen, wie sie groß waren.
     
  16. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Schon sehr imposant, allerdings scheint die bei Wikipedia angegebene Bombenlast der R. VIII von 5250 kg bei einem Leergewicht von 10,5 Tonnen und einer Startmasse von 15,9 Tonnen sehr optimistisch. Da bleibt ja kaum Gewicht für Mannschaft und Treibstoff übrig. Die sechs MG möchten auch bedient werden und rechnet man pro Mann 80 Kilo, ist man schon allein da bei fast einer halben Tonne.
    Zudem hatten diese großen, umfangreich mit Drähten verspannten Flugzeuge große Schwierigkeiten bei Gegenwind. Die Motorleistung war noch zu gering. Es konnte passieren, das die gar nicht vorwärts kamen und fast wie Drachen an einer Schnur in der Luft hingen.
     
  17. Um nicht zu vergessen, das die Dinger durch einfache Seilzüge gesteuert wurden, was sicher enorme Kräfte gebraucht hat.
     
  18. Guntbot

    Guntbot Gast

    die Kräfte sind bei den geflogenen Geschwindigkeiten eher gering bis vernachlässigbar
    selbst eine Cessna 560XLS wird nur über 3/16" Drahtseile gesteuert
    hier die Daten
    Specifications (Citation XLS+)

    [​IMG]This aircraft article is missing some (or all) of its specifications. If you have a source, you can help Wikipedia by adding them.
    Data from Cessna Citation XLS+ web site [5]
    General characteristics

    Performance

     
  19. Und was ist mit der schieren Größe der Steuerflächen?
     
  20. Guntbot

    Guntbot Gast

    die Größe der Fläche ist nicht so wichtig
    die Formel für den Luftwiderstand,und aus dem resultiert die Steuerkraft,ist
    Widerstandsfläche x Luftdichte x Widerstandsbeiwert(CW) x Geschwindigkeit hoch 2
    wie du siehst vervierfacht sich der Widerstand bei Verdoppelung der Geschwindigkeit
     

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