Geschlechterrollen in der Steinzeit

Dieses Thema im Forum "Frühzeit des Menschen" wurde erstellt von Nvth, 26. Februar 2009.

  1. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Das ist sicherlich ein ganz wesentlicher Punkt, Cassandra. Dazu passt dann auch, dass bei den wenigen Stämmen oder Völkern mit matrilinearer Erbfolge das Ansehen der Frau höher ausgeprägt war, als in patrilinearer Herrschaften und Deszendenz.
     
  2. Thea

    Thea Mitglied

    Schon immer: Frauen zogen in die Welt - n-tv.de

    Interessante Erkenntnis, dass Frauen oft ihre Familie verliessen um sich der Familie des Mannes anzuschließen. Weiß jemand, ob es mehr Infos zu dieser wissenschaftlichen Entdeckung gibt.
     
  3. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Naja, zur Zeit untersucht man gern die Zähne und kommt im verlinkten Beispiel zu der "weltbewegenden" Erkenntnis, dass die für weiblich gehaltenen Australopitecinen 2 - 6 Kilometer entfernt aufwuchsen.
    Daraus zu folgern, dass Frauen schon seit Millionen Jahren den Männern an ihren Wohnsitz folgten, ist eine reißerische Vereinfachung von n-tv. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob es überhaupt Paarbeziehungen und Familienbezüge bei den Frühmenschen gab.

    Zwischen den beiden Extremen Patrilokalität und Matrilokalität finden sich unzählige Zwischen- und Mischformen im Laufe der Geschichte.
     
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  4. Thea

    Thea Mitglied

    Genau die "Vereinfachung" habe ich auch vermutet :S Gibt es vielleicht schon publizierte Ergebnisse irgendwo?
     
  5. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Ein Schwachpunkt der Studie ist ja auch, dass einfach davon ausgegangen wird, dass die gefundenen größeren Zähne Männchen und die kleineren Zähne Weibchen gehörten. Mit der Richtigkeit dieser Prämisse steht und fällt die ganze Studie.
     
  6. Thea

    Thea Mitglied

    Kann sein, dass die Annahme falsch ist aber die Logik sagt doch, dass nicht unbedingt Kinder weit herumgereicht wurden, oder?
     
  7. junia

    junia Gesperrt

    Also ich glaube dass es ganz anders war.Nun ist es doch Tatsache dass Männer körperlich kräftiger sind und mehr Muskelmasse besitzen.Meine Theorie dazu ist dass sie vielleicht im ursprünglichen Sinne für körperliche Arbeiten zuständig waren.Also so für die gröberen Verrichtungen wie Arbeiten,Futter holen,Krieg mache ect..Frauen hingegen waren das etwas feinere Geschlecht das einen engeren Bezug zum Geistlichen,Göttlichen hatte da es doch das höchste göttliche Geschenk,das Leben spendete.
    Soweit so gut,auf alle Fälle ist die Frau auch nur ein Mensch und somit fehlerhaft,neigt für gewöhnlich zur Stutenbissigkeit und alles ging schief.Die Frauen wurden zickig die Männer witterten ihre Stunde und spielten sie gegeneinander aus und schon hatten wir das Patriarchat!
    Das wäre auch eine Erklärung warum es so ist wie es ist und wir soviele Kriege führen.Die eigentlichen "Denker" dieser Welt,die Frauen,sind damit beschäftigt ihre Köpfe zu bemalen und zu schmücken
    anstatt sie zum denken zu benutzen,so wie früher in der Steinzeit.Deswegen laufen die Männer planlos in der Weltgeschichte umeinander,ganz ohne Kontrolle und führen ungehemmt Kriege!

    viele Grüsse
    Junia
     
  8. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    respektive damit, gehaltlose Thesen über "die" Steinzeit bzw. direkt mal über die gesamte "Weltgeschichte" in irgendwelchen Internetforen zu verbreiten.:ironie:
     
  9. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Alles was ich jetzt sagen könnte, Junia, und ich bin eine Frau und ich denke (der Hammer, oder?), wäre sowas von sexistisch, dass es ganz aus wäre, also verkneife ich mir jeglichen direkten Kommentar zu deinen Ergüssen und frage dich stattdessen: Quellen? Belege? Wissenschaftliche Literatur?
     
  10. Traklson

    Traklson Aktives Mitglied

    Endlich klärt das mal jemand auf. Warum bist Du uns nicht schon früher "erschienen"? So vielen hätte Leid erspart werden können!

    Mal von dem stereotypen Verständnis der Geschlechterollen abgesehen, frage ich mich was Du eigentlich unter "Welt" verstehst. Der Alltag der meisten Frauen der Welt dürfte sich um anderes als "bemalen und schmücken" drehen:

    http://www.bpb.de/publikationen/SHMV8M,3,0,Situation_der_Frauen_und_Kinder.html#art3
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2011
  11. junia

    junia Gesperrt

    Hallo,
    nein nicht aufregen,so war das garnicht gemeint,ich wollte niemanden abwerten.Es ist vielleicht eine ungewöhnliche Theorie aber wenn ihr mal persönlicher darüber nachdenkt könnte es eventuell schon einen wahren Teil beinhalten der euch vermutlich verwirrt und Angst macht weil er euch fremd ist aber immerhin war niemand von uns damals dabei und kann tatsächliche Angaben machen.Die Möglichkeit besteht,das heutige System ist alles andere als perfekt und irgendwo,irgendwann lag der Fehler.Die Steinzeit war der Ursprung der "Menschlichkeit",wie es sich damals entwickelt hat ist heute mehr oder weniger reine Spekulation.Und meine Theorie ist ebenso eine Spekulation.
     
  12. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Danke für die Klarstellung. Wir sind hier allerdings ein Geschichtsforum. Nur weil ein Thema den ein oder anderen zu Spekulationen veranlasst, heißt das noch lange nicht, dass man mal pauschal alles behaupten kann und sei es noch so stereotypisierend, vorurteilsbeladen und diskriminierend. Ein gewisser fachlich fundierter Realitätsbezug wäre also trotz der zugegebener Maßen dünnen Faktenlage mehr als nur erwünscht. Und nachdem wir hier ein Geschichtsforum sind, diskutieren wir hier auch nicht "die Fehler im [heutigen] System".
     
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  13. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Ungewöhnlich? Sicher nicht. Einen wahren Teil beinhaltend? Sicher. So allgemein wie das gehalten ist.

    Persönlich darüber nachgedacht habe ich auch schon. So weit, so gut.

    Jetzt aber zum Kernstück deiner Argumentation, dass nämlich die Mitdiskutanten
    und verängstigt ob deiner steilen Thesen seien.

    Das ist nicht nur eine weitere Abwertung, die vermutlich auch nicht "so" gemeint war, sondern vor allem schlicht unwissenschaftlich, eben
    .
     
  14. Afkpu

    Afkpu Aktives Mitglied


    Naja.. Theorien hin und Theorien her.. Angst macht mir nicht die Theorie sondern, dass du hier ohne irgendwelche möglichen Belege was aussagst. Zumal in Gebieten über die wir nur anhand archäologischer Quellen was aussagen können solche Gedankenkonstrukte sehr wacklig sind (deine ist übrigens nicht wacklig, die ist für mich schon mit lautem Gepolter zusammengekracht).

    Ich will hier nicht polemisch sein, und es ist toll, dass du dir scheinbar ernsthaft Gedanken machst aber was sind deine Quellen außer militanten Feministinnen? Ich kenne sehr viele Frauen (auch welche die die Bezeichnung Frau verdienen). Sehr wenige verbringen übermäßig viel Zeit beim Schminken und überlassen ihrem Mann das Leben. Und eine Aufgabenverteilung wie du sie anspricht hätte wenn nichts mit Intelligenz und Dummmheit/Aggressivität zu tun sondern mit Notwendigkeiten. Wenn ich mir Naturvölker ansehe sind hier die Geschlechterrollen teilweise für uns auch "altmodisch" verteilt und das hat mitnichten etwas mit Rollendenken zu tun.

    Ach übrigens, ich habe gerade die Wäsche meiner Freundin gewaschen, muss ich mich jetzt Schminken? Das Zeug verklebt den Bart immer so...

    Die anderen Punkte spreche ich mal nicht an..
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2011
  15. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es ist ja nun nicht so, dass wir uns allein auf die Spekulation zurückziehen müssten. Es gibt ja durchaus Funde, die uns Aufschluss geben können. Sowohl anthropologischer[1], als auch archäologischer Art[2]. Desweiteren können wir über die Verhaltensbiologie des Menschen, aber auch über die Neurologie viele Aussagen über Menschen und menschl. Verhalten machen. Wir wissen z.B. heute, dass das menschl. Gehirn darauf ausgerichtet ist, bei gewissen rituellen Handlungen in eine feierliche Laune zu kommen, dies erforscht der Zweig der Neurologie, der Neurotheologie genannt wird. Wir wissen aber auch, dass z.B. gutes Tun im menschl. Gehirn Glückshormone ausschüttet. Wenn wir in einem Neandertalergrab eine ganze Schicht Blütenpollen finden und in der Ukraine in einem jungsteinzeitl. Grab mehrere hundert Knochenperlen, die offensichtlich auf einem Kleid aufgenäht waren, dann lassen sich auch ohne schriftliche Zeugnisse eine ganze Menge aussagen über menschliches Zusammenleben in der Steinzeit machen.


    [1] menschliche Überreste
    [2] Artefakte, Müll, Waffen, Werkzeug, ggf. auch menschl Überreste, etwa kannibalistischer Gesellschaften
     
  16. junia

    junia Gesperrt

    Bitte,bitte Herrschaften,ich bitte um Beherschung,(kein Scherz)ich zitiere die Mods hier,immer beim Thema bleiben!Es werden hier ständig Theorien vorgebracht indem die Frau ähnlich wie heute angesehen wird.Kaum bringt man das komplette Gegenteil fühlen sich hier einige auf den Schlips getreten.Warum?Es ist nur eine Theorie oder war jemand damals dabei?Archäologische Funde sind eine Sache,aber sie sagen nicht alles aus.Also sollte man meiner Theorie etwas mehr Chance geben.Sachlich disskutieren,ohne mich gleich radikale Feminisrin zu nennen!Es ist eben nur eine Theorie.......

    viele Grüsse
    Junia
     
  17. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Sorry Jungs, auch wenn das Buddeln grad lustig ist, aber jetzt kann ich mich doch nicht mehr beherrschen. Nein böse sexistische Sachen sage ich immer noch nicht - aber ich erzähle euch jetzt mal, warum mich derartige Kampfparolen von Junia dermaßen ärgern. Genau deshalb:
    Nein, falsch. Das hat nichts mit Feminismus oder der Frauenbewegung zu tun! Keine Frau, die ernsthaft für die Ziele der Gleichberechtigung eintritt erzählt dir irgendwelche Ammenmärchen vom frühen Matriarchat und den bösen Männern die die Welt zerstören. Keine Frau, die für die Gleichberechtigung aller Frauen eintritt diskreditiert Frauen als Blödchen, weil sie ihre Weiblichkeit leben (von wegen schminken und so). Niemand der Gleichberechtigung will, diskriminiert andere (Männer zum Beispiel als pauschal gewalttätig). Niemand der sich für Freiheit erhebt, spricht jemandem die Freiheit ab, wählen zu dürfen, wie er oder sie sein Leben gestalten will, also auch die Freiheit der Entscheidung welche ("Geschlechter-")Rolle er im Leben einnehmen möchte - sei es nun voll oder in Teilen, sofern er/sie die Freiheit überhaupt hat wählen zu können. Diese Theorie hat nichts mit Feminismus zu tun, solche "Theorien" machen viel mehr kaputt als dass sie helfen würden.

    Genau, Theorien die zumindest durch entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert werden können, wenn sie auch nicht zu 100 Prozent gefesstigt belegt werden können, daher sind es auch Theorien. Kannst du nicht belegen - und ich habe dich nach Belegen gefragt - ist deine Behauptung eben keine Theorie, sondern nur eine unbelegte These.
     
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  18. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Richtig, sie sagen nicht alles aus, aber eine ganze Menge.

    Zunächst einmal handelt es sich nicht um eine Theorie, sondern um eine These, wiewohl natürlich umgangssprachl. der Begriff Theorie wie These verwendet wird, ich finde aber, zur Präzision sollten wir diese Begriffe doch wieder unterscheiden.

    Wenn du also eine Chance für deine These haben möchtest, dann solltest du vielleicht anfangen, deine These mit Fakten zu untermauern. Woher die Fakten nehmen? Aus den Ergebnissen der Neurologie, der Archäologie, der Anthropologie und der Verhaltensbiologie des Menschen.

    Dann kann man auch
    Wobei deine Sprüche schon sexistisch waren. (Ja, es gibt auch antimännlichen Sexismus).
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2011
  19. junia

    junia Gesperrt

    Jetzt habt ihr mich aber schon ein wenig eingeschüchtert mit eurer These!Nee im Ernst,warum bringt euch diese Theorie so auf wenn jederzeit das Gegenteil herscht?Frauen werden vom Denken abgehalten indem sie auf ihre Äusserlichkeiten reduziert werden!Und ihr habt mich zu dieser Aussage verführt deswegen komme ich jetzt von Thema ab!Also bitte ich um Gnade bei en Mods!
    sorry und viele Grüsse
    Junia
     
  20. Afkpu

    Afkpu Aktives Mitglied

    bevor ich hier noch gesteinigt werde, ich wollte hier @ lili keineswegs die feministischen ideale über einen kamm scheren irgendwas thematisieren oder sonstwas, zumal ich mich mit feminismus nie ernsthaft auseinandergesetzt habe und es auch nicht zu tun gedenke. (nicht aus arroganz oder ähnlichem ich denke in der heutigen gesellschaft entwickelt sich die sache in die richtige richtung und soblad alice schwarzer weg von der bildfläche ist kann man argumente wie meine auch nicht mehr anbringen ;)

    Was mich eben wirklich gestört hat ist die art wie junia ihre these hier anbringt, und die art spricht für antimännlichen sexismus was es gibt. wenn man ein geschlecht prinzipiell als "affenartig und aggressiv" bezeichnet (das hat sie nicht gesagt, lediglich zur verdeutlichung) ist das genau so beleidigend und grenzwertig wie frauen auf drei k's zu beschränken.
     

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