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Hä, ich sehe da nicht Dein Problem! Könntest Du das hier mal genauer ausführen? Welche Marschlager?Die 20 Km sind ja nur die durchschnittliche Entfernung der bisherigen entdeckten
Anlagen an der Lippe +- von ein paar Kilometern. Bleibt trotzdem die Frage der Versorgung ( Treideln über der Lippe) und wie kamen die Truppen nach Anreppen.
Wo sind den Wachtürme oder Signaltürme in der Nähe von Marschlager gefunden worden?
Wer hat denn die Zeit dafür. Die Türme waren befestigt. Was für ein Aufwand. Nach drei Tagen noch nicht fertig,
aber weiter Marschieren.
Solche Bauten sehe ich als militärische Infrastruktur auch zur "Beherrschung" einer Region, vor allem dann wenn noch keine echte "Sicherheit" gegeben ist.Ich denke, @textor meinte, die Signal- und Wachttürme ergäben bei Marschlagern keinen Sinn.
Hat ja auch keiner behauptet.
Signal- und Wachttürme gehören zu einem militärischen Ausbau, wie man ihn später z.B. am obergermanischen oder rätischen Limes hatte.
Was sollen Marschlager mit Wacht-oder Signaltürmen? Und dann noch mit Amphoren mit Wein (Paderborn).
Nochmal: Zur Warnung der Standlager kann ich mir das gut vorstellen Warnung mit Licht oder Akustisch.
Wie beim Bund : „Vorgeschobene Beobachter“ Aber nicht für kurz belegte Marschlager.
Hedemünden: im Süden und im Norden des Marschweges jeweils eine Station mit Sichtweite.
Ein festes Lager.
Das war’s für heute. Wünsche allen eine gute Nacht!
Hierzu "Pardela_centientas" Antwort!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Ich denke, @textor meinte, die Signal- und Wachttürme ergäben bei Marschlagern keinen Sinn.
Hat ja auch keiner behauptet.
Signal- und Wachttürme gehören zu einem militärischen Ausbau, wie man ihn später z.B. am obergermanischen oder rätischen Limes hatte.
Ebenso dieser Punkt, wo ist da das Problem!?Und dann noch mit Amphoren mit Wein (Paderborn).
Hier noch einmal!!Hatte ich oben schon erläutert: Mit dem Tross, der den Legionen folgte.
Signal- und Wachttürme gehören zu einem militärischen Ausbau, wie man ihn später z.B. am obergermanischen oder rätischen Limes hatte.
Die Römer waren doch gelassen und voller Selbstvertrauen. In Südtirol, dem Aufmarschgebiet gegen die Raeter, und am Walensee sieht man die Gestaltung ihrer Offensiven. Mit einer Wegsperre am Kerenzer Berg bei Filzbach, mit einer Art Schiffslände bei Strahlegg und einem befestigten Signalberg zur Linthebene hin war eine ganze riesige Region zwischen Rhein und Zürisee zu kontrollieren.
An den Pässen und Talüberschreitungen sieht man dass die Römer zur Zeit des Drusus zum einen einen klaren strategischen Blick hatten, zum anderen nicht im geringsten durch Wälder, Sumpf, Seen und steile Hänge zu schrecken waren.
Nördlich der Alpen haben das Außerfern und die Gegend zwischen Kempten, Füssen, Murnau und Augsburg nichts Liebliches, nur Sumpf, Geröll, Muren- und Hochwasser-gefährdetes Terrain. Hat die Römer auch nicht abgeschreckt.
Und dann soll zur Zeit von Tiberius und Germanicus Germanien feindlich, naturgewaltig und erfolgreich gegenüber den 3 Legionen des Varus, den 4 + 4 Legionen des Germanicus gewesen sein?
Ich glaube es nicht. Punktum.
Was ich aber glaube: Der Feldzug des Germanicus war die größte strategische und taktische Fehlleistung des römischen Militärs.
Ein Beispiel: den Weg durch über die Pontes longi hätte kein Militärstratege empfohlen.
Im Sumpf, im Tal, den Römern zur Qual, auf schmaler Bohlenspur, und fröhlich trunken feiernde germanische Stämme auf den Hängen oberhalb?
Was haben sich Germanicus und Caecina davon versprochen? Wie gerät man entgegen aller römischer Militärdoktrin da hin? Und wie da wieder heraus?
Wer ein ideales Aufmarschgebiet der Römer sehen will, braucht sich nur die Höhenwege entlang Lahn (Weinstraße) und Ohm (Balderscheidweg) anschauen, dem Einfallstor von Mainz und Wetterau aus in das Gebiet der Marser und das westliche Thüringen. Jahrtausende alte baum- und sumpfarme Handelswege auf breiten Bergrücken, mit weitem Blick über die Siedlungskammern. Da gab's keine Engstellen und keine Möglichkeit für einen Hinterhalt.
Die Türme sind in Sichtweite zueinander, massiv ausgebaut, und sie waren für die Räter praktisch nicht zu erobern.
Aber nicht deren Mauerwerk. Und in ganz (Ost-)Westfalen, Niedersachsen, Thüringen und Nordhessen kein einziger Kirchtum, bei dem jemals römisches Mauerwerk und römische Funde nachgewiesen wurden.Die Walenseetürme wurden lange für mittelalterlich gehalten, und nicht nur in Westfalen, auch in Niedersachsen, Hessen und Thüringen finden sich viele alte (Wehr-)Kirchtürme, deren Grundriss sehr ähnlich ist.
Wobei sich die Türme auf der helvetischen Seite des Walensees befinden, die schon seit dem Gallischen Krieg unter römischer Kontrolle stand.
Aber nicht deren Mauerwerk.
Biberlikopf und Strahlegg ja, Filzbach nicht.
Aber: Die Eroberung des östlichen Helvetiens erfolgte erst unter Augustus, 15 v. Chr.
Einige der Legionen, die den Alpenfeldzug durchführten, waren ja später auch unter Drusus an der Lippe und in der Germania inferior und superior.
Filzbach ist südlich des Walensees.
Das Fundmaterial ist (früh-)augusteisch.
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